Psychiatrie endlich vorbei

Johnny, Wednesday, 10.11.2010, 15:29 (vor 5760 Tagen)

Hallo

Hatte bipolare Erkrankung seit Jahren. 5 verschiedene Diagnosen. Schliesslich einen Nervenzusammenbruch. Dann wurde ich in die Psychiatrie eingeliefert. 4 1/2 Wochen lang war ich dort. DEie waren alle so bstimmend. Tu dies tu das nicht so gings die ganze Zeit. Und wieder eine andere Diagnose. Zyklothomie heisst der Mist irgendeine leichtere Form der bipolaren Erkrankung. Ich glaub denen kein Wort. Nur weil ich arbeite, der einzigste auf der Station alles Rentner und sonstige Tachinierer, soll ich nicht wirklich krank sein. Disziplin hab ich beim Vater gelernt so gehts auch mit arbeiten. Hab meine Sache gut gemacht bestätigte auch die Chefin. Doch es kam noch dicker. Ich hatte so eine Wut auf die das ich abhaute und mir einen über die Hutschnur trank. Weil die Idioten das Lamictal reduzierten und das Depakine absetzten hatte ich einen GM Anfalll mit allem drum und dran. Als ich nach der Schlafphase dem Pfleger leutete wurde ich nur angeschnautzt. Würd mit meinen Kunden nie so reden der Chef würd mir was erzählen. Eine Frechheit ist das. Nun soll ich das dämliche Monitoring auch noch mal machen. Weiß einfach nicht weiter merk das es mit den Zyklen wieder losgeht genau zur Entlassung. Und dann noch der Anfall. Autofahren soll ich auch nicht scheiß aber drauf. Weiß nicht mehr weiter.

Grüße Johnny

Psychiatrie endlich vorbei

anonym, Wednesday, 10.11.2010, 17:25 (vor 5760 Tagen) @ Johnny

Hallo Jonny,
was soll man dazu nach sagen. Ich mußte als Kind Psychatrie Erfahrungen machen, damals arbeitet Neurologen häufig auch an Psychatrien.

Mir ging es dann danach schlimmer als zuvor. Vielleicht kommen ja auch die Bipolären Störungen, auch gebenfalls von Deinen AE. Lass Dich nicht unterkriegen.;-)

Die besten Erfahrungen haben ich bisher mit der Unklinik in Bonn gemacht. Da wird man nicht als psychatrischer Fall gleich abgeschrieben, da wird ersteinmal gründlich untersucht. Warum und wieso.;-) Bei mir hat sich dann ziemlich schnell rausgestellt, das ich mit Keppra einfach "nur" überdosiert war. Da wundert ein dann gar nichts mehr?! Vielleicht wäre dieses auch eine Option für Dich. Nicht jeder Psychater ist auch ein guter Neurologe.;-)


Gruß
Corinna

Psychiatrie endlich vorbei

bananamama, Wednesday, 10.11.2010, 17:35 (vor 5760 Tagen) @ anonym

hallo Corinna hallo Jonny

Das seh ich auch so , und nicht jeder Neurologe ist auch ein Epileptologe !

Die meisten Neurologen sind auf dem Gebiet gar nicht versiert .

Da sollte man doch lieber in eine Epi-Ambulanz oder direkt zum Facharzt

gehen . Mich wollten auch schon 2 "neurologische" Psychater in ihren Kliniken

aufnehmen , habs dankend ABGELEHNT !!!!! Bin dann in die Ambulanz und da

gings voran . L G Monika

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Johnny, Wednesday, 10.11.2010, 23:11 (vor 5760 Tagen) @ bananamama

Hallo

Danke für eure Antworten. Bei mir haben die Psychiater schon mal einen Pfusch gebaut mit dem Herz. Ich litt an einer schweren Herzmuskelentzündung und das Reizleitungszentrum war defekt. Puls unter 30. Da diagnostizierten sie unerklärlicherweise Schizophrenie. Ich fragte einen Kollegen der unter dieser Krankheit leidet nach den Symptomen und kam drauf das sie mit meinen nicht übereinstimmten. Wegen angeblicher Selbstgefährdung wollten sie mich in die Geschlossene zwangseinweise anhängen und niederspritzen. Ich wehrte mich und drohte mit der Zeitung und dem Gericht. Dann liessen sie mich gehen. Der alte Hausarzt mit über 90 Jahren !!! stellte die richtige Diagnose in 5 Minuten was die Klinik in Jahren nicht zustande brachte. Der behandelte Internist sagte trocken es war gut das ich mich wehrte denn damit hätten sie mich ins Grab gebracht. Einen Kreislaufcrasch hätte ich gehabt. Und nun der Pfusch mit der Epilepsie. Ohne Grund setzten sie die AE`s ab. Dann der Anfall. Die Epi geht sie nichts an. Und die Diagnosen sind alle samt Müll. Zyklothomie und bipolare Erkrankung sind annähernd das selbe. Das eine ist schwächer das andere stärker das ist der einzigste Unterschied. Glaub denen kein Wort. Und wie die mit den Patienten umgehen. Sowas lasse ich mir nicht gefallen. Die Internisten und Neurologen waren immer höflich. Beim nächsten Zyklus geh ich zum Zauberer aber bestimmt nicht mehr zum Psychiater. Das schwör ich bei Gott und meiner Seele.

Grüße Johnny

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anonym, Thursday, 11.11.2010, 00:00 (vor 5760 Tagen) @ Johnny

Hallo Jonny,
wenn man erst einmal in diesem Ärtzten Bekannschaft machen musste, durfte tut man sich oft schwer wieder aus diesem Dilema herauszukommen.:-)

Alles Gute
Corinna

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Andreas, Thursday, 11.11.2010, 23:34 (vor 5759 Tagen) @ Johnny

Hallo Johnny,

soweit ich weiß hatten Dir ein paar Leute hier im Forum geraten, dass Du Dir Hilfe suchen sollst, BEVOR Du wegen irgendwas sozusagen zwangseingeliefert wirst. Scheinbar hast Du die Ratschläge aber in den Wind geschlagen, genauso wie Du jetzt die Ratschläge der Ärzte in den Wind schlägst. Offensichtlich hast Du noch nicht begriffen, dass Du ohne Hilfe aus der Situation nicht rauskommst.

Als Behandler ist man auf die Mitarbeit der Patienten angewiesen, aber Du wehrst Dich mit Händen und Füßen gegen Diagnosen und Therapien. Und dann wunderst Du Dich, dass die Behandlung schlecht verläuft? Vielleicht solltest Du es ja tatsächlich bei einem Zauberer versuchen - oder doch lieber aufwachen und endlich mal die Initiative ergreifen?!? Denn das hat sich Deiner Aussagen nach bisher auf "Aussitzen" und "Zudröhnen" beschränkt. Und das Ergebnis hast Du jetzt.

Mach was aus Deinem Leben.

Andreas

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anonym, Thursday, 11.11.2010, 23:45 (vor 5759 Tagen) @ Andreas
bearbeitet von anonym, Friday, 12.11.2010, 00:10

Hallo Andreas,
Deinen Eintrag halte ich nicht für sehr qualifiziert und solche Beiträge gehören eben hier nicht hin. Du kannst diese Situation in diesem Sinne sowie so nicht objektiv bewerten, wie keiner von uns bitte und schon gar keine Schlüsse aus vorangeganen Mails ziehen.

Gruß
Corinna

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Andreas, Saturday, 13.11.2010, 12:26 (vor 5757 Tagen) @ anonym

Deinen Eintrag halte ich nicht für sehr qualifiziert und solche Beiträge gehören eben hier nicht hin. Du kannst diese Situation in diesem Sinne sowie so nicht objektiv bewerten, wie keiner von uns bitte und schon gar keine Schlüsse aus vorangeganen Mails ziehen.

Hallo Corinna,

ob mein Eintrag qualifiziert war oder nicht, darf selbstverständlich jeder für sich selbst beurteilen. Aber ich möchte auf die einzelnen Punkte von Dir näher eingehen:

1. Objektive Bewertung der Situation: natürlich schildert jeder Betroffene nur sein eigenes Erleben, daher fehlen wichtige Aspekte, um ein vollständiges Krankheitsbild zu erhalten und anschließend beurteilen zu können. Das brauchen wir aber nur, wenn wir letztlich therapieren wollen. In dem Forum geht es aber doch darum, einschätzen zu können, ob jemand Hilfe braucht, und das ist hier völlig offensichtlich.

2. Rückschlüsse aus vergangenen Mails: wenn man beurteilen möchte, wie sich die Situation entwickelt hat, sind die vergangenen Erzählungen sehr wichtig, sonst bleibt alles bloß Stückwerk. Im vorliegenden Fall ist eben leider genau das eigetreten, was ein paar Forumsteilnehmer und ich befürchtet hatten.

3. Gehören solche Beiträge hierher? Ich habe in allen Einträgen an Johnny versucht darauf hinzuweisen, dass es sich um eine Störung handelt, die dringend behandlungsbedürftig ist. Möglicherweise steht sie auch nicht in direktem Zusammenhang mit der Epilepsie, aber dies zu beurteilen, ist Sache der Ärzte. Das ist nun einmal Fakt, und deshalb müssen solche Aussagen gemacht werden. Alles andere wäre fahrlässig.

Viele Grüße.

Andreas

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Musica, Sunday, 14.11.2010, 09:38 (vor 5757 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas, wie tragisch und mit welchen Gefühlen,welchen Lebensumständen und Verlusten es ist, diese Krankheit anzunehmen kennt wirklich nur ein Selbstbetroffener! Jeder nach seinen Möglichkeiten. Das solltest Du auch bedenken. LG, Musica

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Ela, Sunday, 14.11.2010, 12:27 (vor 5756 Tagen) @ Musica

Hallo Andreas, wie tragisch und mit welchen Gefühlen,welchen Lebensumständen und Verlusten es ist, diese Krankheit anzunehmen kennt wirklich nur ein Selbstbetroffener! Jeder nach seinen Möglichkeiten. Das solltest Du auch bedenken. LG, Musica

Sicher kann man manche Details nur dann wirklich nachempfinden, wenn man sie selbst am eigenen Leibe erfahren hat. Auf der anderen Seite ist auch jeder Mensch und jede Erkrankung ohnehin unterschiedlich, so auch jede Epilepsie. Insofern ist es immer und für jeden nur bis zu einer gewissen Grenze möglich, sich in einen anderen hineinzufühlen, auch in andere "Betroffene". 1:1 kann man sich niemals in einen anderen hineinversetzen, auch nicht, wenn man selbst genau dieselbe Anfallsform hat. Es kommen ja immer auch noch ein unterschiedlicher Charakter, unterschiedliche Lebensbedingungen, eine andere Einstellung zum Leben, Lebensgeschichte und so weiter hinzu.

Andererseits kann man eigene Erlebnisse aus ähnlichen Gebieten oder vergleichbaren Problematiken, vielleicht auch aus der eigenen beruflichen Tätigkeit, auch auf andere Lebenslagen und Situationen übertragen und so nachfühlen, wie es dem anderen innerlich ergehen mag und wann er Hilfe benötigt.

Es hat außerdem auch grundsätzlich nicht jeder Mensch ein gleichermaßen ausgeprägtes Einfühlungsvermögen.

Ist es nicht durchaus denkbar, dass bisweilen ein ebenfalls Betroffener weitaus weniger Verständnis für die Probleme und Empfindungen eines anderen Epilepsiekranken hat als ein Angehöriger oder auch jemand,der bisher wenig mit der Thematik zu tun gehabt hat, dafür aber einige Lebenserfahrung und ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen besitzt?
Ist es nicht durchaus denkbar, dass jemand, der nicht "so nah am Thema dran ist" gerade aus diesem Grunde mit etwas Abstand (auch) einen vernünftigen Ratschlag erteilen kann? Neben den Meinungen anderer Betroffener.

Letztlich sind wir doch alle freiwillig hier, ob nun als selbst Betroffene/r, Angehörige/r oder als jemand, der aus welchen Gründen auch immer am Thema interessiert ist, um anderen Hilfestellung zu geben oder sein Wissen zu teilen.

Andreas hat es vielleicht etwas harsch ausgedrückt, offensichtlich ist es allerdings, dass es für Johnny dringend notwendig ist, etwas zu tun und zwar bald, bevor die Situation noch mehr eskaliert. In einem Selbsthilfeforum oder im Alleingang wird er da nicht weiterkommen.

Psychiatrie endlich vorbei

Andreas, Sunday, 14.11.2010, 12:50 (vor 5756 Tagen) @ Musica

Hallo Andreas, wie tragisch und mit welchen Gefühlen,welchen Lebensumständen und Verlusten es ist, diese Krankheit anzunehmen kennt wirklich nur ein Selbstbetroffener! Jeder nach seinen Möglichkeiten. Das solltest Du auch bedenken.

Hallo Musica,

danke für den Hinweis, aber ich versuche durchaus, mir dieser Problematik immer bewusst zu sein. Daher findet sich in meinen Beiträgen auch keinerlei Wertung, was das persönliche Erleben der Betroffenen angeht. Um diese Dinge auszutauschen, ist das Forum der richtige Platz. Da können Außenstehende wie ich nur stille Mithörer sein.

Bei der vorliegenden Thematik spielt die Epilepsie zunächst aber nicht die Hauptrolle, und das ist ganz wichtig in der Beurteilung der Situation. Selbstverständlich muss sie bei der Behandlung in Betracht gezogen werden, aber die Einschätzung, inwieweit dies geschehen soll, kann hier im Forum niemand abgeben. Da wiederhole ich mich: hierfür braucht es Spezialisten.

Vermutlich hat Dich die Ausdrucksweise in meinem Beitrag gestört. Das hat aber nichts damit zu tun, dass mir die Lage von Johnny egal wäre. Ganz im Gegenteil, sonst hätte ich mich doch längst aus der Diskussion verabschiedet.

Ich möchte das hier auch nicht weiter erläutern, aber wenn Du Fragen dazu hast, kannst Du mich gerne unter meiner Mail-Adresse kontaktieren.

Schönen Sonntag noch.

Andreas

Psychiatrie endlich vorbei

Mondenkind, Sunday, 14.11.2010, 13:17 (vor 5756 Tagen) @ Andreas
bearbeitet von Mondenkind, Sunday, 14.11.2010, 14:13

Hallo Andreas, hallo Johnny,

auch wenn ich schon oft nicht gut auf die Beiträge von Andreas reagiert habe, muss ich ihm hier einfach recht geben.

Egal, ob Andreas mit dem Thema vertraut ist oder nicht, ich bin derselben Meinung (und ich bin von der Epilepsie betroffen) und sage es hier auch:

Johnny, du brauchst intensive Hilfe, die können wir dir hier im Forum nicht geben. Es wäre schön, wenn du die Hilfe von außerhalb annimmst ohne dir darüber Sorgen zu machen oder dich dafür zu schämen. So etwas kann jedem passieren.

Ich habe bisher zweimal in meinem Leben Hilfe beim Therapeuten und mit Antidepprisiva angenommen und mir hat es beide Male gut getan.

Das erste mal war 1996 als die Epilepsie bei mir auftrat. Ich war fast 2 Jahre regelmäßig (erst wöchentlich, dann zweiwöchentlich, dann einmal im Monat) bei einer Therapeutin. Es hatte sich sehr viel angestaut, was ich loswerden musste.

Dann war es noch einmal 2001. Die Anfälle sind nach über einem Jahr wieder aufgetreten. Mir ging es eigentlich gut. Ich hatte meinen Studienplatz, hatte neue Freunde gefunden und genoß das Leben. Dann passierte es wieder.

Auch hier stimmte ich den Antideprissiva wieder zu und auch einen Termin bei einem Therapeuten. Und wieder hatte es mir geholfen. Hier war ich dann etwa ein halbes Jahr wöchtenlich, dann noch ein paar Stunden alle 2 Wochen und dann sagte ich von mir aus, dass es mir gut getan hätte, ich es aber jetzt nicht mehr bräuchte.

Wir machten aus, dass ich mich melde, falls es mir wieder schlechter geht. Ich habe es bis heute nicht gemacht und auch nicht gebraucht.

Viele liebe Grüße
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Psychiatrie endlich vorbei

Musica, Sunday, 14.11.2010, 15:34 (vor 5756 Tagen) @ Andreas

...jeder nach seinen Möglichkeiten! Jonny ist mir als Leidensgenosse bei Weitem nicht egal und ich bin gespannt, wann er sich hier endlich wieder meldet!;-)meinen Beitrag wird er sicherlich nicht gut finden, das ist mir durchausbewußt,aber nur er kann sich selbst helfen! LG, musica

Psychiatrie endlich vorbei

Andreas, Sunday, 14.11.2010, 17:12 (vor 5756 Tagen) @ Musica

nur er kann sich selbst helfen!

Hallo Musica,

genau hier liegt der Denkfehler, und so gerne ich Dir zustimmen würde, aber gerade das funktioniert nicht. Ich möchte meine Erläuterungen dazu aus verschiedenen Gründen nicht auf die laufende Diskussion beschränken, sondern vielmehr verallgemeinern.

Wenn sich im Forum jemand meldet, der seine Epilepsieanfälle nicht in den Griff bekommt, dann erhält er Ratschläge, an wen er sich wenden kann (Neurologen, Epileptologen, Fachkliniken, usw.). Mit diesen Hinweisen kann der Betroffene etwas anfangen, man hat ihm Alternativen aufgezeigt, er hat eine Anlaufstelle, an die er sich wenden kann, wenn er es denn möchte. Es würde doch niemand auf die Idee kommen, hier zu sagen: Nur Du selbst kannst Dir helfen.

Zeigt sich im Laufe der Diskussion jedoch, dass es sich primär um eine Störung auf einer anderen Ebene handelt, dann ist es zunächst wichtig, dies zu erkennen, um dann ggf. Ratschläge zu geben, welche Möglichkeiten bestehen. Ein Hinweis im Sinne von "Das kriegst Du schon alleine hin" geht ganz klar in die falsche Richtung, auch wenn er noch so gut gemeint war.

Manche Krankheiten wie z. B. Erkältungskrankheiten lassen sich durchaus alleine bewältigen, gar keine Frage. Schwerwiegendere Erkrankungen jedoch brauchen professionelle Unterstützung. Ich denke, da sind wir uns alle einig und dessen sollten wir uns auch bewusst sein, wenn wir Ratschläge geben.

Viele Grüße.

Andreas

Psychiatrie endlich vorbei

Musica, Monday, 15.11.2010, 09:39 (vor 5756 Tagen) @ Andreas

Ist es ein Denkfehler, wenn man jemand ohne Umschweife vermittelt, dass er "Hilfe zur Selbsthilfe" umsetzen soll? Das ist in Kurzform, was ich Jonny vermittlen wollte wie hier jeder andere auch!;-) LG und gute Woche, Musica

Psychiatrie endlich vorbei

Musica, Sunday, 14.11.2010, 09:11 (vor 5757 Tagen) @ Johnny

Hallo Jonny, sicher kann Andreas keine individuellen Ferndiagnosen stellen. Aber dass er andere Kenntnisse hat als wir `normalen`Epi`s ist schon sehr erkenntlich. Er hat auch leicht reden weil er die Krankheit selbst gar nicht hat sondern sich beruflich damit beschäftigt. Allerdings hat er recht. Solange Du diese schreckliche Krankeit nicht akzepierst und Dich gegen jede Therapie mit Händen und Füßen wehrst mußt Du Dich nicht wundern, wenn Ärute etc. so reagieren. Sie hben schließlich den Auftrag, Dir zu helfen, oder glaubst Du etwa, sie wollen Dich alle schikaniern? Es wäre unfair, Dir hier gut zuzureden. Deshalb sage ich Dir, dass es so nicht besser wird. Trotzdem, einen schönen Sonntag und lieben Gruß, Musica

Psychiatrie endlich vorbei

anonym, Monday, 15.11.2010, 18:58 (vor 5755 Tagen) @ Musica

Hallo Musica,
du hast jetzt etwas ganz wichtiges erwähnt, Andreas ist nicht selbstbetroffen, sondern beschäftigt sich mit dem Thema. Ich meine sein Hund hat Epilepsie, wenn ich nicht ganz falsch liege.

Gruß
Corinna

Psychiatrie endlich vorbei

Andreas, Monday, 15.11.2010, 20:45 (vor 5755 Tagen) @ anonym

du hast jetzt etwas ganz wichtiges erwähnt, Andreas ist nicht selbstbetroffen, sondern beschäftigt sich mit dem Thema. Ich meine sein Hund hat Epilepsie, wenn ich nicht ganz falsch liege.

Hallo Corinna,

den Hinweis verstehe ich nicht. Inwiefern ist es "ganz wichtig", dass ich nicht selbst betroffen bin? Welche Relevanz hat das bezüglich meiner Aussagen in der laufenden Diskussion?

Gruß

Andreas

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Johnny, Monday, 15.11.2010, 22:05 (vor 5755 Tagen) @ Andreas

Hallo

Sorry das ich mich jetzt erst melde war wieder in so nem komischen Zusatnd unmöglich irgendwas zu tun. Mischphase nennt sich das angeblich. Bin manisch und depressiv gleichzeitig. Der Zustand ist eine Folter. Wegen dem Bin ich auch eingewiesen worden. Mehr oder weniger zwangsweise das war gar net lustig. Hatte weder Nerven noch Kraft für Gegenwehr. Rapid Cycling lautete die Diagnose die anderen sagten Zyklothymie beides Formen der bipolaren Erkrankung. Das schnelle Wechseln der Phasen macht mich wahnsinnig. Dann wurde ich mit Medis vollgestopft. Hab angst das es wieder losgeht und ich wieder dort lande. Schäme mich für die Diagnose.

Grüße Johnny

Psychiatrie endlich vorbei

Lerche, Monday, 15.11.2010, 21:59 (vor 5755 Tagen) @ anonym

Hallo Corinna,

nix für ungut, aber mein NeuroDoc z.B. hat auch keine Epilepsie. Würd ihm aber nie mit "Halten Sie sich raus, Sie wissen ja nicht, wie das ist" o.ä. kommen.
Leute, die Impfstoffe entwickeln (oder sich dafür auch nur interessieren), haben auch nicht unbedingt alle Grippe, Pocken, Malaria usw. Nur mal als Beispiel.

MfG Uwe

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anonym, Monday, 15.11.2010, 23:08 (vor 5755 Tagen) @ Lerche

Hallo Lerche,
wir sind hier nur ein Forum von Laien.

Gruß
Corinna

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Johnny, Monday, 15.11.2010, 23:11 (vor 5755 Tagen) @ Lerche

Hallo

Wollte nur noch kurz meinen Krankheitserlauf schildern. Befinde mich in einer abklingenden schwachen Mischphase als sorry wenn ich irgendeinen Mist zusammenschreibe. 1995 brach die Krankheit aus aber nur mit schwachen Phasen ohne jegliche Gefahr. Da trifft die Diagnose Zyklothymie die Leichte Form von dem zu. 2004 wurden die einzelnen Phasen Manien und Depressionen stärker und intensiver. WÄhrend der Manie schlaf ich sehr wenig und das tretet Anfälle los. Da trifft die klassische bipolare Erkrankung leider zu. 2010 im Juni Anfang Juli explodierte das regelrecht. 10 Phasen hintereinander. Auch 2 Mischphasen waren dabei die ich zuvor nie hatte. Die waren schrecklich ich wusste nicht wie ich mich verhalten soll. Beides gleichzeitig. Als damals das mit meiner Ex passierte machte ich einen Schwur. Nie in die Psychiatrie egal was passiert. Daran hielt ich mich auch. Auch bei Suizidgedanken weigerte ich mich. Schliesslich Mitte Oktober die Einweisung, mein Widertstand und der Schwur waren gebrochen und das gegen meinen Willen. Die wunderten sich alle das ich nicht schon vor Jahren zusammengebrochen bin. Hatte mich tapfer gewehrt und bin auch immer arbeiten gegangen. Krankenstände ja aber nie so lange. Gerade Einweisung wollte ich nicht. Über 4 Wochen in der Klapse blanker Horror. Gerade das ich nicht angehängt wurde wie meine Ex. Mit der Epi hab ich mich mittlerweile abgefunden aber eine bipolare Erkrankung egal welcher Stärke kann und will ich nicht tolerieren. Die haben mir irgendein komisches Buch drüber in die Hand gedrückt. Habs dann zuhause einfach in die Ecke gepfeffert wills einfach nicht wissen und wahrhaben. Befasse mich wieder mit der Technik mist interessanter und weniger belastend. Bipolar ? Will das einfach nicht sein.

Grüße Johnny

Psychiatrie endlich vorbei

Mondenkind, Tuesday, 16.11.2010, 09:33 (vor 5755 Tagen) @ Johnny

Hallo Johnny,

ich denke, das ist das Problem, dass du deine Erkrankung nicht anerkennen kannst / willst.

Und hier ist es egal, um welche Erkrankung es sich handelt, ich finde es wichtig, dass du sie anerkennst, denn nur so kannst du es schaffen, dich gegen sie zu stellen, anders wird sie dich nur noch kaputter machen, denn (noch) hat sie die Oberhand - und so lange das so ist, wird sie dich immer wieder besiegen.

Ich kenne mich mit der bipolaren Erkrankung nicht aus, aber ich weiß von der Epilepsie her, dass ich mit der Erkrankung besser zurecht gekommen bin, nachdem ich sie anerkannt und zu meinem Leben hinzugezählt habe.

Alles Gute & Lieben Gruß
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Psychiatrie endlich vorbei

anonym, Tuesday, 16.11.2010, 17:16 (vor 5754 Tagen) @ Mondenkind

Hallo Jonny,
das es so ungünstig um deinen Gesundheitszustand steht, konnte ich nicht ahnen.
Mit bipolaren Störungen kenne ich mich auch nicht aus, aber Du solltest unbedingt den Rat der Forumsteilnehmer annehmen und einen Facharzt aus der neurologie/psychologie/epileptolgie unbedingt konsultieren, der dir einen Fahrplan mit an die Hand geben wird, wie dann weiterzuverfahren ist.

Alles Gute
Corinna