"Probleme" nach OP...

Mondenkind, Tuesday, 30.03.2010, 12:40 (vor 5987 Tagen)
bearbeitet von Mondenkind, Tuesday, 30.03.2010, 13:16

Hallo,

erst einmal, ich bereue meine OP im September letzten Jahres in keiner Weise und man hat mir auch schon gesagt, dass folgendes auftreten könnte:

Ich bin seit Januar wieder in einer Wiedereingliederung. Im Januar waren es 4, im Februar dann 5 und jetzt im März 6 Stunden / Tag.

Theoretisch muss ich ab April wieder voll arbeiten (also 8 Stunden). Ich weiß aber nicht, ob ich mir dies zutraue... ok, ich hab keinen leichten Job (ich betreue Jugendliche in der Berufsvorbereitung), aber ich weiß auch nicht, ob es in einem anderen Job anders wäre...

Manchmal, gerade an anstrengenden Tagen, merke ich, dass der Kreislauf abnimmt, sich alles dreht und ich nur noch nach Hause will. Dort bin ich dann oft zu nichts mehr zu gebrauchen... manchmal reicht eine halbe Stunde oder Stunde ruhen auf dem Sofa, aber nicht immer...
meistens geht es am anderen Tag wieder, manchmal fühle ich mich aber nicht so 100 % fit...

Mein Arbeitsvertrag läuft jetzt noch bis Juli, ich muss mir also eh einen neuen Job suchen, aber nennt mir mal einen Job als Sozialpädagogin, der nicht anstrengend ist...
Vor 2 Wochen war ich bei meinem Neurologen und war dort fix und alle, das kenne ich und er eigentlich nicht von mir...
Morgen soll ich jetzt noch mal zu ihm, da er ja auch der Krankenkasse schreiben muss, wie es jetzt ab April mit mir weitergeht...

Ich weiß eben nicht, ob es etwas bringt, wenn ich erst im Mai anfange wieder voll zu arbeiten, sprich, ob ich mich dann besser fühle...

Hinzu kommt, dass ich zurzeit einmal die woche um 4:15 h aufstehen muss, da ich um 6:30 h auf der Arbeit sein muss. Ein Mitarbeiter von uns ist ausgefallen und die Jugendlichen wohnen im Internat. Nun müssen meine Kollegen und ich diese abwechselnd wecken und sie beim Frühstück betreuen. Zurzeit ist dann um 12:30 h für mich Feierabend, und ich bin gerade an diesem Tag sehr müde... wenn mich mir jetzt vorstelle, dass ich an diesem Tag noch 2,5 - 3 Stunden länger dableiben muss (ich habe bisher an diesem Tag keine Pause gemacht und wenn ich 8 Stunden arbeite kommt aber auch die Pausenzeit noch drauf...), graut es mir schon davor...

Zudem hat man mir in der Reha empfohlen keine Wechselschicht zu machen... ich weiß nicht, wie ich reagieren soll... soll ich das sagen??
Ich hatte früher (vor der OP) gerade bei wenigem Schlaf Anfälle bekommen. Ich kann aber abends um 21 h nicht schlafen, das habe ich schon ausprobiert, liege dann wach und schlafe - wie sonst auch, erst so gegen 22:30 h ein, manchmal auch erst später...
Ein Bekannter von mir ist aufgrund Epilepsie vor Jahren operiert worden. Er bekommt jetzt nur noch ggf. Anfälle, falls er zu wenig schläft. Klar versucht er dies zu vermeiden, aber wir kennen das ja wahrscheinlich alle, das man mal eine Nacht hat, in der man nicht so gut schläft...

...und klar, der Gedanke und die Angst, das etwas passieren könnte, ist auch mir da...
Im Moment läuft alles so gut...

Kennt das jemand von euch?? Hat jemand nach einer OP sich auf der Arbeit (oder im Alltag) nicht mehr so fit gefühlt??
Im Alltag merke ich manchmal, dass es mir zu viel wird...
Das kommt dann aber eher darauf an, wie viele Menschen dort sind, bzw. wie laut es ist... sei es beim Einkaufen, Geburtstagsfeiern... aber das ist auch nicht immer, nur manchmal eben... aber vor der OP kannte ich dies gar nicht...

Viele lieben Dank schon mal für eure Antworten!

Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

"Probleme" nach OP...

Mondenkind, Wednesday, 31.03.2010, 12:38 (vor 5986 Tagen) @ Mondenkind
bearbeitet von Mondenkind, Wednesday, 31.03.2010, 12:44

Hallo,

ich war jetzt eben bei meinem Neurologen.

Der sah das ganze recht locker.
Stimmte mir zu, dass ich zurzeit keine 8 Stunden arbeiten kann.
Er riet mir auch dazu, mir einen anderen Job zu suchen (mein Vertrag läuft eh nur noch bis Ende Juli... aber die Arbeit macht mir Spaß... ich dachte, ich hätte etwas gefunden, in dem ich mir vorstellen kann, noch ein, zwei Jahre zu arbeiten... dann haben mein Mann und ich eh andere Pläne... ;-) )

Jedoch meinte er auch, dass man auch bei einer anderen Arbeit nicht sagen kann, ob ich dort 7 oder 8 Stunden arbeiten kann...
Er hat für April noch weiterhin eine Wiedereingliederung geraten (6 Stunden / 7 Stunden mit Fragezeichen...)

Er riet mir, mich bei der Rentenversicherung zu melden und dort einen Minderleistungszuschlag genehmigen zu lassen...

Kennt sich damit jemand aus?? Das läuft doch theoretisch über die Krankenkasse, oder??

Schon mal Danke für eure Antworten!

Liebe Grüße
Mondenkind

--
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"Probleme" nach OP...

anntchen, warstein, Wednesday, 31.03.2010, 18:49 (vor 5985 Tagen) @ Mondenkind

und geht es dir nach der op besser? als davor?

"Probleme" nach OP...

Mondenkind, Thursday, 01.04.2010, 09:41 (vor 5985 Tagen) @ anntchen

Hallo anntchen,

danke der Nachfrage! :-)

Anfallsmäßig geht es mir auf jeden Fall besser! Zum Schluß hatte ich jede Woche 1 bis 2 Anfälle, seit der OP bin ich anfallsfrei (letzter Anfall: 3 Tage vor der OP)

Auch privat merke ich (fast) nichts, ich kann mich aufs Buch lesen oder Spiele spielen konzentrieren. Am Anfang nach der OP hat dies gar nicht geklappt und ich hatte schon ein bisschen "Panik", aber das ist mittlerweile nicht anders als vorher.

Das einzige was manchmal ist, ist dass mir manches zu viel wird, sei es die vielen Menschen im Einkaufszentrum oder die große Lautstärke auf dem Geburtstag von meinem Neffen oder meiner Oma Das kannte ich vorher gar nicht. Auf den Geburtstagen waren schon immer viele Menschen, es wird viel geredet und es ist nun mal laut...
...aber seit der OP habe ich eben manchmal so ein Unwohlsein, dass ich denke, ich muss hier raus, dass ist aber nicht immer möglich, klar kann mal auf den Flur gehen oder ins Bad, aber nach einer Stunde wieder wegfahren, will man dann auch nicht.

Und das selbe Problem habe ich eben auf der Arbeit. Zu viele Jugendliche im Raum (z.B. Abschiedsfeier vorm Praktikum), wird mir dann manchmal ein bisschen zu laut und dementsprechend zu viel. Ebenso an anstrengenden Tagen, z.B. wenn ich die Jugendlichen bei der Berufsberatung betreue...
Ich arbeite jetzt das 3. Jahr in diesem Arbeitsbereich. Klar, gab es Tage, die waren nervig und stressig und man war froh, wenn man zu Hause war, aber das waren die Ausnahmen. Jetzt kommt es eben öfter vor...

Das mit dem Unwohlsein ist auch nicht jedes Mal. Ich kann also nicht sagen "Ostern wird es mir wieder nicht gut gehen". Ist auch ganz gut so!

LG
Mondenkind

--
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"Probleme" nach OP...

kati81, Friday, 02.04.2010, 20:22 (vor 5983 Tagen) @ Mondenkind

Hallo, also, dass alles leicht ein wenig zu viel wird, das kenn ich auch, obwohl es sich schon gebessert hat, aber die 4 Wochen nach der OP regte mich alles auf. Das war im Januar. Da dachte ich mir immer, wenn wer disskutierte, was haben die Leute für Probleme !

Naja die Tage geht es mir nicht wirklich gut, da ich auch noch eine neue Arbeit suchen muss, und das nimmt mich psychisch ziemlich mit, wenn du nirgends gewünscht wirst. Mir ging das wieder so durch den Kopf, was sowieso nicht so lief in den 19 Jahren mit Anfällen. Es ist halt jetzt auch eine geänderte Situation, das zu realisieren ist psychisch auch eine kleine Herausforderung. Aber das hört man auch öfters.
Dazu kommt halt noch diese ständige Angst, vor einem Rückfall, so bin ich ja zufieden mit der Situation, aber immer wieder hab ich so einen komischen Geschmck im Mund, ähnlich einer kurzen Aura, aber wirkich superkurz, und es ist nur im Mund. Sehr komísch. Eigentlich nicht zu beschreiben, hattet ihr sowas auch. Vielleicht ist es auch nur psychisch bedingt, durch die Angst. Im Prinzip bin ich ja noch froh zuHause zu sein und nicht zu arbeiten, weil ich doch noch viel viel Ruhe brauch ! Aber die Jobsuche tut halt auch ihres zu der Situation dazu.
Ich dachte eigtl nich, dass sich postoperativ soo viel ändert, aber es ist so. Naja 19 Jahre der gleiche Trott sind halt nicht nur 2 Monate.

Freu mich mal von euch zu hören.... Kati

"Probleme" nach OP...

Mondenkind, Saturday, 03.04.2010, 18:41 (vor 5982 Tagen) @ kati81

Hallo Kati,

Deine OP war vor 2 Monaten? Warst du in Reha? Bist du arbeitsunfähig geschrieben worden?

Mir hat die Reha sehr gut getan!
Essen war immer fertig, es gab Sportangebote, Spieleabende, die abendlichen Treffen mit den anderen Bewohnern (;-)) oder einfach im Zimmer sein und lesen oder fernsehen. Mir haben diese 4 Wochen nach der OP sehr gut getan! Wo bist du operiert worden?

In der Reha (war dort Anfang Oktober bis Anfang November) hat man mir nahegelegt, dass ich 2009 nicht mehr arbeiten kann und sollte. Nach vielem hin und her und einer Arbeitserprobung habe ich dann eingesehen, dass die Ärzte dort recht haben.

Ich war also5 Monate nicht auf der Arbeit und bin jetzt immer noch in Wiedereingliederung (im 4. Monat) Wie es ab Mai weitergeht, werde ich sehen. Ich mache mir keinen Streß, meinen Job habe ich auf jeden Fall bis Ende Juli und dann sehe ich weiter.

Ich mache mir nur auch etwas Sorgen, dass ich keinen Job finde...

Liebe Grüße
Mondenkind

--
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"Probleme" nach OP...

kati81, Saturday, 03.04.2010, 19:29 (vor 5982 Tagen) @ Mondenkind

Hallo Mondenkind,

ja ja ich war auf Reha, das hat man mir von Beginn an empfohlen, ich konnte dann ja auch gehen, da der Job eh schon weg war. Obwohl es im Prinzip gut so war, weil ich dort eh absolut keine Herausforderung fand ! Wenn es halt nicht soo schwer wär was neues zu finden, es kommt schon, aber ein Lichtblick wäre keine schlechte Idee, das tät allein schon gut. Wenn ich erst im Mai wieder arbeite ists auch gut, bis ich wieder fitter bin. Wobei es geht schon, bis auf diese Kopfwehattaken, die ich aber gut im Griff hab.
Definitiv machte die Reha Sinn, viel Übungen auch Ausdauer, die hab ich im Berchtesgadener Land gemacht, da war natürlich Schnee o Mass und ich durfte heuer nicht Skifahren, aber nächsten Winter. Es war dann auch gut, dass sich eine Gruppe Leute gefunden haben, die sich alle bestens verstanden haben, sonst wärs schon langeweilig auf so einer Reha. Aber da war der Abend immer gut verplant u. es tat auch gut unter Leuten zu sein und nicht zu viel überlegen.
Ich war ja fast 5 Wochen, nur hab ich am Schluss noch einen Magen-Darmvirus bekommen der in der Klink herrschte,den hätte ich nicht gebraucht ! :-(
Aber eine andere nahm den als Souvenier mit nach Hause, auch nicht toll.

Operiert wurde ich in München im Klinikum rechts der Isar. Da hat mich auch der Prof. operiert, der ehemals in Bonn in der Neurochirurgie war. Das war schon eine Beruhigung:-) .

Das merkte ich jetzt schon, gute 3 Monate braucht man nach so einer OP ohne zu arbeiten ! Schön langsam gings schon wieder, aber noch nicht gleich. Bin eh nochmal krankgeschreiben. Jetzt bin ich halt schon lange AU, aber das muss sein. Das hab ich schon auch eingesehen ! Naja die Reha war ja nicht über die Krankenkasse AU.

Das glaub ich Dir, dass du dir Sorgen machst wg. der Jobsuche, jetzt gerade gehts mir so, also ich kann es nachfühlen.

Hattest du nach der Op auch so Gefühle die nicht ganz zu beschreiben sind, wie der Geschmack. Ich hörte das nämlich schon öfter. Jetzt hoffe ich auch, es vergeht irgendwann.

LG
Kati

"Probleme" nach OP...

Mondenkind, Friday, 09.04.2010, 16:26 (vor 5977 Tagen) @ kati81

Hallo Kati,

Hattest du nach der Op auch so Gefühle die nicht ganz zu beschreiben sind, wie der Geschmack. Ich hörte das nämlich schon öfter. Jetzt hoffe ich auch, es vergeht irgendwann.

Nein, das kannte ich nur vor der OP, das war eher ein Bestandteil meiner Aura. Mir wurde im Bauch ganz warm und schummrig (schwer zu beschreiben...) und die Wärme zog hoch Richtung Brust und manchmal auch bis zum Kopf und dann kam der Anfall.

Was ich in letzter Zeit manchmal habe und (noch) nicht zuordnen kann ist ein zwei-drei Sekunden andauerndes lautes Pfeifen auf dem rechten Ohr, dabei wird mir kurz schummrig, aber wie gesagt, dass ist nach einigen Sekunden vorbei.

Ich habe allerdings auch einen Tinnitus, aber die oben genannte Sache kannte ich vorher gar nicht.

LG
Mondenkind

--
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"Probleme" nach OP...

kati81, Friday, 09.04.2010, 23:44 (vor 5976 Tagen) @ Mondenkind

Dachte jetzt, das ist vielleicht öfter nach Operationen bzw. Epi-Chirurgischen Eingriffen. Also so einen Geschmack hatte ich bei den Auren auch, aber da kam das mit dem Magen dazu was du auch sagst. Das ist jetzt nicht, das spielt sich alles nur im Mund ab. Einfach eigenartig ! Aber wie auch deine Ohrensausen nur wenige Sekunden ! Im Gegensatz zu einer Aura wie ich sie kenne. Oft hatte ich auch nur die und keinen Anfall, das war sehr unterschiedlich.
Das jetzt ist extrem kurz, aber relativ oft. Das nervt halt :-D Die letzten Tage war es ein wenig besser. Also hoffe ich, dass es sich gibt. Ich denke aber schon es ist psychisch bedingt, weil ich halt auch immer Angst hab vor Anfällen, wie ich sie 19 lange Jahre hatte. Hattest du das Pfeiffen auch direkt nach der OP oder erst jetzt. Bei Dir ist ja alles 4 Monate länger her als bei mir, aber es dauert eben alles........
LG
Kati