Nervus vagus Stimulator
juergen, Tuesday, 16.11.2010, 18:02 (vor 5754 Tagen)
Bin ganz happy,
hatte gerade einen Anruf aus Uni Marburg,das unsere Tochter schon am 13.12.10 anstatt 7.2.11 einen termin zum EEG Monitorung hat.Danach koennen wir die Sache mit dem NVS in Angriff nehmen,und hoffen das sich Ihre Situation verbessert.
Wer Erfahrung damit hat kann mir gerne schreiben.Noch nen schönen Abend von einer
glücklichen Tochter und Mama
V.
Nervus vagus Stimulator
Susan, Tuesday, 16.11.2010, 18:12 (vor 5754 Tagen) @ juergen
Das ist ja eine gute Nachricht. Ich wünsche Euch viel Glück und dass es die erhoffte Besserung bringt. Toi-toi-toi
Susan
Nervus vagus Stimulator
Anton, Wednesday, 17.11.2010, 11:21 (vor 5753 Tagen) @ juergen
Hallo Jürgen,
dann geht es Montag in drei Wochen los. Hat bestimmt jemand abgesagt, dass ihr jetzt schon dran seid. Ist davon gesprochen worden, wie lange die Untersuchung dauert? Ich bin Juni 2006 am Temporallappen (wegen einer Hippocampus-Skerose) operiert worden. Bin seither anfalls- und aurenfrei.
Ich habe damals auch die Möglichkeit eines Vagus-Nerv-Stimulators in Erwägung gezogen. Kann aber nichts Genaues dazu sagen. Ich weiß allerdings, dass danach schon wieder etwas Neues „erforscht“ worden ist. Dieser Link führt dich dorthin. Wenn Du unter auf „Patienteninformationen“ klickst, erhältst Du Info zum VNS. Ich wünsche Euch viel Erfolg.
Liebe Grüße
Anton
http://www.uniklinik-freiburg.de/epilepsie/live/therapie/tiefenhirnstimulation1.html
Nervus vagus Stimulator
Anton, Wednesday, 17.11.2010, 11:30 (vor 5753 Tagen) @ juergen
Hallo Jürgen,
da bin ich noch mal. Möchte noch etwas zum Monitoring sagen, mich hat es gar nicht belastet, Schilderungen in den Epilepsie-Foren stellen es leicht als Tortur dar. Der Patient wird die ganze Zeit betreut, in allen Situationen, so dass gar nichts passieren kann. Ich kopiere dir den Bericht über meine Erfahrungen unten hin.
Viele Grüße
Anton
Das präoperative Monitoring
Der Epilepsie-Chirurgie geht die präoperative Intensiv-Diagnostik voraus. Es heißt Intensiv-EEG-Video-Monitoring und dauert gut 10 Tage. Wenn es während der Zeit nicht zu Anfällen kommt, gibt es Möglichkeiten, sie zu provozieren:
a) Die Medikamentenmenge wird langsam heruntergefahren oder b) es wird Schlaf entzogen, c) Es wird mit Flackerlicht so lange und so intensiv hantiert, bis es zum Anfall kommt.
Unmittelbar vor dem Monitoring werden dem Patienten ungefähr 30 bis 50 Elektroden auf den Kopf geklebt. Sie müssen mindestens eine Woche halten. Die Drähte zum Kopf werden durch eine Kupplung mit dem EEG-Aufzeichnungsgerät verbunden. Es wird nur vom Gerät abgekuppelt, wenn ein Weg ins Bad erforderlich ist, Untersuchungen außerhalb des Zimmers anstehen und bei wichtigen Gründen. Sobald sich Drähtchen lösen, wird es von den Pflegemitarbeitern erkannt und wieder befestigt.
Wer den Raum für zwingende Dinge verlassen möchte, wird abgekuppelt. Das Monitoring beinhaltet drei zeitgleich nebeneinanderher laufende Aktionen. Erstens werden ununterbrochen die Hirnströme aufgezeichnet, zweitens läuft Tag und Nacht eine Videokamera und drittens befindet sich ein Mikrofon im Zimmer.
Außerdem finden zahlreiche Gespräche und Untersuchungen statt. Und zwar mit Psychologen, Neuropsychologen, Epilepsie-Chirurgen und Epileptologen. Es werden Geschicklichkeitstests gemacht. Auch neuropsychologische Untersuchungen durch Tests finden statt. Und es wird ein Strukturelles MRT gemacht, das länger dauert als das normale MRT. Danach entscheiden die Ärzte, Psychologen und Chirurgen im Team (die sogenannte Fallkonferenz), ob eine Operation sinnvoll ist oder nicht.
Mich hat das Monitoring nicht belastet. Ich habe viel gelesen, habe mich ausgeruht und die erforderlichen Anfälle bekommen. Das ist meine Erinnerung an die Sache.