Medikamente abgesetzt, nun Lachanfälle. Wer kennt das?
Hallo,
nachdem ich hier vor einigen Jahren mal Beiträge eingefügt habe, hatte ich mich lange Zeit zurückgezogen um erstmal mit den neuen Dingen zurecht zu kommen. Vielleicht kommt manchen die Geschichte noch bekannt vor, möchte sie aber im kurzen nochmal wiederholen.
Angie kam im Januar 98 zur Welt. Sie war soweit gesund und entwickelte sich prächtig. Im Juli 98 wurde sie geimpft und reagierte mit Myoklonien, die wir damals allerdings mit Schreckhaftigkeit verwechselten. Dies waren aber schon Vorboten zu einer ganzen Odyssee. Zusätzlich schlief sie damals ganz viel. Trotzdem wurden diese Anzeichen von der Ärztin als normale Reaktionen gewertet. Nach der zweiten Impfung bekam sie nach 13 Tagen einen Grand-Mal-Anfall, der aber als Gelegenheitsanfall eingestuft wurde. Wiederum kein Zusammenhang mit der Impfung obwohl ich dieses da schon sagte. Nach einer Reihe von Anfällen wurde sie im Oktober 98 auf Luminal eingestellt. Wieder sagten die Ärzte sie müsse weiter geimpft werden. Bei der dritten Impfung hatte sie nach 16 Stunden einen Status von 73 Minuten. Wir glaubten danach den Ärzten nichts mehr zumal sie wieder sagten das hätte nichts mit der Impfung zu tun. Wir machten darauf hin einen Impfschadensantrag. (Der Antrag wurde jetzt nach über 10 Jahren endlich anerkannt)
Doch mit der Krankheit ging es weiter. Die Anfälle kamen öfters und in immer kürzeren Abständen und verschiedene Arten. Wir probierten einige Medikamente aus und sie war zweimal in Bielefeld/Bethel. Nachdem sie die Medis Ergenyl Chrono und Brom hatte, ging es ihr endlich besser. Die Anfälle kamen seltener und waren bei ca. 1 Minute und gingen von selbst.
Im Januar 2003 hatte sie plötzlich und ohne Grund einen Anfall in der Nacht von ca. 1 Stunde. Danach fiel sie in ein Koma und war über Wochen weggetreten. Krankenhauswechsel und viele Ärzte konnten uns nicht sagen was mit ihr los war. Eine Reihe von Untersuchungen brachte gar nichts. Wir entschieden uns sie nach Hause zu holen. Die angeordnete Reha brachte nicht viel. Nach einem halben Jahr kam dann die Nachricht, dass sie einen Sauerstoffmangel erlitten hat bei der Geschichte viele Nervenzellen im Gehirn abgestorben wären und das Gehirn durch das Ödem im Kopf zusammengedrückt worden war. Prognose: niederschmetternd. Vermutlich wird sie so bleiben, eventuell kleine Dinge zurückkommen.
Sie wird seitdem künstlich ernährt, kann weder sprechen noch sitzen, ist immer auf den Rollstuhl angewiesen.
Sie war zumindest anfallsfrei von den Grandmal-Anfällen. Leider entwickelten sich Petit-Mal-Anfälle. Die sind zwar nur wenige Sekunden und stören sie nicht weiter. Sie bleiben auch stets im gleichen Rhythmus.
Durch die Geschichte haben wir Ergenyl Chrono abgesetzt. Sie bekam weiterhin Brom und blieb auch anfallsfrei. Da ihr Körper das Brom immer bis in den toxischen Bereich speicherte setzten wir über 2 Jahre die Medikation ab.
Sie wurde wieder wacher, nahm am Leben teil, sie versteht einiges was um sie herum passiert und essen klappt auch wieder, hoffen dass wir sie irgendwann von der Sonde wegbekommen.
Die Entzugserscheinungen waren heftig. Sie schrie oft nächtelang durch und durch das lautieren und stöhnen (mehr kriegt sie nicht raus) sind wir doch als sehr genervt.
Nun zu meiner Frage: Seit wir die letzten 3 Dosen abgesetzt haben, hat sie sich angewöhnt die ganze Nacht durch zu kichern oder lauthals zu lachen. Oder wie gesagt dieses Stöhnen und Lautieren. Hat das einen Zusammenhang oder ist das nur ein Ausdruck dass sie keine *Sedierung* mehr hat?
Würde mich über Antworten freuen.
Liebe Grüße
Ramona