Milde Form von myoklonisch astatische Epilepsie?
Hallo,
ich bin heute zum ersten Mal auf den Begriff der myoklonisch astatischen Anfällen gestossen. Ich war recht verblüfft, davon zu lesen. Als Jugendlicher passierte mir das vielleicht einmal pro Jahr, dass ich völlig unvermittelt und ohne die geringste Vorwarnung in einem Bein zusammensackte und beinahe stürzte, nur um dann gleich wieder aufzustehen. Ich dachte damals, das liege wohl daran, dass ich stark im Wachstum sei, und die Entwicklung des Gehirns nicht mit der körperlichen Entwicklung mithalten konnte. Seit Ende des körperlichen Wachstums kann ich mich jedoch an keinen solchen Fall erinnern.
"Nickanfälle", also Erschlaffung der Nacken-/Halsmuskulatur, hatte ich keine.
Meine intellektuellen Fähigkeiten sind sehr gut, ich kann keine Beeinträchtigung feststellen (abgeschlossenes Universitätsstudium).
Interessant ist die Sache auch aus einem weiteren Grund: Im Sportunterricht war ich einfach oft ein wenig allzu sehr ungeschickt. Ich war nicht wirklich schlecht und strengte mich lange Zeit ziemlich an, aber selbst heute noch scheinen meine körperlich-koordinativen Fähigkeiten eher unter dem allgemeinen Durchschnitt zu liegen. (Darum hatte ich lange Zeit keinen rechten Spass am Mannschaftssport.) Heute habe ich gelesen, dass myoklonisch astatische Anfälle mit Ataxie, also Störungen der Bewegungskoordination, in Verbindung gebracht werden.
An Absencen kann ich mich jedoch nicht erinnern, und mir wurde auch nie von meinen Bekannten oder Eltern diesbezüglich etwas gesagt.
Es gibt in meiner Familie meines Wissens niemanden mit Epilepsie als Krankheitsgeschichte.
Meine Frage: Ist es möglich, dass da eine sehr milde und vorübergehende Form einer myoklonisch astatischen Epilepsie (Doose-Syndrom) vorlag, welche im weiteren Wachstum jedoch wieder verschwand? Kann mir hier jemand genauerers sagen?