Meine Story + Anfälle/Ausschlag
Hallo,
ich weiß bei mir nicht mehr weiter...
vorab: bei mir wird seit 1 1/2 Jahren "darumgewurschtelt" mit Tabletten (insg. 300 mg. Lamotrigin + 150 mg. Topamax). Ehrlich gesagt vor dieser Zeit (vor 2 Jahren) hatte ich kaum Anfälle. Ca. einen in einem halben Jahr, wenn überhaupt, jetzt habe ich 3 Stück an einem Tag und das alle zwei Wochen. Da kann doch etwas nicht stimmen.
Laut Kernspindings habe ich eine Narbe seit Geburt und EEG (Krankenhaus 2001) einen "Drang" zu multifokalen Anfällen. Das mit der Narbe behauptet der Radiologe - Hausarzt meint das hat alles mit Vergiftung s. u. zu tun und woher will der Radiologe (meint Hausarzt) wissen, dass es die Narbe seit der Geburt gibt. Aber diese Aussage des Neurologen, ja das Gehirn verändert sich eben im Leben reicht mir auch nicht. Hallo ich bin jetzt erst 21 geworden. Mach seit zwei Jahren darum. Darf kein Auto fahren usw. (Obwohl ich Auto hab und Führerschein...). Beim Arbeitsamt hieß es dann ständig: "Ja Sie dürfen ja kein Auto fahren, ... und da kommen Sie mit dem Bus nicht hin..." Jetzt habe ich so weit erst mal wieder eine Stelle. Aber diese Jahr arbeitslos bzw. eine Stelle zu finden war nicht zuletzt wegen der Epilepsie/Anfälle schwierig. (Bin letztens auch vorm Busfahrer umgeklappt...).
Meine Anfälle sehen in etwa so aus:
Ich merke das es los geht - es ist seltsamerweise ein angenehmes Gefühl.
Dann bekomme ich einen starren verschleierten Blick bzw. vor allem starre Augen und will einfach nur noch ins Bett. Wenn ich mich auskenne "schlafwandle" ich dorthin, und wenn es nur die Couch ist. Ich habe noch nie geschrieen oder habe auf dem Boden herumgetobt. Auffällig allerdings sind rhythmische Reibebewegungen mit den Händen auf den Oberschenkeln. Was mich selbst nervt ist, dass ich meist in der Eisprungphase und zwei Wochen später meine Anfälle bekomme und die Ärzte darauf nicht reagieren. (Das ist über ein 1/2 Jahr in etwa belegt ohne Pille; seit 1/4 nehm ich wieder die Pille, da ist es genauso).
Muss gestehen ich hatte mit 13 Jahren eine Panathinolvergiftung. Wenn man als Nahestehender mich darauf anspricht usw. habe ich ähnliche rhythmische "Reibestörungen" wie oben beschrieben. (Milz fehlt seitdem auch u. etwas Bauchspeicheldrüse). Posttraumatisches Belastungssyndrom?! Ich denke, das ist Quatsch. Fakt ist nur, dass ich "Depp" dann nicht noch rauchen sollte...ich weiß. Vielleicht Tabletten u. Zigaretten weglassen und ich habe keine bzw. hatte nie Epilepsie?!
Was auch ein Problem noch von mir ist, ist dass ich mich immer in alles reinsteigere und sämtliche Sachen (mögl. Symptome/Krankheiten) auf mich beziehe!
Jetzt hab ich z. B. seit 2-3 Wochen einen roten, trockenen Hautausschlag am Nacken. (Vllt. auch deshalb, weil ich Shrimps gegessen hab?!). Naja, solange es nichts mit dem Kopf zu tun hat!
Ich weiß es klingt alles ziemlich frustiert, aber ich bin einfach nur traurig (weil ich auch glaube selbst schuld daran zu sein).
Gruß K.
Meine Story + Anfälle/Ausschlag
hey,
warum glaubst du selbst schuld zu sein?
sandy
Meine Story + Anfälle/Ausschlag
wieso glaubst du selber daran schuld zusein? das ist doch quatsch und einbildung.
aber was ich auch schon oft gehört habe, das leute die eine narbe im gehirn haben, und dass das auch der auslöser der anfälle ist. leider ist das oftmals auch nicht zu operieren.
hatte selber 36 jahre epilepsie, und war damals als ich in deinem alter war, auch ein langer weg mit der krankheit zuleben. habe auch immer das beste daraus gemacht.
gruß olli
Meine Story + Anfälle/Ausschlag
Hallo Kathrin,
ich bin neu hier, habe gerade Deinen Eintrag gelesen und festgestellt, dass es bei mir genauso ist. Habe eine Narbe am Gehirn und mit 1 1/2 Jahren einen Fieberkrampf gehabt. In der Pubertät sind dann die ersten Anfälle aufgetreten. Teils bekam ich angstzustände u. ähnliches. Habe zig verschiedene Neurologen aufgesucht, etliche versch. Medikamente genommen, nichts hat so richtig gewirkt. Ich kam mir wie ein Versuchskaninchen vor. Man schob die Anfälle auf Wetterlage, Periode, Aufregung usw. Jahrelang hat man mir gesagt, ich könne keine Kinder bekommen, es sei vererblich. Der größte Schwachsinn, es kommt vom Gehirn, das kann nicht vererblich sein, sagte man mir dann in der Uniklinik in Bonn. Dabei hätte ich gerne Kinder gehabt. Heute bin ich einerseits froh keine zu haben, wegen der Anfälle. Sie kommen so unregelmäßig.
Nachdem mein alter Neurologe darauf bestand nochmals die Meinung der Ärzte in Bonn einzuholen, bin ich dann auch wieder hin, habe versch. Medikamente bekommen. Immer noch Anfälle. 2003 wurde dann Keppra entwickelt. Die habe ich mit anderen Medikamenten genommen. Nach einiger Zeit wurden die Anfälle weniger, bis ich Anfallfrei wurde. Ich durfte mit 37 Jahren den Führerschein ENDLICH machen. Vorher immer das Fragen: Wer fährt mich? das habe ich mich selten getraut. 1 1 /2 Jahre bin ich Auto gefahren, in der Zeit wurden die Tabletten wieder reduziert, und das Ergebnis Anfälle, bis heute. Das Autofahren war vorbei, obwohl ich den Führerschein noch habe. Aber zur eigenen Sicherheit und die der Anderen habe ich es sein lassen. Die Anfälle kommen zu unregelmäßig. Teils mit Orientierungslosigkeit, wenn ich auf längere Zeit auf eine Stelle schaue, merke ich schon etwas. Die Tabletten wurden wieder umgestellt, kein positives Ergebnis. Bis heute, nun habe ich wieder Angstzustände wenn ich alleine bin, Lustlosigkeit, Einnässen und das Schlimmste die Nerven liegen blank,weinen, weinen,.... Warum, weshalb wieder Anfälle, wann kommt der Nächste. Was kann man dagegen tun????
So sieht meine Geschichte aus, es ist keine direkte Epilepsie, sondern cerlebale Anfälle.
Alles Gute für Dich,
über Antworten freue ich mich sehr.
Viele liebe Grüße Michaela