Alkoholproblem und Epilepsie

EVA, Wednesday, 08.07.2009, 15:08 (vor 6252 Tagen)

Hallo,

ich bin neu hier, weil ich unter anderem nicht mehr weiter weiß.
Ich trinke seit ich 15 bin regelmäßig und am WE viel.
Zwischendurch hatte ich es nach einer ambulanten Therapie einigermassen im Griff aber seit ca. 3 Jahren ist es nun wieder stärker geworden.
Vor 4 Jahre wurde bei mir Epilepsie festgestellt. Vorher bin ich schon mal all 2 Jahre einmal umgekippt, daher die Untersuchung.
Seit ich nun medikamente (Lamictal) nehme werden die Anfälle öfters. Mom. schon ca. all Monat. Meistens morgens im Geschäft, was nicht unbedingt förterlich für meinen Job ist. Denke hier wird bald, wie vorgewarnt, ein Gespräch stattfinden da die Leute vom Krankenwagen von einer Fahne sprachen.

Nun versuche ich, mehr über Epilepsie und auch mein Alkoholproblem heraus zu finden. Da ich ende letzte Woche wieder einen Anfall hatte und böse auf das Gesicht geflogen bin, hab ich diese Woche einen Krankenschein und sehe aus wie ein Zombi. Werde ende dieser Woche nochmals einen Termin beim Arzt machen und das Problem in Angriff nehmen.

Trinke seit 2 Tagen nichts mehr und es ist schwer für mich. Werden die Anfälle aufhören, wenn ich nicht mehr trinke oder erstmal schlimmer?
Ich traue mich schon garnicht mehr ins Geschäft, betr. dem Gespräch bei der Personalabteilung. Was soll ich sagen?

Über Ratschläge wäre ich Euch echt dankbar.

Grüsse
Eva

Alkoholproblem und Epilepsie

Lotte, Wednesday, 08.07.2009, 15:47 (vor 6252 Tagen) @ EVA

Hallo Eva,
auf jeden fall solltest du gar keinen Alkohol mehr trinken. Das kann nämlich auch tödlich enden. Such dir professionelle Hilfe für dein Problem. Und das ein Medikament nicht richtig wirkt wie es sollte passiert schon mal. Dann ist es vielleicht nicht das richtige für dich. Hast du schon mal mit deinem Neurologen darüber geredet? Vielleicht ist ein anderes besser für dich geeignet.

Gruß Lotte

Alkoholproblem und Epilepsie

EVA, Wednesday, 08.07.2009, 16:56 (vor 6252 Tagen) @ Lotte

Hallo Lotte,

danke für Deine Antwort. Die Antwort von meinem Neurologe war vor einem Jahr die Erhöhung meiner Tabletten und die Einnahme von einem Depressiva...!
Seither ist es nur noch schlimmer geworden. Nachdem ich das nochmals dieses Jahr angesprochen hab, meinte er nur...dann halt weniger trinken.
Ist aber leider nicht so einfach manchmal. Komisch ist, wenn ich unter der Woche 2 Tage nichts trinke und dann wieder abends, dann hab ich am nächsten Morgen Probleme und manchmal einen Anfall. Wenn ich exersiv am WE trinke, ist nichts. Werde jetzt auf jeden Fall versuchen nichts mehr zu trinken (ist aber nicht so einfach...8-( !
Denkst Du, ich bin trotzdem bei Euch hier richtig?

Grüsse
Eva

Alkoholproblem und Epilepsie

steffi.484, Wednesday, 08.07.2009, 20:13 (vor 6252 Tagen) @ EVA

hallo,
ich habe selbst keine epilepsie, aber mein freund seit vielen jahren. da ich mich selbst sehr für diese "krankheit" interessiere, erfrage ich vieles.

mein freund hat als jugendlicher auch gerne am wochenende was getrunken. sein arzt meinte, dass dies sehr ungünstiog sei. bei übermäßigem genuss an alkohol kann dies wohl mit den medikamenten reagieren (wie genau, weis ich leider nicht!!! aber wenn es dich interessiert, frage ich meinen freund heute abend). seit ihm der arzt dies gesagt hat, hat er KEINEN schluck mehr getrunken... hut ab!!!
zu deinem alkoholproblem:
(ich kenne die geschichte selbst nur aus erzählungen meiner oma)
meine groß-tante hatte auch vor vielen vielen jahren dieses problem und hat bei der arbeit kleine fehler gemacht... aus schahm hat sie die dummheit gemacht und selbst gekündigt, weil es ihr peinlich war. meine oma und andere kollegen haben dann auf sie eingeredet und gemeint, dass sie die kündigung zurückziehen soll... ein alkoholproblem ist wohl als "krankheit" anerkannt und somit bist du aus diesem grund nicht kündbar... auch wenn es vielleicht peinlich ist!
mein onkel war selbst auch starker alkoholiker und hat vieles probiert aufzuhören... nichts hat geholfen!!!
dann hat er eine richtige entziehungskur gemacht (seine letzte chance)... und er ist seit fast 20 jahren trocken!!!
das kannst du sicher auch schaffen, aber nehm die professionelle hilfe... wenn du schon so früh damit angefangen hast, kann ich mir vorstellen, dass das aufhören nicht ganz leicht wird!

ich drück dir die daumen!!!

Alkoholproblem und Epilepsie

Wolfi, Wernigerode, Wednesday, 08.07.2009, 21:23 (vor 6252 Tagen) @ EVA

Hi EVA,
es hört sich heftig an, aber höre auf mit dem Saufen!!!!! Suche dir professionelle Hilfe, weil ich denke mal, dass du vielleicht auch ein Alkoholproblem hast. Also zögere nicht und suche dir Hilfe. Da solltest du vorrangig ansetzen.
Natürlich solltest du auch weiterhin deine Epilepsie nicht aus den Augen lassen und regelmäßig zum Arzt gehen. Und nehme regelmäßig deine Medikamente ein.
Falls du Fragen hast, schreib' mir einfach! Vielleicht kann ich dir ja helfen.


Wolfi

Alkoholproblem und Epilepsie

Green, Wednesday, 08.07.2009, 22:01 (vor 6252 Tagen) @ EVA

Die Verantwortung liegt ganz allein in deiner Hand.
Geh zu einer Suchtberatungstelle oder ruf an, da kann man dir helfen wenn du willst.
Den die Epilepsie kann durch das Alkoholproblem kommen aber ist mit Sicherheit
nicht dafür verantwortlich das du trinkst.
Das liegt allein an dir und leider bist du auch die einzige die es ändern kann.
Mach Dich auf den weg und nimm dein Leben in die Hand oder lass es aber beschwer dich nicht über die Folgen.
Green

Alkoholproblem und Epilepsie

Schluffi, Thursday, 09.07.2009, 09:39 (vor 6251 Tagen) @ Green

Hallo EVA

In diesem Fall zu einer BERATUNGSTELLE
Aus eigener Erfahrung wird geschrieben !!

Grüße Schluffi

Alkoholproblem und Epilepsie

moni, Thursday, 09.07.2009, 11:28 (vor 6251 Tagen) @ EVA

Hallo Eva,

erstmal toll das du dich hier gemeldest hast. Das seigt, das du was ändern willst,auch wenn du wahrscheinlich noch nicht weist wie das anstellen sollst.

Meine Tochter hatte vor 3 Jahren mit mir eine sehr gute und ausführliche Aufklärung von Ihrem Arzt erhalten was den Alkohol angeht.

Der Alkohol und die Medikament vertragen sich miteinander überhaupt nicht.Daher kann das Medi auch nicht so wirken wie es soll.Und zum anderen für der Alkohol zu Entzugerscheinungen und die wiederum lösen Entzugsanfälle aus.Wenn du also nicht trinken würdest hättst du wahrscheinlich auch kaum oder gar keine Anfälle mehr. Denn das Medi soll dich ja Anfallsfrei machen oder die Anfälle verringern.

Und hinzu kommt noch, das das was du da machst mit den Alkohol mißbrauch,damit dein leben aufspiel setzt. Denn das ist sehr gefährlich. Entzugsanfälle können in Serien auftretten oder im schlimmsten Fall zum Status führen und der kann tötlich sein.

Die Alkoholsucht ohne Epi ist schon Organschädigend genug.Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Mein Exschwiegervater war Alkoholiker ohne Epi und ist daran gestorben.Er hatte vom Alkohol eine Leberzyhose (ich hoffe das das richtig geschrieben habe)und verstarb daran.

Also bleib am Ball und suche dir dringend Hilfe denn allein schaffst du das nicht.
Wünsche dir viel Kraft und Durchhaltevermögen.

Liebe grüße moni

Alkoholproblem und Epilepsie

EVA, Thursday, 09.07.2009, 13:16 (vor 6251 Tagen) @ moni

Hallo miteinander,

vielen Dank für die vielen Antworten. Hat mich jetzt irgendwie aufgebaut und ermutigt, auf jeden Fall am Ball zu bleiben.
Da ich erst 33 Jahre alt bin, will ich auch noch mein Leben genießen und in der momentanen Situation ist das absolut nicht möglich.
Und ich brauche Hilfe, dass weiß ich. Alleine werde ich es leider nicht schaffen. Werd erstmal mit meinem Hausarzt sprechen und dann vermutlich mal nen neuen Neurologen in Betracht ziehen. Auserdem werde ich versuchen regelmäßig die AA´s in unserer Gegend zu besuchen.
Wenn Ihr wollt, werde ich Euch auf dem Laufenden halten?!

Grüsse
Eva

Alkoholproblem und Epilepsie

moni, Thursday, 09.07.2009, 13:53 (vor 6251 Tagen) @ EVA

Hallo Eva,

ich finde es super das du den Entschluß gefasst hast, dir Hilfe zu suchen. Das mit den AA ist schon mal eine gute idee. Und ich würde dir, wenn ich darf, noch ne Phychotherapie empfehlen. Denn wenn wann so Jung, wie du es damals warst, mit dem trinken anfängst dann mußt du schon arg verzweifelt gewesen sein. Du warst ja noch fast ein Kind. Das sollest du aufarbeiten,um eine wirkliche Chanse zu haben trocken zu werden.

Liebe grüße moni

Alkoholproblem und Epilepsie

EVA, Thursday, 09.07.2009, 15:05 (vor 6251 Tagen) @ moni

Hallo Moni,

werde das auf jeden Fall beim Arzt ansprechen. Meine Mutter ist Alkoholikerin und hat nun endlich den Entschluß gefasst eine Entgiftung in ner Klinik zu machen. Wenn wir aber abends oder am WE telefonieren hat sie meistens schon genug getrunken. Früher war sie selten daheim und wenn, war sie stinkevoll. Ich habe noch einen kleinen Bruder, welchen ich immer vor den Anfällen meiner Mutter schützte. Er hat heute nicht das Problem wie ich und selbst eine kleine Tochter... :-) !
Werde Deinen Rat befolgen. Würde Euch gerne auf dem Laufenden halten...!?

Grüsse
Eva

Alkoholproblem und Epilepsie

Sandy, Thursday, 09.07.2009, 20:13 (vor 6251 Tagen) @ EVA

Hallo Eva,

wenn ich deinen Text so lese dann ist mir klar das du echt nicht weiter weist.
Also meine erste Reaktion auf deinen Text ich bin echt baff das du über so was nachdenkst diese Krankeit und Alk zusammen ist ein no go das weis ich aus eigener Erfahrung mich wundert es das du das verträgst, ich vertrage grundsätzlich keinen mehr. Meiner Meinung nach musst du sofort aufhören damit, du hast ein echtes Problem. Hast du niemanden der dir da helfen kann. Vorallem denk an die starke Belastung für deinen Körper Alk und die medis. Hälst du dich wenigstens an den rest der Regeln? Aber sicher nicht...

viele Grüße Sandy

Alkoholproblem und Epilepsie

EVA, Saturday, 11.07.2009, 13:11 (vor 6249 Tagen) @ Sandy

Hi Sandy,

versuche mich so gut es geht an die anderen Regeln zu halten.
Und werd das mit dem Alk nun auch endlich lassen müssen. Anders gehts nicht mehr weiter....! Habe auch viele Leute, die hinter mir stehen. Also hoffe ich dass es schnellstmöglich klappt. Bin heute abend auf nem Geburtstag eingeladen und werd auf jeden Fall nichts trinken.

Grüsse
Nadine

Alkoholproblem und Epilepsie

Felixlix, Saturday, 11.07.2009, 18:46 (vor 6249 Tagen) @ EVA

Liebe Eva.
Ich habe nicht alle Antworten auf Deinen Eintrag gelesen, also sieh es mir bitte nach, wenn ich bereits gesagtes wiederhole.
Ich hatte seit meinem 17. Lebensjahr (ich bin nun 23) vier große Anfälle und bin nun seit 8 Monaten in Behandlung mit Medikamenten. Die Anfälle traten alle als Folge von wenig Schlaf und Alkohol auf (außer einer, der sprang aus der Reihe). Mein Arzt hat mir gesagt, ich solle keinen Alkohol mehr trinken und auch nicht kiffen, da beides die Krampfschwelle senke. Bei Alkohol ist dies insbesondere in der Abbauphase der Fall, ich hatte die Anfälle jeweils am nächsten Morgen, es kann also sein, dass man beim Trinken gar nicht direkt die negativen Folgen spürt...
Ich trinke seit dem gar nicht mehr, auch wenn mir ein gelegentliches Bier oder Glas Wein gestattet ist. Es ist allerdings wesentlich einfacher, ganz drauf zu verzichten, da man dadurch den gesamten Umgang meidet, wie man es als Kind tat.
Das Du bei Dir selbst ein Alkoholproblem siehst, ist ein entscheidender Schritt und da Du, wie Du sagtest, die Unterstützung und auch den Willen hast, das Trinken in den Griff zu bekommen, bist Du auf einem guten Wege.
Alkoholismus ist, wie jede Sucht, eine Krankheit und keine schlechte Eigenschaft. Es gibt viele entscheidende Faktoren, die eine Sucht begünstigen und nicht alle sind bei einem selbst zu finden. Wenn man den Alkoholismus also als Krankheit und nicht als Schwäche betrachtet, kann man zwar Schuld- und Schamgefühle leichter loswerden, ist aber sich selbst gegenüber verpflichtet, diese Krankheit zu behandeln, wie Du es ja auch bei Deiner Epilepsie tust. Die Medizin ist auf dem Gebiet der Suchtforschung und -bekämpfung noch recht schwach. Es gibt ein großes Angebot an professioneller Hilfe, die aber eher psychologisch ist als medizinisch.
Ich wünsche Dir alles gute,
Felix

Alkoholproblem und Epilepsie

EVA, Sunday, 12.07.2009, 14:16 (vor 6248 Tagen) @ Felixlix

Hallo Felix,

vielen, vielen Dank für Deine Antwort. Es ist manchmal sehr hilfreich von anderen zu hören, dass man nicht alleine da steht und kein Einzelkämpfer sein muss....8-) ! Ich denke auch Scham und ein schlechtes Gewissen nach einem Trinktag/abend verschlimmert meist die Sache noch. Weitertrinken hilft da aber nicht auf Dauer und es beginnt ein Teufelskreis...! Daher muss ich hier was machen und ich denke das Leben ist somit auch viel mehr wert.

Deine Mail macht mächtig Mut.

Danke nochmals...;-)

Grüsse
Eva

Alkoholproblem und Epilepsie

Leni, Obersulm, Sunday, 19.07.2009, 19:33 (vor 6241 Tagen) @ EVA

hallo EVA,

ich habe mir gerade mal deinen bericht gelesen und muss sagen, dass ich letztes wochenende die ähnliche situation hatte wie du. und zwar war ich bei meiner arbeitskollegin zum geburtstag eingeladen - wir haben reingefeiert und haben auch was getrunken, wie es eben ist. und dann am morgen hatte ich einen anfall und durfte ersteinmal ein paar tage krankenhausluft schnuppern.

nach meinem krankenhausaufenthalt stellte ich mich bei meinem neurologen vor, der wollte natürlich von mir wissen warum, wieso, weshalb......
.....nachdem ich ihm erklärt hatte wie es passiert ist erklärte er mir, wenn bei einem alkoholiker (soll nicht heißen das du einer bist) der alkohol verfliegt besteht die gefahr das ein epileptischer anfall auftreten kann. und das muss nicht gerade jemand sein, bei dem bereits epilepsie bekannt ist.

zudem kann auch alkohol die wirkung deiner medikamente mit verstärken oder eben herabsetzen, weil alkohol und medikamente vertragen sich nun mal leider nicht. ;-)

wünsch dir dennoch viel erfolg.

lg
Leni

Alkoholproblem und Epilepsie

Sarah Key, Thursday, 27.08.2009, 11:58 (vor 6202 Tagen) @ EVA

hallo Eva,

auf jeden Fall musst Du mit dem Trinken aufhören, da sich die Medikamente und der Alkohol auf keinen Fall miteinander vertragen. Der Alkohol verstärkt bzw. vermindert nämlich die Wirksamkeit deiner Medikas.

Wenn Du alleine nicht vom Alk wegkommst, dann such Dir professionelle Hilfe, aber mach es möglichst bald. Wünsche dir dabei viel Glück und langfristigen Erfolg.;-)

liebe Grüße
Sarah Key