Keppra bei fokalem Anfall
Kim McLean, Saturday, 26.09.2009, 14:49 (vor 6172 Tagen)
Hallo, ich bin neu hier. Im Februar hatte ich eine Operation am Gehirn. Mir ist ein bösartiger Tumor entfernt worden. Nach Bestrahlung und Chemo (ich nehme an einer Studie teil, die über 3 Jahre geht) habe ich während der Reha im August einen einfach fokalen Anfall bekommen. Mein Neurologe meinte, es wäre in jedem Fall ein Anfall und hat mir prophylaktisch Keppra verschrieben, wohl ein mildes Mittel, wie er so sagt. Ehrlich gesagt möchte ich kein Medikamt nehmen, bin aber verunsichert, da auch mein Hausarzt mir die Einnahme empfohlen hat.
Hat jemand Erfahrungen damit? Seit dem 23.08. hatte ich auch keinen Anfall mehr (glaube ich zumindest).
schreibt mir an kim.mclean@web.de
Liebe Grüße
Kim
Keppra bei fokalem Anfall
Anton, Saturday, 26.09.2009, 22:10 (vor 6171 Tagen) @ Kim McLean
Hallo Kim,
Du hast seit Anfang des Jahres viel durchgemacht. Gottseidank hat die Operation keine neurologischen Defizite verursacht. Eine Narbe ist geblieben. Sie könnte zu der Anfallsbereitschaft führen.
Anfälle im ersten Jahr nach der Operation sind nicht unbedingt eine Epilepsie, zeigen aber die Bereitschaft dazu. Wenn der Arzt dir Keppra verschrieben hat, ist es gut. Du nimmst eins der teuersten Antikonvulsiva. Und eins der besten. Ich nehme Keppra jetzt seit drei Jahren und habe kaum Nebenwirkungen.
Du darfst das Keppra nicht von heute auf morgen weglassen. Das könnte zu weiteren Anfällen führen. Es darf zu gegebener Zeit nur in Absprache mit dem Neurologen ganz langsam ausdosiert werden. Wieviel Keppra nimmst Du?
Wenn es sich zu einer Epilepsie entwickeln sollte, gehörst Du in die Hände von Ärzten mit Kenntnis auf dem Gebiet der Epileptologie. Es sind entweder Neurologen mit Epilepsie-Zertifikat oder Epileptologen. Ich wünsche gute Besserung.
Liebe Grüße
Anton
Keppra bei fokalem Anfall
Nicole, Monday, 28.09.2009, 09:07 (vor 6170 Tagen) @ Kim McLean
Hallo Kim ...
Ich leide selbst seit Januar diesen jahres an Epilepsie mit komplex fokalen Anfällen.
Es wurde nach dem ich 1-2 mal umgefallen bin diagnostiziert. Nun bin ich seit dem mit Keppra eingestellt worden , wie auch bei dir hat meine Neurologe mir dieses Medikament empfohlen da ich eine sehr leichte art der Epilepsie habe und das keppra das leichtverträglichste und mildeste Antiepileptikum ist . Nehme 1000mg-0-1000mg und komme damit sehr gut zurecht. Keinerlei Nebenwirkungen oder sonstiges.
Lieben Gruß Nicole
Keppra bei fokalem Anfall
Kim McLean, Wednesday, 30.09.2009, 16:55 (vor 6168 Tagen) @ Nicole
Liebe Nicole,
ich nehme seit vergangenem Samstag auch Keppra. Ich habe mich von einem Kinesiologen untersuchen lassen und die Untersuchung hat eindeutig ergeben, dass ich das Medikament nehmen soll auch in der verordneten Dosierung. Da war ich baff, da meine Freundinn meinte, dass der Kinesiologe eher gegen Chemie ist. Ich habe ihm nicht gesagt, dass ich meine Entscheidung, Keppra zu nehmen, von seinem Test abhängig mache aber inzwischen glaube ich auch, dass ich es nehmen sollte. Bisher gehts mir auch gut dabei. Er hat auch festgestellt, dass ich es nur 15 Wochen nehmen soll, mal sehen, was mein Neurologe dazu sagt, wenn ich ihm nach 12 Wochen sage, dass ich es in 3 Wochen absetzen will.
Liebe Grüße
Kim
Keppra bei fokalem Anfall
Susan, Tuesday, 29.09.2009, 15:00 (vor 6169 Tagen) @ Kim McLean
Hallo Kim,
ich hatte bisher auch nur zwei Anfälle. Nach dem zweiten Anfall, der Jahre nach dem ersten stattfand, wollte mir mein Neurologe auch Antiepileptika (Ergenyl Chrono) verschreiben (wird laut meinem Arzt super vertragen). Nachdem ich mich ein wenig informiert hatte, habe ich mit dem Neurologen gesprochen, dass ich das Medikament nicht nehmen möchte.
Ich wollte erst einmal sehen, ob ich weitere Anfälle bekomme.
Das ist mit Sicherheit nicht das "Patentrezept" für jedermann, aber bei mir war es bisher die richtige Entscheidung (kein weiterer Anfall).
Ich bin nicht generell gegen Medikamente, aber manche Mediziner sind ein wenig schnell beim Verschreiben.
Mein Arzt hat mich damals einige Male darauf aufmerksam gemacht, dass ich das auf meine eigene Verantwortung mache. Ich bin in der ersten Zeit auch regelmäßig zu den Kontrolluntersuchungen gegangen (sah immer alles O.K. aus).
Setze die Medikamente aber nicht einfach ab. Wenn Du sowas machst, dann auf alle Fälle unter ärztlicher Kontrolle.
Ich wünsche Dir alles Gute
Susan
Keppra bei fokalem Anfall
traumgirl198, Wednesday, 30.09.2009, 13:40 (vor 6168 Tagen) @ Susan
hallo an alle,
1. möchte ich Anton zustimmen,ist das teuerste Medikament auf dem Markt. Ich hatte es früher genommen hat nur leider nix geholfen bei mir, aber auch alle anderen Medis net. Was ich mit dem Medi hatte, ich hab einiges zugenommen gehabt. Ist aber bei jedem anders mit den Nebenwirkungen.
2. zu Susan: ich würde auf alle Fälle Medikamente nehmen! Erst recht wenn sie helfen. Bei mir hat keiner geholfen, hatte fokale Anfälle. Wurde dann 2004 operiert und bin seit dem anfallsfrei. Allerdings nehm ich immernoch Medis und wahrscheinlich mein Leben lang, da mein Neurologe einige Patienten hat wie er sagte, die einfach nach der OP die Medis abgesetzt hatten auch langsam und dann wieder Anfälle bekommen haben. Diese bringen sie nimmer weg!
Mir ist es lieber ich nimm Medikamente hab aber keine Epilepsie mehr!
Wenn euch lieber ist Epilepsie zu bekommen bitte, mir ist das Risiko zu hoch.
Du mußt zu einem Neurologen gehen Kim und dich dort beraten lassen. Die kennen sich gut aus und würde dies auch machen.
Falls noch Fragen auftauchen, kannts gerne stellen.
LG
Brigitta
Hallo Kim,
ich hatte bisher auch nur zwei Anfälle. Nach dem zweiten Anfall, der Jahre nach dem ersten stattfand, wollte mir mein Neurologe auch Antiepileptika (Ergenyl Chrono) verschreiben (wird laut meinem Arzt super vertragen). Nachdem ich mich ein wenig informiert hatte, habe ich mit dem Neurologen gesprochen, dass ich das Medikament nicht nehmen möchte.
Ich wollte erst einmal sehen, ob ich weitere Anfälle bekomme.
Das ist mit Sicherheit nicht das "Patentrezept" für jedermann, aber bei mir war es bisher die richtige Entscheidung (kein weiterer Anfall).
Ich bin nicht generell gegen Medikamente, aber manche Mediziner sind ein wenig schnell beim Verschreiben.
Mein Arzt hat mich damals einige Male darauf aufmerksam gemacht, dass ich das auf meine eigene Verantwortung mache. Ich bin in der ersten Zeit auch regelmäßig zu den Kontrolluntersuchungen gegangen (sah immer alles O.K. aus).
Setze die Medikamente aber nicht einfach ab. Wenn Du sowas machst, dann auf alle Fälle unter ärztlicher Kontrolle.Ich wünsche Dir alles Gute
Susan
Keppra bei fokalem Anfall
Susan, Wednesday, 30.09.2009, 19:15 (vor 6168 Tagen) @ traumgirl198
Liebes Traumgirl,
ich bin ganz deiner Meinung, dass man Medikamente nehmen sollte, um Anfälle zu vermeiden. Die Frage ist nur, ob ein einzelner Anfall bereits behandlungsbedürftige Epilepsie bedeutet und ob weitere Anfälle folgen würden.
Es gibt viele Menschen, die im Laufe ihres Lebens einen Anfall haben und bei manchen bleibt es auch ein einmaliges Ereignis (Kim scheint sich ja auch nicht sicher zu sein).
Ich habe ihr ja auch geraten nichts eigenmächtig zu machen, sondern ihren Arzt zu Rate zu ziehen.
Viele Gruesse
Susan
Keppra bei fokalem Anfall
traumgirl198, Wednesday, 30.09.2009, 20:16 (vor 6168 Tagen) @ Susan
Hallo Susan,
ich würde es nach einem Mal wenn ich es weiß auch nehmen! Wenn es dann wirklich nix mehr wird dann setzen es die Neurologen automatisch wieder ab. Die wissen ja was sie machen müßen.
LG
Brigitta
Liebes Traumgirl,
ich bin ganz deiner Meinung, dass man Medikamente nehmen sollte, um Anfälle zu vermeiden. Die Frage ist nur, ob ein einzelner Anfall bereits behandlungsbedürftige Epilepsie bedeutet und ob weitere Anfälle folgen würden.
Es gibt viele Menschen, die im Laufe ihres Lebens einen Anfall haben und bei manchen bleibt es auch ein einmaliges Ereignis (Kim scheint sich ja auch nicht sicher zu sein).
Ich habe ihr ja auch geraten nichts eigenmächtig zu machen, sondern ihren Arzt zu Rate zu ziehen.Viele Gruesse
Susan