EPI, ... und keine höhere Pflegestufe?

Mellymaus, Castrop-Rauxel, NRW, Tuesday, 16.06.2009, 19:32 (vor 6274 Tagen)

Hallo Zusammen,

ich hab ein wirklich fettes Problem mit dem Medizinischendienst der Krankenkassen. Mein Mann hat für mich eine höhere Pfegestufe beantragt (bis dato bekomme ich Pflegestufe 1). Wir haben schon x-zig mal eine höhre beantragt, aber die vom MdK meinen, dass ich keine höhere bräuchte und wir haben gegen jede Ablehnung Wiederspuch eingelegt.
Ich bekomme regelmäßig Anfälle und Anfang Mai hatte ich meinen stärksten, einen Status epileptikus (2x), bekommen und wäre beinah gestorben.

Muss man echt erst seinen Kopf unterm Arm tragen, dass die Pflegestufe erhöht wird?
Außerdem bin ich Schwebehindert (100% und Markenzeichen aG, G und B), sitze im Rollstuhl und kann fast nichts mehr alleine.

Ich freue mich über jede hilfreiche Antwort!

Liebe Grüße
Mel

EPI, ... und keine höhere Pflegestufe?

Green, Tuesday, 16.06.2009, 23:34 (vor 6273 Tagen) @ Mellymaus

Hallo

du hast dich ja sicherlich im Netz schon schlau gemacht zu dem Thema.
Womit begründet der MDK den die Ablehnung habt Ihr Euch die Begründung der Ablehnung an gefordert?
Nur wegen der Anfälle ist es schwierig mit der Pflegestufe so lang ich noch allein ins Bad mich anziehen den löffel heben usw. kann sieht es schlecht aus...ist meine erfahrung.
Was fehlt Dir den noch oder sitzt du wegen der Epi im Rollstuhl.
Green

EPI, ... und keine höhere Pflegestufe?

rescue ⌂, Dollbergen bei Uetze, Wednesday, 17.06.2009, 10:56 (vor 6273 Tagen) @ Green

Hi,
der MdK ist da recht rigoros ;-)
Wir haben noch nicht einmal die kleinste Stufe erhalten, mit der Begründung, das die Anfälle nicht vorhersehbar seien und somit IMMER einer dabei sein müßte. Allerdings ist die Stufe 3 nicht gerechtfertigt, da die Anfälle nicht dauerhaft auftreten. Somit beist sich die Katze in den schwanz.
Denke du hast recht. Es gibt nen netten Vergleich aus der ersten Hilfe.
Der Laie darf erst mit der Wiederbelebung aufhören, bis ein Arzt den Tod bestätigt hat. Ausnahme: Wenn der Kopf mehr als einen Meter vom Rumpf entfernt ist. Das ist deutschland ;-)
Gruß Andreas

--
Wir leben alle unter dem gleichen Himmel. Aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.

EPI, ... und keine höhere Pflegestufe?

Mellymaus, Castrop-Rauxel, NRW, Wednesday, 17.06.2009, 11:31 (vor 6273 Tagen) @ Green

Hi,

ich sitze nicht nur wegen meiner EPI im Rollstuhl. Das hat 1995 angefangen, mit meinem Unfall. Dadurch habe ich eine Hemiparese (rechtsseitig) und die Epilepsie ist erst 2001 zum ersten Mal aufgetreten.
Da habe garnicht gedacht, dass das Epilepsie sein könnte. Ich bin einfach, wie ein steifes Brett, umgefallen und das hat so 2-3 Minuten angehalten. Ich habe alles um mich herum mitbekommen.
Nur, dass ich einen nach dem anderen bekam und da hat mich mein Ex-Freund ins KH gebracht. Die haben dann festgestellt, dass das Epilepsie ist, nach CT und Kernspint. Seidem bekam ich andauernd Anfälle, bis mich die Ärzte auf Lamictal (jetzt Lamoctrigin) eingestellt haben. Als ich meinen letzten Anfall bekam, Anfang Mai, haben die mir zusätzlich noch Keppra gegeben.
Das einzige, was ich jetzt noch kann (wer weiß wie lange noch), ist am PC sitzen.

Mellymaus