Epilepsie - Ich kann heute anfallsfrei leben!

Loge, Saturday, 03.10.2009, 09:01 (vor 6165 Tagen)
bearbeitet von Loge, Saturday, 03.10.2009, 09:16

Es ist erschreckend zu lesen, was Menschen zu tun gewillt sind um anfallsfrei zu werden, indem sie zum Beispiel Hilfe durch den Konsum von Drogen suchen. Doch noch erschreckender ist es, was sie nicht zu tun gewillt sind!
Als ich vor vielen Jahren herausfand, dass meine Grand-Mals immer im Zusammenhang mit dem Verzehr bestimmter Lebensmittel oder von Lebensmittelzusätzen auftraten, habe ich die Konsequenz daraus gezogen und meine Ernährung umgestellt. Die Anfallshäufigkeit reduzierte sich mehr und mehr, bis dass ich heute bei einer geringen Dosis eines Antiepileptikums ein Leben ohne Grand-Mals führen kann.

Ich leitete damals eine Selbsthilfegruppe und bin auch mit anderen Gruppen in Kontakt getreten, doch stieß ich immer wieder auf Ablehnung, wenn ich meine Diät vorstellte. Meine Diät sieht zum Beispiel ein radikal alkoholfreies Leben vor, sodass auch auf einige Lebensmittel, zum Beispiel auf Kefir, der sehr geringe Mengen Alkohol beinhaltet, verzichtet werden muß.
Meine Erfahrungen gingen jedoch in die Richtung, dass auf das Glas Bier oder Wein am Abend lieber nicht verzichtet wird, dafür sogar ein Grand-Mal mehr in Kauf genommen wird oder lieber eine Erhöhung der Antiepileptika mit allen ihren Nebenwirkungen.

Medizin muß bitter sein! Epilepsie war mir eine bittere Medizin, bitter genug um einige Ernährungseinschränkungen in Kauf zu nehmen um dafür ein anfallfreies Leben führen zu können.

Meine schlimmste Erfahrung machte ich mit einem Epileptologen, den ich in meine Gruppe eingeladen hatte. Er bestätigte die allgemeine, meine Diät ablehnende Tendenz indem er sagte, dass ab und zu ein Glas Bier oder Wein überhaupt keinen Einfluss auf die Epilepsie nimmt.

Ein Glas Bier oder Wein bedeutet bei mir jedoch kurze Zeit später den sicheren Grand Mal. Sind Epileptologen wirklich erfolgreiche Fachleute auf ihrem Gebiet? Haben sie es bisher geschafft, ein sicheres Mittel gegen Epilepsie zu entwickeln?
Es gibt teure Mittel, die meist nur demjenigen helfen, der sie verkauft. Meine Diät fordert Aufmerksamkeit beim Einkauf der Lebensmittel und bei deren Zubereitung. Doch Medizin muß bitter sein, sonst hilft sie nicht. Wahrscheinlich ist meine Medizin nicht bitter, will heißen kostenintensiv genug.

Ich bleibe jedenfalls bei meiner Diät, auch wenn sie von der „Fachwelt“ belächelt wird...

Ich bin nicht mehr dazu bereit, meine Diät öffentlich vorzustellen. Sollte jedoch jemand daran interessiert sein, kann er sich über folgende e-mailadresse bei mir melden:

logedui@yahoo.de

Epilepsie - Ich kann heute anfallsfrei leben!

püppy482, Teltow, Saturday, 03.10.2009, 12:12 (vor 6165 Tagen) @ Loge

Hi Loge,
ein echt interessanter Beitrag von dir. Ich habe auch schon davon gehört, dass wir als Epi`s nicht alles essen oder trinken sollten, auf Grund von irgentwelchen Zusätzen. Z.B. in Milchschnitte soll auch Alkohol enthalten sein. Hätte nicht gedacht das es auch in Kefir enthalten ist. Oder in alkoholfreiem Bier sind auch minimale Anteile drin, es muss wirklich 0,0% darauf stehen. Woher soll man nun wissen was man meiden sollte? Steht schließlich nicht auf der Verpackung, wenn es auch nur minimal Zusätze enthält.
LG püppy482

Epilepsie - Ich kann heute anfallsfrei leben!

Loge, Saturday, 03.10.2009, 13:07 (vor 6165 Tagen) @ püppy482

Leider sind die Hersteller von Lebensmitteln erst ab einem gewissen Prozentanteil an Alkohol gesetzlich dazu verpflichtet, dies auf den Verpackungen anzugeben.
Geringste Mengen von Alkohol wie etwa in der Milchschnitte, in Kefir oder in Dunkelbier brauchen also nicht angegeben werden.

So bleibt also nur die Erfahrung. Ich habe herausgefunden, was mir nicht bekommt, indem ich nach einem Anfall in Form eines Tagebuchs aufgeschrieben habe, was ich zuvor verzehrt habe. So stellte sich langsam heraus, dass im Zusammenhang mit einem Grand-Mal es immer die selben Nahrungsmittel waren, die ich zuvor gegessen hatte.
Ich aß zur Weihnachtszeit gern Marzipan und zunächst fiel mir auf, dass die Anzahl der Grand-Mals in der Weihnachtszeit immer drastisch anstieg. Seitdem ich herausfand dass es das Marzipan sein könnte und ich darauf verzichte, war eine Quelle ausgeschaltet, die Anfälle provoziert.
Natürlich bin ich auch Irrwege gegangen. So dachte ich daß es Eier seien, die ich nicht vertrage, da nach dem Verzehr von Kuchen verstärkt Grand-Mals auftraten. Heute weiß ich, dass es nicht die Eier sind, sondern gewisse Gewürze, die ebenfalls Anfälle auslösen können.

Epilepsie - Ich kann heute anfallsfrei leben!

Tom vom Berg ⌂, Monday, 05.10.2009, 04:40 (vor 6163 Tagen) @ Loge

Hallo Loge

Im Grunde ist das sehr einfach warum die Leute nicht bekehrt werden wollen.
Durch die Krankheit muß man viele Abstriche machen im Leben und dann noch auf lieb gewonnene Gewohnheiten zu verzichten ist sehr schwer. Sie sehen halt nicht die Zusammenhänge das dadurch ein besseres Leben möglich währe.

Wie kann es sein das ein Vegetarier wieder der Fleischeslust erlegen ist?
Obwohl er sich als solcher 5 mal besser gefühlt hat.

Weißt du Samuel Hahnemann mußte auch für seine Sache kämpfen.
Es wurden nicht alle bekehrt aber seine Gemeinde wird immer größer.
Man muß halt einen Samenkorn sähen um zu ernten, auch wenn das Pflänzchen nur langsam gedeiht.
Stecke den Kopf nicht in den Sand gib dein Wissen weiter, nur vieleicht etwas dezenter. Die Leute müßen auf dich zukommen dann wirst du mehr erreichen.
Und denke immer dran der Ton macht die Musik:-)

In diesem Sinne
Tom vom Berg

Kannst du bitte

Tom vom Berg ⌂, Friday, 09.10.2009, 04:55 (vor 6159 Tagen) @ Loge

Hallo Loge

Kann im Moment keine E-Mails zu verschicken.
Empfangen geht aber, arbeite an dem Problem.

Mich intresiert dein Thema kannst du mir bitte mailen.
E-Mailadresse steht oben neben meinen Namen.
Einfach den Brief anklicken.

Danke im voraus
Tom vom Berg