Führerschein
Hallöchen!!
Ich bin in dem knusprigen Alter von 40. Ich habe seit meinem 11 Lebensjahr Epilepsie. Bisher waren es 10 Anfälle und bin seit 16 jahren mit Timonil anfallsfrei. Ich muß jetzt den Führerschein machen, weil ich mit öffentlcihen Verkehrsmitteln zu meinem neuen Arbeitsplatz fast 2 Stunden unterwegs bin. Mein Neurologe sagt das das mit meinem Führerschein kein Problem sein sollte und er mir auch ein Gutachten ausstellt. 300 Euro!!!! will er dafür haben. Ganz schön heftig. Ausserdem muß ich jedes Quartal einmal antanzen zur Kontrolle. Sonst brauchte ich mich nur einmal im Jahr blicken lassen. Mein letztes EEG ist auch schon 5 Jahre her und Blutabnahme schon 3 Jahre. Jetzt soll ich dann alle pupslang antanzen. Was soll das? Bin ich eine Schwerverbrecher der unter Kontrolle muss? Oder Drogenabhängig? Oder ein Besoffski?? Da kommt man sich doch echt bescheuert vor. Ich habe mich nicht an den Führerschein getraut aus Angst das ich einen Anfall während der Fahrt haben könnte und jemand verletzt wird. Nun muß ich ja, es geht nicht anders.
Die Fahrschulen haben zu mir gesagt ob ich die Epilepsie wirklich angeben will. Was mann nicht weiß macht einen nicht heiß.
Was ist aber bei einem Unfall? Wird der Unfall vielleicht gar nicht richtig untersucht sondern wird gleich gesagt:"Die hatte einen Anfall"?? Wenn ich bei der Führerscheinanmeldung meine Epi angebe? Gebe ich es nicht an, was für Folgen hat das? Rechtliche und Gesetzliche? Ich weiß nicht was ich machen soll! Rufe ich meinen Arzt noch mal an und frage nach? Ne, der will an mir ja Kohle verdienen. Zumindest kommt es mir so vor. Kann mir einer helfen?? Danke im voraus!! LG Kunigunde
Führerschein
Hallo,
also nen Prob ist es nicht wenn man 2 oder 3 Jahre Anfallfrei ist. Soweit ich das weiß, aber die 300 Euro sind heftig!! Aber die Kontrollen, sind normal zu mindest für mich ich muss alle 3 Monate zur Kontrolle hin, von EEG & Blutabnahme, morgen muss ich wieder hin. & ich muss seit 7 Jahren alle 3 Monate hin.
Also ich würde glaub ich nicht meine Epi angeben weil ich nur eine großen Anfall hatte & seit dem nie wieder was ausser die Ausetzer am Anfang aber jetzt seit 6 Jahren oder so gar nichts mehr. Aber ob es Folgen hätte oder sowas kann ich dir leider auch nicht sagen. Hm halt vlt auch mal wie zb hier fragen oder einen anderen Arzt fragen.
Lg Michelle
Führerschein
Hallöchen!
ich muß da mal was klarstellen:
ich habe mit 18 meinen Führerschein gemacht mit Anfälle und Arzt/Fahrschule hat zu mir gesagt, ich darf das machen.
Hab dann einen Unfall gebaut und hab das dann angegeben.(ist nix passiert, hab nur auto etwas gestreift, nur ein Kratzer also)
Mir wurde daraufhin der Führerschein weggenommen und ebenfalls gesagt, daß ich das garnet hätte machen dürfen damals.
Die Folge daraus war, daß ich den Führerschein 2007 nochmal machen mußte, da es länger wie 2 Jahre weg war. Zwar net alle Pflichtstunden aber halt neu.
Und Gutachten mußte ich ebenfalls machen lassen, Kosten 450 Euro!!!!!!!
Das ist ganz normal wenn man Führerschein haben möchte! Man ist nämlich eine Gefährdung für den Straßenverkehr.
Und da ein Gutachten Privatleistung ist mußt es eben selber zahlen.
Ich weiß net ob es dir gefallen würde, wenn du einen Unfall baust, Kinder/Leute gefährdest und im schlimmsten Fall jemand ums Leben kommt. Bist du Lebenslang gestraft.
Wenn ich es damals gewußt hätte, hätte ich meinen Führerschein net gemacht.
Versicherung springt da natürlich sowieso net ein.
Zum Gutachten nochmal: dein Neurologe darf garnet ein Gutachten von dir ausstellen bzw. wird nicht anerkannt. Das muß ein neutraler Arzt machen mit verkehrsmedizinischer Qualifikation.
Somit hab ich 2007 viel mehr Geld ausgegeben wie damals als ich es mit 18 gemacht hab obwohl ich net mal die hälfte davon alles gebraucht hab!
Du kannst dir echt viel Geld und Ärger damit ersparen wenn du es lassen tust!
Bei mir hat es damals jeder gewußt und trotzdem haben sie mich den Führerschein machen lassen, könnt mich jedesmal drüber aufregen.
Kontrolle muß das sowieso sein beim Neurologen, muß ich heute noch obwohl ich anfallsfrei bin!
LG
Brigitta
Führerschein
Liebe Kunigunde,
um das Gutachten wirst Du wohl leider tatsächlich nicht drumherum kommen. Deine Epilepsie ist aktenkundig und wenn Du wirklich mal einen Unfall haben solltest wirds schwierig.
Allerdings darf Dein behandelnder Neurologe das Gutachten gar nicht selbst anfertigen, sondern das muss ein Neurologe sein, der für Dich fremd ist, damit er auch wirklich unabhängig ist. Und er muss eine verkehrsmedizinische Zusatzqualifikation haben. Adressen solcher Neurologen bekommst Du beim Landratsamt. Und dann kannst Du dort anrufen und nach den Kosten fragen. Manche verlangen viele hundert Euro, ich habe glücklichrweise einen humanen Neurologen gefunden, der es für 250 Euro gemacht hat.
dass Du regelmäßig zur Kontrolle antanzen musst dient nur Deinem Schutz, damit dokumentiert werden kann, dass Du nach wie vor anfallsfrei bist und damit weiter fahrtauglich. Darüber solltest Du Dich nicht ärgern.
Grüße
Torsten
Führerschein
noch ein Nachtrag:
bei den regelmäßigen Kontrollen beim neurologen muss nicht jedes Mal ein EEG oder Blutspiegel gemacht werden. Das mache ich auch nur einmal im Jahr, maximal.
Und dass die Fahrschulen so einen Mist erzählen ist ja klar, die wollen Dich ja schließlich als Kunden gewinnen. Daruaf solltest Du Dich nicht verlassen.
Führerschein
Naja wenn es für die Fahrschulen ok wenn du die epilepsie erst überhaupt nicht angeben tust...und du seit 16 Jahren Anfalls frei bist, spricht doch eigentlich nichts dagegen, wenn du das mit deinem gewissen vereinbaren kannst...
300eur für das Gutachten halte ich auch für sehr teuer, das ist doch praktisch nur ein wisch auf dem dann steht das du das kannst... Oder will der noch neue Untersuchungen machen?
Führerschein
hallo bennotr,
ich denk net daß 300 euro teuer ist. Ich habe auch beim Arzt geschafft und weiß, daß angefangen von 200 Euro bis 1000 Euro normal ist, je nach Schwere vom Gutachten.
LG
Brigitta
Führerschein
Schönen Dank für die Antworten. Leider bin ich immer noch in der Zwickmühle und mein Neurologe hat Urlaub!!! Ich kann mich einfach darüber ärgern, dass der ganze Kram auch soviel kostet. Der Führerschein ist schon nicht billig, das ist klar, aber die ganzen Untersuchungen und jedes Quartal auch zu Untersuchungen. Sonst brauchte ich mich einmal im Jahr bei meinem Neurologen blicken lassen. % Min. Gespräch und das wars. EEG und Blutuntersuchungen sind ewig her. Und jetzt so ein Aufriss. Wenn die Krankenkassen noch mehr sparen kann ich die Untersuchungen demnächst auch noch zahlen!! Wenn die Busfahrerei nicht fast 2 Stunden dauern würden, würde ich den Führerschein nicht machen. Fahrgemeinschaft klappt auch nicht. Mann kann niemand fragen der sagt was mann machen soll. Natürlich wäre ich mit den Untersuchungen und Angaben beim Führerschein auf der sicheren Seite. Aber selbst mein Versicherungsmann hat gesagt ich bräuchte das nicht angeben. Die Fahrschulen sagen das auch. Familie und Freunde ebenso. Ich werden noch dönsch und zermartere mir noch das Hirn. Aber trotzdem vielen Dank für eure Hilfe. Ich halte euch auf dem laufenden über meine Entscheidung.