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mila, Wednesday, 27.10.2010, 22:24 (vor 5774 Tagen)

Hallo ihr Lieben :)

mein Bruder hatte am vergangenen Sonntagmorgen einen Grand-Mal-Stastus, der bis die Ärzte das Narcosemittel verabreicht haben wohl 30 min gedauert hat.
Hattet ihr auch jemals so einen Status epilepticus gehabt? Was sind eure Erfahrungen, auch bezüglich dessen, wann der Notarzt eingetroffen ist. Hatten eure Angehörigen jemals Diazepam anwenden müssen und hat es den Status beendet?

freue mich auf euere Antworten

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anonym, Thursday, 28.10.2010, 15:57 (vor 5773 Tagen) @ mila

Hallo mila,
ich hatte auch schon einen Status, da bekommt man ja leider nicht so viel mit. Leider brauchte ich da auch immer eine Valiumspritze und mußte ins KKH, danach ist man halt dann auch ziemlich gerädert. Allerdings würde ich an Deiner Stelle nicht 30 minuten warten, sondern schon bedeutend früher so ca. schon nach 10 Minuten einen Krankenwagen holen.;-)

Gruß
Corinna

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mila, Thursday, 28.10.2010, 17:25 (vor 5773 Tagen) @ anonym

Hallo Corinna,

ich habe sobald der zweite Anfall begonnen hat den Notarzt gerufen.
Leider kam der Notarzt erst 25 minuten nach meinem Anruf (habe während der Wartezeit noch einige Male angerufen, weil ich diese Wartezeit nicht nachvollziehen konnte und kurz vorm Durchdrehen war).

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dancefreak1, Thursday, 28.10.2010, 20:09 (vor 5773 Tagen) @ mila

Hallo Mila!

Ein Status epilepticus ist schon etwas Erschreckendes und Grauenvolles! Ich persönlich hatte es selbst noch nicht erlebt.GOTT SEI DANK!!!

Bevor ich die Ausbildung zur Krankenschwester gemacht habe, lernte ich den Beruf Heilerziehungspflegerin. Und arbeitete überwiegend mit Epileptikern. Da haben wir im Falle eines Status epi. erst mit Diazipam in Rectiolenform probiert und wenn es nichts brachte, versuchten wir es mit Chloralhydrat. Beieinem Status epi. im häuslichen Bereich würde ich auch nicht länger als 3 Anfälle abwarten. Denn die Zeit bis der Krankenwagen eintrifft, muss man auch berechnet werden!!! Meiner Meinung hast Du es sehr gut gemacht, dass Du dich beim Notarzt rechtzeitig gemeldet hast! Es ist sicherlich sehr schwierig in diesem Moment die Nerven zu behalten. Und wenn dann auch noch der eigene Bruder krampft, dann erst doppelt so schwer!!!!

Ich wünsche Dir und Deinem Bruder alles Gute und vor allem ein Haufen Gesundheit!

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*_aimy_* ⌂, Nürnberg, Friday, 29.10.2010, 21:26 (vor 5772 Tagen) @ dancefreak1

Das glaub ich aufs Wort. Ich hatte mal ne Schülerin in der Gruppe, die auch immer wieder gekrampft hat. Mein gott, die Erzieher hätte ich am liebsten auf den Mond schießen können und das auch noch ohne Rückfahrkarte! Wie um alles in der Welt hat man alles nur schön reden können? Ich hätts nicht gemacht und das kann ich momentan noch keinem verzeihen. Könnt mich jetzt vor lauter depris sonst wohin schmeißen.^^

--
Tu, wovor du dich am meisten fürchtest. Wende die Energie der Angst ins Positive, und du wirst daran wachsen.
Evita Wolff
Im Schatten des Pferdemondes
---> bin auch über Skype erreichbar, einfach in der Mitgliedersuche nach "shetty158" suchen!

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anonym, Friday, 29.10.2010, 21:32 (vor 5772 Tagen) @ mila

Hallo mila,
ganz normal ist diese Zeit bis zum eintreffen des Notarztes auch nicht, wohnt ihr etwa auf dem Land?.

Ich hoffe ihr habt dieses Ereignis jetzt beide aber einigermaßen überstanden.;-)

Alles Gute
Corinna

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mila, Friday, 29.10.2010, 22:21 (vor 5772 Tagen) @ dancefreak1

Heey,

dankeschön für die liebe Antwort.. das war wirklich nicht ohne, aber mitlerweile haben wir das Ganze weitestgehend verarbeitet und sind fürs nächste Mal (Gott bewahre, dass so etwas noch ein mal passiert) gewappnet.

Liebe Grüße,

Mila

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mila, Friday, 29.10.2010, 23:11 (vor 5772 Tagen) @ anonym

Nein, Corinna, wir wohnen nicht auf dem Land.. Der Bereitschaftsdienst unserer Stadt war unterwegs, deshalb musste der Notarzt aus dem nächstgelegenen Ort kommen, daher die Wartezeit.

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mila, Friday, 29.10.2010, 23:16 (vor 5772 Tagen) @ *_aimy_*

Hey aimy,

heißt das etwa, dass sie es nicht überlebt hat? Inwiefern hat man ihre Epilepsie schöngeredet?

Liebe Grüße

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pandanza, Friday, 05.11.2010, 02:20 (vor 5766 Tagen) @ mila

Hallo !

War auch mal von diesem, FAll betroffen. Das GAnze geschah auf Arbeit ( ich arbeite in einem Schwerstpflegeheim ). Da wir viele Korsakov-Patienten haben, die ständig krampfen, verabreichen wir dann eine rect. Tube Diazepam.-
Als ich dann diesen anfall hatte, handelten meine Kolegen so wie bei den Patienten und gaben mir rec Diazepam. Meine Sauerstoffsättigung ging in Keller, ich wurde blau und der dann eingetroffene Notarzt über die eigenständige GAbe der Rec Tube, super sauer.Und zwar deswegen, weil ich Atemlähmend krampfe. und Diazepam macht es dann noch viel schlimmer. Ich glaube in einigen Fällen war das Mittel der Wahl TAVOR.
Außer in extremfällen, soll man ja inzwischen den jenigen auskrampfen lassen und das Umfeld von möglichen Verletzungsquellen befreien.

HAtte am Anfang meiner Kariere, als diue Krämpfe sehr oft vorkam, ein Medikament für Akutfälle ( kein Langzeitpräparat ). Es fing mit T oder F an, aber das bringt Dir wenig. Am Besten sollte ein Arzt mal empfehlen, wie man am Besten handelt.
Tut mir leid, dass ich Dir nicht helfen konnt.


Gruß

Diazepam

epiman, Friday, 05.11.2010, 13:33 (vor 5765 Tagen) @ mila

Hallo Mila !

Ich hatte über 30 Jahre Epilepsie und wurde in Freiburg operativ geheilt.
Bei wirklich extrem langen Anfällen wurde mir anal Diazepam zugeführt und der Anfall wurde dadurch verkürzt, doch danach war ich fix und fertig müde und Kopfschmerzen.
Bei leichten Anfällen konnten ich sogar manchmal noch selber schnell dise kleine Pille schlucken und dem Schrecken ein Ende setzen.


Chao !

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mila, Tuesday, 16.11.2010, 20:51 (vor 5754 Tagen) @ pandanza

hallo pandanza :)

erstmal ein Dankeschön für deine Antwort. Dass du mir mit deinem Beitrag nicht geholfen hast, da kann ich dir auf keinen Fall Recht geben!^^ Bezüglich Diazepam hat nämlich dein Beitrag bei mir neue Fragen aufgeworfen. Diazepam wird u.a. zur Behandlung eines Status verwendet, beim grand-mal Status kommt es zum Aussetzen der Atmung.. ist wahrscheinlich das, was du mit Atmenlähmung meinst (?). Dass Diazepam in dem Falle nicht angewendet werden soll ist mir also neu.. Wir werden definitiv den Neurologen diesbezüglich befragen.

Liebe Grüße und halt die Ohren steif! :)

Diazepam

mila, Tuesday, 16.11.2010, 20:59 (vor 5754 Tagen) @ epiman

Hallo! :)

Freu mich, dass du nach so vielen Jahren, endlich von dieser schrecklichen Krankheit erlöst wurdest :) Aber weshalb hat man sich ausgerechnet jetzt, erst nach 30 Jahren, für eine OP entschieden und diese nicht schon früher durchgeführt?

Liebe Grüße und Dankeschön für deinen Beitrag!

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Ela, Tuesday, 16.11.2010, 23:34 (vor 5754 Tagen) @ mila

Nur mal einige Anmerkungen.

Sämtliche Benzodiazepine können rein theoretisch zu einer Atemdepression führen. Auch Tavor, Rivotril oder Dormicum etc. können diese Nebenwirkung haben. Nicht nur Diazepam. Das Risiko für eine derartig schwere Nebenwirkung liegt zwischen 3 und 8 %.
Abhängig ist das u.a. von der Dosis (ich habe beispielsweise ärztlicherseits die Anweisung spätestens nach der 2.Gabe Tavor 1 mg in jedem Fall den Notarzt zu rufen), kann aber auch beeinflusst werden durch andere Medikamente (Opiate, Beruhigungsmittel, Psychopharmaka etc.) oder auch durch Alkohol.

Benzodiazepine werden natürlich auch eingesetzt bei Anfällen, die mit Aussetzen der Atmung einhergehen. Wenn allerdings in der Vorgeschichte ein bestimmtes Medikament eine Atemdepression ausgelöst hat, wird dieses natürlich nicht mehr eingesetzt sondern ein alternatives.

Ein ärztlich verordnetes Notfallmedikament sollte man generell allerdings schon parat haben.

Was aber gar nicht geht, @pandanza, ist, als Laie ein Notfallmedikament jemandem zu verabreichen, dem es nicht verschrieben wurde und dessen Krankengeschichte unklar ist."Auskrampfen lassen"...die Anweisung ist mir aber auch neu...ich habe da andere ärztliche Vorgaben.

MFG

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mila, Friday, 19.11.2010, 17:33 (vor 5751 Tagen) @ Ela

Hallo Ela :)

dankeschön für den tollen Beitrag. Du hast geschrieben, dass "Auskrampfen lassen" für dich neu ist, welche ärztliche Vorgaben hats du für den Fall eines Krampfanfalls erhalten?

LG

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Ela, Friday, 19.11.2010, 18:39 (vor 5751 Tagen) @ mila
bearbeitet von Ela, Friday, 19.11.2010, 18:42

Hallo mila,

welche ärztliche Vorgaben hats du für den Fall eines Krampfanfalls erhalten?

"Sollte es zu Anfällen kommen, die länger als 5 Minuten dauern, ist die Gabe von Tavor expidet 1,0mg angezeigt,sollte der Anfall dann nicht innerhalb von 2 Minuten aufhören, ist eine Wiederholung dieser Medikation indiziert. In diesem Fall ist dann auch eine ärztliche Hilfe anzufordern (Notarzt)."

Natürlich versucht man erst einmal alles beiseite zu schieben und zu entfernen, woran derjenige sich verletzen kann.

Diazepam Rectiolen haben wir anfangs auch mal verschrieben bekommen. Wenn es nicht anders geht...o.k. ...wesentlich einfacher zu handeln finde ich allerdings Tavor expidet. Das sind kleine Schmelztabletten, die man in die Wangentasche schiebt und die sich dort schnell auflösen.
Finde ich auch für den Betreffenden weniger unangenehm, als wenn man (vor allem in der Öffentlichkeit) jemandem erst einmal die Hose runterziehen muss (gar nicht so einfach, wenn jemand heftig krampft), um eine Rectiole zu verabreichen.

Ihr solltet unbedingt euren Arzt nach einem Notfallmedikament fragen, geht ja gar nicht, dass ihr da nichts zur Hand habt.

LG
Ela

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mila, Saturday, 20.11.2010, 15:50 (vor 5750 Tagen) @ Ela

Hallo Ela,

vielen Dank für deine Info :)
Wir werden definitiv den Arzt diesbezüglich ansprechen.

LG

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Jessi, Raum Leipzig, Tuesday, 23.11.2010, 22:19 (vor 5747 Tagen) @ mila

Hallo,

hatte bisher auch zum Glück nur einen Status. Damals war meine Epilepsie aber noch nicht diagnostiziert und daher hatten wir auch keine Notfallmedikamente. Jetzt habe ich diazepam und Tavor, jedoch wenn es drauf ankommt wirken diese nicht. Daher meinte mein Neurologe das nach 2min. krampf immer ein Arzt gerufen werden sollte, da bei mir die Medikamente nicht wirken im Notfall.

Hoffe und drücke dir und deinem Bruder die Daumen, das ihr das nicht noch einmal erleben müsst.

LG Jessi

Status

mila, Wednesday, 24.11.2010, 20:04 (vor 5746 Tagen) @ Jessi

Hey Jessi :)

als die Notärzte kamen und meinem Bruder erstmal zwei Tavor Tabletten verabreicht haben, konnte der Krampf auch nicht durchbrochen werden. Diazepam mussten wir, zum Glück, noch nicht anwenden, also ob es ihm helfen würde kann ich jetzt noch nicht sagen. Auf jeden Fall gilt für mich jetzt das Gebot, sobald es zum Anfall kommt den Notarzt rufen. Man weiß schließlich nicht, wann er ankommt und wenn es tatsächlich zu einem Status kommt ist das ganz schön gefährlich -.-

Ich drück dir auch die Daumen, dass du schön anfallfrei bleibst! :)

LG Mila

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Jessi, Raum Leipzig, Thursday, 25.11.2010, 21:04 (vor 5745 Tagen) @ mila

Ja, lieber einmal zu viel rufen, als einmal zu wenig.

Ich hoffe es das es mal so sein wird, lieber heute als morgen Anfallsfrei.
Wünsch dir und deinem Bruder auch alles gute, das solche Anfälle ausbleiben.

LG Jessi

Diazepam

epiman, Friday, 26.11.2010, 11:50 (vor 5744 Tagen) @ mila

Diese Frage habe ich den Neurologen und meinem Hausarzt nach meiner OP auch schon gestellt.
Doch die haben darauf auch keine Antwort gewußt.
Ich denk mir heute immer nur, die Entscheidung hat schließlich jeder selnst zu teffen.

Bis Bald ?!

Diazepam

Lerche, Friday, 26.11.2010, 13:11 (vor 5744 Tagen) @ epiman

Hallo epiman, hallo mila,

ich vermute mal, dass die Hirnchirurgie vor 30 Jahren noch nicht so weit war. Noch 1998 – während meines letzten Aufenthalts in einem Epizentrum – äußerte man sich dort recht zurückhaltend zum Thema Heilung durch Operation. Ein chirurgischer Eingriff stellte eine riskante, aber auch letzte Möglichkeit dar, noch etwas zu retten, wenn alle anderen Therapien versagt hatten und der Patient praktisch nichts mehr zu verlieren hatte.
Dieser Eindruck setzte sich jedenfalls bei mir damals fest und erst hier im Forum las ich, wie weit man inzwischen auf diesem Gebiet zu sein scheint…

Wünsch’ euch einen schönen 1.Advent
Uwe

Diazepam

Mondenkind, Friday, 26.11.2010, 13:49 (vor 5744 Tagen) @ Lerche

Hallo Lerche,

Noch 1998 – während meines letzten Aufenthalts in einem Epizentrum – äußerte man sich dort recht zurückhaltend zum Thema Heilung durch Operation.

das kann ich bestätigen. Als ich 2000/01 in der Epi-Klinik in Göttingen war, sagte man mir noch nichts von OP, sie sagten mir, wenn ich in 2 / 3 Jahren keine Besserung hätte, könnte ich ja noch einmal vorbei kommen.

Als ich dann 2008 in Bethel war schlug man mir ziemlich direkt eine OP vor, die ich ja dann auch letztes Jahr machen ließ.

Lieben Gruß
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Diazepam

mila, Friday, 26.11.2010, 15:10 (vor 5744 Tagen) @ Lerche

Hallo Lerche und Mondkind,

Dankeschön für eure Antworten :)

Wünsche euch ebenfalls ein tolles Wochenende und einen besinnlichen ersten Advent.

Bleibt gesund! :)

LG Mila

Diazepam

mila, Friday, 26.11.2010, 15:16 (vor 5744 Tagen) @ epiman

Hallo Epimann,

ich denke, dass Lerche und Mondkind auf diese Frage eine einleuchtende Antwort liefern. Außerdem variieren die Meinungen der Ärzte stark, so kann sich der eine für eine OP aussprechen, während ein anderer Arzt klar davon abrät...
Es kommt also auch darauf an, bei welchen Ärzten man in Behandlung ist oder sich beraten lässt.

Wünsch dir ein tolles Wochenende und bleib gesund! :)