Angstgefühle

Suzi Q, Monday, 23.08.2010, 13:21 (vor 5839 Tagen)

Hallo,ich heiße Ute und habe eine Tochter (20) die seit März 2009 Epilepsie hat. Das erste Jahr war sie Anfallsfrei durch Lamotrigin 100. Seit fünf Monaten bekommt sie häufiger Anfälle. Nach und nach habe ich raus bekommen das sie ihre Medis nicht immer regelmäßig nimmt. Ich kann das nicht verstehen,alles nur weil sie dadurch starke Akne bekommen hat. Jeden Tag erinnere ich sie an die Medis .Sie lügt mich dann auch mal an das sie die Tabl. genommen hat. Ich kann ja verstehen das es für einen jungen Menschen nicht leicht ist kein Auto fahren zu dürfen. Sie kommt auch mit den ganzen Einschränkungen nicht klar.Mit der Krankheit setzt sie sich nicht auseinander.Sie nimmt sie nicht an. Mein ganzes Leben dreht sich nur noch um meine Tochter.Jeden Tag immer diese Angst.Angt vor Telefonklingeln,vor Wochenenden,vor Martinshörner und dumpfen Schlägen im Haus.Bei jeden dieser Geräusche fange ich an zu zittern.Man muß sich mal vorstellen...ich bin schon mal einen Rettungswagen gefolgt,weil ich Angst hatte das Bianca wieder einen Anfall hatte. Ich habe Angst um meine Tochter , das sie irgendwann so böse stürtzt das noch mehr passiert. Ich bekomme meine Angst nicht unter Kontrolle.Angst regiert mein Leben. Warum verhält sie sich so uneinsichtig. Sie setzt alles aufs Spiel.Was kann ich noch tun???....L.G. UTE

Angstgefühle

blume, Monday, 23.08.2010, 13:39 (vor 5839 Tagen) @ Suzi Q

Hallo Suzi Q! Oh mein gott, dass hört sich ja schrecklich an. Achtest du denn nicht darauf, dass sie ihre Medikamente nimmt? bei mir war das auch so gewesen, keine medis genommen, und zack hatte ich wieder nen anfall. Bin froh, dass ich seit meinem 16. Lebensjahr gar keine anfälle mehr bekommen habe. Ich hätte da nen tipp für dich. Gehe mal in deine Apotheke und lasse dir mal nen tee fertig stellen, der auch bei angst hilft, war bei mir so. Das sind 50g Lavendel und 50g Gänsefingerkraut. Also mir hat es sehr gut geholfen. Der Tee ist auch gut wenn du mal stress hast. Ich wünsche dir noch einen angstfreihen tag.

LG Blume ;-)

Angstgefühle

El, Monday, 23.08.2010, 16:19 (vor 5839 Tagen) @ Suzi Q

Liebe Suzi,
es ist schwer damit zurecht kommen... aber Angst ist ein schlechter Ratgeber und noch weniger hilft sie dir als Mutter.
Mein Sohn ist 26 und hat seit 15 Jahre Anfälle, therapieresistent... Meistens brauch die Familie insgesamt Hilfe und die gibt es - der behandelnde Arzt, Therapeuten, Selbsthilfegruppe ( auch für die Eltern)und dieser Austausch hier hilft mir auch evt. es besser zu verstehen wie kann ich meinem Sohn helfen. Bitte verliere nicht dein Mut und Kopf aus lauter Angst vor dieser Krankheit, als Mutter musst du hier Profi werden. Viel Erfolg

Angstgefühle

SVT_Epi, Monday, 23.08.2010, 17:32 (vor 5839 Tagen) @ Suzi Q

Hallo Suzi Q,

ich kenn Angst aus eigener Erfahrung und kann gut verstehen was Du durchmachst.

Ich denke, ihr solltet zunächst für einen guten Arzt / eine Klinik (xxx.weisse-liste.de) in der du auch eine sozialmedizinische Beratung bekommst, sorgen. Die meisten Zentren haben einen sozialen Dienst, auch für Angehörige.

Oder suche eine Selbsthilfegruppe in deiner Nähe. Wenn das Medikament nicht/mehr wirkt, muss sie es wechseln und/oder mit anderen kombinieren.

Bethel wurde hier mehrfach empfohlen. Dort werden meines Wissens auch Schulungen durchgeführt, was die Akzeptanz der Krankheit anbelangt. Und das ist für die regelmäßige Tabletteneinnahme die wichtigste Voraussetzung!

Schöne Grüße SVT_Epi :-)

Angstgefühle

Musica, Monday, 23.08.2010, 19:42 (vor 5839 Tagen) @ Suzi Q

Hallo Suzi, ich habe eine Tochter im gleichen Alter. sie ist zum Glück gesund, aber wenns ums Aussehen geht oder irgendeine Ausgrenzug, ist mit ihr nicht zu reden. Und Du als Mutter mußt das Leid doppelt tragen, ihres und Deines dazu. Du mußt Dir erst mal selbst Hilfe holen. Geh fürs erste zu einer Epi-Beratun. Ich kenne die Innere Mission. Du kannst solche Stellen sicher auch in Krankenhaus-Sozialdiensten erfahren, oder auch in städt. oder gemeindlichen Beratungsstellen. Es tut Dir bestimmt gut, Beratungsgespräche anzunehmen. Du lernst andere mit gleichem oder ähnlichen problemen kenenen.
Betroffene, Familie,Eltern. Das wäre ein 1. Schritt. Viel ERfolg und LG

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Tom vom Berg ⌂, Monday, 23.08.2010, 23:37 (vor 5839 Tagen) @ Suzi Q

Hallo Ute

Es ist halt nicht leicht mit dieser Krankheit klar zukommen.
Hat man keine Anfälle fühlt man sich ganz normal, und meint was wollen den die anderen.
Schau dir mal den Link an:
MOSES

Diese Schulung wurde mir auch empfohlen, und werde demnächst daran teilnehmen.

Hoffendlich hilft sie dir und deiner Tochter auch.

Mit freundlichen Grüßen
Tom

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Suzi Q, Tuesday, 24.08.2010, 12:06 (vor 5839 Tagen) @ Suzi Q

Danke für eure Beiträge.Ich werde mich mal mit Selbsthilfe-und/oder Beratungsgruppen in Verbindung setzen.Ich hoffe das ich dort Hilfe finde.
Danke Ute