Hallo Ute,
Deine Angst ist berechtigt. Eine Umstellung schlaucht ganz schön. Oft wird sie stationär vorgenommen.
Normalerweise machen es die Ärzte wie folgt: Das neue Medikament, in Eurem Fall Keppra, wird ganz langsam eindosiert. Erst wenn es wie gewünscht eingenommen wird, nimmt man das alte Mittel langsam heraus. Das bedeutet, dass der Körper zweierlei zu verkraften hat: Zum einen die „Doppelmedikation“ und zum anderen die Gewöhnung an das neue Medikament. Von möglichen Entzugserscheinungen durch die Wegnahme des bisherigen Mittels ganz abgesehen.
Ich habe mit dem Keppra beste Erfahrungen gemacht. Hatte zuvor jede Menge anderer Medikamente genommen, Keppra hat so gut wie keine sedierende Nebenwirkung und eine gute Wirkung.
Prognosen abzugeben, ist ein heikle Sache. Dafür ist das Gebiet der Epileptologie zu komplex. Jeder reagiert anders. So können Jahre vergehen, bis man das richtige Mittel, womöglich die richtigen Mittel als Kombinationtherapie, gefunden hat. Ich wünsche Euch eine komplikationslose Umstellung und mit dem Keppra eine anfallsfreie Zeit und guten Erfolg.
Liebe Grüße
Anton