Nochmal Herstellerumstellung beim Medikament
Hallo nochmal.
Brauche dringend Info bzgl. Medikamentenumstellung.
Ich konnte mich auf den Kopf stellen - sowohl bei meinem Arzt als auch bei der Kasse, als auch bei de Apotheke und bekam doch kein Aut-Item-Kreuzchen. Nun krieg ich Carbamazepin nicht mehr von Neuraxpharm sondern von Hexal. Bisher klappts. Meint ihr das könnte Schwierigkeiten geben?
Zur Info: Ich nehme 700 mg täglich seit gut 10 Jahren. Und bisher immer von Neuraxpharm. Seit einer Woche halt eben von HExal.
Danke schonmal
Grüßle vom Robert
Nochmal Herstellerumstellung beim Medikament
Hallo Robert,
die Krankenkasse ist für die Verwaltung der Versichertenbeiträge zuständig. Das hat sie ordentlich zu machen. Was sonst noch an Arbeit vorliegt, bestimmt ganz allein das Gesetz. Wenn es das Gesetz ausnahmsweise nicht regelt, kommt der Medizinsiche Dienst. Er ist der Mittler zwischen Krankenkasse und Gesetzgeber. Er hat zum Beispiel eine Reha-Heilbehandlung oder eine Kur abzusegnen.
Was macht der Apotheker? Er verwaltet das Medikamentenlager und hat dafür zu sorgen, dass Nichtvorhandenes herangeschafft wird. Er darf auch nur das machen, was das Gesetz erlaubt.
Nach der Reform der Gesundheitsreformen bekommen wir etwas von seiner Arbeit mit.
Wenn der Arzt bei einem Medikament das Feld „aut idem“ nicht ankreuzt, muss der Apotheker ein anderes, preiswerteres wirkstoffgleiches Medikament herausgeben. Er ist dazu kraft Gesetzes dazu verpflichtet und verliert seine Konzession, wenn er es nicht macht.
Wir stellen uns natürlich die Frage, wie es zu einer für den Patienten solch bedrohlichen Lage gekommen ist. Ganz einfach. Der Arzt hat aus Flüchtigkeit vergessen, das Kreuzchen zu machen.
Wenn von einem Neurologen ein Rezept über Antikonvulsiva ausgestellt wird, sollte neben dem Namen des Mittels auch die Größe der Verpackung und die Stärke der Talbetten stehen.
Um Ärger beim Apotheker zu vermeiden, sollte noch an Folgendes gedacht werden. a) Das aut idem Kreuz muss angekreuzt sein. b) Es sollte die Herstellerfirma des Medikaments auf dem Rezept stehen, damit nicht ein Re-Import herausgegeben werden muss.
Wenn es mal wieder erst beim Apotheker auffällt, meine Bitte an alle: Sich das Rezept wiedergeben lassen und damit zum Arzt gehen und um ein Neues bitten, auf dem alle Angaben richtig vermerkt sind. Die Deutsche Gesellschaft für Epileptologie hält von einem ständigen Medikamentenwechsel so gut wie gar nichts und hat folgende Empfehlung herausgegeben:
„Laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) soll bei bestehender Einstellung mit Anfalls- und Nebenwirkungsfreiheit ein potentiell riskanter Präparatewechsel unterbleiben. Wenn diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, ist ein Präparatewechsel prinzipiell möglich. Wir empfehlen jedoch, in der Umstellungsphase besonders genau die Anfalls- und Nebenwirkungssituation zu beobachten und gegebenenfalls Serumspiegelkontrollen vorzunehmen und eine mögliche psychische Verunsicherung des Patienten bzw. der Patientin zu beachten“.
Nochmal Herstellerumstellung beim Medikament
„Laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) soll bei bestehender Einstellung mit Anfalls- und Nebenwirkungsfreiheit ein potentiell riskanter Präparatewechsel unterbleiben.“
...und man sollte recherchieren, wann die Zulassung des jeweiligen Medikaments endet, ob deren Verlängerung vorgesehen ist oder das Medikament eben mal ersatzlos vom Markt genommen wird, weil es keinen Gewinn mehr bringt. Siehe Maliasin (Barbexaclon).
Gibt so Einiges, was der "mündige Patient" zu beachten hat...
Uwe 
Nochmal Herstellerumstellung beim Medikament
Hallo
mit welcher Begründung verweigert er Dir das Autidem und ist er Dein Hausarzt oder dein Neurologe?
Ansonsten hilft da nur Arzt wechseln.
Den das Kreuz kann nur er machen die anderen wie Kasse und Apotheker haben da nichts mit zutun.
Green
Nochmal Herstellerumstellung beim Medikament
Was fürne farce!
gewinnbringend!!!das ist doch echt das letzte,stimmts?egal und wenns noch so billig ist-wenn es einem gut geht und man ist damit anfallsfrei,dann hat man das gefälligst auch so zu belassen!!!es gibt Patienten laut Quivive(Sendung)das ist eben realität,medikamente sind vertrauenssache und bei manchen klann es schon pyschische probleme und ängste auslösen,wenn die packung und/oder die tabletten anders aussehen.Und dann will man uns ne umstellung zu muten.Jetzt mal nicht sachlich:Die ham nicht alle Latten am Zaun!ich bin mehr als nur wütend!!!
Nochmal Herstellerumstellung beim Medikament
Hallo nochmal
Also. Wieder kein Aut-Item kreuzlein bekommen heute beim Rezept abholen. Mein Apotheker riet mir, ich solle tatsächlich das Medikament wechseln, von Neuraxpharm also zu Hexal, und dann bei Hexal bleiben. Er hält nichts von STÄNDIGEM wechseln. Aber von einem zum anderen Hersteller innerhalb der gleichen Medikamentengruppe wechseln hält er, genauso wie mein Hausarzt für unproblematisch.
Mein Neurologe bläst übrigens ins gleiche Horn. Also habe ich, zumindest in meiner kleinen Stadt hier keine Rückendeckung von Hausarzt, Kasse, Apotheke und Neurologe.
Meine Güte. Hätt nicht gedacht daß das so schwierig ist.
Gruß, robert
Nochmal Herstellerumstellung beim Medikament
Hallo
echt anstrengend klingt das.
Wende dich dochmal an eine Selbsthilfegruppe oder Epilepsieberatungsstelle.
Adressen findest Du auf diesen Seiten vorne unter Beratung.
Tschüss
Green
Nochmal Herstellerumstellung beim Medikament
JA. Danke Aber die nächste Selbsthilfegruppe ist 60 Km entfernt. Momentan denke ich mir, ob ich nicht einfach den besagten Wechsel machen soll. Alle sagen mir, daß es sich ja um den gleichen Wirkstoff der gleichen Herstellerfirma und dem identischen Medikament handelt. Nur halt eben unter anderem Namen. Die Tablette non Hexal hat allerdings nur einen Sollbruchstelle in der mitte. Für meine 300 mg am abend muß ich also ein Messer zu Hilfe nehmen. Nervt auch, geht aber.
Gruß, Robert
Nochmal Herstellerumstellung beim Medikament
Hallo
okay vielleicht würde Dir ja auch schon ein Telefongespräch mit einer Beratungstelle oder SHG weiterhelfen.
Alles Gute
Green
Nochmal Herstellerumstellung beim Medikament
Hallo Robert,
ich habe ganz ähnlich Probleme allerdings mit dem lamotrigin, ich brauche es von Hexal und mir nutzt kein anderes wegen der Bioverfügbarkeit. Letztes Mal war es ganz schlimm, da war keiner dazu breit mir ein solches Kreuz zu genehmigen. Ich hatte ein echten Disbut und steckte in einem Dilemmer. Heute hat es zwar wieder geklappt, aber auch nur mit gutzureden. Das hin und her, der Äger hat mich zu einen Neurowechsel veranlasst, allerdings in eine Epiambulanz, mit der Überweisung von meinem Neurologen gab es alles im allem keine Probleme. Allerdings, viel mir der Wechsel auch nicht ganz leicht. Wir sind doch keine Versuchskaninchen? Mal sehen.
Gruß
C.R.
Nochmal Herstellerumstellung beim Medikament
Hallo Robert,
in Zukunft kann auch Keppra für mich ein Problem werden, weil inzwischen der Patentschutz abgelaufen ist, zwar bin ich zur Zeit mit dem Orginalpräperat noch gut eingedeckt, aber wer weiß was dann kommt.
Gruß
C.R.
Nochmal Herstellerumstellung beim Medikament
Hallo anonym,
ich nehme ja auch Keppra, habe dann bei der Abgabe des Rezeptes gemerkt dass da "Keppra 1000 mg Emra" draufsteht...
Bei nachfragen an die Apothekerin sagte sie mir, dass das "Import" bedeutet...
Ich meine, ich finde es nicht weiter schlimm, wenn ich einen "Import" bekomme, nur möchte ich nicht alle 2 Monate ein "neues" Medikament bekommen...
Werde das nächste Mal (ist erst im Juli...) meinen Arzt mal darauf ansprechen...
LG
Mondenkind
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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)