Ich bin doch NUR eine Mutter....
Hallo Brigitte,
Humpeln und Stöhnen gehört zum Geschäft. Sich aussprechen, den Frust ablassen und auch das Heulen ist gut für die Seele und stärkt den Körper. Sehe es als Erleichterung, dafür sind wir hier. Aus Deinen Zeilen lese ich, dass die Tochter bereits wund unter den Armen ist. Und den Segen hast heute Du.
Warum? Du hast sie wegen der Krankheit viel zuviel unterstützt, ihr alles abgenommen, ihr immer unter die Arme gegriffen, das ist der Grund für die wunden Stellen.
Du solltest ihr Wege zeigen, die sie einzuhalten hat. So wie Du ihr Verhalten schilderst, ist das vergleichbar mit dem eines Kindes. Sie fordert dich heraus und möchte ihre Grenzen gesetzt haben. Auch Deine Tochter sollte wissen, bis hierher und kein Stück weiter.
Epilepsie kann aus unterschiedlichen Gründen depressiv machen. Erstens: das Bewusstsein zu haben, chronisch erkrankt zu sein. Die ständige Angst vor Anfällen. Zweitens: Selbst mitzubekommen, dass Krankheit und Medikamente die Persönlichkeit verändern. Und Drittens: Das Paket aus vorgenannten Dingen, wenn trotz einerTherapie immer noch Anfälle auftreten.
Folgendes sollte beachtet werden: Die regelmäßige Einnahme der Medikamente, der Verzicht auf Alkohol, Disco-Licht und Schlafentzug sollten vermieden werden. Es sollte regelmäßig die vierteljährliche Kontrolluntersuchung beim Arzt für Epileptologie erfolgen.
Den Fachärzten ist bekannt, dass Epilepsiekranke leicht depressiv sind. Und dass es häufig zum Rezidiv kommt. Dem sollte entgegengewirkt werden mit Krankenkassenkuren in Psychosomatischen Kliniken, ferner sollte ambulante psychologische Betreuung (Gesprächstherapie) erfolgen. Und es muss versucht werden, therapeutisch das Beste herauszuholen. Ein anfallsfreier Patient ist weder aggressiv noch depressiv.
Deine Tochter muss unter Leute. Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten. Entweder kann sie eine Teilzeitbeschäftigung auf dem freien Arbeitsmarkt aufnehmen. Oder sie geht in die Werkstatt, sie muss etwas zu tun haben, denn sie sollte nicht nur von dir, sondern auch von Dritten erfahren, dass man höflich zu sein hat und sich an Regeln halten muss. Solange Du nichts dieser Art findest, täten es auch feste Pflichten bei dir im Haushalt. Sie muss lernen, dass die tägliche Nahrung hart erarbeitet werden muss und nicht vom Himmel fällt.
Viele Grüße
Anton
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Gittala,
19.07.2010, 20:11
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anntchen,
19.07.2010, 20:51
- Ich bin doch NUR eine Mutter.... - Gittala, 24.07.2010, 20:49
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Philu2005,
20.07.2010, 10:56
- Ich bin doch NUR eine Mutter.... - Gittala, 24.07.2010, 20:46
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Anton,
20.07.2010, 11:17
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Gittala,
24.07.2010, 20:57
- Ich bin doch NUR eine Mutter.... - Anton, 25.07.2010, 12:45
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Gittala,
24.07.2010, 20:57
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Sylke,
20.07.2010, 12:08
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Gittala,
24.07.2010, 21:04
- Ich bin doch NUR eine Mutter.... - Sylke, 24.07.2010, 21:31
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Gittala,
24.07.2010, 21:04
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anntchen,
19.07.2010, 20:51