Arbeit

dhhnel ⌂, Tuesday, 01.12.2009, 12:35 (vor 6106 Tagen)

Hallo!
Ich habe seit 35jahren Epilepsie.
Da die verwandtschaft im umkreis von Düsseldorf wohnt
suche ich im umkreis von Düsseldorf dringend eine Arbeit.
Weiss irgend jemand stellen oder Arbeitgeber bei denen man sich melden kann.
Danach richte ich meinen Wohnort ein.
Wenn es einen Arbeitgeber gibt der auch Epilepsie der meldet sich bitte bei mir.
Bin für jede Hilfe dankbar.
Auch andere arbeitgeber die keine Angst und Vorurteile vor der Krankheit haben,
können sich auch melden.

Vielen Dank.

Arbeit

Mondenkind, Tuesday, 01.12.2009, 16:15 (vor 6106 Tagen) @ dhhnel

Hallo dhhnel,

darf ich fragen, was für eine Arbeit du suchst und vor allem, ob und wann du noch Anfälle hast.

Wenn du Anfälle hast, die deine Arbeit nicht beeinflussen (z.B. nur beim Aufwachen oder aus dem Schlaf heraus), brauchst du deinem Arbeitgeber auch nichts mitzuteilen.

Liebe Grüße
Mondenkind

Arbeit

dhhnel ⌂, Tuesday, 01.12.2009, 16:48 (vor 6106 Tagen) @ Mondenkind

Hallo!

Ja natürlich darfst Du mich fragen.
Ich Suche eine Arbeit auf dem freien Arbeitsmarkt.
Habe einen SB-Ausweis 60%.
Habe einen Sonderschulabschluss.
Keine Ausbildung.
Möchte niemehr in einer Behindertenwerkstatt Arbeiten.
Arbeite 10Jahre Dort.
Bin unterfordert.

Am liebsten PC-arbeit,oder was mit modellbau,oder Ähnliches.

Ein Anfall war 1991.
Die anderen 2002 und 2005.
Bin gut auf Tabletten eingestellt.
Fall dabei meistends um.

Hatte noch nie auf der Arbeit einen Anfall

Danke!

Darf ich über Dich was erfahren.
Meld dich bitte zurück.

Gruss!

Arbeit

Mondenkind, Wednesday, 02.12.2009, 10:49 (vor 6105 Tagen) @ dhhnel
bearbeitet von Mondenkind, Wednesday, 02.12.2009, 10:59

hallo dhhnel,

das ist natürlich schwierig, wie auch Anton schon geschrieben hat. Zurzeit ist der Arbeitsmarkt nicht sehr rosig... Gerade ohne Ausbildung... Warst du mal bei der Arbeitsagentur? Vielleicht kann dir dein Berufsberater weiterhelfen?
Oder vielleicht kannst du bei einer Zeitarbeitsfirma anfragen?

Hast du mal mit deinem Betreuer in der Behindertenwerkstatt geredet? Sprich ihn darauf an, dass du dich unterfordert fühlst und etwas anderes machen möchtest. Er kann dir mit Sicherheit weiterhelfen, oder bist du nicht mehr dort?
Es wird doch auch alle 1 - 2 Jahre ein Test mit den "fitten" Arbeitern durchgeführt, ob sie etwas anderes machen können, oder? Gerade auch bei jungen Menschen.

Wenn du jetzt seit über 4 Jahren anfallsfrei bist, dürft auch (fast) alles für dich offen stehen, was du machen kannst. Hast du einen Führerschein? Der bringt dir natürlich noch mehr Möglichkeiten, was du machen könntest.

Klar darfst du etwas über mich überfahren... ich habe meine Anfälle 1996 bekommen, da war ich 18.
1999 habe ich angefangen zu studieren (Sozialpädagogik).

Seit 2007 arbeite ich mit Jugendlichen in der Berufsvorbereitung. Diese Arbeit macht mir sehr viel Spaß.
Den jetzigen Jahrgang hab ich allerdings noch nicht so erlebt, da ich am 14. September in der Uniklinik Bonn operiert wurde. Man hat mir meinen linken Hippocampus entfernt, da dieser (wahrscheinlich von Baby / Kind auf) eine Vernarbung hatte. Die Ärzte gehen davon aus, dass diese Vernarbung die Anfälle ausgelöst hat. Jedenfalls bin ich seitdem anfallsfrei (letzter Anfall am 11. September).

Soweit von mir. :-)

Viele liebe Grüße
Mondenkind

Arbeit

Anton, Tuesday, 01.12.2009, 22:57 (vor 6105 Tagen) @ dhhnel

Hallo,

Du hast mit Deinem Beitrag ein großes Problem angesprochen und nebenher sehr gut zum Ausdruck gebracht, was dich belastet.

Ich finde, Du bist zu bewundern, hast von Kind an Epilepsie, bist gut eingestellt und es kommt kaum noch zu Anfällen. Deine Entwicklung ist noch ein Stück besser. Du fühlst dich in der Werkstatt nicht mehr ausgelastet, weil sie dich unterfordert. Das ist alles ist mutmachend und kann Beispiel für viele Betroffene sein.

Du möchtest dich bewerben. Das beabsichtigst Du in einer denkbar schlechten Zeit. Dass das so wenig aussichtsreich ist, liegt nicht an dir und Deiner möglichen Leistung. Es liegt an der hohen Zahl der Arbeitslosen. Selbst beruflich gut ausgestattete Menschen und Studenten mit Abschluss finden keine Arbeit. Soviel zur derzeitigen Lage.

Trotzdem sehe ich Möglichkeiten: Ich an Deiner Stelle würde wie folgt vorgehen. Alle Zeugnisse zusammenlegen, die von den Schulen und auch sie sonstigen Arbeitszeugnisse, einen Lebenslauf schreiben, Fotos machen lassen, von allen Unterlagen Kopien anfertigen lassen und so jede Menge Bewerbungsmappen fertigstellen. Wenn Du immer drei bis fünf Stück liegen hast, soll es reichen.

Am besten schreibst Du auch ein paar Bewerbungen vor und sprichst darin nicht von der Epilepsie und sonstigen Krankheiten, sondern schreibst auf, was alles Du kannst, was Du gerne an Arbeit verrichten möchtest und dass Du zuverlässig und ehrlich bist.

Wenn die ersten Bewerbungsmappen fertig sind und Du auch ein paar Bewerbungen (vor)geschrieben hast, lässt Du die Texte von einem Freund, der fehlerfrei Deutsch schreiben kann, durchsehen. Denn nichts ist schlimmer, als eine Bewerbung, in der Fehler sind. Bei persönlichen Vorstellungen ist wichtig, dass Du sauber angezogen bist.

Samstags zukünftig eine Zeitung kaufen. Auf alles, von dem Du meinst, es kommt in Frage, bewerben. Wenn ein Anruf reicht, nur anrufen. Das Arbeitsamt wird sich dafür interessieren, was Du alles unternommen hast, um eine Stelle zu bekommen. Ich wünsche dir weiterhin gute Gesundheit und viel Glück bei der Arbeitssuche.

Liebe Grüße

Anton

Arbeit

dhhnel ⌂, Wednesday, 02.12.2009, 12:37 (vor 6105 Tagen) @ Anton

Hallo!

Das der Arbeitsmarkt nicht sehr rosig ist ist mir sehr bewusst.
Die Arbeitsagentur sagt sie kann nix für mich tun.

Habe mit der betreuerin der Werkstatt gesprochen.
Habe gesagt das ich unterfordert bin.
Der Gruppenleiter merkt es auch.
Finde mich dort nicht gut behandelt von den Betreuern.

Den Führerschein werde ich machen.

Möchte unbedingt selbstständig ne Arbeit finden.
Hoffe ihr hier im forum könnt mir weiter helfen.

Schreibt mich ruhig weiter an.


Gruss!

Arbeit

dhhnel ⌂, Wednesday, 02.12.2009, 12:55 (vor 6105 Tagen) @ Anton

Hallo!

Danke Dir Anton für das Kompliment.

Nebenbei möchte ich sehr gerne auch anderen betroffenen mut machen und helfen.

Deine Ratschläge hab ich fast alle schon umgesetzt.

Ein Arbeitgeber sagte mal zu mir (idioten nehmen wir nicht).

Sollte ein betroffener der das gleiche vorhat nich weiterweiss der kann mir gerne schreiben,ich helfe dann soweit ich ebend kann.

Gruss!

dhhnel

Arbeit

Tom vom Berg ⌂, Saturday, 05.12.2009, 17:22 (vor 6102 Tagen) @ dhhnel

Hallo dhhnel

Ein Arbeitgeber sagte mal zu mir (idioten nehmen wir nicht).

Wer sowas sagt ist selber ein Idiot.

Mein Boss ist Gott sei Dank sehr familiär.
Er hat selber ein Kind welches behindert ist und weiß wie schwer es ist einen neuen Job zubekommen.
Aber leider sind da noch einige über ihm die nur an ihre Kariere denken.
So das ich nicht weiß wohin meine Reise geht.

Wünsche dir das du einen Job findest der dir Spaß macht.

Gruß
Tom