Schwerpunktpraxis Epileptologie

Tom vom Berg ⌂, Monday, 05.10.2009, 04:14 (vor 6163 Tagen)

Hallo Leser

Weiß jemand wie ein Neurologe den Titel "Schwerpunktpraxis Epileptologie" für seine Praxis bekommt?
Muß er da nur einen extra Kurs belegen oder steckt da doch etwas mehr dahinter?

Wir haben eine solche bei uns im Ort,von der ich leider nichts gutes gehört habe.
Man weiß ja erzählt wird viel aber ob es stimmt? Ein Fünkchen Wahrheit steckt trotzdem meistens doch dahinter.

Mein Neurologe ist nur ein Neurologe hat mich aber super eingestellt auf Lamotrigin.

Stellt sich nun die weitere Frage lohnt sich ein Wechsel?

Euer fragende
Tom

Schwerpunktpraxis Epileptologie

thomas ⌂, Monday, 05.10.2009, 13:06 (vor 6163 Tagen) @ Tom vom Berg

Hi Tom,
Die Deutsche Gesellschaft für Epileptologie hat 1998 eine Arbeitsgruppe beauftragt, eine Definition von Schwerpunktpraxen zu erarbeiten. Das Anerkennungsverfahren haben bestimmte Praxen durchlaufen und können sich nun "Schwerpunktpraxen Epileptologie" nennen.
Die Liste der Praxen und weitere Erläuterungen findest Du unter:
www.izepilepsie.de
Das ist die Seite der Fachgesellschaft für Epileptologie für Interessierte und Patienten.
;-)

Schwerpunktpraxis Epileptologie

Tom vom Berg ⌂, Friday, 09.10.2009, 04:20 (vor 6159 Tagen) @ thomas

Hallo Thomas

Danke für deine Antwort.

Da habe ich aber noch ein paar Fragen.

1.) Kann man dem Arzt dann bedinnungslos Vertrauen beim Thema Epilepsie?
2.) Gibt es da noch die Unterschiede zwischen guten und schlechten Epiologen?
3.) Ist er ein Epiologe oder "nur" ein Neurologe der die Kriterien der Gesellschaft übereinstimmt?
4.) Bin mit meinem Medikament sehr zufrieden, keine Nebenwirkungen u.s.w., kann er mir dieses wegnehmen und dafür ein billigeres nicht so gutes geben?

Mit laufenden Grüßen
Tom

Schwerpunktpraxis Epileptologie

thomas ⌂, Friday, 09.10.2009, 15:41 (vor 6159 Tagen) @ Tom vom Berg

Hallo Tom,
also eigentlich steht auf der Seite der Fachgesellschaft für Epileptologie schon viel Information.
Hier ein bisschen meine Meinung:
zu1.) Kann man dem Arzt dann Bedingungslos Vertrauen beim Thema Epilepsie?
Es ist wichtig, dass man bei jedem Arzt nachfragt und ein Vertrauen muss sich in der Regel erst aufbauen. Es sollte bitte ein gegenseitiges Vertrauen sein, aber kein bedingungsloses. Grundsätzlich kann man so etwas doch nicht festlegen oder einfordern.
zu 2.) Gibt es da noch die Unterschiede zwischen guten und schlechten Epileptologen?
Ja, es gibt immer Unterschiede zwischen guten und schlechten Ärzten - auch bei Epileptologen.Dieses gibt es doch auch bei Menschen. Nur Jeder hat unterschiedliche Kriterien. Das was für Dich gut ist, ist für mich vielleicht schlecht , oder umgekehrt. Also ausprobieren, selber feststellen.

zu 3.) Ist er ein Epileptologe oder "nur" ein Neurologe der die Kriterien der Gesellschaft übereinstimmt?
Fragestellung nicht ganz verstanden. Das Zertifikat "Epileptologie" wird auch auf den Seiten von www.izepilepsie.de erklärt.

zu 4.) Bin mit meinem Medikament sehr zufrieden, keine Nebenwirkungen u.s.w., kann er mir dieses wegnehmen und dafür ein billigeres nicht so gutes geben?
Du befürchtest, dass der Arzt ein Wechsel vornehmen könnte auf ein günstigeres Generikum. Bei Anfallsfreiheit oder verbesserter Lebensqualität durch das vorhandene Antieepileptika wird ein Facharzt nicht ohne Weiteres ein Generikum einsetzen. Es könnte möglicherweise bei Anfallsfreiheit wieder zu Anfällen führen. Dies hat eine Befragung und Studie von Dr. Krämer et.al. gezeigt.
Ein Papier für den Arzt gibt auf dieser Internetseite.
Aut-Idem-Regelung-Stellungnahme der Verbände:
http://www.epilepsie-online.de/index.php?docid=1844&mid=19&ms1=2&ms2=1

Gruesse
Thomas vom Netzwerk und NRW-Verband

Schwerpunktpraxis Epileptologie

Tom vom Berg ⌂, Saturday, 10.10.2009, 10:08 (vor 6158 Tagen) @ thomas

Hallo thomas

Es stehen wirklich eine Menge Informationen auf der Seite die Du empfohlen hattest.

Es geht sich um die Frage macht der Neurologe der eine Schwerpunktpraxis Epileptologie führt mehr als nur ein EEG und das wars oder forscht er weiter und sucht die Ursache. Mein jetziger Neurologe machte ein EEG welches mit waves war und sagte nehmen sie die Medikamente und wenn sie weitere Fragen haben diskutieren sie mit den Leuten von der Uniklinik in Essen. Wo ich ein Termin hatte. Also er sieht nur zu das keine weitere Anfälle auftreten.
Das befriedigt mich nun leider überhaut nicht, möchte schon wissen wo kamm es aufeinmal her? War es schon immmer da und hatte nur einfach Glück das es noch nicht auf getreten ist, da ich früher sehr viel geschlafen hatte.
Haben meine Kinder es auch dann sollten Sie schon jetzt nach den Regeln der Epilepsie leben?

Aut-Idem das macht mein jetziger Neurologe schon heute sonst hätte ich das Lamotrigin von Hexal nicht bekommen oder hätte selber 80 Euro zahlen müssen.

Mit freundlichen Grüßen
Tom vom Berg