Alternative zu Medikamenten

Rene @, Wednesday, 04.03.2009, 16:21 (vor 6378 Tagen)

Hallo an alle,

meine Frau möchte trotz mehrfacher Anfälle kein Medikament zu sich nehmen. Ich habe durchaus Verständnis dafür, jedoch wird es in der Zukunft sicher zu Grenzsituationen kommen. Hat jemand Erfahrungen mit alternativen Wegen oder im Zweifel einen Tipp für einen wirklich guten Neurologen im Rhein-Main Gebiet?

Danke und Gruss

Rene

Re: Alternative zu Medikamenten

Anja @, Friday, 06.03.2009, 11:28 (vor 6376 Tagen) @ Rene

Hallo,

einen guten Neurologen kann ich Dir nicht nennen, allerdings ist es schon so, dass Neurologen Epilepsie medikamentös behandeln, sofern das notwendig ist. Ob das bei Deiner Frau erforderlich ist, kann ich natürlich nicht beurteilen, das hängt von der Art und der Häufigkeit der Anfälle ab.

Weshalb möchte Deine Frau denn keine Medikamente nehmen? Ist dies wegen Nebenwirkungen - dann muss man mit einem Neurologen ggf. nach Alternativen suchen -, oder eher eine grundsätzliche Abneigung?

Niemand nimmt gern Medikamente, aber gerade bei Epilepsie sind sie nach meiner Erfahrung notwendig und ermöglichen bei guter Medikamenteneinstellung auch ein annähernd normales Leben ohne Angst. Einmal absgesehen von Verletzungen oder Schäden, die Anfälle mit sich bringen, empfinde ich die Situation eines Anfalls als weitaus belastender als die Tatsache, täglich (und dies seit über 25 Jahren) Medikamente nehmen zu müssen.

LG

Anja

[zitat=Rene]Hallo an alle,

meine Frau möchte trotz mehrfacher Anfälle kein Medikament zu sich nehmen. Ich habe durchaus Verständnis dafür, jedoch wird es in der Zukunft sicher zu Grenzsituationen kommen. Hat jemand Erfahrungen mit alternativen Wegen oder im Zweifel einen Tipp für einen wirklich guten Neurologen im Rhein-Main Gebiet?

Danke und Gruss

Rene[/zitat]

Re: Re: Alternative zu Medikamenten

rene @, Friday, 06.03.2009, 15:04 (vor 6376 Tagen) @ Rene

Hallo Anja,

vielen Dank für Deine HInweise. Meine Frau scheut die Nebenwirkungen, vor allen was die möglichen langfristigen Belastungen angehen. Sie lehnt die Medikamente daher grundsätzlich ab. Da wir Kinder haben und die noch eher klein sind ( 7 + 2 Jahre ) mache ich mir grosse Sorgen, das die Kinder mit reingezogen werden. Ich selbst habe Angst da ihr was schlimmeres passiert. Bisher kamen die Anfälle nur nachts, aber ist das schon ein Merkmal, das man nach 4 Anfällen als klaren Indikator werten darf?

Grüsse

Rene


[zitat=Anja]Hallo,

einen guten Neurologen kann ich Dir nicht nennen, allerdings ist es schon so, dass Neurologen Epilepsie medikamentös behandeln, sofern das notwendig ist. Ob das bei Deiner Frau erforderlich ist, kann ich natürlich nicht beurteilen, das hängt von der Art und der Häufigkeit der Anfälle ab.

Weshalb möchte Deine Frau denn keine Medikamente nehmen? Ist dies wegen Nebenwirkungen - dann muss man mit einem Neurologen ggf. nach Alternativen suchen -, oder eher eine grundsätzliche Abneigung?

Niemand nimmt gern Medikamente, aber gerade bei Epilepsie sind sie nach meiner Erfahrung notwendig und ermöglichen bei guter Medikamenteneinstellung auch ein annähernd normales Leben ohne Angst. Einmal absgesehen von Verletzungen oder Schäden, die Anfälle mit sich bringen, empfinde ich die Situation eines Anfalls als weitaus belastender als die Tatsache, täglich (und dies seit über 25 Jahren) Medikamente nehmen zu müssen.

LG

Anja

[zitat=Rene]Hallo an alle,

meine Frau möchte trotz mehrfacher Anfälle kein Medikament zu sich nehmen. Ich habe durchaus Verständnis dafür, jedoch wird es in der Zukunft sicher zu Grenzsituationen kommen. Hat jemand Erfahrungen mit alternativen Wegen oder im Zweifel einen Tipp für einen wirklich guten Neurologen im Rhein-Main Gebiet?

Danke und Gruss

Rene[/zitat][/zitat]

Re: Alternative zu Medikamenten

Crissy @, Friday, 06.03.2009, 17:23 (vor 6376 Tagen) @ Rene

hallo rene,
ich würde mal bei der Epilesieberatung deiner Stadt nachfragen.oder im Brancenbuch bei Selbsthilfegruppen
die haben meistens ein Netzwerk guter Informationen.
Da ich nicht immer die besten Erfahrungen mit Neurologen gemacht habe würde mich nach Epileptologen erkundigen.
das sind Neurologwn mit dem Fachgebiet Epilepsie.
Ich habe auch seit nunmehr 38 Jahren Epilepsie. Also schon fast immer und so gut wie fast keine Nebenwirkungen.
Da Nebenwirkungen eigentlich unvermeidbar sind ist ein gesunder Lebenswandel sehr wichtig. Die Medikamenten-einnahme ist eines der wichtigsten Dinge in dem Leben
eines jeden Epileptikers. Die Medikamente werden von ihrer Verträglichkeit auch immer besser.Einen ständigen Ansprechpartner zu haben ist auf alle Fälle sehr sehr wichtig um mit der jetzigen situatin fertig zu werden. Dies können auf jeden Fall Epilepsieberatungsstellen bieten. Ich wünsche dir und deiner ganzen Familie alles Gute deine Crissy

Re: Alternative zu Medikamenten

Anja @, Saturday, 07.03.2009, 16:56 (vor 6375 Tagen) @ Rene

Hi,

ich habe auch einen kleinen Sohn (6), der zum Glück meinen letzten Grand Mal nach langer Zeit nicht mitbekomnnen hat, aber der weiß, dass ich diese Krankheit habe. Natürlich ist ihm das nicht ständig gegenwärtig, aber er weiß schon generell Bescheid und geht damit nicht anders um als mit anderen Erkrankungen auch.
Oft ist es schon so, dass eine bestimmte Erscheinungsform der Epilepsie (Anfälle im Schlaf) so bleibt, aber Genaueres kann nur ein Neurologe sagen.

Alles Gute Euch

Anja

[zitat=rene]Hallo Anja,

vielen Dank für Deine HInweise. Meine Frau scheut die Nebenwirkungen, vor allen was die möglichen langfristigen Belastungen angehen. Sie lehnt die Medikamente daher grundsätzlich ab. Da wir Kinder haben und die noch eher klein sind ( 7 + 2 Jahre ) mache ich mir grosse Sorgen, das die Kinder mit reingezogen werden. Ich selbst habe Angst da ihr was schlimmeres passiert. Bisher kamen die Anfälle nur nachts, aber ist das schon ein Merkmal, das man nach 4 Anfällen als klaren Indikator werten darf?

Grüsse

Rene


[zitat=Anja]Hallo,

einen guten Neurologen kann ich Dir nicht nennen, allerdings ist es schon so, dass Neurologen Epilepsie medikamentös behandeln, sofern das notwendig ist. Ob das bei Deiner Frau erforderlich ist, kann ich natürlich nicht beurteilen, das hängt von der Art und der Häufigkeit der Anfälle ab.

Weshalb möchte Deine Frau denn keine Medikamente nehmen? Ist dies wegen Nebenwirkungen - dann muss man mit einem Neurologen ggf. nach Alternativen suchen -, oder eher eine grundsätzliche Abneigung?

Niemand nimmt gern Medikamente, aber gerade bei Epilepsie sind sie nach meiner Erfahrung notwendig und ermöglichen bei guter Medikamenteneinstellung auch ein annähernd normales Leben ohne Angst. Einmal absgesehen von Verletzungen oder Schäden, die Anfälle mit sich bringen, empfinde ich die Situation eines Anfalls als weitaus belastender als die Tatsache, täglich (und dies seit über 25 Jahren) Medikamente nehmen zu müssen.

LG

Anja

[zitat=Rene]Hallo an alle,

meine Frau möchte trotz mehrfacher Anfälle kein Medikament zu sich nehmen. Ich habe durchaus Verständnis dafür, jedoch wird es in der Zukunft sicher zu Grenzsituationen kommen. Hat jemand Erfahrungen mit alternativen Wegen oder im Zweifel einen Tipp für einen wirklich guten Neurologen im Rhein-Main Gebiet?

Danke und Gruss

Rene[/zitat][/zitat][/zitat]

Re: Alternative zu Medikamenten

epionline @, Monday, 09.03.2009, 15:27 (vor 6373 Tagen) @ Rene

Habe ca. alle 14. Tage Anfälle bekommen alle Medis schon ausprobiert. Jetzt nehme ich TRAUBENZUCKER und habe nur noch die hälfte an Anfällen. (Zuckerspiegel)

Nehme troztdem Medis.

l.G.
epionline