aut idem

Mondenkind, Monday, 08.03.2010, 15:48 (vor 6009 Tagen)

Hallo,

habt ihr euren Neurologen schon einmal darauf angesprochen, dass er ein Medikament nicht "Aut Idem" verschreibt??

Wenn ja, wie hat er reagiert??

Für diejenigen, die nichts mit dem Begriff anzufangen wissen (aus wikipedia):
Der Begriff aut idem ist ein medizinisch/pharmazeutischer Fachausdruck, der aus dem Lateinischen stammt und wörtlich „oder ein Gleiches“ bedeutet. Ein Arzt erlaubt dem Apotheker durch das Anbringen der Wörter "aut idem" auf einem Rezept, ein anderes als das namentlich verordnete Arzneimittel abzugeben.(...) Man verspricht sich dadurch Einsparungen im Arzneimittelbereich.

Ich nehme Keppra & Apydan extent ein, Apydan gibt es noch nicht so lange und gibt es somit noch nicht von einem anderen Herstellter. Keppra schon.
Ich habe jetzt noch einmal gelesen, dass es wichtig ist, immer das Medikament von ein und demselben Hersteller zu bekommen. Es ist zwar immer (in meinem Fall) 1000 mg Levetiracetan in einer Keppra-Tablette drin, jedoch wird der Wirkstoff immer irgendwie anders "zusammengehalten".
Auch diese Änderung kann ggf. Anfälle auslösen...

Da ich jetzt nach meiner OP (wahrscheinlich im Herbst) eine Medikamentenreduzierung bekomme, aber mein Leben lang weiterhin Keppra (in einer kleinen Menge) einnehmen muss, wäre es mir schon wichtig, wenn ich Keppra immer von ein und demselben Pharmaunternehmen bekomme.

Ich komme eigentlich gut mit meinem Arzt zurecht, kann mit ihm über alles reden, doch weiß ich nicht, wie er darauf reagiert...

Weiß jemand, ob der Arzt dazu verpflichtet ist, das er nicht "aut idem" ankreuzt??
Oder wen ich da fragen kann??

Schon mal vielen Dank für die Info!

Lieben Gruß
Mondenkind

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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

aut idem

Green, Monday, 08.03.2010, 17:26 (vor 6009 Tagen) @ Mondenkind

Hallo
nein das er es nicht autidem aufschreiben soll habe ich noch nicht probiert ich bekomms immer autidem.
Ich habe garkeine Lust mich da auf was anderes ein zulassen reicht ja so schon.
Was mich ärgert ist das man im Epilepsiezentrum keine Tabletten mehr mit Rezept bekommt und somit auch keine Klinikpackungen mehr.
Wünsch dir alles gute.
Liebe Grüsse
Green:-P

aut idem

*_aimy_* ⌂, Nürnberg, Monday, 08.03.2010, 18:12 (vor 6008 Tagen) @ Green

Ich hab immer das Rezept vom damaligen Kinderarzt holen müssen.. einmal hat er 200 mg trileptal aufgeschrieben, obwohl ich nur 400 mg gebraucht hätte, haben's einmal umtauschen müssen. naja^^

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Evita Wolff
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aut idem

goldloeckchen, Monday, 08.03.2010, 22:04 (vor 6008 Tagen) @ Mondenkind

Hallo,

es ist gerade bei Antiepileptika wichtig, dass man immer das gleiche Präparat erhält. Obwohl die Präparate immer die gleiche Wirkstoffenge enthalten, kann es teilweise mit einiger Verzögerung zu neuen Anfällen kommen. Daran sieht man, dass Arzneimittel mit gleichem Wirkstoff/-menge eben nicht immer exakt die gleiche "Wirkung" haben. Dabei ist es egal, ob man vom Arzt auf ein Originalpräparat oder ein Nachahmerpräparat eingesellt wurde.

Also beim Arzt darauf achten, dass er einen Austausch auf dem Rezept von vornherein ausschließt.

Alles Gute
Goldloeckchen

aut idem

Anton, Tuesday, 09.03.2010, 16:42 (vor 6008 Tagen) @ Mondenkind

Hallo zusammen,

bei Antikonvulsiva ist es von größter Wichtigkeit, das Original-Medikament zu bekommen, jedweder Wechsel ist zu unterlassen. Mittlerweile haben zwei Dinge auf dem Rezept vermerkt bzw. zu stehen, um das vom Patienten gewünchte Mittel zu erhalten.

Erstens muss der Arzt das „aut idem!“ ankreuzen, damit der Apotheker nicht verpflichtet ist, ein anderes, ein günstigeres herauszugeben.

Zweitens muss die Herstellerfirma des Medikaments auf dem Rezept stehen, von dem das gewünschte Medikament ist. Damit wird verhindert, dass auch abweichende Re-Importe herausgegeben werden müssen.

Hier noch ein Hinweis:

„Laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) soll bei bestehender Einstellung mit Anfalls- und Nebenwirkungsfreiheit ein potentiell riskanter Präparatewechsel unterbleiben. Wenn diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, ist ein Präparatewechsel prinzipiell möglich. Wir empfehlen jedoch, in der Umstellungsphase besonders genau die Anfalls- und Nebenwirkungssituation zu beobachten und gegebenenfalls Serumspiegelkontrollen vorzunehmen und eine mögliche psychische Verunsicherung des Patienten bzw. der Patientin zu beachten“.

Viele Grüße
Anton

aut idem

kat, Saturday, 20.03.2010, 20:51 (vor 5996 Tagen) @ Mondenkind

ob das "aut idem" heißt,weiß ich nicht,aber du meinst ja sicher dieses kreuz auf dem rezept,das extra gemacht werden muss.mir hat mein neurologe in der klinik genau das gesagt,was du beschreibst.dass man immer bei einem hersteller bleiben MUSS. bei mir ist es bei lamotrigin so.mein hausarzt macht immer brav das kreuz,mein neurologe auch.ich denke,dass das überhaupt kein problem ist

aut idem

Tom vom Berg ⌂, Sunday, 21.03.2010, 06:52 (vor 5996 Tagen) @ kat

Hallo Kat

Ja genau das ist gemeint. Und muss vom Arzt nochmals Unterschrieben werden.
Wird aber leider auch mal gerne vergessen, da muß man besonders gut aufpassen.
Sonst wird es teuer oder man hat eine Menge lauferei.

Mit freundlichen Gruß
Tom

aut idem

Robert, Wednesday, 07.04.2010, 21:57 (vor 5978 Tagen) @ Tom vom Berg

Ich konnte mich auf den Kopf stellen - sowohl bei meinem Arzt als auch bei der Kasse und bekam doch kein Aut Idem Kreuzchen. Nun krieg ich Carbamazepin nicht mehr von Neuraxpharm sondern von Hexal. Bisher klappts. Meint ihr das könnte Schwierigkeiten geben?
Zur Info: Ich nehme 700 mg täglich seit gut 10 Jahren. Und bisher immer von Neuraxpharm. Seit einer Woche halt eben von HExal.
Danke schonmal
Grüßle vom Robert