Ich bin neu hier
Andreas, Tuesday, 25.05.2010, 14:34 (vor 5931 Tagen)
Hallo zusammen,
ich bin Andreas, 39 Jahre alt und von Beruf bin ich Heilpraktiker mit Schwerpunkt klassische Homöopathie. Ich selbst leide nicht an Epilepsien, bin aber berufsbedingt an dem Krankheitsbild interessiert.
Mir geht es um ein Verständnis der Krankheit, wie sie sich bei den einzelnen Betroffenen zeigt, sowie der schulmedizinischen Behandlungsmethoden bzw. der unterschiedlichen Antiepileptika (Wirkungen und Nebenwirkungen, und zwar nicht nur nach Packungsbeilagen). Außerdem interssieren mich natürlich auch Erfahrungen mit alternativen Heilmethoden, insbesondere eben auch der Homöopathie.
Derzeit bin ich noch in einem anderen Forum angemeldet, allerdings ist die Grundhaltung dort sehr schulmedizinisch geprägt. Erfahrungsberichte bezüglich alternativen Behandlungsmethoden werden zumeist damit abgetan, dass es keine Alternative zur schulmedizinischen Pharmakotherapie gibt.
Ich respektiere diese Meinung, fände es aber produktiver, wenn auch andere Ansichten, erst recht aber eigene Erfahrungen, offen geschildert und diskutiert werden können. Wenn also jemand schreibt, dass er seit Therapie XY weniger und leichtere Anfälle hat, hilft es meiner Ansicht nach niemandem, wenn man ihm antwortet, dass Therapie XY keinen Wirksamkeitsnachweis erbringen kann und somit als Alternative zur Schulmedizin nicht in Frage kommt. Oder wie seht Ihr das?
Ich bin einfach mal gespannt, was mich hier erwartet, und ich freue mich auf einen regen Austausch.
Viele Grüße.
Andreas
Ich bin neu hier
Charon, Tuesday, 25.05.2010, 15:11 (vor 5931 Tagen) @ Andreas
Hallo, Andreas
also, ich kann von mir sagen, dass mir Homöopathie auf direktem Wege, also als eine Art "homöopathisches Antikonvulsivum", nicht geholfen hat, sehr wohl aber in Hinsicht auf meine Psyche! Da erwiesen ist, dass das seelische Befinden einer Person zur Reduktion bzw. Steigerung der Anfallsrate führen kann, ist auf jeden Fall festzuhalten, dass ich dank meiner Bachblüten, die mir, zumindest zum Teil, meine psychische Stabilität wiedergegeben haben, etwas weniger Anfälle habe als zu der Zeit davor.
Mein Fazit: Bisher kein Ersatz für Medikamente, aber eine gute Ergänzung zur herkömmlichen Pharmakotherapie.
Hoffe, dir geholfen zu haben, Charon
Ich bin neu hier
Andreas, Tuesday, 25.05.2010, 16:06 (vor 5931 Tagen) @ Charon
Hallo Charon,
herzlichen Dank für Deine Antwort. Bachblüten sind vom Ansatz her ja etwas völlig anderes als die Homöopathie, dennoch wird die Bachblütentherapie oftmals mit der Homöopathie verwechselt. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Bachblüten ebenso wie die homöopathischen Arzneien auf eine spezielle Art zubereitet werden. Damit hören die Ähnlichkeiten aber auch schon auf.
Bachblüten zielen meines Wissens darauf, dass körperliche Beschwerden über eine Stabilisierung der Psyche positiv beeinflusst werden. Und das hat bei Dir ja auch offensichtlich gewirkt. Allerdings ist die Anwendung der Bachblüten damit doch recht begrenzt.
Bei schwierigen Krankheitsbildern wie der Epilepsie sehe ich für die Bachblütentherapie wenig Möglichkeiten. Zwar können emotionale Faktoren wie Stress, Aufregung usw. einen Anfall triggern, aber es spielen doch noch sehr viele andere Einflüsse eine Rolle.
Eine alternative Behandlungsmethode sollte sich daran messen lassen, ob und wie sich das Behandlungsmuster damit beeinflussen lässt. Im Falle der Epilepsie heißt das also:
- hat sich die Anfallshäufigkeit verändert, haben sich die anfallsfreien Intervalle also verkürzt oder verlängert?
- hat sich das Anfallsmuster verändert?
Wenn Du im Falle der Bachblüten sagen kannst, dass Du seit der Einnahme der Mittel (möglichst ohne gleichzeitige Änderung der schulmedizinischen Mittel) weniger Anfälle hast, wird das schon konkreter.
Viele (derzeit noch sonnige) Grüße.
Andreas
Ich bin neu hier
dannie89
, Bayern, Tuesday, 25.05.2010, 17:19 (vor 5931 Tagen) @
Andreas
hallo Andreas,
ich habe seit nov 08 psychogene Epilepsie und epileptische Anfälle .
Gegen die Epileptischen nehme ich Lamotrigin und gegen die psychogenen Anfälle cypralex aber bei mir schlägt nichts so gut an. Weißt du ob du als Heilpraktiker einen Topp hast was ich noch machen kann .
Ich würde mich freuen wenn du dich meldest
liebe grüße
Daniela
--
Carpe Diem-Nutze den Tag,
Ich bin neu hier
Andreas, Wednesday, 26.05.2010, 07:50 (vor 5930 Tagen) @ dannie89
Hallo Daniela,
ich kann Dir als Heilpraktiker nur sagen, dass Du Dich nicht auf irgendwelche Tipps zur Behandlung einlassen solltest. Die Epilepsie ist eine schwierige Krankheit, nicht zu vergleichen mit einer banalen Erkältung. Bei der Erkältung ist es ganz legitim, sich selbst mit Hausmittelchen zu behandeln oder sich im Bekanntenkreis mal umzuhorchen, was man tun kann.
Bei einer chronischen und schwierigen Krankheit wie der Epilepsie spielen so viele Faktoren eine Rolle, dass man nicht selbst herumexperimentieren sollte. Im "besten" Fall tut sich an den Anfällen gar nichts, im schlimmsten Fall kann es zu einer Verschlimmerung kommen. Und das ist weder im Sinne des Tippgebers, noch des Betroffenen.
Der einzige Tipp, den ich Dir geben kann, wenn Du eine Alternative suchst, ist der, dass Du Dich an einen entsprechenden Therapeuten wendest. Es gibt Ärzte, die Naturheilverfahren anbieten, oder aber Heilpraktiker. Mit Sicherheit werden manche Ärzte sagen, dass sie Dein Krankheitsbild nicht naturheilkundlich behandeln (das kommt eben immer darauf an, wie der Schwerpunkt in der Praxis liegt), und manche Heilpraktiker werden ganz die Finger davon lassen, weil sie keine Erfahrung damit haben. Aber wenn Du mir eine private Mail schickst, kann ich Dir vielleicht einen Therapeuten in Deiner Nähe empfehlen. Meine Mailadresse findest Du unter www.naturheilpraxis-maier.de
Viele Grüße.
Andreas
Ich bin neu hier
Mondenkind, Tuesday, 25.05.2010, 19:13 (vor 5930 Tagen) @ Andreas
Hallo Andreas,
ich sage, wer es ausprobieren möchte, gerne ABER auf keinen Fall die Antiepileptika absetzen oder verringern, ohne das Einverständnis von seinem Neurologen / Epileptologen zu haben.
Ich selber mag auch ab und zu homöopathiesche Mittel, allerdings eher für Erkältung. Bzw. hab ich verschiedene Salben zu Hause. Ich hole sie aus einer Apotheke, die sich auf Naturheilkunde, Homöopathie etc. spezialisiert hat.
Liebe Grüße
Mondenkind
--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
Ich bin neu hier
Andreas, Wednesday, 26.05.2010, 07:08 (vor 5930 Tagen) @ Mondenkind
Hallo Mondenkind,
eine alternative Therapie zu beginnen und dabei gleich die Antiepileptika abzusetzen, wäre ein grober Behandlungsfehler. Der einzige Fall, in dem man so etwas einigermaßen vertreten könnte, wäre, wenn durch die Antikonvulsiva überhaupt kein Einfluss auf die Epilepsie erzielt wurde. Aber das ist ja recht unwahrscheinlich.
Wenn jemand nach Alternativen sucht, dann wahrscheinlich deshalb, weil er entweder mit den Nebenwirkungen seiner Medikamente nicht klar kommt, oder weil die Anfälle trotz der Antikonvulsiva weiterhin auftreten.
In letzterem Fall hat man eine Vergleichsgröße, an der man die Wirksamkeit der alternativen Behandlung festmachen kann - nämlich die weiterhin bestehenden Anfälle. Da wäre es doch unsinnig, dem Patienten durch Absetzen seiner Medikamente gleich von vornherein zuzumuten, dass er vermehrt Anfälle bekommt.
Im ersten Fall sieht die Sache schon anders aus, da müsste man sich andere Vergleichsgrößen suchen. Aber auch hier wäre das sofortige Absetzen der Antikonvulsiva sicher nicht im Sinne des Patienten.
Viele Grüße.
Andreas
Ich bin neu hier
Mondenkind, Wednesday, 26.05.2010, 18:35 (vor 5929 Tagen) @ Andreas
Hallo Andreas,
verstehe ich dich richtig?? Du möchtest jemanden, der Epilepsie hat raten, die Antiepileptika abzusetzen und es mit homöopathischen Mitteln zu versuchen??? Auch wüsste ich gerne den Arzt der sagt, dass er nicht mehr weiter weiß und einen Menschen, der Epilepsie hat zu einem Homöopathen schickt...
Mein Arzt hat das zwar vor knapp 2 1/2 Jahren auch zu mir gesagt, jedoch hat er mich nach Bethel geschickt, damit ich dort untersucht werden kann.
Liebe Grüße
Mondenkind
--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
Ich bin neu hier
Andreas, Wednesday, 26.05.2010, 19:30 (vor 5929 Tagen) @ Mondenkind
Hallo Mondenkind,
da hast Du mich falsch verstanden. Ich habe nirgends behauptet, dass ein Epileptiker seine Medikamente weglassen und auf homöopathische oder sonstige Mittel umsteigen soll. Im Gegenteil, eine solche Vorgehensweise ist ein grober Behandlungsfehler, das habe ich schon klipp und klar gesagt und das will ich auch nochmal deutlich machen. Bitte nochmals genau nachlesen, damit es hier keine Missverständnisse gibt.
Schönen Abend noch.
Andreas
Ich bin neu hier
Sassi, Tuesday, 25.05.2010, 21:52 (vor 5930 Tagen) @ Andreas
Hallo,
ich bin der selben Meinung wie Mondenkind!
Da ja die Antiepileptika stoffe oder Wirkunsstoffe enthalten die dazu beitragen das im Gehirn etwas ausgelöst wird damit keine Anfälle entstehen und nichts gegen dich Andreas, aber ich glaube nicht an diesen Homöpatischen Zeug, da es nur Glaubenssache ist und bei Epilepsie nichts beiwrkt.
Ich bin neu hier
Andreas, Wednesday, 26.05.2010, 07:33 (vor 5930 Tagen) @ Sassi
Hallo Sassi,
ich bin nicht in diesem Forum, weil ich irgendjemanden von irgendwas überzeugen möchte. Ich respektier es, wenn jemand sagt, dass er von Naturheilkunde, Homöopathie usw. nichts hält und seine Meinung dazu äußert. Letztendlich sollten wir uns aber im Klaren sein, dass unsere Meinung nicht die Meinung der anderen sein muss.
Ich habe es in einem anderen Forum immer wieder erlebt, dass Betroffene sich über Alternativen informieren möchten und dann Dinge in den Raum geworfen werden, die bedenklich sind - von irgendwelchen "Hausmittelchen" bis hin zu "da gibt es keine Alternativen". In solchen Fällen würde ich mich gerne einbringen und Anregungen geben.
Dass schulmedizinische Medikamente bestimmte Vorgänge im Gehirn auslösen bzw. blockieren und dadurch die epileptischen Anfälle verhindern möchte, ist nachvollziehbar. Die Naturheilkunde hat einen ganz anderen Ansatz was Krankheit, Gesundheit bzw. Heilung betrifft (können wir gerne bei Interesse mal in einem anderen Thread diskutieren). Dennoch gibt es in der Literatur immer wieder Hinweise, dass es schon vor den heutigen Antikonvulsiva Möglichkeiten gab, Epilepsien zumindest positiv zu beeinflussen - auch ohne direkten Einfluss auf den Hirnstoffwechsel.
Viele Grüße.
Andreas
Ich bin neu hier
Yvonne, Wednesday, 26.05.2010, 14:12 (vor 5930 Tagen) @ Andreas
Hallo,Epilepsiekranke gehören in die Behandlung des Neurologen,besser noch des Epileptologen oder eine entsprechende Klinik ! Epilepsie ist nicht nur einfach ein harmloses "Krampfen" dann und wann,sondern eine schwere unter Umständen lebensbedrohliche Erkrankung ! In deinem eigenen und dem Interesse deiner Patienten solltest du hier nicht "behandeln". Als Tumorkranke weiss ich,wie schnell man bereit ist zu glauben und nach Strohhalmen zu greifen.
Ich bin neu hier
Andreas, Wednesday, 26.05.2010, 15:23 (vor 5930 Tagen) @ Yvonne
Hallo Yvonne,
danke für die Rückmeldung. Natürlich bin ich mir vollkommen im Klaren darüber, dass es sich bei der Epilepsie um ein schwerwiegendes Krankheitsbild handelt. Und ich weiß ebenso auch, dass sich chronisch Kranke, insbesondere bei schweren Pathologien, an jeden Strohhalm klammern und deshalb auch leicht an Behandler geraten, die ihnen viel versprechen, wenig halten und dabei aber kräftig abkassieren.
Gerade aus dem Wunsch der Betroffenen nach Informationen gibt es unter anderem ja auch Foren wie dieses hier, in dem sie sich Rat von anderen holen können. Und da wird es immer wieder Fragen nach Alternativen zur schulmedizinischen Behandlung geben, und zwar immer aus einer gewissen Unzufriedenheit heraus (wenn ich mit dem derzeitigen Zustand zufrieden wäre, müsste ich ja nicht nach einer anderen Möglichkeit suchen, oder?). Die Unzufriedenheit bezieht sich in den meisten Fällen auf die Nebenwirkungen der bisherigen Mittel, oder aber auf mangelnden Erfolg der Therapie (sprich: keine Anfallsfreiheit). Vielleicht spielt im einen oder anderen Fall auch eine Unzufriedenheit mit dem Behandler eine Rolle, dann ist das Problem aber personenbezogen, nicht sachbezogen, und dann sollte man eher nach einem vertrauenswürdigen Behandler Ausschau halten.
In einer Naturheilpraxis landen viele Patienten aus ebendiesen Gründen. Es kommen aber auch Patienten, denen die Schulmedizin nicht mehr helfen kann bzw. die sogar von ihrem Arzt gesagt bekommen: "Da kann ich nichts mehr für sie tun, gehen sie mal zum Heilpraktiker." Allerspätestens dann muss man sich als HP - ob man will oder nicht - auch mit der Behandlung schwerer Krankheiten auseinandersetzen und schauen, ob man Hilfe anbieten kann oder nicht.
Für mich gibt es nicht dieses ewige entweder-oder zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde, diese Diskussion führt meistens ins Leere. Beide Seiten haben ihre Stärken und ihre Schwächen, daher können sich beide nach meiner Meinung hervorragend ergänzen.
Viele Grüße.
Andreas
Ich bin neu hier
Green, Wednesday, 26.05.2010, 16:25 (vor 5930 Tagen) @ Andreas
Hallo
von welchem Anderen Forum redest Du den wenn du es hier nicht benennen willst schreib mir doch eine Mail.
Gruss
Green
Ich bin neu hier
Andreas, Wednesday, 26.05.2010, 17:34 (vor 5930 Tagen) @ Green
Hallo Green,
da will ich kein Geheimnis daraus machen. Es handelt sich um das von Prof. Hufnagel geleitete Forum (www.forum.epilepsie-netz.de). Reinschauen lohnt sich auf alle Fälle, aber ich nehme an, die meisten hier werden das Forum sowieso kennen.
Viele Grüße.
Andreas
Ich bin neu hier
Heidi, Wednesday, 26.05.2010, 20:44 (vor 5929 Tagen) @ Andreas
Hallo Andreas,
Homöopathie klingt sehr verlockend. Mondenkind hat schon beschrieben wie wirksam Deine Praktiken sind. Nämlich allerhöchstens als unterstützende Massnahme. Wer das nötige Kleingeld hat, kann zugreifen. Ansonsten benutzt du diese Seite als Kundenfang. Du weißt genau, dass viele hier nach jeden Strohalm greifen. Und das kann sehr gefährlich für den Betroffenen werden. Such Dir andere Simulanten die Kohle haben, hier sind chronisch kranke, die können Deine Raffgier nicht befriedigen.
mit besorgtem Gruss
Heidi
Ich bin neu hier
Andreas, Thursday, 27.05.2010, 08:14 (vor 5929 Tagen) @ Heidi
Hallo Heidi,
zumindest teilweise kann ich Deine Bedenken verstehen, möglicherweise hast Du ja auch schon eine negative Erfahrung mit Heilpraktikern gemacht.
Ich möchte mich und meine Praxis an dieser Stelle gar nicht zu sehr thematisieren, und ich habe in der Einführung doch hoffentlich klar gemacht, um was es mir bei diesem Forum geht. Es tauchen immer wieder Fragen nach Alternativen auf, sei es, bei der Behandlung der Epilepsie direkt, zur Milderung der Nebenwirkung oder für irgendwelche anderen Beschwerden, die - möglicherweise auch völlig unabhängig von der Epilepsie - auftreten können.
Und da würde ich mich freuen, wenn ich meine Erfahrung (nicht mich als Person oder meine Tätigkeit in der Praxis) einbringen dürfte. Ich würde Dir einfach vorschlagen, dass wir abwarten, bis ein entsprechender Thread aufgemacht wird, und wenn Du und die anderen Forenteilnehmer bei meinen Antworten den Eindruck haben, dass ich nur auf Kundenfang aus bin, dann ziehe ich mich sofort aus dem Forum zurück.
Abschließend möchte ich noch um einen einigermaßen respektvollen Umgang miteinander bitten. Für Kritiken bin ich jederzeit offen, aber solche Rundumschläge, selbst gegen Patienten in der Naturheilpraxis, die pauschal mit "Simulanten" verglichen werden, halte ich für ziemlich unangebracht.
Viele Grüße.
Andreas
Ich bin neu hier
Tom vom Berg
, Wednesday, 26.05.2010, 23:28 (vor 5929 Tagen) @
Andreas
Hallo Andreas
Seit heute morgen als ich deinen Eintrag gelesen habe war ich sehr gespannt auf die Antworten der anderen.
War grade aber sehr erschrocken über diese ausmasse der Antworten.
Gefragt war doch ob jemand Erfahrungen mit Epileptika und hömopatischen Mitteln gemacht hat. Ober habe ich das verkehrt verstanden?
Bei mir stellte sich vor einem halben Jahr die Frage ob die hömopatischen Mittel und Schüssler Salze (was ja zwei verschiedene Arten sind)das Lamotrigin raus werfen. Was es aber nicht gemacht hat was der Bluttest gezeigt hat.
Leider war ich zu meiner schande nicht konsiquent genug das Projekt was die Heilpraktikerin vor schlug durch zuhalten. Kann dir also Leider keine genaue Fakten geben.
Aber eins steht für mich fest der Mensch besteht aus eine Art Ursuppe und wenn einige Zutaten in ungleich Gewicht stehen dann kommt es zum Kolaps, und der Körper rebeliert. Bei uns, leider in Form von Krämpfen.
Nehmen wir das Krampfen der Waden bei Magnesium Mangel, nimmt man Ausreichend Magnesium schon läßt das Krampfen nach. Das heißt jetzt nicht das man einfach nach oder vor einem Krampf Magnesium nehmen muß und schon ist wieder alles in Ortnung.
Aber leider ist dieses Thema Hömophtie, Schüssler Salze usw (was für Anwendungen es noch alles gibt) nicht genug erforscht was die genaue Auswirkungen auf den menschlichen Körper bewirkt. Warum soll man es auch erforschen, man kann ja bis jetzt nicht genug damit verdienen.
Bin aber guter Dinge das sich das bald ändert.
Kämpfe und forsche weiter in dieser Richtung
Tom vom Berg
Ich bin neu hier
Andreas, Thursday, 27.05.2010, 08:35 (vor 5929 Tagen) @ Tom vom Berg
Hallo Tom vom Berg,
genau um diese Sache geht es mir hier in diesem Forum. Das Thema Naturheilkunde-Schulmedizin ist leider sehr emotional, d. h. die Schulmediziner werfen den Naturheilkundlern Unwissenschaftlichkeit, mangelnde Ausbildung usw. vor, die Naturheilkundler den Ärzten wiederum eine unmenschliche Apparatemedizin, Pharmahörigkeit usw. Und der Patient steht irgendwo dazwischen und muss sich seine eigene Meinung bilden. Das ist alles andere als eine günstige Ausgangsposition, oder?
Über die Entstehung von Krankheiten gibt es ja verschiedene Theorien (Deine ist nicht ganz so verbreitet
) und daher auch unterschiedliche Therapieansätze. Das ist ja auch ganz gut so, andernfalls könnten wir uns von Computern analysieren und behandeln lassen.
Die Auswirkungen der homöopathischen Mittel auf den menschlichen Körper sind durchaus gut erforscht, nämlich durch die wie ich finde geniale Idee der Arzneimittelprüfung an Gesunden. Zu Hahnemanns Zeit (S. Hahnemann, Begründer der Homöopathie) war die Medizin auf einem Stand, dass sie verschiedene Mixturen verordnet hat, deren Inhaltsstoffe teils hochgiftig waren (z. B. Quecksilber) und deren Wirkung auf den Organismus völlig unklar war (Schulmediziner können mich jetzt hier steinigen, oder aber das Organon lesen, da werden die damaligen Methoden gut beschrieben). Genau das hat Hahnemann kritisiert und er hat gefordert, dass die Wirkung der verordneten Arzneien bekannt sein muss. Daraufhin - und nach dem berühmten Chinarindenversuch - hat er die Arzneimittelprüfung an Gesunden eingeführt. Ein gesunder Mensch nimmt also so viel von einer Arznei, bis er Beschwerden entwickelt. Und daran sieht man dann, wie ein Mittel wirkt.
Aus heutiger wissenschaftlicher Sicht weiß man daraus allerdings nicht, welche Stoffwechselprozesse im Gehirn, in der Leber usw. ausgelöst werden. Und da die Mittelverordnung in der Homöopathie auch immer individuell ist, dürfte dies herauszufinden auch sehr schwer sein. Außerdem ist es wie Du bereits gesagt hast: an homöopathischen Mitteln ist kein Geld verdient.
Die Schüßler-Therapie verfolgt ja einen anderen Ansatz. Die Entwicklung in der Schüßler-Therapie sehe ich derzeit etwas kritisch, da teilweise sehr viele Mittel auf einmal empfohlen werden. Außerdem ist auch diese Methode nicht ganz nebenwirkungsfrei, wie man immer so schön behauptet.
Schönen Tag noch.
Andreas
Ich bin neu hier
Green, Thursday, 27.05.2010, 11:54 (vor 5929 Tagen) @ Andreas
Hallo
Du schreibst du bist berufsbedingt an der Krankheit interesiert.KOmmen den Patienten mit Epilepsie zu Dir die wollen das Du Ihre Epilepsie behandelst?
Des weiteren wo kommt dein Wissen her wie lange arbeitest Du schon auf diesem
Gebiet.
Ja und welche Erfahrungen hast Du den gemacht bei der Behandlung/Mitbehandlung
von Epilepsie.
Gruss Green
Ich bin neu hier
Andreas, Thursday, 27.05.2010, 12:46 (vor 5929 Tagen) @ Green
Hallo Green,
wenn Du einverstanden bist, würde ich Fragen wie diese lieber durch persönliche Mails klären, und zwar aus mehreren Gründen.
Einerseits reichen die Fragen ziemlich weit in meine Tätigkeit, und alles, was ich dazu sage, könnte letztlich als Art von Werbung angesehen werden. Aus diesem Grund habe ich bei meiner Vorstellung auch bewusst nur wenige Angaben gemacht.
Andererseits möchte ich die Diskussion um mich und meine Person, die teilweise schon eigenartige Züge annimmt, auch schnellstmöglich beenden. Wie Du richtig gesagt hast, bin ich an dem Krankheitsbild der Epilepsie interessiert, also habe ich meine Intention zumindest teilweise deutlich gemacht. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich nirgends geschrieben, dass ich ein Wundermittel gegen Epilepsie habe.
Viele Grüße.
Andreas Maier
Ich bin neu hier
Green, Thursday, 27.05.2010, 22:36 (vor 5928 Tagen) @ Andreas
Hallo
selbstverständlich
kannst du mir per Mail Antworten nur Du musst den Anfang machen ,habe keine Mail von Dir, meine steht hinter meinem Namen.
Ich habe auch nicht von Wundermitteln geredet oder?
Green
Ich bin neu hier
Green, Friday, 04.06.2010, 11:03 (vor 5921 Tagen) @ Andreas
Hallo
schickst du mir deine Mail mal Du wolltest das doch tun?
Green
Ich bin neu hier
Andreas, Friday, 04.06.2010, 11:11 (vor 5921 Tagen) @ Green
Hallo Green,
eigentlich hatte ich Dir eine Privatmail geschrieben. Muss wohl irgendwas schief gelaufen sein. Also ganz offiziell: mail@naturheilpraxis-maier.de
Viele Grüße.
Andreas
Ich bin neu hier
Ela, Wednesday, 16.06.2010, 17:02 (vor 5909 Tagen) @ Andreas
Erfahrungsberichte gesucht Homöopathie - Epilepsie?
Ja, Erfahrungen habe ich. Ein Jahr zusätzlich zur medikamentösen Behandlung klassische Homöopathie(der Arzt war allerdings nicht gerade begeistert und meinte nur, damit würde ich mein Geld verschwenden, auf keinen Fall sollte etwas an der medikamentösen Therapie geändert werden...allerdings musste/wollte ich diese Erfahrung schon selber machen, bevor ich ihm das geglaubt habe).
Es hat nichtsgebracht. Rein gar nichts! Anfälle wie immer.
Das einzig Positive war, dass die Nachmittage beim HP sehr entspanndend waren und ich unter 5 verschiedenen Kräutertees auswählen konnte, die dort gereicht wurden
Aber Entspannung und Kräutertees gibt es auch woanders günstiger.
Ich finde es ja ein wenig merkwürdig, dass du hier auf deine Praxis verweist.
Ist hier diese Art der Werbung erlaubt? Dann könnte ich mir auch noch mal überlegen, was ich hier noch an den Mann/die Frau bringen könnte.
Ich bin neu hier
Andreas, Wednesday, 16.06.2010, 18:47 (vor 5908 Tagen) @ Ela
Hallo Ela,
Ich finde es ja ein wenig merkwürdig, dass du hier auf deine Praxis verweist.
Ist hier diese Art der Werbung erlaubt? Dann könnte ich mir auch noch mal überlegen, was ich hier noch an den Mann/die Frau bringen könnte.
Ich finde es wiederum ein bisschen merkwürdig, dass so eine Aussage kommt, obwohl ich mich hier im Forum so gut wie gar nicht melde. Und das liegt mit Sicherheit nicht daran, dass ich keine Zeit dazu habe, weil mir scharenweise Epilepsie-Patienten nach meiner Vorstellung hier die Praxis einrennen.
Im Gegenteil, es liegt vielmehr daran, dass ich bei all meinen Äußerungen x Mal überlegen muss, was ich schreibe, da letztlich ALLES irgendwie als Werbung angesehen werden kann - wenn man es möchte. Und da kannst Du Dir vielleicht vorstellen, dass das meine Motivation nicht unbedingt steigert.
MfG.
Andreas
Ich bin neu hier
Ela, Wednesday, 16.06.2010, 20:13 (vor 5908 Tagen) @ Andreas
Ich respektiere diese Meinung, fände es aber produktiver, wenn auch andere Ansichten, erst recht aber eigene Erfahrungen, offen geschildert und diskutiert werden können. Wenn also jemand schreibt, dass erst seit Therapie XY weniger und leichtere Anfälle hat, hilft es meiner Ansicht nach niemandem, wenn man ihm antwortet, dass Therapie XY keinen Wirksamkeitsnachweis erbringen kann und somit als Alternative zur Schulmedizin nicht in Frage kommt. Oder wie seht Ihr das?
Ich hatte ihren Thread so verstanden, dass es generell um Erfahrungen mit alternativen Methoden gehen sollte.
Meinen größtenteils negativen Erfahrungsbericht habe ich "geliefert".
Dass es auschließlich um positive Erfahrungen gehen sollte, habe ich ihrem Eröffnungsposting nicht entnommen.
MFG
Ich bin neu hier
Andreas, Wednesday, 16.06.2010, 20:43 (vor 5908 Tagen) @ Ela
Hallo Ela,
es gibt hier im Forum ja zahlreiche Betroffene, die unterschiedliche Erfahrungen einerseits mit schulmedizinischen, andererseits aber möglicherweise auch schon mit alternativheilkundlichen Therapien gemacht haben.
Ich bin immer für eine differenzierte Diskussion, daher sind negative Erfahrungsberichte ebenso wichtig wie positive - und das wahrscheinlich nicht nur für mich, sondern insbesondere für die Betroffenen, die sich hier über verschiedene Dinge informieren und austauschen möchten.
Schönen Abend noch.
Andreas
Ich bin neu hier
Aporie, Wednesday, 23.06.2010, 14:10 (vor 5902 Tagen) @ Andreas
Sag mal, wie gehts denn eigentlich deinem Wauwau? Haste den alternativheilkundlich geheilt? Würd mich mal intressieren wie du das gemacht hast?
Ich bin neu hier
Andreas, Wednesday, 23.06.2010, 17:58 (vor 5901 Tagen) @ Aporie
Hallo Aporie,
mein Wauwau ist leider noch nicht geheilt, aber wir sind auf einem guten Weg (d. h. die Häufigkeit und auch die Heftigkeit der Anfälle nimmt derzeit stetig ab).
Von Heilung sollte man aber ohnehin nur reden, wenn man über einen längeren Beobachtungszeitraum (> 5 Jahre) nachweisen kann, dass auch ohne Medikamente keine Epilepsien auftreten. Da mein Hundi mittlerweile schon 11 Jahre alt ist, dürfte das kaum zu schaffen sein.
Ich behandle Chira ausschließlich homöopathisch, möchte aber aus verschiedenen Gründen keine näheren Angaben zu ihrer Behandlung machen. Einerseits - und das hast Du ja vielleicht in den Kommentaren zu meiner Anmeldung hier im Forum gelesen - muss ich aufpassen, dass man mir nicht vorwirft, ich würde für irgendetwas Werbung machen. Für diese Bedenken habe ich zwar vollstes Verständnis, aber die Kommunikation ist dadurch sehr schwierig für mich, da man praktisch jede Äußerung letztlich als eine Form der Werbung sehen kann.
Andererseits macht es aber auch keinen Sinn, die einzelnen Homöopathika aufzuzählen, die ich verordnet habe. Wie Du vielleicht weißt, wird jeder Fall, egal ob es sich um Epilepsien oder sonstige Krankheiten handelt, individuell behandelt. Und die Mittel, die ihr geholfen haben, können (oder müssen sogar) bei anderen Betroffenen wirkungslos bleiben.
Allgemeine Fragen zur Vorgehensweise in der Homöopathie beantworte ich Dir natürlich trotzdem gerne, aber ich hoffe, Du hast Verständnis für die genannten Einschränkungen.
Viele Grüße.
Andreas