Serumkonzentration

Ela, Friday, 08.10.2010, 17:53 (vor 5793 Tagen) @ Tom vom Berg


Im September 2009 war er OK.
Im August 2010 war er viel zuniederig, wobei die Lamotrigindosis von 50 mg morgens und abends auf 100 mg morgens und abends gesteigert wurde.
Ein neuer Test einen Monat später, erfahre ich der Spiegel ist immer noch zuniederig.
Soll nun abends auf 200 mg erhöhen.
Wo geht denn das Lamotrigin hin?
Wiso auf einmal dieser niedrige Spiegel?

Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten.

Grundsätzlich ist es so, dass der Medikamentenspiegel zum Zeitpunkt der "Talkonzentration" bestimmt werden sollte.Das ist der Zeitpunkt, an dem die nächste Tabletteneinnahme eigentlich anstehen würde.

Empfohlen ist daher eigentlich die Blutabnahme am frühen Morgen bevor das Medikament eingenommen wurde oder am späten Nachmittag (vor der Abenddosis).
Schwankungen können daran liegen, dass das Blut zu den unterschiedlichsten Zeitpunkten abgenommen wurde und die Werte von daher nicht vergleichbar sind.
(kann man sich ja vorstellen, dass völlig unterschiedliche Werte dabei herauskommen, wenn seit der Einnahme gerade mal 2 Stunden vergangen ist oder wenn die Einnahme 12 Stunden her ist).

Im geringen Maße beeinflusst üppiges Essen den Abbau von Lamotrigin,aber nicht entscheidend.
Auch eine Begleitmedikation kann den Abbau von Lamotrigin entweder bescheunigen oder auch verlangsamen.

Du fragst danach, wie sich der Lamotrigin-Spiegel bei einer Steigerung verändern wird?
Lamotrigin hat eine lineare Pharmakokinetik. Das bedeutet, bei einer Steigerung um 20% und einer Messung unter vergleichbaren Voraussetzungen steigert sich auch der Medikamentenspiegel um 20 %.

Ist bei dir immer zum gleichen Zeitpunkt Blut abgenommen worden?

Aber mal abgesehen von der ganzen grauen Theorie. Unser Arzt sagt , dass er nicht den Medikamentenspiegel therapieren will, sondern den Menschen. Insofern ist der Spiegel für ihn ganz interessant, mehr allerdings auch nicht.

VG


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