Arbeit finden mit Epi
Giftprinzessin, Sunday, 08.08.2010, 09:31 (vor 5855 Tagen)
Hallo ich nochmal^^
hatte gestern wiedermal eine Diskussion mit meinem Freund bezüglich der Chance ne Arbeit zu finden mit Epi.
Er studiert ja nu Informatik....ist es möglich mit Epi nen Job in diesem Bereich zu finden?
Was ratet ihr uns wie wir vorgehen sollen um was passendes für ihn zu finden?
Er verliert so langsam den Mut und meint, dass er sowieso nix findet....das glaub ich aber nicht.
Er hat seine Anfälle nur wenn er nich gut geschlafen hat oder Alkohol getrunken hat. Alkohol trinkt er seitdem er das weiss nimmer, bleibt noch das Problem mit dem Schlafen. Er kann halt nicht früh um 6 aufstehen...da müsste er ja schon um 8 uhr abends ins Bett.
Arbeit finden mit Epi
blume, Sunday, 08.08.2010, 11:08 (vor 5855 Tagen) @ Giftprinzessin
Hallo Giftprinzessin! Ich habe auch Epilepsie. Ich hatte damals auch nach einem Arbeitsplatz auf dem freien Arbeitsmarkt gesucht, und was habe ich bekommen, haufenweise Absagen. Keiner wollt mich haben. Tcha nun sitze ich zu Hause und bin arbeitslos. Mit der Krankheit Epilepsie ist es gar nicht einfach, etwas zu finden.
Mfg blume
Arbeit finden mit Epi
Giftprinzessin, Sunday, 08.08.2010, 11:15 (vor 5855 Tagen) @ blume
mmh das klingt wirklich nich gut....
welche berufe sind denn geeignet für jemanden mit epi?
da mein freund ja nun das studium macht und hofftl auch irwann abschließt, solls ja nich umsonst gewesen sein....denn den rest seines lebens bis zur rente arbeitslos is ja auch keine lösung =/ macht mir sorgen das ganze.
leider gibt es nur selten arbeitgeber die ne soziale ader ham und auch jemandem mit ner krankheit ne chance geben...
Arbeit finden mit Epi
blume, Sunday, 08.08.2010, 11:32 (vor 5855 Tagen) @ Giftprinzessin
Da gebe ich dir recht. Ich war mal arbeitslos, und jetzt arbeite ich in einer werkstatt für menschen mit behinderung. Könnte ja vielleicht auch was für deinen freund sein, weil ich habe ja ne ausbildung gemacht zur verkaufshilfe.
mfg blume
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axel, Bünde, Sunday, 08.08.2010, 12:10 (vor 5855 Tagen) @ Giftprinzessin
Hallo Giftprinzessin,
ich kann den anderen nur zustimmen. Bin jetzt arbeitslos seit 2008 und kriege nur Absagen. Die Leute hören nur Behinderung und schon geht bei ihnen die Klappe zu.
Epi ist dabei wohl der absolute Horror haben doch die Leute ein festes Bild von Epileptikern (sehen nur das Grand_Mal)
Die Sonderregeln für Behinderte wie mehr Urlaubstage wirken zusätzlich als Hemmschuh.
Grüße
Axel
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blume, Sunday, 08.08.2010, 12:18 (vor 5855 Tagen) @ axel
Hallo axel! Da gebe ich dir recht, mit dem was du schreibst. Genau das mit den Urlaubstagen, ist eine Hemmschwelle für die Arbeitgeber. Es will ja keiner mehr kranke Menschen so wie du und andere haben. Mir hat man mal gesagt, ey du bist zu langsam und dann kam noch hinter her sieh mal zu das du fertig wirst. So gehen die auf dem freien arbeitsmarkt mit kranken menschen um.
mfg blume
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Tom vom Berg
, Monday, 09.08.2010, 15:58 (vor 5853 Tagen) @
blume
Ey du bist zu langsam und dann kam noch hinter her sieh mal zu das du fertig wirst. So gehen die auf dem freien arbeitsmarkt mit kranken menschen um.
![]()
Hallo blume
Die "Gesunden" springen auch so mit anderen "Gesunden" um sobald sie etwas schwächer sind.
Mir hat man das auch gesagt als ich noch "gesund" war.
Der Unterschied zwischen mir und der "Elite" war, das die "Elite" auf die Vorschriften gefiffen haben.
Gute arbeit brauch nun mal seine Zeit, wofür haben wir den Vorschriften?
Also lasst nicht in dieser beziehung den Kopf hängen.
Mit freundlichen Grüßen
Tom
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JackyMusik, Tuesday, 10.08.2010, 11:15 (vor 5853 Tagen) @ blume
Ich kenne das ich habe auch 1000de absagen bekommen bis es mir dann irgendwann gereicht hat. Ich habe es einfach nicht mit reingeschrieben*ist zwar auch nicht das beste aber naja* ich habe mich dann nochmalk beworben und eine einladung zu einem persönlichen gespräch bekommen dort habe ich dann das thema angesprochen und dem Chef dort das alles erklärt und siehe da er fand das garnicht so schlimm. Viele reagieren hat erstmal geschockt und verstehen unter epilepsie nur große anfälle mit zitter schaum...und danach min ein monat krank usw. ich bereue es nicht das damals dann draußen gelassen zu haben. Ich weiß das es nicht das wahre ist aber wenn man es doch dann beim vorstellungsgespräch anspricht. MHmm
Okay bei mir ging es damals auch nur um ein Jahrespraktika paralell zur FOS. Aber ich kann mir vorstellen das es bei einer Ausbldung/Beruf nicht viel anders ist.
Liebe Grüße Jacky
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Mondenkind, Thursday, 12.08.2010, 09:45 (vor 5851 Tagen) @ JackyMusik
Hallo Jacky,
ich bin zurzeit auch auf Stellensuche (mein Vertrag geht noch bis zum 13.09.).
Ich bin Sozialpädagogin und suche möglichst auch in diesem Bereich eine Arbeit. Ich merke schon, dass es schwierig ist. Meinen Führerschein gebe ich erst gar nicht im Lebenslauf an...
Meine Beraterin bei der Arbeitsagentur hat mir damals geraten, nicht immer den GdB im Lebenslauf anzugeben. Wenn es zu einem Vorstellungsgespräch kommt, dann kann (und sollte) man es dort immer noch machen, es sei denn, jetzt - in meinem Fall - es ist eine Arbeitsstelle im öffentlichen Dienst, die bevorzugen meistens Schwerbehinderte; dort könnte ich meinen GdB angeben.
(Und selbst wenn es bei manchen Stellenausschreibungen obligatorisch drinsteht, dass Frauen & schwerbehinderte bei gleicher Eignung bevorzugt werden, sagte meine Beraterin mir auch, dass es Firmen gibt, die dies nur reinschreiben, um Schwerbehinderte auszusortieren...)
Aber wie du sagst, haben viele auch eine Hemmschwelle Schwerbehinderte einzustellen. Mehr Fehlzeiten = mehr Arbeit für die anderen etc.
Dir, mir & vielen anderen sieht man die Schwerbehinderung nicht an. Das merk ich manchmal, wenn ich meinen Ausweis vorzeigen muss (z. B. bei der Fahrkartenkontrolle), dann Blicke vom Kontrolleur kommen, von wegen "Was die wohl hat - ich sehe ja gar nichts...".
Liebe Grüße
Mondenkind
--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
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Giftprinzessin, Sunday, 08.08.2010, 12:21 (vor 5855 Tagen) @ axel
ja aber man is doch nich behindert, nur weil man epi hat..
mein freund zum beispiel hat keinen behindertenausweis, darf auto fahren (machts halt von sich aus nich) und kann auch so alles machen, was jeder andre auch kann...
ich mein dass disco nich geht is ja klar, aber trotzdem..
nich nur das man mit der krankheit schon genug "gestraft" is, nein dann machts einem die gesellchaft erstrecht noch schwer...sry aber das macht mich echt sauer
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axel, Bünde, Sunday, 08.08.2010, 12:29 (vor 5855 Tagen) @ Giftprinzessin
Hallo,
doch man ist behindert jedenfalls wird man mit Epilepsie so festgestellt und wenn man Anfälle sehr selten hat ohne eine weitere Erkrankung so ist man doch Behinderten gleichgestellt.
Bei Beantragung eines Ausweises werden alle Krankheiten die eine Beeinträchtigung darstellen können addiert, so das z.B. Epilepsie und Diabetis zu einem GdB von ca.80 kommen kann.
Axel
P.S. Habe einen Gdb von 50 und fahre auch Auto..
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dorle, Sunday, 08.08.2010, 20:46 (vor 5854 Tagen) @ axel
hallo,
ach schnick-schnack !
das muß man doch nicht erzählen !
und das man sich keine arbeit nimmt wo man in laufende maschinen fallen könnte oder babies fallen läßt ist ja klar.
was kann denn geschehen vor einem computer ?
ich bin bald fertig mit meinem studium und ich habe nicht vor irgendjemandem zu sagen das ich alle jubeljahre mal umkippe *holzklopf *.
Wem muss ich meine Epilepsie offenbaren?
Viele Epilepsiekranke sind unsicher, ob sie ihre Krankheit dem Arbeitgeber mitteilen müssen. Sollte die Erkrankung im Bewerbungsschreiben angegeben werden oder erst im Vorstellungsgespräch? Nicht zu Unrecht besteht die Befürchtung, allein die Erwähnung der Krankheit könne zur Ablehnung führen, oder der Arbeitgeber könne das Arbeitsverhältnis auflösen.
Sie haben noch Anfälle
werden Sie im Einstellungsfragebogen oder beim Einstellungsgespräch direkt nach Krankheiten gefragt, müssen Sie die Epilepsie nur dann offenbaren, wenn trotz medikamentöser Behandlung die Anfälle die Eignung für die vorgesehene Tätigkeit erheblich beeinträchtigen, z. B. durch Fremd-/Selbstgefährdung, mögliche finanzielle Verluste durch Fehlprogrammierungen usw.
Anfälle, die ohne Auswirkungen auf die vorgesehene Tätigkeit sind, müssen im Vorstellungsgespräch oder im Personalfragebogen nicht angegeben werden. Zur groben Orientierung können Sie folgende Regel heranziehen: Die Gefährdung am Arbeitsplatz darf nicht größer sein als in der häuslichen Umgebung.
Sie sind anfallsfrei
Die Epilepsie muss nicht angegeben werden, wenn langfristig Anfallsfreiheit besteht. Was bedeutet "langfristige Anfallsfreiheit". Hier können Sie sich an die Regelungen halten, die auch für die Beurteilung der Fahrtauglichkeit gelten. Danach brauchen Sie Ihre Epilepsie in der Regel nicht anzugeben:
- bei einfach fokalen Anfällen, die keine Bewusstseinsstörung und keine motorische, sensorische oder kognitive Behinderung zur Folge haben und bei denen keine Ausdehnung der Anfallssymptomatik und kein Übergang zu komplex-fokalen oder generalisierten Anfällen gegeben ist;
- bei ausschließlich an den Schlaf gebundenen Anfällen nach mindestens dreijähriger Beobachtungszeit;
- wenn die Anfälle strikt an bestimmte Bedingungen geknüpft sind - wie z. B. an Schlafentzug, Alkoholkonsum oder akute Erkrankung (z. B. Fieber) und diese Bedingungen nicht mehr bestehen, so dass Anfälle am Arbeitsplatz sehr unwahrscheinlich sind;
- nach zweijähriger Anfallsfreiheit.
In solchen Fällen ist das Gefährdungsrisiko in der Regel so gering, dass man nicht von einer fehlenden Eignung für die meisten Tätigkeiten sprechen kann.
Allerdings gibt es Ausnahmen bei besonders gefährlichen Tätigkeiten. Wenn Sie sich zum Beispiel als LKW-Fahrer, Kranführer, Gerüstbauer oder für eine andere ähnliche Tätigkeit bewerben, müssen Sie bereits fünf Jahre ohne Medikamente anfallsfrei sein.
Der Arbeitgeber fragt nicht nach Krankheiten
Auch wenn der Arbeitgeber nicht nach Krankheiten fragt, müssen Sie die Epilepsie angeben, wenn vorauszusehen ist, dass die Ausübung der in Aussicht gestellten Tätigkeit wegen der Epilepsie erheblich eingeschränkt oder gar unmöglich ist. Sie müssen dem Arbeitgeber aber nur solche Krankheitsinformationen geben, die im Hinblick auf die ausgeübten Tätigkeiten bedeutsam sind.
Auch sollten Sie Ihren Arbeitgeber über Ihre Krankheit informieren, falls die Anfälle, die Nebenwirkungen der Medikamente oder andere im Zusammenhang mit der Epilepsie auftretenden Störungen (z. B. ausgeprägte Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen) die Arbeitsleistung und das Unfallrisiko erheblich beeinflussen.
also ich fühl mich in deutschland echt wohl und es ist meine heimat und alles - aber durch das euthanasieprogramm bin ich heute noch vorsichtig !
bleibt cool und lasst euch nicht unterbuttern von den " doofen gesunden "
( war nurn witz :o)
dorle
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anonym, Monday, 09.08.2010, 01:08 (vor 5854 Tagen) @ axel
Hallo Alex,
auch bei mehreren Behinderungen die man vorzuweisen hat, werde diese nicht so einfach addiert, sondern danach bewertet wie sie einem Alltag beeinträchtigen.
Also ist das nicht so ganz richtig.
Gruß
Corinna
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Musica, Thursday, 12.08.2010, 22:59 (vor 5850 Tagen) @ axel
Hallo Axel, hast Du keine Angst beim Autofahren? Immerhin könnte ja doch einmal ein Anfall kommen. Gruß
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Henry, Monday, 09.08.2010, 20:31 (vor 5853 Tagen) @ Giftprinzessin
Also, ich denke einen besseren Beruf als Informatiker kann man ja gar nicht haben. Das Unfallrisiko während eines Anfalls sollte da relativ gering sein.
Ich selbst bin Bibliothekarin und arbeite hauptsächlich am Schreibtisch. Beim einzigen Anfall, den ich während der Arbeit hatte, trug ich nur Schürfwunden im Gesicht davon und das auch nur weil der Teppich so rau war.
Ich stehe jeden Tag um kurz nach 5 Uhr auf und gehe oft erst um 23 Uhr ins Bett, wenn nicht sogar später. Ich gehe in Discos und ich trinke auch gerne mal ein paar Cocktails. All das weiß meine Neurologin, die in einem gute Epilepsiezentrum arbeitet und sagt da spricht nichts dagegen.
Seitdem ich anstatt Keppra Lamotrigin nehme, habe ich auch keine Anfälle mehr.
Ich hatte weder beim Vorstellungsgespräch noch im Personalbogen angegeben dass ich Epilepsie habe, da meine Anfälle „die Eignung für die vorgesehene Tätigkeit nicht erheblich beeinträchtigen.“
Ich finde auch nicht, dass ich eine Behinderung habe. Ich sehe es eher als chronische Krankheit an.
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Tom vom Berg
, Monday, 09.08.2010, 16:09 (vor 5853 Tagen) @
Giftprinzessin
Hallo Giftprinzessin
Ein bekannter der auch Epilepsie hatte, er ist seit längerer Zeit Anfall frei.
Wurde Reporter einer bekannten Zeitung, und hat sich weiter hoch gearbeitet.
Einen Führerschein durfte er nicht machen.
Aber wofür gibt es Verwante, Bekannte, Bus, Bahn und Taxi?
Also Kopf hoch, irgend wo ist schon sein Weg, er muß halt nur weiter suchen.
Mit freundlichen Grüßen
Tom
PS.: Ich suche auch noch meinen Weg
, es kristalisiert sich langsam etwas raus.
Aber das bedeutet einen ganz neuen Anfang, und es muß nicht heißen das es gut ausgeht
.
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Sassi, Wednesday, 11.08.2010, 08:45 (vor 5852 Tagen) @ Giftprinzessin
Hallo Giftprinzessin,
es gibt leider keine Vorschriften oder so was Berufe für Epileptiker angeht.
Ich bin selber erst 20 Jahre alt und habe schon eine abgeschlossen Berufsausbildung und bin aber wegen der Epilepsie als arbeitsunfähig genannt worde. Es hat zar seine zeit gedauert bis ich damit imgehen konnte aber da ich eine tolle Familie habe geht es jetzt ganz gut.
Ich mache jetzt nochmal eine Ausbildung inn einem komplett anderen Bereich, aber ich versuche das Beste daraus zu machen, den in diesem Bereich kann ich mich auch hocharbeiten.
Und dein Freund soll die Hoffnung nicht aufgeben, sondern dafür Kämpfen.
Und er sollte nich sagen er kriegt nichts sondern einfach versuchen aus etwas negativen etwas positives zu machen und sagen er scafft das. Denn meine Meinung ist das Epilepsie bei den meisten Menschen nur als Ausrede genommen wird, aber es ist nicht so, wir haben alle ein Handykap zu tragen, aber man kann doch trotzdem versuchen das Beste daraus zu machen.
Man lebt trotz allem nur einmal
Lg Sassi
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robbyandvio, Wednesday, 11.08.2010, 22:42 (vor 5851 Tagen) @ Sassi
hi sassi
ich bin 28 und bin gelernter tischler und habe schon eine op hinter mir. war auch schon zur teilhabe am arbeitsleben vom arbeitsamt,sie sagten sie können mir nicht helfen weil ich immer noch jeden monat min. 4 anfälle habe! welche ausbildung machst du???? bin seit 2008 zuhause bin so eigentlich top fit,hätte 2 arbeitgeber die mich nehmen würden aber ohne anfälle!! würde mich freuen wenn mir jemand mir sagen könnte als was ich umschulen könnte?????? weis nicht mehr weiter, keiner kann einen helfen die ärzte sagen sie können arbeiten !!!! nur als was das sagen sie nicht
habe 60%gbh und will am liebsten etwas handwerkliches machen.mein rentenverfahren leuft auch noch, alles scheiße wenn man so eine krankheit hat!!!!!!!!!!!!!!!
lg robby
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Sassi, Friday, 13.08.2010, 23:57 (vor 5849 Tagen) @ robbyandvio
Hallo robbyandvio,
ich bin 20 und habe noch keine OP und werde es auch nicht machen lassen. Bin seit fast einem Jahr anfallsfrei und die Ärzte meinten letztes Jahr es wäre nur notwendig wenn meine Anfälle nicht weggehen oder schlimmer werden, aber das ist gottseidank nicht der Fall.
Ja ich sollte auch vom Arbeitsamt so ein Rehabilationsding für Menschen mit behinderung durchmachen, und ich wollte es nicht, da ich da damlas war und gesagt habe was ich gerne machen würde bzw was halt wegen meiner krankheit nicht geht z.B. ind ie Näher von Maschinen und da sagte der Arzt zu mir, es würde ihn einen scheiß dreck interessieren, was ich will oder nicht, ich muss das machen was er und seine Kollegen entscheiden was für mich richtig ist.Und ich solle doch am Besten ein Praktikum im Kindergarten machen für en halbes Jahr oder so und dann wars bei mir vorbei. Naja und ab dann habe ich gesagt ich habe keine Lust darauf.
Ja ich habe eine abgeschlossene Berufsausbildung als Kinderpflegerin und wollte eig in dem Bereich weiter machen und auch ins Ausland gehen.
Und jetzt mache ich ab September eine Ausbildung zur Bürokauffrau und schaue das ich da weit genug nach oben komme.
Ich glaube bei Epilepsie kann man nie sagen was man lernen darf oder nicht, ich kenn einen der ist Arzt und hat seit Jahren Epilepsie und da sagt keiner was.
Ich habe 50%GdB. Aber ich will noch keine rente oder so beantragen, ich bin erst 20 und hatte eig noch so vieles vor, aber ich werde einen großteil davon trotz meine krankheit umsetzen irgendwei
Ja ich gebe dir recht es ist scheiße wenn man die Krankheit hat, aber ich finde es andererseits auch gut, da ich somit weiß was ich zu schätzen habe und auch mehr schätzte als manch andere Menschen. Und ich bin trotz alle dem stolz auf mich, auch wenn nicht alles so geklappt hat wie ich es mir erwünscht hätte.
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Musica, Saturday, 14.08.2010, 08:28 (vor 5849 Tagen) @ robbyandvio
Hallo, eigentlich müsste Dich das Arbeitsamt auch bei einer Umschulung unterstützen und nicht nur Kurzse zum Teilhaben amm Arbeitsleben vermittlen! Es gibt auch sog. Berufsfindungsmaßnahmen. Könntest noch mal hingehen und ein bisschen hartnäckiger sein! Es kann nicht sein, dass man einen 28jährigen aufgrund einer Krankheit nicht unterstützt.Bist Du jetzt als arbeitssuchend dorrt registriert?
Ein handwerklicher Beruf ist wohl wirklich nicht das Richtige.Gruüße
Arbeit finden mit Epi
robbyandvio, Saturday, 14.08.2010, 11:16 (vor 5849 Tagen) @ Musica
danke euch für die antwort,aber die vom arbeitsamt wissen auch nicht weiter was sie mit mir machen sollen!!! weil mich ja mit jeden monat anfälle keiner haben will!!!muß im nov. erstmal nach bethel mal sehen was die sagen,ob es sich lohnt nochmal unters messer zulegen.ich komme ja klar mit den 5 anfällen im monat aber will wieder arbeiten !weis nur nicht ob ich es noch geistig schaffe eine neue ausbildung,weil ich mich nicht mehr richtig konzentrieren kann . alles was mit dem gehirn zutun hat ist alles deutlich schlechter geworden wie vor der op sagten sie in der tagesklinik!!! welche berufe kann man alles machen mit epi?????????????
lg robby
Arbeit finden mit Epi
Musica, Saturday, 14.08.2010, 15:09 (vor 5848 Tagen) @ robbyandvio
Hallo Robbyandivio,
ich kanns gar nicht glauben, dass Dir das AAmt nicht helfen kann! Wovon lebst Du ? Falls von Sozialhilfe müssen sie Dich auf dem 2.Arbeitsmarkt vermitteln. Du bist jung, hast schon einen Berufsachschluß, lass Dich nicht unterkriegen!
Wie wärs mit z.B mit Verkauf im Einzel oder Großhandel, Gärtnerei, erst mal mit irgender Hilfsarbeit? Bist Du beim richtigen Arzt und etwa falsch eingestellt? Mußt Du eimbeim Aamt angeben, dass Du Epi hast?m.m W. nicht, und auch bei einer Bewerbung, falls Du eine Behindertenausweis hast schon.Kündigen können sie Dich immer noch, aber Du bist wo drin. Viell. wirst Du nch Bethel richtig behandelt! Lass nicht locker bis Du richtig eigestellt bist, viell. geht ja was in Bethel? Viel, viel Glück
Arbeit finden mit Epi
robbyandvio, Sunday, 15.08.2010, 09:51 (vor 5848 Tagen) @
Musica
bearbeitet von robbyandvio, Sunday, 15.08.2010, 09:54
ja danke ich versuche mich nicht unterkriegen zulassen!!! ich dachte auch schon in die richtung verkauf,aber da kannste auch nicht einfach vor einem kunden umkippen!!! ich habe vorher noch ein komisches gefühl im mund bevor ich umfalle das ist ein vorteil!!! bringt aber nicht immer was, geht meistens zu schnell!!! bei mir helfen nur die tabletten nicht, sie sagen die warscheinlichkeit es mit med hinzukriegen liegt bei 20%!!! nehme jetzt keppra,lamogtrin und zebbinix!! ich war ja auch schon 1 jahr anfallsfrei aber dann wurden meine tabletten nicht mehr hergestellt!! ich kriege nur anfälle wenn ich streß habe oder was nicht so ableuft wie jeder tag!!aber das leben geht weiter!!!
lg robby
Arbeit finden mit Epi
Mondenkind, Friday, 10.09.2010, 09:05 (vor 5822 Tagen) @ robbyandvio
Hallo robby,
ich habe gestern einen newsletter von Informationszentrum Epilepsie (ize) bekommen und an dich gedacht.
Ein Thema war:
Vorstellung eines Arbeitseinsatzes des Netzwerkes Arbeit und Epilepsie( NEA)
Das Informationszentrum Epilepsie bat um einen Fall aus der Praxis, worin beschrieben wird, wie ein Arbeitnehmer in seinem Beruf mit seiner persönlichen Anfallsform umgehen kann. Hier die Antwort des neu aufgebauten Netzwerkes:
Risikoberuf Schreiner?
Das Netzwerk Epilepsie und Arbeit berät bei Gefahren am Arbeitsplatz.
Das Netzwerk Epilepsie und Arbeit (NEA) begleitet seit März 2010 epilepsiekranke Arbeitnehmer, deren Arbeitgeber sowie beteiligte Fachleute, behandelnde Neurologen oder Betriebsärzte bei epilepsiebedingten Problemen am Arbeitsplatz. Dadurch können etwa 70 % aller auf Grund der Epilepsie von Kündigung bedrohten Arbeitsverhältnisse erhalten werden.
So auch der Arbeitsplatz eines ausgelernten Schreiners. Der anfallskranke Schreiner wird nach einer günstig verlaufenden myoklonischen Epilepsie des Jugendalters im Erwachsenenalter wegen nächtlicher Grand mal-Anfälle wieder neurologisch behandelt. Bei einem einmaligen Grand mal-Anfall im Betrieb stürzt der Klient schwer und zieht sich ein Schädel-Hirn-Trauma zu. Wegen berufsbedingten Risiken im Umgang mit Kreissäge und Hobelmaschine wird der Betroffene zunächst krankgeschrieben. Die Schreinerei möchte den jungen Mann trotz seiner Epilepsie weiterhin beschäftigen, ist sich aber unsicher, ob die möglichen Verletzungsrisiken dies erlauben.
Der Neurologe und der epilepsiekranke Schreiner wenden sich daraufhin an das Netzwerk Epilepsie und Arbeit. Die Themen sind u. a. die berufliche Zukunft als Schreiner. NEA organisiert eine Arbeitsplatzbegehung mit dem zuständigen Betriebsarzt, dem technischen Berater vom Integrationsamt, dem Betriebsleiter und dem epilepsiekranken Mitarbeiter. Dabei zeigt sich, dass Arbeiten an Kreissäge und Hobelmaschine arbeitsmedizinisch vertreten werden können. Denn die hohe Maschinensicherheit der modern ausgestatteten Schreinerei lässt auch bei einem möglichen Grand mal-Anfall kein erhöhtes Gefahrenrisiko erkennen, so die Maschinen ordnungsgemäß bedient werden. Auf Grundlage der berufsgenossenschaftlichen Empfehlungen für Personen mit Epilepsie (BGI 585) wird vom Betriebsarzt festgestellt, dass der epilepsiekranke Schreiner wegen der als "gering" einzuschätzenden Verletzungsrisiken in der "Mehrzahl der Arbeitsplätze" eingesetzt werden kann. Um Unsicherheiten bei den Kollegen des epilepsiekranken Mitarbeiters abzubauen, informiert NEA über Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Anfällen.
Der Verlauf dieses Beratungsprozesses zeigt exemplarisch die Arbeit eines NEA-Fachteams, die durch ihr Detailwissen zum Thema Epilepsie und Arbeit und die enge Vernetzung der einzelnen Fachdisziplinen Arbeitgeber als auch epilepsiekranke Arbeitnehmer optimal begleiten können. Die ersten Fachteams des Netzwerks Epilepsie und Arbeit werden gerade in Bayern aufgebaut. Ab Herbst 2011 werden Fachteams im gesamten Bundesgebiet entwickelt.
Kontakt: Netzwerk Epilepsie und Arbeit, Seidlstr. 4, 80335 München, 089/53 88 66 30, epilepsie-arbeit@im-muenchen.de
Falls du in Bayern wohnst, melde ich doch einfach mal denen - und selbst wenn du in einem anderen Bundesland wohnst, kann das ggf. nicht schaden - anrufen kostet (fast) nichts.
Hier noch ein Link, wo es kurz erklärt wird.
Viele liebe Grüße
Mondenkind
--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
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Musica, Friday, 13.08.2010, 20:59 (vor 5849 Tagen) @ Giftprinzessin
Hallo zusammen! Ich habe jobmäßig schon so ziemlich alles erlebt. Anfang war in meinem Traumberuf bei einem großen Arbeitgeber, blödes Geschau, Tuschel,Mobbing, meine" beste" Freundin (auch Kollegin) sich aus Scham aus meinem Leben gemacht hat, so lange bis ich nach der Elternzeit freiwillig gekündigt habe. Ich habe dann eine Art Präsentation abends gemacht. Es hat mir viel Freude bereitet und das Geschäft ging auch ganz gut. Ich hatte auch keine Anfälle. Bis zu dem Tag, als ich an einem grauen,regnerischen Novembertag im Stau jeamnd aufgefahren war,verwirrt mitten im Verkehr herumstand.Ich gab den Job auf weil ich mich von da an Angst vor dem autofahren hatte. Ich habe jedenfalls wieder eine Arbeit gefunden. Bei der Bewerbung kein Wort gesagt. Ich habe ja auch kaum Anfälle (Absencen).Vor einem Jahr habe ich mich aus Angst geoutet um mich quasi in Sicherheit zu bringen. Mußte selbst einsehen, dass ich aus Unsicherheit und zunehmender Vergesslichkeit Fehler gemacht habe. Jetzt bin icgh offiziell behindert und kann den Job nicht verlieren.Aber: Mein Chef will mich loshaben! Er sagt es nicht, kontrolliert und beäugt mich.Wenn ich einen Fehler mache, ist er dran. Versteh ich ja fast. -alles, Obwohl er niocht übersehen konnte, dass ich nach dem "Come Out" wieder viel besser arbeite. (Es hat mich erleichtert)
So bis zur Rente weiterarbeiten? Das ist noch eine Weile. Und von wegen:"Behinderte haben bei gleicher Eignung....Grüße an alle Betroffene und nicht den Mut verlieren!
Arbeit finden mit Epi
Lerche, Monday, 16.08.2010, 22:59 (vor 5846 Tagen) @ Giftprinzessin
Moin Giftprinzessin.
Bin länger schon anfallsfrei. Hab einen Job. Am Computer. Und wenn mich bisher ein Epileptiker ohne Job um’n Tipp gebeten hätte, was er denn machen könne – ich hätt’ sofort gesagt: „Wenndes drauf hast, mach was mit Computern! Zeichner, vielleicht sogar Programmierer und dann kannste auch noch versuchen, Informatik zu studieren, wennde willst…“
Fällt mir auch jetzt kaum was ein, wo einem Epileptiker weniger passieren kann.
Bin auch schon mal vom Stuhl gekippt während der Arbeit, hatte – im Gegensatz zu Henry – aber nicht mal Schürfwunden, denn der Teppich war weich
. Die Kollegen schoben mir’n Sitzkissen untern Kopf und das war’s. Die wussten bescheid. Und der Chef wollte in meinem Büro sogar einen Toter-Mann-Schalter installieren. Elektriker eben…
Es ist auch für Gesunde bzw. andersartig Erkrankte zurzeit nicht leicht, Arbeit zu bekommen. Oder besser: Die Arbeit zu bekommen, die man gerne machen würde. Wär’ dein Freund z.B. Tischler (wie Robby), hätte er (mit dieser Erkrankung) Grund, schwarz zu sehen.
Nicht als Informatiker!
Aber das haste ihm sicher selbst schon gesagt…
LG Uwe
Arbeit finden mit Epi
Bigdaddy, Sunday, 22.08.2010, 12:47 (vor 5841 Tagen) @ Giftprinzessin
Hallo Giftprinzessin,
ich habe viel Erfahrungen gesammelt mit den Arbeitgebern.Mein Tip ist nichts zu sagen (auch wenn das vielleicht nicht rechtens ist)
Ein ehemaliger AG hat die Förderung für 6 Monate kassiert und mir dann gekündigt.
Das Problem danach war das eventuelle neue Chefs sich Telefonisch bei ihm gemeldet
haben und dann natürlich meine Behinderung zur Sprache kam (auch diese Auskunft war nicht rechtens,aber eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus)
Ich bin gelernter Koch und Fleischer und hätte somit keine Chance auf dem 1.Arbeitsmarkt,aber durch eine Weiterbildung im Qualitätsmanagment hat sich das geändert.Also nicht den Kopf hängen lassen und mit genau den Bandagen um einen Job kämpfen wie es die anderen tun.
Toi Toi Toi
Bigdaddy