Zellen

Musica, Friday, 04.03.2011, 16:56 (vor 5646 Tagen)

Ist es richtig, dass jeder Anfall Gehirnzellen zerstört? LG

Zellen

Mondenkind, Friday, 04.03.2011, 17:12 (vor 5646 Tagen) @ Musica

Hallo Musica,

nein, das ist nicht richtig.

Einzelne epileptische Anfälle sind nicht gefährlich. Sie führen nicht zu einer Zerstörung der Gehirnzellen.

siehe hier bei den Infotafeln Epilepsie

Bei einen Status epilepticus kann es allerdings dem Gehirn schaden, da der Körper nicht genug Energie zum Erholen hat.

Liebe Grüße
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Zellen

Musica, Friday, 04.03.2011, 20:39 (vor 5646 Tagen) @ Mondenkind

Hallo Mondenkind, danke Dir. Es steht u.a auch, daß häufige Anfälle das Gehirn schädigen und die Konzentration beeinträchtigt.Nun ja, ich habe durchschnittlich 2 Anfälle im Jahr und trotzdem Gedächtnisprobleme. Der Arzt sagt, daß das an der Krankheit und den an Tabletten liegt. Ich hatte früher dieses Problem nicht, es hat sich erst allmählich entwickelt. Ich nehme ja nun schon seit 23 Jahren Medi´s.Einen schönes Wochenende, Musica

Zellen

Green, Saturday, 05.03.2011, 12:45 (vor 5645 Tagen) @ Musica

Hallo
was würdest du glauben wenn Du keine Medis nehmen würdest...woher das mit dem konzentrieren und vergessen kommen würde.
Mit Sicherheit hat einiges mit den Medis zutun.
Aber wir werden älter und da ist das dann so.
Man kann das auch trainieren das Gedächnis so wie die Muskeln beim Sport auch...Denkspiele am Pc sind möglich.
Auch Menschen die über Jahrzenhnte viele Anfälle mehr mals die Woche haben sind nicht dumm geworden....da brauchst Du Dir keine Sorgen machen.
Das nächste ist lieber Anfallsfrei und dafür etwas vergesslich oder?
Gruss Green

Zellen ? ein Bericht da drüber aus dem Epikurier

Gittala, Hallstadt, Saturday, 05.03.2011, 18:39 (vor 5645 Tagen) @ Green

Epilepsie - Erkrankungen | Allgemein
Berühmte Persönlichkeiten der Geschichte zeigen: Epilepsie ist keine
Geisteskrankheit

Ein Blick in die Geschichte der Menschheit zeigt, wie viele prominente
Persönlichkeiten unter einer Epilepsie gelitten haben oder bei denen der
Verdacht bestand, dass sie an Epilepsie erkrankt waren. Die meisten
dieser Berühmtheiten haben in ihrem Leben Außergewöhnliches geleistet.
Auch dies ist ein Beweis dafür, dass Epilepsie nichts mit einer
"Geisteskrankheit" zu tun hat. Die Liste der epilepsiekranken
Prominenten der Vergangenheit ist lang und nicht selten ist man
erstaunt, zu erfahren, wer tatsächlich betroffen war. Eine Auswahl
prominenter Epilepsiekranker hält das Deutsche Epilepsiemuseum Kork auf
seinen Internetseiten bereit. So soll z. B. der griechische Gott
Herakles (Herkules) unter einer Epilepsie gelitten haben. Selbiges sagt
man aber auch von dem ersten König Israels, König Saul, von dem
griechischen Philosophen Sokrates, vom mazedonischen König Alexander der
Große, vom römischen Staatsmann G. Julius Caesar, vom Apostel Paulus,
von der französischen Nationalheldin Johanna von Orleans, von dem
Habsburger Kaiser Karl V., vom französischen Staatsmann Kardinal
Richelieu, vom russischen Revolutionär Wladimir Iljitsch Lenin und sogar
von Kaiser Napoleon. Aber auch der deutsche Physiker Hermann von
Helmholtz, die französischen Dichter und Schriftsteller Moliere und
Flaubert, der russische Schriftsteller Dostojewskij, der niederländische
Maler Vincent van Gogh, der schwedische Chemiker Alfred Nobel, der
deutsche Studentenführer Rudi Dutschke und der englische Dichter Lord
Byron sollen an Epilepsie erkrankt gewesen sein oder zeitweise unter
Anfällen gelitten haben. Die amerikanische Schauspielerin Margaux
Hemingway ist neben Johanna von Orleans eine der wenigen Frauen, von der
eine Epilepsieerkrankung bekannt ist. "Dass sich unter den prominenten
Epilepsiekranken kaum Frauen finden, liegt nicht daran, dass die
Epilepsie bei Frauen - statistisch gesehen - etwas seltener ist als bei
Männern (48 zu 52), sondern an den gesellschaftlichen Verhältnissen: Die
Frauen hatten es - v. a. in früheren Jahrhunderten - ungleich schwerer,
"prominent" zu werden als die Männer", so die Experten des
Epilepsiemuseums. Die Beschäftigung mit prominenten Epilepsiekranken
habe erneut gezeigt, dass "die chronische Krankheit Epilepsie und
gelegentlich auftretende epileptische Anfälle durchaus vereinbar mit
hoher und höchster Intelligenz und kein Hindernis für geniale Leistungen
sind". (drs)

Gruß Brigitte

Zellen ? ein Bericht da drüber aus dem Epikurier

Musica, Saturday, 05.03.2011, 21:14 (vor 5645 Tagen) @ Gittala

Hallo Gittala, danke für Deinen ausführlichen Bericht. Sein Inhalt ist mir hinreichend bekannt.Ich habe mich längst mit der Geschichte und den gesellschaftlichen Gegebenheiten und Persönlichkeiten beschäftigt. Wenn Du glaubst, ich halte mein Problem für schwindende Intelligenz hast Du mich nicht verstanden. Lieb gemeint, nochmals danke und LG, Musica

Zellen

Musica, Saturday, 05.03.2011, 21:06 (vor 5645 Tagen) @ Green

Hallo Green,danke für Deine Antwort. Ich weiß, daß das mit den Medi`s zusammehängt,und auch mit der Krankheit. Es scheint richtig, daß die Dauer der Einnahme etwas mit dem Problem zu tun hat. Ich nehme seit 23 Jahren die Medi`s ein. Aber mein Gedächtnis wird trainiert, jeden Tag viele Stunden. Liebe Grüße, Musica

Zellen

Mondenkind, Sunday, 06.03.2011, 11:07 (vor 5644 Tagen) @ Musica

Hallo Musica,

es kann von den Medis kommen, da hat dein Arzt schon recht. Schau dir mal die Nebenwirkungsliste deines AEs an. Wahrscheinlich steht es da sogar drin.

Ich weiß auch, dass ich viel vergesse, deshalb muss ich mir viel mitschreiben.

Ich merke das oft bei Kreuzworträtseln. In dem Moment fällt mir die Lösung einfach nicht ein. Manchmal fällt es mir dann später plötzlich ein und wenn ich dann schaue, ist es genau das Wort, das mir ein paar Minuten vorher nicht eingefallen ist.

Ich weiß dass es bei mir am Hippocampus liegt, das haben mir die Neurologen / Epileptologen in Bethel und auch in Bonn erklärt. Da hilft nur nicht unterkriegen lassen und immer wieder wieder rätseln. ;-)

Liebe Grüße & noch einen schönen sonnigen Sonntag :-)
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Zellen

Docfriend1, Saturday, 05.03.2011, 00:19 (vor 5646 Tagen) @ Mondenkind

Also kann es sein, dass meine ( ich nenne es immer liebevoll meine "Wortfindungs-Störungen") tatsächlich damit zusammen hängen? Bin erwiesenermassen ( keine Angeberei, wurde halt mal festgestelllt) überdurchschnittlich intelligent - und denke in letzter Zeit, dass ich Alzheimer oder sowas kriege. War für mein Gedächtnis echt bekannt sowie für mein Allgemeinwissen - und seit sich die Anfälle häufen...weiss ich nicht mehr, was ich letzten Sommer getan habe :-(

Aber ich wusste ja gar nicht, dass ich "Anfälle" hatte...

Zellen

Musica, Saturday, 05.03.2011, 09:59 (vor 5645 Tagen) @ Docfriend1

Hallo Docfriend, her je, Du bestätigst meine Befürchtungen. All das habe ich auch und es belastet mich unglaublich. Ich habe hier schon oft darüber geschrieben. Bei anderen gebe ich es nicht gerne zu. Ich habe immerhin einen Hochschulabschluß, Sprache und Literatur waren meine Freude.Jetzt diese Wortfindungsstörungen!Man kommt sich so blöd dabei vor. Die Erinnerung fehlt mir ebenso. Leute erkenne ich nicht und weiß nicht, in welchem Zusammenhang ich mit ihnen zu tun hatte. Ich mache Fehler im Berufsleben, bin ständig beim Rekonstruieren.Das kostet Zeit,Nerven und Qualität. :-| Aber sei getrost. Alzheimer ist das nicht! Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Musica

Zellen

tanguera, Schweiz, Saturday, 05.03.2011, 11:26 (vor 5645 Tagen) @ Musica

Hallo Docfriend und Musica,

ich schliesse mich der Meinung von Mondenkind an.
Ich glaube, die Welt hätte auf so viele hervorragende Pesönlichkeiten, Erfinder, Schriftsteller und Denker verzichten müssen, wenn durch die Anfälle die Hirnzellen zerstört würden.

Ich schiebe die Schwierigkeiten, die ich z.T. beim Sprachverstehen, Worfindung und auch bei der Konzentration habe, auf die Medikammente. Denn ich habe die Anfälle seit ???? (schon immer, nur wusste ich nicht, dass es welche sind).
Und habe auch problemlos meinen Uniabschluss geschafft (mit einem Notendurchnitt, von dem mein Mann behauptet hat, dass dieser in der Schweiz unmöglich ist...:-D ) Zu der Zeit hatte ich jedoch noch keine Medis genommen.

Die Häufigkeit von Anfällen spielt sicherlich eine Rolle, oder ob man zum Status neigt, oder auch die Epilepsieform selbst.

Kenn Ihr den russischen Schrifsteller Dostojevski und seinen "Idiot" ?. Er war TLE Epileptiker, gehört zu meinen Lieblingen. Ich bin sehr froh, dass bei ihm die Gehirnzellen nicht abgestorben sind...;-)

LG

tanguera

--
Jubeln, lachen, tanzen - Der einzige Weg um sich zu retten.
(Alfred Selacher, (*1945), Schweizer Lebenskünstler)

Zellen

Musica, Saturday, 05.03.2011, 21:23 (vor 5645 Tagen) @ tanguera

Hallo Tanguera, ich kenne Dostojevski und seinen Idiot. Er und alle Persönlichkeiten mit Epi aus früherer Zeit haben keine Medi`s genommen!!! Ich habe höchstens ca. 2 x im Jahr einen Anfall, Temporallappenepi. Lieben Gruß, Musica

Zellen

tanguera, Schweiz, Saturday, 05.03.2011, 21:36 (vor 5645 Tagen) @ Musica

Liebe Musica,

die erste Frage, die Du gestellt hast, war:

"Ist es richtig, dass jeder Anfall Gehirnzellen zerstört?"

Und dann in Deiner Antwort an Mondenkind:

"Es steht u.a auch, daß häufige Anfälle das Gehirn schädigen und die Konzentration beeinträchtigt.Nun ja, ich habe durchschnittlich 2 Anfälle im Jahr und trotzdem Gedächtnisprobleme. Der Arzt sagt, daß das an der Krankheit und den an Tabletten liegt."

Darauf bezog sich meine Antwort und ich glaube, auch die von Gittala.
Eben, viele Persönlichkeiten hatten Anfälle (Dostojevskij sogar schwere) und es gab keine AE wie heute. Brom wurde allerdings gegen Epi schon (glaube ich) ab ca Mitte 18 Jhs.eingesetzt.

Liebe Grüsse

tanguera

--
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(Alfred Selacher, (*1945), Schweizer Lebenskünstler)

Zellen

Docfriend1, Saturday, 05.03.2011, 18:48 (vor 5645 Tagen) @ Musica

Ist heftig, ja!

Zellen

Mondenkind, Sunday, 06.03.2011, 11:10 (vor 5644 Tagen) @ Docfriend1

Hallo Docfriend,

wie ich eben Musica schon geschrieben habe, kann dies von den Medis kommen, oder eben ob ggf. irgendwo im Kopf eine Verletzung ist - wie bei mir im linken Hippocampus...

LG
Mondenkind

--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Zellen

Tanja_G, Friday, 04.03.2011, 23:03 (vor 5646 Tagen) @ Musica

Hallo, bei den Anfällen sterben nicht immer gleich Gehirnzellen ab. Ich hab meine Epilepsie mit 15 bekommen. Ich bin seitdem aber viel schlechter als früher in der Schule. Lernen ist manchmal schwierig, aber ich schaff mein Abi wahrscheinlich trotzdem (ich schreib in 2 Wochen). Manche Sachen kann ich mir auch nicht mehr so leicht merken.

Liebe Grüße:-)

Zellen

Musica, Saturday, 05.03.2011, 10:05 (vor 5645 Tagen) @ Tanja_G

Hallo Tanja,
zum Glück hast Du wahrscheinlich nur ein paar Probleme mit der Konzentrationsfähigkeit. Deshalb wirst Du eher längere Zeit zum Lernen brauchen. Vergessen ist eine ganz andere Sache. Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg beim Abi in 2 Wochen. Ich denke an Dich und drücke sämtlich verfügbare Daumen!:-) LG Musica

Zellen

Tanja_G, Saturday, 05.03.2011, 14:19 (vor 5645 Tagen) @ Musica

Danke:-)

Zellen

Phoenix, Magdeburg, Sunday, 06.03.2011, 00:06 (vor 5645 Tagen) @ Musica

also mir wurde im epizentrum bernau gesagt, dass nur bei Grand Mals gehirnzellen absterben und das auch nur in geringen mengen, kein vergleich zu menschen die alkohol trinken. dabei können weitaus mehr zellen absterben.

und guckt euch mal an wie das handy in die mode gekommen ist. jeder mensch besitzt ein handy. und beim telefonieren mit dem handy sterben ebenfals gehirnzellen ab. und ich will ja nicht wissen wieviel jeder deutsche durchschnittlich pro tag mit handy telefoniert, geschweige denn, wieviele gehirnzellen dadurch durchschnittlich pro tag bei jedem absterben.

lg
Tommy

Zellen

unbekannt, Sunday, 06.03.2011, 21:12 (vor 5644 Tagen) @ Phoenix

Beim Handy ?
Gibts da ernstzunehmende Nachweise ?
Dann säh die Zunkunft aber duster aus wenn dann beispielsweise der Kühlschrank meinem Wecker per Funkwellen mitteilt ob noch Eier und Milch fürs Frühstück vorrätig sind.


Kann mich noch lebhaft an meine Exhausärztin erinnern die mich da angeschnauzt hat : " Wie können sie nur auf Medikamente verzichten da sterben Gehirnzellen ab " . Die Leute sollten sich mal up to date halten anstatt sich auf Pharmakongressen verwöhnen zu lassen.