Ich brauche Euren Rat!

Tacoma, Monday, 04.10.2010, 13:44 (vor 5797 Tagen)

Hallo Ihr Lieben,

ich bin total verzweifelt und brauche dringend eure Hilfe!Ein guter Freund (28J) von mir leidet seit Mai ´09 an Epilepsie,seitdem hatte er 10-15 Anfälle,meist in 2 Monatl.Abständen und 2x kam es schon vor das er 2Krämpfe an eienem Tag hatte,zuletzt am Donnerstag:-(. Er nimmt z.Zt. Ergenyl 500mg-0-750mg, er hatte schon 2x von Ergenyl auf Valproat gewechselt und er selber kommt Besser mit Ergenyl klar,obwohl beides ja den Selben Wirkstoff hat. Anfangs hatte er große Probleme mit der regelmäßigen Tabletten-Einnahme,mittlerweile nimmt er sie regelmäßiger,ab und zu vergißt er mal eine am We zunehemen. Er hatte auch schon Phasen,meistens einge Tage nach Beginn der Tbl-Umstellung,wo er von einer Sek. auf die andere extreme Schweißausbrüche bekam,Unwohles Gefühl vom Magen her angegeben hat mit Übelkeit und Taubheitsgefühl im Kopf angab,während dessen war er immer ansprechbar und nach einpaar Min war alles wieder vorbei,wobei sich diese Attacke bis zu 4x am Tag wiederholt hat,könnten das auch sog. AUREN sein?Oder einfach nur die Auswirkungen der Tbl-Umstellung?
Sein größtes Problem is sein Cannabis Konsum,das seit 10J und zum Teil auch tägl.!!!!Viele Ärtze haben ihn davon abgeraten-ZURECHT wie ich finde!!!Kann eine Epilepsie auch durch diese Art von Drogen hervorgerufen werden?Ich weiß wohl das es bei einem Alkoholentzug soweit komm kann!Ich möchte ihn so gerne davon wegbekomm,leider schaffe ich es nich alleine,seit einigen Wo macht er total dicht,ich bin grad total mit meinem Latein am Ende!

Bin Euch für jeden Rat und Tipp sehr Dankbar!!!!!!

Ich brauche Euren Rat!

Anton, Tuesday, 05.10.2010, 11:08 (vor 5797 Tagen) @ Tacoma

Hallo Tacoma,

zu würdigen ist, dass Du dich für den Freund einsetzt, wobei ich befürchte, dass Du nicht helfend eingreifen kannst. Epilepsie ist eine Krankheit, die vom Patienten viel Disziplin abverlangt. Am wenigsten kann man sie erwarten von Menschen mit einer Sucht. Ich gehe sogar davon aus, dass er durch das Rauschgift epilepsiekrank geworden ist. Du könntest alles auf den Kopf stellen, den Begriff Kontinuität kennt Dein Freund nicht. Du würdest dich totärgern, weil all’ Deine Mühe nicht geholfen hat.

Ich bin davon überzeugt, dass nicht das Hauptproblem die Epilepsie ist, sondern die Sucht nach Drogen. Aus dem Grunde sollte hier angesetzt werden. Hinweise und Hilfen könntest Du bekommen in den Drogenberatungsstellen, beim Sozialdienst und beim Gesundheitsamt.

Eine weitere Lösung wäre, mit ihm zu sprechen und mit ihm zum Arzt zu gehen, um über eine stationäre Therapie zu sprechen und ihn davon zu überzeugen, dass er ohne diese Therapie auch weiterhin Anfälle haben wird.

Ich weise in diesem Zusammenhang noch mal auf Dinge hin, die Dein Freund unbedingt beachten sollte: a) Die regelmäßige Tabletteneinnahme ist das A & O einer Epilepsie-Therapie. b) regelmäßiger Schlaf und davon ausreichend sind unverzichtbar. c) Alkohol und Drogen passen weder zur Krankheit noch vertragen sie sich mit den Medikamenten. d) Diskolicht sollte vermieden werden. e) regelmäßige Arztbesuche, mindestens einmal im Quartal sollten eingehalten werden. f) Dein Freund sollte sich angewöhnen, den Tag sinnvoll zu strukturieren. Es gibt so viele schöne Dinge, die man unternehmen kann, leider wird er erst darauf kommen, wenn er auf Drogen und Alkohol verzichtet.

Noch ist es nicht zu spät. Aber es ist an der Zeit, dass Deinem Freund gesagt wird, was aus seinem Verhalten erwachsen kann. Wenn er alleine in der Wohnung ist, weiterhin so exzessiv lebt, nach Außen hin den Anschein erweckt, das Leben nicht mehr meistern zu können, kann er schnell auf die Geschlossene kommen. Das wäre die zwangsweise Unterbringung in einem Landeskrankenhaus. Du solltest nicht drohen, aber auf die Gefahr hinweisen.

Dein Verhalten ist lobenswert. Gut, dass Du tätig geworden bist. Wir wünschen dir bei den Aktivitäten viel Erfolg.

Viele Grüße und alles Gute
Anton

Ich brauche Euren Rat!

Tacoma, Tuesday, 05.10.2010, 12:08 (vor 5796 Tagen) @ Anton

Hallo Anton,

vielen Lieben Dank für deine Nachricht,genau das hab ich gebraucht!!!Ich weiß wie ich mich jetzt zuverhalten hab und was ich noch für Möglichkeiten habe,ihm zu helfen!Soweit hab ich zwar auch schon gedacht,wußte aber nich ob es der richtige Weg wäre! Ich werd ihn nich aufgeben und vielleicht macht es ja bald ,,Klick´´ bei ihm und er schnallt es,wie er sich richtig mit der Krankheit zuverhalten hat!!!
Ich bin Kinderkrankenschwester und kannte das Thema Epilepsie bis zu seiner Erkrankung auch nur aus der Theorie und ich hab mittlerweile sehr Großen Respekt vor der Krankheit und noch mehr Respekt vor denen die an Epilepsie erkrankt sind und gelernt haben damit richtig zuleben!!!!

Nochmals Vielen Dank!!!:-)
Ich wünsche Dir alles Gute!!!

Ich brauche Euren Rat!

Waltraud, Tuesday, 05.10.2010, 20:01 (vor 5796 Tagen) @ Tacoma

Hi, du kannst deinen Freund nur helfen wenn er die Krankheit Akzeptiert.Ich kann es sagen,denn mein Mann hatte auch damit probleme. Suche hilfe bei einer Selbsthilfe Gruppe.Denn das hat mir viel stärke gebracht.Lege ihn auch
Infomaterial hin. Auch wie mein vorgänger schon sagte, Schlaf und regelmäßiger Medikamenten ist ganz wichtig.Auch ich bin der meinung das die Anfälle mit den Drogen zu tun hat.Versuche ihn zu einer Therapie zubewegen. Wenn er es nicht ein sieht, kannst du nur zu ihn halten und immer nur zu hören wenn mit dir redet.
Aber du brauchst aber ganz schön stärke dafür. Suche jemanden der dir auch hilft. Sonst bist du bald selbst kaput.

MfG
Waltraud

Ich brauche Euren Rat!

Tacoma, Tuesday, 05.10.2010, 20:48 (vor 5796 Tagen) @ Waltraud

Hallo Waltraud,
danke für deine Nachricht,dass hilft mir wirklich weiter,ich werde deinen Rat befolgen,ich hoffe auch das er diesesmal Mitzieht,denn das Thema Selbsthilfegruppe hatten wir schon,er hat an allem schnell das Interesse verloren!

Danke für deinen Rat,Dir und Deinem Mann Alles Gute:-)

Ich brauche Euren Rat!

CunauBenain, Monday, 25.10.2010, 10:39 (vor 5777 Tagen) @ Tacoma

Hallo Taccoma,

was mir auch geholfen hat ist die sportliche Gemeinschaft und Verantwortungsgefühl für meinen Trainingsparter im Judo.

Denn der Übungsleiter trägt zwar die Hauptverantwortung für die Sicherheit auf der Trainingsfläche und Sportler, doch ist auch jeder Trainierende für Seine/n jeweilgen Partner/in auch mit verantwortlich das Er/Sie sich nicht verletzt denn es geht hier nicht um Leistung sondern um den Spass an der Sache.

Außerdem kann die Vereins-Mitgliedschaft den Entzug von Drogen fördern da man sich auf das Training und die Technick konzentrieren muss und auch der Körper eigene Stoff Ardrenalin in den Trainigskämpfen (Randoris)aktiviert und ausgeschüttet wird.

Dein Freund wird danach zwar auusgepauert aber glücklicher sein denke. Legt er dann noch eine Prüfung im Judo ab (kommt auch noch das Gefühl etwas geleistet zu haben und dafür Belohnt worden zu sein) (Urkunde) was den Drogen und Alkoholentzug auch noch einmal fördern kann.

liebe Grüße
CunauBenain