Homoopathie

saba, Wednesday, 01.12.2010, 20:09 (vor 5739 Tagen)

hallo,
ich habe folgende Seite gefunden

http://homoeopathie-liste.de/mittel/cicuta-virosa.htm

es werden verschiedene Mittel bei Epilepsie angegeben. Was haltet ihr davon? Natürlich nur neben der normalen Therapie?

Hat jemand damit Erfahrungen?
LG
Saba

Homoopathie

unbekannt, Wednesday, 01.12.2010, 21:41 (vor 5739 Tagen) @ saba

" Die Giftpflanze Wasserschierling wird als homöopathisches Mittel Cicuta virosa vor allem bei Krampfneigung eingesetzt. "


Hm hab das auch mal in einem Kräuterlexikon gelesen : gefleckter Schierling
bei Epilepsie

Denkt man natürlich erst mal an Sokrates.:-D

Homoopathie

dannie89 ⌂, Bayern, Thursday, 02.12.2010, 18:27 (vor 5738 Tagen) @ saba

hallo saba,
ich habe sehr gute erfahrungen damit. Meine Anfälle sind wirklich besser geworden .
Ich kann es jedem nur empfelen.´
ich gehe jetzt schon seit 8 wochen dort hin und es hilft mir.

liebe grüße
Daniela

--
Carpe Diem-Nutze den Tag,

Homoopathie

saba, Thursday, 02.12.2010, 19:27 (vor 5738 Tagen) @ dannie89

hallo,

wo genau gehst du denn hin? Zum Heilpraktiker? Was kostet das und was wird da gemacht?
LG

Homoopathie

HeinzGR, Chur, Monday, 13.12.2010, 21:21 (vor 5727 Tagen) @ dannie89

Liebe Daniela,
Welchen Epi-Typ hast Du denn?
Ich habe partielle Frontallappen-Epi, teils sekundär-generalisiert. Passt das für Homöopathie? Werde zur Zeit gerade auf Vimpat, 100mg umgestellt (1-0-2). Hatte vor 3 Wochen jedoch nach 35-jähriger Epi mit 40 meinen ERSTEN Grand-mal. Meine Frau erschrak sehr dabei, rief Ambulanz und ich landete auf der Notfall-Station.
Mit googeln hab' ich jedoch gute Erfa's mit Vimpat gefunden, hab jedoch Angst vor Vergesslichkeit! Wirkt bereits bei mir, von früherer Medikation. - Wer hat ähnliche Erfa?

Homoopathie

tanguera, Schweiz, Monday, 13.12.2010, 21:55 (vor 5727 Tagen) @ HeinzGR

Hallo HeinzGR,

ich beziehe meine Antwort zuerst auf Vimpat- nehme zur Zeit 100-0-100 ca. etwas mehr als einen Monat (ich habe Temporallappenepi mit fokalen Anfällen).
Ich merke nicht viel von Nebenwirkungen (nur ab und zu sehe ich verschwommen).
Mit Schadenfreude habe ich festgestellt, dass mein Mann viel mehr vergisst als ich, und das auch ohne Epi ;-)
Leider merke ich auch nicht sehr grosse Besserung (ich nehme auch noch Keppra 1000-0-1000) und habe immer mehr Auren in der letzten Zeit. Ob das nur subjektives Empfinden ist oder nicht, erfahre ich spätestens am Donnerstag beim Kontroll-EEG.

Was die Naturheilmittel angeht, habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, zwar nicht im Zusammenhang mit Epi, sondern bei anderen Gelegenheiten, schlussendlich war ich froh, dass es Schulmediziner gibt. Hier im Forum wirst Du ganze Diskussionen dazu finden, meistenst mit der Empfehlung, bei der Schulmedizin zu bleiben!

Gruss ebenfalls aus der Schweiz

tanguera

Homoopathie

HeinzGR, Chur, Monday, 13.12.2010, 22:17 (vor 5727 Tagen) @ tanguera

@tanguera: Vielen Dank, ermutigt mich bei Schulmedizin zu bleiben. Keppra hatte ich auch. "Mehr Auren" - das fällt mir auch auf. Früher hatte ich unter Urbanyl, 30mg die beste Anfalls-Statistik: Zw. 0 - 1x monatl. Heute bin ich bei 2 - 5 monatl. Welche Erfa's hast Du bezüglich Arbeitssuche / Epi? Stecke mitten im Bewerbungsprozess! Lust auf Kontaktaufnahme exkl. dieses Forums? Wär noch cool für etwas detailierteren Austausch. Vielleicht finde ich Dich ja auf facebook, dann musst hier keine Mail publizieren, hm?
Wünsche anyway schönen Abend und alles Gute!! Heinz

Homoopathie

tanguera, Schweiz, Tuesday, 14.12.2010, 12:53 (vor 5726 Tagen) @ HeinzGR

Hallo Heinz,

Welche Erfa's hast Du bezüglich Arbeitssuche / Epi? Stecke mitten im Bewerbungsprozess!

Eigentlich keine! Ich bin fast vier Jahre fest angestellt, habe meine Stelle direkt nach dem Studium per Zufall bekommen. Ich wollte noch eine kleine Pause machen, da meine Kinder damals noch sehr klein waren, habe dann mit 50% doch angefangen, inzwischen auf 3 Tage / Woche ausgebaut, je nach Bedarf auch mehr.
Ich weiss es seit Januar '10, dass ich Epi habe, jedoch ungefähr wie Du - ich habe sie seit ich 5 war. Bin damit aufgewachsen und nicht gewusst, dass ich es einem Artzt erzählen sollte -bis es im Herbst vor einem Jahr richtig schlimm wurde...
Ich arbeite in einem kleinen Team, wo jeder weiss, wie krank ich bin.

Ich kann meine Arbeit manchmal auch von zu Hause aus machen, da ich zum Teil technische Texte und Dokumentationen übersetze.

Ich habe ein anderes Problem- gerne würde ich für ein paar Stunden zu meinem ursprünglichen Beruf zurückkehren und wenigstens als Klassenassistenz arbeiten. Ich habe einfach Angst, es zu wagen, da ich mir nicht vorstellen kann, vor die Schüler zu treten, und was passieren würde, wenn ich dann einen Anfall bekäme.

Falls ich mich bewerben würde - muss man es in der Schweiz offen legen, dass man Epi hat??? Ich hatte bis jetzt "nur" fokale Anfälle, die für Aussenstehende nicht so bemerkbar sind, da ich dabei so aussehe, als wäre mir total schlecht...

Was sind Deine Erfahrungen?

Gruss

tanguera

Homoopathie

HeinzGR, Chur, Tuesday, 14.12.2010, 14:39 (vor 5726 Tagen) @ tanguera

Hallo Tanguera,
Danke für Dein Mail - somit hattest Du erst dieses Jahr einen sog. 'Grand-Mal', wenn ich richtig verstehe. - Tja, das mit dem offenlegen müssen tönt manchmal nach zweischneidigem Schwert. Nur zum Vergleich: Sicher weisst Du auch, dass diverse Frauen während ihrer Tage sich mal 1 - 3 Tage 'frei' nehmen unter dem Alibi "krank". Haben diese das beim Vorstellungsgespräch angekündigt? - Wohl kaum!
Und wie schlimm ist nun eine nicht angekündigte Epi - Absenz von ca. 10-minütiger Dauer? Weit weniger schlimm und - bei mir - max. 2x monatlich! Auch jeder Migräniker fehlt nach einer Attacke bestimmt mehr als ein Epileptiker mit ca. 30 Minuten. Somit wertet ich unser Leiden als "nicht relevante" Absenz für das Geschäft. somit muss ich es auch nicht sagen. Anders sähe es aus, wenn die Mitarbeiter über Notfall-mässige Massnahmen informiert sein müssten; ist bei mir (uns) aber auch nicht der Fall. Bin nach spät. 10 Min. wieder 'da' und arbeite weiter, wie wenn nix gewesen wäre. Der grosse Vorteil von Absenzen statt Anfällen.
Du schreibst "...sagen müssen": Das Gesetz schreibt nur von "RELEVANTEN Abwesenheiten". Wer 3 x 5 Min. die Kaffeepause überzieht, hat dem AG bereits mehr geschadet als eine 10-minütige Absenz! Deshalb sage ich mit gutem Gewissen gar nichts, ausser ich werde darauf angesprochen (Fahrtauglichkeit oder Militär). Lügen leiste ich mir nicht.
Versuch mal ein Bewerbungsgespräch mit Kollegen zu simmulieren. Sie sollen Dich darauf ansprechen. Übe so ganz überzeugt und SELBSTBEWUSST! es zu verschweigen, ohne "ähmm...", Sprechpausen oder so.
Hatte kürzlich jedoch bei neuem Temporärjob am ERSTEN Arbeitstag auf Grund Informationsflut(!) Absenz erlitten: War natürlich dumm, AG ist in solch einem Moment nur schwer zu überzeugen, dass es eben grad dieses 1x monatlich war. Bereits Dich mental auf einen solchem Moment vor! Entscheide Dich vorgängig wie Du reagieren willst; z.B. bei ersten Aura-Sympthomen sofort und konsequent im WC oder draussen verschwinden. So merkt niemand etwas und kurz später ist alles vorbei. Oder bereite Notfall-Info-Zettel vor, den Du aus der Tasche ziehen kannst und deinen MA vorlegst. Dort steht kurz und einfach drauf, was Sie (nicht) machen müssen.
Wünsche Dir alles Gute, Erfolg und baldige Heilung! - P.S. Bist Du auf facebook?
Grüsslein, Heinz - Schweiz

Beruf

tanguera, Schweiz, Wednesday, 15.12.2010, 12:09 (vor 5725 Tagen) @ HeinzGR

Hallo Heinz,

also - ehrlich, in welchem Teil der Schweiz wohnst Du, wo sich Frauen unter diesem Vorwand frei nehmen können? Die Mehrheit von den Frauen hat ihre Tage regelmässig, ich kann mir nicht vorstellen, dass es dem Arbeitgeber nicht auffallen würde und dass er das auch tollerieren würde, wenn eine Frau jeden Monat eine Krankheit "vortäuschen" würde.:-)

Ich hatte noch keinen Grand Mal gehabt, hoffe auch keinen zu bekommen, eine Sicherheit gibt es jedoch nie. Meine Kollegen sind deshalb alle informiert und gehen damit super um.

Die Frage an die ganze Runde:
ist vielleicht ein Lehrer/in unter Euch? Das wollte nämlich schon immer fragen. Ich finde einfach den Mut nicht, mich zu bewerben. Es fehlt mir nicht an der Qualifikation, sondern, kann mich nicht überwinden und die Epi dabei vergessen...
Ich möchte meinen jetzigen Job nicht aufgeben, denn den mache ich super gern, einfach nur ein paar Stunden zusätzlich unterrichten.

Gruss

tanguera

Homoopathie

Ela, Monday, 13.12.2010, 22:20 (vor 5727 Tagen) @ HeinzGR

Ich habe partielle Frontallappen-Epi, teils sekundär-generalisiert. Passt das für Homöopathie?

Kommt darauf an, was du erwartest, Heinz.

Suchst du eine Therapie, die über den Plazebo-Effekt hinausgeht, deren Wirksamkeit nachweisbar vorhanden ist ...dann ist Homöopathie nicht das Richtige.

Bist du bereit für ein angenehmes Ambiente,viel Zeit deine Krankengeschichte zu erzählen, einen Haufen Geld auf den Tresen zu legen? Dann kann allerdings Homöopathie etwas bringen...Entspannung, Wohlbefinden...möglicherweise führt das dazu, das du dich besser fühlst.Epilepsie heilen kann man damit nicht.

Deine Entscheidung, ob du dafür Geld ausgeben magst.

Ach ja, bevor ich es vergesse... mein Sohn hat auch eine fokale Frontallappen-Epi.Klassische Homöopathie hat bei uns auf der ganzen Linie versagt und uns notfallmäßig einen stationären Aufenthalt im Krankhaus beschert. Und da ging es nicht so lustig zu wie hier:

http://www.youtube.com/watch?v=Uvvp2lYz1J8

Verständlich, warum Homöopathie nicht funktioniert erklärt es Dr.Vahle:

http://www.novo-magazin.de/67/novo6734.htm

Oder Rainer Wolf und Jürgen Windeler:

http://www.gwup.org/component/content/article/333-homeopathie-erfolge-nur-placeboeffekt