Bethel
Musica, Sunday, 30.01.2011, 20:53 (vor 5679 Tagen)
Hallo, viele hier berichten von Bethel,bzw, dass es viel gebracht hat. Was war vor dem Aufenthalt dort anders?LG, Muscia
Bethel
Mondenkind, Monday, 31.01.2011, 11:14 (vor 5678 Tagen) @ Musica
Hallo Musica,
meinen ersten Anfall bekam ich 1996 ein paar Monate nach meinem ersten Arbeitsbeginn. Mein damaliger Neurologe sagte, dass die Anfälle vom "Arbeitsstress" kommen würden, hinzu noch ein paar Probleme zu Hause - die wohl fast jeder Jugendlicher hat... fertig).
Ich hatte zig Medikamentenwechsel hinter mir, doch keines half so wirklich - die Anfälle kamen immer wieder.
Vor dem Aufenthalt in Bethel wusste ich also nicht, woher meine Anfälle kamen. Ich versuchte Stress zu vermeiden, führte Anfallstagebuch, merkte, dass die Anfälle auch in ruhigen Situationen passierten, hatte durch Umzug einen neuen Neurologen, doch es änderte sich nichts.
Nach einem weiteren Umzug sagte 2008 mein damaliger (und heutiger) Neurologe zu mir "ich weiß nicht weiter, ich würde Sie gerne zur Reha nach Bethel schicken". Ich stimmte diesem zu.
In Bethel wurde dann alles auf den Kopf gestellt - dass Stress nicht der Auslöser war, war schnell klar... man fand eine Vernarbung am linken Hippocampus.
Es wurden zwar auch vor Bethel schon MRTs gemacht, doch diese wurden nicht in einer Epileptologie gemacht und bei diesen sah man die Vernarbung nicht.
Man hatte als erst nach fast 12 Jahre die Ursache meiner Epilepsie gefunden.
LG
Mondenkind
--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
Bethel
Musica, Monday, 31.01.2011, 13:11 (vor 5678 Tagen) @ Mondenkind
Danke Mondenkind, Du hast Dich operieren lassen und keine Anfälle mehr? Nimmst/mußt Du trotzdem Medi`s nehmen? Es ist schon unglaublich, dass Du 12 Jahre nicht ausreichend behandelst wurdest. LG
Bethel
Mondenkind, Monday, 31.01.2011, 13:27 (vor 5678 Tagen) @ Musica
Danke Mondenkind, Du hast Dich operieren lassen und keine Anfälle mehr? Nimmst/mußt Du trotzdem Medi`s nehmen? Es ist schon unglaublich, dass Du 12 Jahre nicht ausreichend behandelst wurdest. LG
Hallo Musica,
dass jemand unzureichend behandelt wird, hört man leider immer mehr...
Ich habe seit der OP (14.09.2009) keinen Anfall mehr, zurzeit habe ich meine längste anfallsfreie Zeit seit die Epi erneut diagnostiziert wurde (10.1996).
Ich nehme weiterhin Medikamente ein (Keppra & Apydan extent). Das Keppra setze ich zurzeit ab (alle 6 Wochen 500 mg weniger), das dauert jetzt noch bis Anfang Mai.
Danach wird das Apydan (Oxcarbazepin) in Carbamazepin "umgewandelt", das ist bei einer Schwangerschaft risikoloser.
LG
Mondenkind
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Bethel
Musica, Monday, 31.01.2011, 16:39 (vor 5678 Tagen) @ Mondenkind
Hallo Mondenkind, danke Dir,- ich habe immer geglaubt, dass nach einer gelungenen OP keine Medi`s mehr genommen werden müssen. Wozu dann die OP? Wärst Du mit ausschließlich medikamentöser Behandlung nie anfallsfrei geworden?
Falls Du schwanger bist oder es werden willst, ganz, ganz viel Glück
Schön, dass es gute Medi`s gibt! LG Musica
Bethel
Mondenkind, Monday, 31.01.2011, 19:25 (vor 5678 Tagen) @ Musica
Hallo Musica,
ich weiß nicht, wie es bei anderen OPs ist, aber für mich gilt: nein, da meine Epi durch eine Vernarbung kommt, wäre ich nie durch Medikamente anfallsfrei geworden (nach heutigem medizinischen Wissensstand).
Die Vernarbung konnte nicht komplett entfernt werden, es ist immer noch ein klitzekleines bisschen da. Ich habe die Wahrscheinlichkeit von ca. 80 %, dass keine Anfälle mehr auftreten, (und 95 % dass die Anfälle schwächer werden), aber kein Arzt wird dir eine 100%-Chance geben.
Deshalb weiterhin die Medikamente. Es kann sein, dass ich mich irgendwann traue, das 2. Medi auch abzusetzen, aber ich kenne einige, die dies nicht machen, eben weil sie ein bisher gutes Leben ohne Anfälle haben - und sie Angst haben, dass wieder Anfälle auftreten könnten, wenn sie die Medis komplett absetzen...
Noch bin ich nicht schwanger, wir werden warten, bis ich das Keppra komplett abgesetzt habe, aber trotzdem "Danke"
Viele liebe Grüße
Mondenkind
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Bethel
bianca29j., eschwege, Monday, 31.01.2011, 17:45 (vor 5678 Tagen) @ Musica
hallöchen ich bin bianca,29j.alt und habe grand-mal epi form und art und nehme keppra 1500mg und abend auch 1500mg habe durch des keppra 4jahre anfallsfreiheit erreicht und auch den führerschein...jetzt habe ich bald wieder 3 jahre anfallsfreiheit,habe dann 2008 april wieder nach 4 jahren anfallsfreiheit einen epi.anfall gehbat dann im okt.2008hatte ich was sich kaum ein mensch vorstellen kann,was ganz schlimmes,einen status-epilepticus gehabt,dass ist wenn ein anfall kommt dieser dann vorbei ist,aber dass bewusstseinsvermögen nicht wieder erlangt wurden ist,die passierte an einem sam.und wieder zu mir gekommen bin ich an einem mo.nachmittag in marburg in der uni-klinik...daraufhin hat meine epi-beraterin in marburg fr.juliane schulz 06421/2865438 mir geraten,dass kann ja nicht so weitergehn sie hat mich,klar war ich damit einverstanden,in eine berufliche und medizinische reha nach bielefeld-bethel geschickt,dort wurde ich erstmal von kopf bis fuss untersucht,alles mögliche,was aber richtig und gut so war,werde nächstes jahr nochmal dahin fahren...naja und auf jeden fall,kann ich es nur weiter empfehlen...(war in der reha 7 wochen,dass war es mir aber allemal wert)
herzliche und liebe grüsse
bianca