Ich brauche Euren Rat!
Hallo Tacoma,
zu würdigen ist, dass Du dich für den Freund einsetzt, wobei ich befürchte, dass Du nicht helfend eingreifen kannst. Epilepsie ist eine Krankheit, die vom Patienten viel Disziplin abverlangt. Am wenigsten kann man sie erwarten von Menschen mit einer Sucht. Ich gehe sogar davon aus, dass er durch das Rauschgift epilepsiekrank geworden ist. Du könntest alles auf den Kopf stellen, den Begriff Kontinuität kennt Dein Freund nicht. Du würdest dich totärgern, weil all’ Deine Mühe nicht geholfen hat.
Ich bin davon überzeugt, dass nicht das Hauptproblem die Epilepsie ist, sondern die Sucht nach Drogen. Aus dem Grunde sollte hier angesetzt werden. Hinweise und Hilfen könntest Du bekommen in den Drogenberatungsstellen, beim Sozialdienst und beim Gesundheitsamt.
Eine weitere Lösung wäre, mit ihm zu sprechen und mit ihm zum Arzt zu gehen, um über eine stationäre Therapie zu sprechen und ihn davon zu überzeugen, dass er ohne diese Therapie auch weiterhin Anfälle haben wird.
Ich weise in diesem Zusammenhang noch mal auf Dinge hin, die Dein Freund unbedingt beachten sollte: a) Die regelmäßige Tabletteneinnahme ist das A & O einer Epilepsie-Therapie. b) regelmäßiger Schlaf und davon ausreichend sind unverzichtbar. c) Alkohol und Drogen passen weder zur Krankheit noch vertragen sie sich mit den Medikamenten. d) Diskolicht sollte vermieden werden. e) regelmäßige Arztbesuche, mindestens einmal im Quartal sollten eingehalten werden. f) Dein Freund sollte sich angewöhnen, den Tag sinnvoll zu strukturieren. Es gibt so viele schöne Dinge, die man unternehmen kann, leider wird er erst darauf kommen, wenn er auf Drogen und Alkohol verzichtet.
Noch ist es nicht zu spät. Aber es ist an der Zeit, dass Deinem Freund gesagt wird, was aus seinem Verhalten erwachsen kann. Wenn er alleine in der Wohnung ist, weiterhin so exzessiv lebt, nach Außen hin den Anschein erweckt, das Leben nicht mehr meistern zu können, kann er schnell auf die Geschlossene kommen. Das wäre die zwangsweise Unterbringung in einem Landeskrankenhaus. Du solltest nicht drohen, aber auf die Gefahr hinweisen.
Dein Verhalten ist lobenswert. Gut, dass Du tätig geworden bist. Wir wünschen dir bei den Aktivitäten viel Erfolg.
Viele Grüße und alles Gute
Anton
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Tacoma,
04.10.2010, 13:44
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Anton,
05.10.2010, 11:08
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Tacoma,
05.10.2010, 12:08
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Waltraud,
05.10.2010, 20:01
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Tacoma,
05.10.2010, 20:48
- Ich brauche Euren Rat! - CunauBenain, 25.10.2010, 10:39
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Tacoma,
05.10.2010, 20:48
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Waltraud,
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