Führerscheinentzug oder...

smartyn, Wednesday, 01.07.2009, 09:42 (vor 6259 Tagen)

Führerscheinentzug oder nur ausgesprochens Fahrverbot

Hallo, ich wollte eigentlich nur mal genauer nachfragen, ich nehme seit 2002 regelmäßig meine Antiepileptika und hatte seit 2007 keinen Anfall mehr.
Gestern Vormittag hingegen wieder einen. So jetz sagte mir mein Arzt er würde dies der Führerscheinstelle bzw dem Straßenverkehrsamt melden.
So weit ich weiß sind die nicht berechtigt den Führerschein mir wegzunehmen.
Sie können lediglich nur an meine Vernunft appellieren und mit den "Lappen" nicht abnehmen.
Nun meine Frage wie genau ist das jetz, da bei uns die Infrastruktur mehr als bescheiden ist bin ich auf meinen Führerschein dringend angewiesen.

Mit freundlichen Grüßen

Führerscheinentzug oder...

Schluffi, Wednesday, 01.07.2009, 09:56 (vor 6259 Tagen) @ smartyn

Kurze Antwort

Anfall beim führen eines Fahrzeugs und dann einen Unfall,bei dem Menschen zu Schaden kommen!!

Schluffi

Führerscheinentzug oder...

rescue ⌂, Dollbergen bei Uetze, Wednesday, 01.07.2009, 11:22 (vor 6259 Tagen) @ Schluffi

Moin,
ich kann schluffi nur zustimmen.
Auch wenn es für Dich unglücklich ist. Aber kannst Du es verantworten, wenn Du hinter dem Steuer einen Anfall bekommst und einen anfährst? er muß nicht einmal umkommen, sonder landet im Rollstuhl und / oder er bekommt durch den Unfall auch Epilepsie. Dan hast Du nicht nur Dein Leben verpfuscht, sondern das eines anderen / einer anderen Familie ebenfalls. Ist es das wert?
Gruß, Andreas

--
Wir leben alle unter dem gleichen Himmel. Aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.

Führerscheinentzug oder...

traumgirl198, Wednesday, 01.07.2009, 22:06 (vor 6259 Tagen) @ smartyn

hallöchen,

ich kann meinen Vorredner nur zustimmen

Die können dir solang nix passiert nicht den Führerschein wegnehmen.
Aber ein Fahrverbot ist ein Fahrverbot! Da mußt du dich dran halten. Auch wenn es für dich ungünstig ist.

LG

Brigitta

Führerscheinentzug oder...

smartyn, Thursday, 02.07.2009, 08:55 (vor 6258 Tagen) @ traumgirl198

hey,
ich bin mir der gefahr durch aus bewusst, ich sagte ja auch nicht das ich fahren werde.
Nur gibt es glaube ich neue regelungen und ich hab kein Bock den Lappen abzugeben.
Mir reicht das völlig aus den in meiner BRieftasche zu haben.
Fahren werde ich in Zukunft sowieso nicht...also habt keine Sorge.

Macht euch noch eine schöne restliche Woche
lg smartin

Führerscheinentzug oder...

traumgirl198, Thursday, 02.07.2009, 23:44 (vor 6257 Tagen) @ smartyn

hallo nochmal,

ich hatte meinen führerschein 2000 wegbekommen, da ich einen "unfall" jemanden einen kratzer ins auto gemacht hab. Ist niemand was passiert und es wußte auch jeder daß ich fahre, wurde mir erlaubt.

Wenn ich es net angegeben hätte an der Stelle hätte ich meinen Lappen behalten können und wäre nix passiert.
Heute kann ich nur sagen gut so, wer weiß was passiert hätte können noch.

2007 hab ich dann meinen Führerschein neu machen müßen, Prüfungen neu und paar Stunden für mich (keine Pflicht gewesen).

Im endefekt hab ich haufen Geld ausgegeben um dies erneut zu bekommen.

Ich kann dir nur raten nicht zu fahren wenn dies geraten wird. Dann kannst deinen Führerschein behalten und mußt es net neu machen.

Geschweige denn wenn anderen was passiert.

LG

Brigitta

Führerscheinentzug oder...

Maya2006, Friday, 03.07.2009, 09:08 (vor 6257 Tagen) @ smartyn

Hallo,
also ich habe letztes Jahr ein halbjähriges Fahrverbot seitens der Ärzte ausgesprochen bekommen. Da ich im Vertriebsaußendienst tätig bin, ist das für mich nicht realisierbar gewesen. Also habe ich das ganze über einen Anwalt klären lassen. Ich muss dazu sagen, dass ich letztes Jahr die ersten zwei Anfälle meines Lebens hatte, mit 27. Diese sind unter widrigen Umständen, Stress, Schlafmangel und Medikamentenkonsum in übermäßigen Dosen zustande gekommen.
Auf jeden Fall ist es so, dass Dir mit einem Fahrverbot seitens eines Arztes nichts passieren kann, auch die Versicherung zahlt, wenn was passiert, da ja niemand weiß, dass Du an Epilepsie leidest. Anders ist es in dem Fall, wenn es der Führerscheinstelle gemeldet wird. Diese ist, laut meinem Anwalt, dazu berechtigt, Dir den Führerschein wegzunehmen, da es hier um das Allgemeinwohl geht. Also wenn diese Dich auffordern, den Lappen abzugeben, ist er weg.
Ein Arzt darf lediglich eine Empfehlung aussprechen. Er wird auch der Führerscheinstelle lediglich eine Empfehlung aussprechen und diese entscheidet dann.
Mittlerweile bin ich schwanger und ich muss ehrlich sagen, dass ich das Erziehungsjahr nutzen möchte, um mir einen anderen Job zu suchen. Mein Gewissen macht mir da einen Strich durch die Rechnung. Ich fahre am Tag im Schnitt 300km im Außendienst und das ist schon gefährlich, vorallem für andere. Ich würde mir das nie verzeihen, wenn jemanden etwas passiert, wenn ich einen Anfall hinterm Steuer bekomme.
Dennoch kann ich Dich verstehen. Wir wohnen auch am Popo der Welt und ich bin absolut auf das Auto und den Führerschein angewiesen, allein um mal ein Päckchen Milch oder paar Eier zu holen. Von daher... für diese kurzen Strecken kann und möchte ich auch nicht aufs Auto verzichten.

Am besten klärst Du das ganze über einen Anwalt für Verkehrsrecht ab, dann bist Du auf der sichersten Seite.

Schöne Grüße
Maya2006

Führerscheinentzug oder...

traumgirl198, Sunday, 05.07.2009, 20:21 (vor 6255 Tagen) @ Maya2006

hallo Maya,

ich finde das schon heftig, daß du ein Gewissen hast, aber trotzdem fahren tust
im Moment. Das passt doch garnet zusammen oder?

Das ist richtig, daß dir der Lappen nicht weggenommen werden kann solang dir nix passiert, und der Arzt nur eine Empfehlung geben kann. Allerdings ist das glaub net richtig, daß eine Versicherung zahlt wenn du selber Schuld bist!!!!!!
Und das bist du ja in dem Fall weil du net fahren solltest!

Was soll der Anwalt da machen, ihr sagen sie soll net fahren und sie zahlt auch noch haufen Geld für nix? Das kann/hat der Arzt ja schon gemacht.

Ich würde solange nicht fahren, das Beste was du machen kannst! Genauso wie du Maya!!!!!
Überleg mal du bist schwanger und fahrst in irgendjemand rein oder irgendwo rein, demjenigen passiert was bist dein Leben lang bestraft!

LG

Brigitta

Hallo,
also ich habe letztes Jahr ein halbjähriges Fahrverbot seitens der Ärzte ausgesprochen bekommen. Da ich im Vertriebsaußendienst tätig bin, ist das für mich nicht realisierbar gewesen. Also habe ich das ganze über einen Anwalt klären lassen. Ich muss dazu sagen, dass ich letztes Jahr die ersten zwei Anfälle meines Lebens hatte, mit 27. Diese sind unter widrigen Umständen, Stress, Schlafmangel und Medikamentenkonsum in übermäßigen Dosen zustande gekommen.
Auf jeden Fall ist es so, dass Dir mit einem Fahrverbot seitens eines Arztes nichts passieren kann, auch die Versicherung zahlt, wenn was passiert, da ja niemand weiß, dass Du an Epilepsie leidest. Anders ist es in dem Fall, wenn es der Führerscheinstelle gemeldet wird. Diese ist, laut meinem Anwalt, dazu berechtigt, Dir den Führerschein wegzunehmen, da es hier um das Allgemeinwohl geht. Also wenn diese Dich auffordern, den Lappen abzugeben, ist er weg.
Ein Arzt darf lediglich eine Empfehlung aussprechen. Er wird auch der Führerscheinstelle lediglich eine Empfehlung aussprechen und diese entscheidet dann.
Mittlerweile bin ich schwanger und ich muss ehrlich sagen, dass ich das Erziehungsjahr nutzen möchte, um mir einen anderen Job zu suchen. Mein Gewissen macht mir da einen Strich durch die Rechnung. Ich fahre am Tag im Schnitt 300km im Außendienst und das ist schon gefährlich, vorallem für andere. Ich würde mir das nie verzeihen, wenn jemanden etwas passiert, wenn ich einen Anfall hinterm Steuer bekomme.
Dennoch kann ich Dich verstehen. Wir wohnen auch am Popo der Welt und ich bin absolut auf das Auto und den Führerschein angewiesen, allein um mal ein Päckchen Milch oder paar Eier zu holen. Von daher... für diese kurzen Strecken kann und möchte ich auch nicht aufs Auto verzichten.

Am besten klärst Du das ganze über einen Anwalt für Verkehrsrecht ab, dann bist Du auf der sichersten Seite.

Schöne Grüße
Maya2006

Führerscheinentzug oder...

Kaherodo, Monday, 06.07.2009, 09:11 (vor 6254 Tagen) @ traumgirl198

Hallo Leute,

es ist für uns alle schwer den Führerschein zu nicht nutzen und ich muss zugeben, dass ich ab und an ,für Kurzstrecken mit Begleitung (die wissen Alle um das Risiko und nur ganz wenige Anfälle in 13 Jahren 4) auch mal Fahre. Klar ist das nicht richtig aber wie viele Leute müssten dann auch ein schlechtes Gewissen haben wenn Sie fahren z.B.Diabetiker, Herzkranke, Dialyse- und Chemotherapiepatienten, Patienten mit schweren Kreislaufproblemen usw.
Ihnen ist es zwar nicht verboten aber passieren kann bei diesen Risikopatienten auch immer etwas.

Bis dann
Kaherodo

Führerscheinentzug oder...

Johnny, Wednesday, 08.07.2009, 17:04 (vor 6252 Tagen) @ Kaherodo

Hallo

Was mich am meisten ärgert ist weniger das Fahrverbot als solches sondern die Tatsache das es eigentlich nur für uns gilt. Durch meine Drogenkarriere hab ich Erfahrung mit der Szene und es ist unglaublich das die alle mit dem Auto fahren dürfen. Ein Exkollege ist schwer heroinabhängig und das war sogar amtsärztlich bekannt da er wegen eines Suizidversuches auf der Geschlossenen landete. Doch Autofahren durfte er immer. Niemand störte es wenn er völlig stoned hinterm Steuer saß. Ein anderer leidet an Schizophrenie und schluckt schwere Medikamente, ebenfalls amtsärztlich bekannt. Doch den Lappen hat er immer noch. Ich könnte genügend solcher Fälle aufzählen. Was da alles auf der straße rumfährt wie Herzkranke, Diabetiker, Alkis oder alte Leute die kaum was hören oder sehen. Da kommte es auf ein paar Epileptiker auch nicht mehr drauf an. Entweder gelten solche Verbote für alle Risikopatienten oder für keinen. So etwas nennt man Gerechtigkeit.

Grüße Johnny

Führerscheinentzug oder...

Petra, Wednesday, 08.07.2009, 22:15 (vor 6252 Tagen) @ smartyn

Hallo smarty,
ich bin auch momentan im "Fahrverbot" und kann nachvollziehen wie schwer das ist. Ich hasse es immer auf andere angewiesen zu sein, das ist für mich das Schlimmste daran. Mit Auto bist halt flexibel kannst überall hin und egal wann. Ich zähle schon die Wochen und kann nur hoffen, dass Sie schnellsten vorüber gehen. Allen anderen würde ich auch raten, das mit dem Autofahren sein zu lassen. Jeder sollte so viel Verantwortung für seine Mitmenschen übernehmen, auch wenn es schwerfällt..