Meine Geschichte, meine Fehler.

LR77, Wednesday, 11.11.2009, 11:16 (vor 6126 Tagen)

Hi, ich bin 32 Jahre alt. Bisher litt ich nur an GM Anfällen während des Schlafes. Vor 3 Wochen sass ich morgends auf dem Bett, habe eine geraucht, als ich erwachte, hatte ich einen Brandfleck am Arm, und es war alles voller Blut. Mein 1. Anfall bei Bewusstsein. Vor 3 Tagen ging ich durch den Flur, plötzlich wurde mir scummerig, ich legte mich hin, als ich erwachte waren die Wände voller Blut. Der Zungenbiss war so heftig, Das ich ins KH musste, da die Zunge vom Mundboden abgerissen wurde. Dies wurde dann genäht. Ich wurde nach Alkohol und Drogen im KH gefragt. Ich muss zugeben, das ich seit meinem Jobverlust vor 3 Monaten jeden Tag minimum 1 Liter Vodka getrunken habe. Nun..aus Scham habe ich das im KH verschwiegen. Seit 3 Tagen habe ich nun keinen Schluck alk mehr angerührt, die Entzugserscheinungen sind praktisch weg. Sollte ich ins KH fahren, und meine Alkoholsucht zugeben, oder mich gleich selber in eine Entzugsklinik einweisen, oder versuchen, es selber zu schaffen? Eingestellt bin ich mit 400mg Lamictal. WAs mir mein Neurologe nicht so richtig beantworten kann, ob es Unterschiede bei den Herstellern gibt, im Moment nehme ich von Hexal.

Danke im Vorraus

Meine Geschichte, meine Fehler.

dannie89 ⌂, Bayern, Wednesday, 11.11.2009, 12:59 (vor 6126 Tagen) @ LR77

Hallo LR77
ich würde an deiner stelle in eine enzugsklinik gehen weil wenn du so weiter machst werden die anfälle immer schlimmer und häufiger .
ich habe auch einmal auf einer party alkohol getrunken nur 3 pfläumchen und als ich im kh aufgewacht bin hatte ich auch einen heftigen zungenbiss
außerdem wenn du so weiter machst schädigst du deine leber und ich glaube nicht das man das auch noch braucht die epi langt ganz und gar

liebe grüße daniela:-)

Meine Geschichte, meine Fehler.

anonym, Wednesday, 11.11.2009, 16:44 (vor 6126 Tagen) @ LR77

Hallo LR,
Deine Arbeitslosigkeit bei dem nächsten neuro besuch solltest du auch nicht dabei verschweigen. Trifft leider z.Zt. viele ziemlich hart und die Anfallshäufikeit nimmt dann in einigen Fällen sogar zu.:-( Aber betäuben mit Alkohol nutzt absolut nichts.

Gruß
Corinna

Meine Geschichte, meine Fehler.

LR77, Thursday, 12.11.2009, 11:45 (vor 6125 Tagen) @ LR77

Du hast Recht...Auch kommt dazu, das beim Alkentzug sehr oft Anfälle auftreten.

Ich habe nun mit dem Neuro gesprochen, er meinte, das der Anfall vom Sonntag wohl eine Folge des Entzugs war, und dieses eh nicht zu verhindern ist.
Nun, ich seit Sonntag morgen trocken, die Entzugserscheinungen sind kaum noch vorhanden. Zumindestns die körperlichen, die Psychischen sind immer noch extrem ausgeprägt. Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich in den Kühlschrank schaue, und denke: Mist, nix zu mischen... Erschrecke mich dann vor mir selber Hoffe, das ich in nächster Zeit es soweit unter Kontrolle bekomme, das die Anfälle weg sind..aber so ganz weggehen werden sie wohl nie.

Meine Geschichte, meine Fehler.

silebo, Monday, 30.11.2009, 08:23 (vor 6107 Tagen) @ LR77

Ich wünsche Dir, dass Du Dein Leben (wieder) in den Griff bekommst, und denke, wenn Du Deine Zufriedenheit zurückgewinnst, regulieren sich auch die Anfälle.

Was die Medikation angeht, unser Neurologe besteht darauf, dass wir unserem Sohn immer die Medikamente vom selben Hersteller verschreiben lassen, weil er der Meinung ist, und wohl auch die Erfahrung gemacht hat, dass die unterschiedliche Zusammenstellung anfallsauslösend wirken kann.

Liebe Grüsse
Silke