war das ein Anfall ?

Gittala, Hallstadt, Sunday, 13.02.2011, 12:15 (vor 5665 Tagen)

Hallo zusammen,


meine Tochter hat komplex fokale Anfälle und sehr heftig, mit ruckartigen Bwegegungen von allen Gliedmaßen mit etwas einnässen und dauert so ungefähr bis sie wieder völlig klar, 5 min. Doch heute war es anders. Sie hatte früh wie immer ihren Anfall im Bett und nach einiger Zeit führte ich sie auf die Toilette aber sie war völlig neben sich, gelaufen ist sie, dann brachte ich sie wieder ins Bett und sie war gleich weggetreten, sie schien zu schlafen. Dann stöhnte sie und ab und zu öffnete sie die Augen und die waren so verdreht wie wenn sie einen Anfall hätte, aber schloss sie auch gleich wieder. Das ganze Spiel ging so über 10 min. Ich sass an ihrem Bett und überlegte ob es jetzt ein längerer Anfall sei und ob ich ihr Tavor geben muss. So nach gut 10 min. war siedann wieder wach und ich fragte sie wie es ihr geht und sie sagte ich habe Kopfweh und bin müde. Das war um 8 Uhr, das geiche spielte sich um elf Uhr wieder ab und sie schläft immer noch. Ich hatte ihr kein Tavor gegeben weil ich unsicher war, ausserdem ist sie davon immer sehr benommen.
Was meint ihr? War es ein Anfall? Oder nur eine längere Erholungsphase. Ich ruf eh morgen beim Neurologen an, aber ich würde auch gerne eure Meinung hören.

Vielen Dank und lieben Gruß

Brigitte


PS: und ich lasse sie heute nicht aus den Augen

war das ein Anfall ?

sandra79, Monday, 14.02.2011, 14:39 (vor 5664 Tagen) @ Gittala

Guten Morgen Gittala,

ich will dich ja nicht ängstigen aber geh mal davon aus.So wie Du
es beschreibst erkenne ich mich u.a. sehr darin wieder.Ich denke die
anderen werden mich darin bestätigen können,daß es ganz unter-
schiedliche "Auswirkungen" von Epi gibt :-( .
Schreib doch bitte mal was dein Neurologe gesagt hat.

Ich dank schon mal.:-)
lg. sandra79

war das ein Anfall ?

Gittala, Hallstadt, Monday, 14.02.2011, 19:20 (vor 5664 Tagen) @ sandra79

Hallo sandra79,

vielen Dank für deine Antwort.
Ich habe heute beim Neurologen angerufen und er hat mir bestätigt so wie ich es ihm geschildert habe, das es sich wahrscheinlich um einen Anfall handelt. Meine Tochter hat immer mal was anderes, es ändert sich ständig was und irgendwie kommen neue Anfallsformen hinzu. Doch sowas hatte ich noch nicht erlebt und war etwas erschrocken. Ich soll sie in dem Moment nicht aus den Augen lassen und wenn er wirklich lange dauert soll ich es unterbrechen mit Tavor. Ich hoffe das es bei den zweien bleibt und nimmer vorkommt.

Lieben Gruß


Brigitte

war das ein Anfall ?

Musica, Monday, 14.02.2011, 22:27 (vor 5664 Tagen) @ Gittala

Hallo Gittala, ich wollte Dich schon immer einmal fragen wie alt Deine Tochter ist und ob sie auch außer Haus etwas macht, je nachdem. Es kommt so herüber, dass Du immer bei ihr bist. Ich hoffe daß Dir meine Fragen nicht unangehnehm sind. Einen guten Abend noch, LG:-) Musica

war das ein Anfall ?

Gittala, Hallstadt, Wednesday, 16.02.2011, 20:04 (vor 5662 Tagen) @ Musica

Hallo Musica,


musst dich doch nicht entschuldigen. Meine Tochter ist 22 und hat durch ihre kortikale Dysplasie ( Fehlbildung im Gehirn) Epilepsie und eine Entwicklungsverzögerung, wodurch sie eine leichte geistige Behinderung hat. Sie kann nicht alleine raus, sie hat auch keinen Orientierungssinn, sie würde nicht mehr nach Hause finden und sie ist sehr naiv und gutgläubig.
Also hast du richtig erkannt bin ich fast immer um sie herum. Ich lasse sie auch mal alleine zu Hause und geh zum Sport oder mal bummeln, aber nur wenn ich merke das es ihr gutgeht. Sie hat auch Pflegestufe 2, weil sie sehr grosse Probleme hat beim Anziehen und Waschen usw. Meistens kommen wir beide gut zurecht, aber manchmal ist es einem schon zuviel und man möchte einfach abhaun. Normalerweise wäre sie jetzt im Berufsleben hätte einen Freund und würde evt. schon alleine leben, oder hätte Kinder. So ein normales Leben wird sie nie führen können. Viele haben schon gemeint ich solle sie in ein Heim abschieben oder betreutes Wohnen, aber das würde sie nicht verkraften. Ihr Zuhause ihre Fam. ihre Geschwister ist ihr ein und alles und wenn sie selber weg möchte dann würde ich ihr keine Steine in den Weg legen. Ich versuche ihre Selbstständigkeit so oft wie möglich zu erhalten und zu födern. Sie geht alleine mit Freunden ins Kino, aber ich muss sie hinbringen oder sie geht mit einer Freundin mal in die Stadt, aber alleine ist das nicht möglich. So ich glaube das langt sonst sitze ich bis morgen noch hier...lach

Lieben Gruß

Brigitte