reduzierung der dosis

Anton, Sunday, 11.07.2010, 16:23 (vor 5883 Tagen) @ kat

Hallo Kat,

wenn bei einer Blutserumkontrolle herauskommt, dass die Menge des Wirkstoffs toxisch ist, ist es an der Zeit, eine Veränderung vorzunehmen. Gut, dass der Neurologe die Blutuntersuchung angeordnet hat.

Eine Medikamentenreduzierung sollte in ständiger Verbindung zum Arzt erfolgen. Oft erfolgt sie sogar stationär. Es hängt davon ab, ob es schon Grand Mals gegeben hat, wie das Anfallsgeschehen überhaupt ist und wie Du Anfälle verkraftest. Wenn mit der derzeitigen Menge erstmals Anfallsfreiheit erreicht worden ist, sollte diskutiert werden, ob nicht ein anderes Mittel zeitgleich eindosiert werden kann, um der Gefahr neuer Anfälle entgegenzutreten.

Die Epilepsie ist eine Nervenkrankheit, die nur schwer zu behandeln ist. Da ist es aus meiner Sicht wenig angebracht, sich einen kranken Freund ins Haus zu holen. Kranke können schon für Gesunde zur Belastung werden, aber als Patient einen Kranken dauernd in seiner Nähe zu haben, trägt zur Genesung nicht bei. Wer tagsüber schon fernsieht, wer den Kasten den ganzen Tag und ohne Pause in voller Lautstärke laufen lässt, ist krank und hat sonst keine Interessen. Sein Verhalten dir gegenüber stellt es unter Beweis. Er nimmt kein Stück Rücksicht auf dich.

Du möchtest gesund werden. Und er ist rücksichtslos. Somit solltest Du ihn nach Hause schicken. Mit der Bitte, dich nie wieder zu besuchen. So unter dem Motto: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Ich wünsche viel Erfolg und gute Besserung.

Liebe Grüße
Anton


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