stress als auslöser
hej!
mir hat gestern eine bekannte erzählt,dass die ärzte gesagt haben,dass ihr erster anfall ihres lebens-vor ein paar jahren- nicht durch stress ausgelöst werden könnte.das ist doch quatsch,oder?ich meine irgendwann ist doch immer das erste mal und es schreiben hier doch so viele rein,dass stress oft der auslöser war.warum nicht auch beim ersten mal.vielleicht sollten ärzte sich mal zwischendurch mit diesem forum beschäftigen und nicht nur mit büchern und der viertel stunde,wenn sie patienten sehen
stress als auslöser
Naja vll gab es ja etwas anderes kurz vorher das es zu dem anfall gekommen ist... also ich hab im moment auch eigentlich nur anfälle die stressbedingt sind, doch ich weiss das das alles durch eine narkose ausgelöst wurde da ich 3 oder 4 tage nach einer op, die nichts mit meinem kopf zu tun hatte, meinen ersten anfall hatte. nur leider hab ich seitdem in 2-3 wochen abstand die anfälle und operiert wurde ich seitdem auch net mehr, da ich es meist stressbedingt bekomme. natürlich kann der arzt nicht zu 100% ausschliessen das es ein stressbedingter anfall war.
am besten vll nochmal eine andere meinung einholen
lg Svenron
stress als auslöser
Hallo Kat,
ich habe mich lange mit diesem Thema beschäftigt und es hat sich bestätigt, was Ärzte mir dazu gesagt haben.
Um es zu verallgemeinern: Wenn es im späteren Leben zu Anfällen kommt, hat meistens eine „Schwachstelle“ im Gehirn dafür vorgelegen. Sie kann entstanden sein durch einen Fieberkrampf im Kleinkindalter (Narbe) oder durch eine Blutung (Narbe) während der Geburt, oder eine Kopfverletzung (Narbe) oder es hat die genetische Veranlagung, Anfälle zu bekommen, vorgelegen.
Man trägt also eine „Schwachstelle“, so habe Ärzte mir diesen Mangel genannt, mit sich herum. Wer mit diesem „Makel“ in der Jugend oder als Erwachsener über langen Zeitraum exzessiv lebt, muss sich nicht wundern, dass diese Überlastung der Auslöser für Anfälle sein kann. Ich denke an Dauerstress durch Schlafentzug. Oder an eine Alkohol- oder Drogenkarierre, womöglich mit plötzlichen Abusus, der dann zu Anfällen führt.
Den Ärzten sind diese auslösenden Ursachen bekannt. Sie sehen sie den meisten Patienten an, ohne danach zu fragen. Die Körperbewegungen und das Verhalten einiger Patienten spreche Bände. Drogen sieht man den Augen an, genauso Alkohol.
Für die Ärzte sind die auslösenden Faktoren für eine Therapie wenig wichtig, viel mehr interessieren sie sich für Ursachen der Schwachstellen. Wenn sie bekannt sind, sind sie viel besser in der Lage, Diagnose und Therapie anzugleichen, was wiederum große Vorteile für den Patienten hat.
Liebe Grüße
Anton
stress als auslöser
Hm aber wenn man die auslösenden Faktoren zum Teil kennt und vermeiden kann warum ist das dann für die Therapie nicht wichtig ?
stress als auslöser
Hallo Kat,
ich habe mich lange mit diesem Thema beschäftigt und es hat sich bestätigt, was Ärzte mir dazu gesagt haben.
Um es zu verallgemeinern: Wenn es im späteren Leben zu Anfällen kommt, hat meistens eine „Schwachstelle“ im Gehirn dafür vorgelegen. Sie kann entstanden sein durch einen Fieberkrampf im Kleinkindalter (Narbe) oder durch eine Blutung (Narbe) während der Geburt, oder eine Kopfverletzung (Narbe) oder es hat die genetische Veranlagung, Anfälle zu bekommen, vorgelegen.
Man trägt also eine „Schwachstelle“, so habe Ärzte mir diesen Mangel genannt, mit sich herum. Wer mit diesem „Makel“ in der Jugend oder als Erwachsener über langen Zeitraum exzessiv lebt, muss sich nicht wundern, dass diese Überlastung der Auslöser für Anfälle sein kann. Ich denke an Dauerstress durch Schlafentzug. Oder an eine Alkohol- oder Drogenkarierre, womöglich mit plötzlichen Abusus, der dann zu Anfällen führt.
Den Ärzten sind diese auslösenden Ursachen bekannt. Sie sehen sie den meisten Patienten an, ohne danach zu fragen. Die Körperbewegungen und das Verhalten einiger Patienten spreche Bände. Drogen sieht man den Augen an, genauso Alkohol.
Für die Ärzte sind die auslösenden Faktoren für eine Therapie wenig wichtig, viel mehr interessieren sie sich für Ursachen der Schwachstellen. Wenn sie bekannt sind, sind sie viel besser in der Lage, Diagnose und Therapie anzugleichen, was wiederum große Vorteile für den Patienten hat.
Liebe Grüße
Anton
Hallo Anton,
die "auslösenden" Faktoren sind dann für die Therapie wichtig, wenn sie die Krankheit nach wie vor beeinflussen oder wenn auch die Therapie davon beeinflusst wird. Alkohol oder Drogen sind dafür ein schönes Beispiel.
Zu der Theorie der Krankheitsentstehung stellt sich die Frage, inwiefern die Vernarbungen für die Therapie von Bedeutung sind. Die einzige Konsequenz aus dieser Diagnose wäre ja das Messer bzw. die chirurgische Entfernung des Narbengewebes, das vernarbte Gewebe lässt sich mit Antikonvulsiva jedenfalls nicht beeinflussen.
Vernarbungen dürften aber ohnehin nur bei wenigen Fällen ursächlich sein, meistens lassen sich meines Wissens nach keine hirnorganischen Schädigungen nachweisen. Daher orientiert sich die Behandlung vorwiegend an der Art der Anfälle, und es wird wohl in den meisten Fällen zunächst medikamentös behandelt. Und dabei wird versucht, das für den Patienten am besten verträgliche Mittel herauszufinden.
Grundsätzlich ist es immer schwierig, meistens sogar unmöglich, DIE letzte Krankheitsursache festzumachen. Jeder Mensch unterliegt täglich so vielen äußeren und inneren Einflüssen, dass die Reduktion auf einen einzelnen Parameter ziemlich unsinnig ist. Deshalb müssen wir uns wohl damit abfinden, dass eine "ursächliche" Therapie im eigentlichen Sinn nur selten möglich ist.
Viele Grüße.
Andreas
stress als auslöser
Hallo Kat,
ob Stress alleine die Ursache für Epilepsien sein kann, halte ich auch für sehr unwahrscheinlich, denn dafür ist die Reaktion des Körpers (= epileptischer Anfall) zu heftig. Meist reagiert der Körper auf Störfaktoren zunächst an weniger zentralen Stellen, also an Haut (Ausschlag) oder Schleimhäuten (Infekte), mit Verdauungsbeschwerden, Spannungskopfschmerzen usw.
Anton hat schon recht, wenn er darauf hinweist, dass die individuellen Schwachstellen auf gewisse störende Einflüsse reagieren. Bei Epileptikern ist das eben das Gehirn. Allerdings gibt es hier meistens eine Vorgeschichte bzw. eine familiäre Anlage.
Der Ausdruck "Stress" ist aber auch viel zu wenig spezifisch und er wird heutzutage für alles Mögliche verwendet. Dabei ist ein Stress mit den lärmenden Kindern ein anderer Stress als ein Beziehungsstress mit dem Partner, Stress im Straßenverkehr, Stress mit den Eltern, Stress im Büro... Ich kenne jedenfalls niemanden, der von sich behaupten würde, er/sie hätte ein stressfreies Leben. Somit ist der Hinweis auf "stressbedingte Krankheiten" zwar gut gemeint, aber wenig aussagekräftig.
Schönes Wochenende.
Andreas
stress als auslöser
hallo,
bei mir löst "negativer" Stress (Streit, Überforderung, zu wenig Schlaf) fokale Anfälle aus. Die allgemeine Ursache meiner Epi ist sicherlich eine andere aber ich kann nach einer blöden Situation (z.B. Streit in der Arbeit auf einen ANfall warten
stress als auslöser
Hallo zusammen,
herzlichen Dank für das konstruktive Feedback. Dazu gebe ich im Folgenden Erklärungen ab.
In Kats Beitrag sollte ausschließlich diskutiert werden, ob es durch Stress zu Anfällen kommen kann. Diese Frage habe ich anhand von Beispielen bejaht.
Die Untersuchungsergebnisse führen zur richtigen Diagnose. Sie sind Grundlage für die Therapiebestimmung des Arztes. Der Neurologe unterstellt dabei dem Patienten, dass er Dinge, die der Gesundheit schaden, unterlässt. Dazu gehören bei Epilepsie der Schlafentzug, der Alkohol, die Drogen und das Flackerlicht. Dass Medikamente stets pünktlich genommen werden, versteht sich von selbst.
Die Komplexität der Epileptologie gebietet es, mit Fallballspielen zu arbeiten. Ein Großteil der Epilepsien entsteht aus genetischen Übertragungen. Hier sprechen wir nicht von Narben und Vernarbungen.
Viele Grüße
Anton
stress als auslöser
Hallo Franzi,
damit hast Du schon mal deutlicher gemacht, was für Dich "Stress" ist. Dass diese Faktoren eine Epilepsie auslösen können, ist unbestritten, da wird es im Forum sicher noch mehr Leute geben, denen es ähnlich geht.
Die ursprüngliche Frage war, ob Stressfaktoren die Ursache für den allerersten Anfall sein können, und das ist ziemlich unwahrscheinlich. Wenn sich das Krankheitsbild entwickelt hat, genügen geringfügige Einflüsse, um einen Anfall auszulösen. Aber dazu braucht es eine Vorgeschichte (familiäre Veranlagung), ein Trauma, eine Meningitis usw.
Schönen Sonntag.
Andreas
stress als auslöser
hej!
ich denke-und habe auch vorher gedacht-,dass die genetische veranlagung schon da sein muss und es dann schon möglichist,dass ein heftiger psychischer auslöser reichen kann?klar,dass da schon was vorher im gehirn sein muss.bei mir z.b.,glaube ich immer noch,dass meine meningitis als kleinkind,den grundstein gelegt hat.obwohl,die meisten ärzte gesagt haben,dass dreißig jahre dazwischen angeblich zu lange seien.
ich wünsche euch einen schönen sonntag!
stress als auslöser
Hallo Kat,
ich sehe es noch etwas anders. Aus meiner Sicht gibt es Personen aus drei unterschiedliche Gruppen, die epileptische Anfälle bekommen. Das haben wir während dieser Diskussion bereits festgestellt, ohne es zu erwähnen.
Gruppe 1)
Wer an einer Meningitis gelitten hat, wer einen Fieberkrampf hatte oder wer eine Kopverletzung davongetragen hat, oder einen Schlaganfall hatte oder die genetische Veranlagung mitbekommen hat, pp. In all’ diesen Fällen besteht Möglichkeit, dass späterhin eine Epilepsie ausbricht.
Gruppe 2)
Wer über einen langen Zeitraum, egal in welchem Alter, Schindluder mit seinem Körper getrieben hat oder noch treibt, läuft Gefahr, ohne Ursächlichkeit aus der Vorzeit, an Epilepsie zu erkranken. Der Körper rächt sich.
Gruppe 3)
Das sind alle Menschen, bei denen weder eine genetische Veranlagung bekannt ist, die immer gesund gewesen sind und auch so gelebt haben. Bei denen die Epilepsie wie aus heiterem Himmel kommt.
Die Aussage der Ärzte, dass in Deinem Fall Kausalität zwischen der Meningitis und dem Ausbruch der Epilepsie im Erwachsenenalter nicht besteht, glaube ich nicht. Ich bin der Beweis. Ich z. B. hatte als Kleinkind einen Fieberkrampf mit anschließender Meningitis. Das hat sich selbst 30 Jahre später noch nach Temporallappenteilresektion in der Histologie bestätigt.
Viele Grüße
Anton
stress als auslöser
hallo andreas!
ich kenne stress als auslöser für anfälle auch!
trotzdem gebe ich nicht so schnell auf!!
stress als auslöser
Hey kat,
also ich hatte meinen einzigen bisherigen GM letzten Sommer - und das schlappe 24 Jahre nach meiner Menengitis als Neugeborenes (2. Lebenstag). Also mit 1,5 Jahren hat man mich für gesund erklärt, alles war prima - Abi, Ausbildung, Studium und dann kamen letztes Jahr weitere Stressfaktoren dazu (Prüfung nicht bestanden) und übelster Schlafmangel und so hab ich meinen Anfall im KH bekommen. Hätte nie gedacht, dass nach über 20 Jahren noch Spätfolgen auftreten. Wenn ich drüber nachdenke, finde ich es immer noch krass und kann es irgendwie auch nach fast nem Jahr kaum begreifen. Die Neurologin im KH meinte, dass eventuell auch meine 2 Lungenentzündungen, die ich hatte bis ich 2 war, mit Sauerstoffmangel im Gehirn Einfluss hatten.
Auslöser war bei mir definitiv Stress.
L*G* missy
stress als auslöser
Hallo Anntchen,
aufgeben gilt sowieso nicht, wäre ja auch noch schöner
Viele Grüße.
Andreas