Ich schäme mich

Tinchen1987, Saturday, 19.03.2011, 22:19 (vor 5631 Tagen)

ich weis nicht genau warum,aber ich schäme mich sehr für meine krankheit.ich kann nicht darüber reden und manchmal will ich es noch nichtmal versuchen.
ich bin seit 3 jahren mit meinen freund zusammen und hab es ihm nicht gleich gesagt,weil ich eine ganze zeit anfallsfrei war und dachte es bleib auch so.so kam es dazu das ich meine tabletten nicht mehr regelmäßig nahm und dann überhapt nicht mehr.dann geschah es und mein freund wusste nicht was los ist,als ich in der nacht gekrampft habe.er hat den notarzt benachrichtigt.als ich am nächten tag aus dem krankenhaus kam,stellte er mich zur rede und da blieb mir nix übrig als es ihm zu erzählen.
wie jetzt sitz ich hier und weine wieder,weil ich darüber rede und es fällt mir sehr schwer.aber irgendwie bin ich auch erleichtert das es mehr menschen gibt die das problem haben.
manchmal frag ich mich warum gerade ich und wo bekomm ich die krankheit her?ich hab in meiner verwandschaft nachgeforscht,aber keiner hatte die krankheit und ich bekomm sie einfach und das finde ich nich fähr.

Ich schäme mich

Heidi, Saturday, 19.03.2011, 23:17 (vor 5631 Tagen) @ Tinchen1987

ich weis nicht genau warum,aber ich schäme mich sehr für meine krankheit.ich kann nicht darüber reden und manchmal will ich es noch nichtmal versuchen.
ich bin seit 3 jahren mit meinen freund zusammen und hab es ihm nicht gleich gesagt,weil ich eine ganze zeit anfallsfrei war und dachte es bleib auch so.so kam es dazu das ich meine tabletten nicht mehr regelmäßig nahm und dann überhapt nicht mehr.dann geschah es und mein freund wusste nicht was los ist,als ich in der nacht gekrampft habe.er hat den notarzt benachrichtigt.als ich am nächten tag aus dem krankenhaus kam,stellte er mich zur rede und da blieb mir nix übrig als es ihm zu erzählen.
wie jetzt sitz ich hier und weine wieder,weil ich darüber rede und es fällt mir sehr schwer.aber irgendwie bin ich auch erleichtert das es mehr menschen gibt die das problem haben.
manchmal frag ich mich warum gerade ich und wo bekomm ich die krankheit her?ich hab in meiner verwandschaft nachgeforscht,aber keiner hatte die krankheit und ich bekomm sie einfach und das finde ich nich fähr.

Hallo Tinchen,
Für die Krankheit Epilepsie darfst u. brauchst Du Dich nicht zu schämen. Du kannst ja nichst dafür. Versuche Deine Epi zu akzeptieren, das ist ein Weg um wieder fast normal leben zu können. Aber Du solltest eisern Deine Medis nehmen. Wenn Du mit denen anfallsfrei bist, hast Du ja schon sehr viel erreicht. Nur Mut, das wird schon. Denke immer daran, was Du alles machen kannst wenn Du die Regeln einhältst. Und lass Dich von einem Epileptologen richtig einstellen.
Liebe Grüsse
Heidi

Ich schäme mich

Musica, Saturday, 19.03.2011, 23:45 (vor 5631 Tagen) @ Tinchen1987

Hallo Tinchenm Heidi hat recht. Selbst wenn Du es noch schlecht akzeptieren kannst, nimm die Tabletten regelmäßig. Dann wirst Du den Erfolg sehen und eben allmählich immer mehr und fast normal damit leben können. Ich habe mich früher auch geschämt. Klingt paradox aber : Aller Anfang ist schwer! Lieben Gruß, Musica

Ich schäme mich

schila, Sunday, 20.03.2011, 00:58 (vor 5631 Tagen) @ Tinchen1987

Hallo tienchen
habe gerade deine antwort und jez dein beitrag gelesen!deine geschichte hört sich genau so wie meine an, bei mir hat mein freund den ersten anfall mit bekommen und auch den krankenwagen gerufen er sagte er hatte wirklich angst um mich ich konnte es nicht verstehen weil ich mich an nichts errinnern konnte!ich verstehe dich ganz gut hoffe wir lernen irgendwann die epi zu akzeptieren!hast du die anfälleauch nur nachts?
wenn du mal lust hast mit mir persönlich zu schreiben hier ist meine email
immaginehairbeauty@gmail.com

Ich schäme mich

dannie89 ⌂, Bayern, Sunday, 20.03.2011, 14:04 (vor 5630 Tagen) @ Tinchen1987

hallo,
ich habe mich auch am anfang total geschämt,aber du musst dich nicht schämen, weil du nichts dafür kannst. Warst du schon mal bei einer Epilepsieberatung, da kannst du dir evtl einen Rat holen
liebe grüße
Daniela

--
Carpe Diem-Nutze den Tag,

Ich schäme mich

chrissie, Sunday, 20.03.2011, 18:43 (vor 5630 Tagen) @ Tinchen1987

Hallo Tinchen,
so wie dir ging es bestimmt schon vielen von uns. Auch ich hatte die ersten ca. 10 Jahre das Problem, dass ich mit niemandem drüber gesprochen habe und alles in mich reingefressen habe. Auch die eigenen Eltern und der Neurologe haben einen nicht ernst genommen. Erst als ich einen super Epileptologen gefunden hatte, der mich so akzeptiert, wie ich bin und mich gestärkt hat, dass wir uns mit der Erkrankung nicht verstecken müssen, habe ich auch gelernt mit Verwandten und Freunden darüber zu sprechen und so keine Angst mehr haben muss, dass plötzlich ein Anfall auftritt. Seit dem ich drüber rede, geht's mir besser.
Die Tabletten musst du natürlich regelmäßig nehmen, den Fehler habe ich auch gemacht, wegen der Nebenwirkungen und da ich trotz Medis noch Anfälle hatte. Nach dem Absetzen hatte ich allerdings vermehrt Grand mal, was dann richtig aufgefallen ist, daraus habe ich gelernt.
Man muss es nicht in die Tageszeitung schreiben, aber -wie gesagt- mit Menschen zu denen man Vertrauen hat, sollte man schon drüber sprechen. Wenn du das nicht kannst, solltest du vielleicht mal mit deinem Neurologen sprechen, wenn du zu dem auch kein Vertrauen hast, dann solltest du dir dringend einen neuen suchen.
Also alles Gute und viel Kraft, du darfst dich jederzeit bei uns ausweinen, dafür sind wir da.

Ich schäme mich

Cola, Sunday, 27.03.2011, 19:05 (vor 5623 Tagen) @ Tinchen1987

"ich kann nicht darüber reden und manchmal will ich es noch nichtmal versuchen."

Tu es! Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass Menschen sehr interessiert an meiner Krankheit sind. Sie wollen sofort wissen, was bei einem Anfall passiert und wie man helfen kann.
Ich werde beispielsweise auch meine Facharbeit in Biologie über Epilepsie schreiben, weil ich es wichtig finde, dass die Krankheit ein bisschen an Bekanntheitswert gewinnt. Bevor ich sie bekam, kannte ich sie beispielsweise gar nicht und hätte auch niemals gewusst, wie ich jemandem, der krampft, helfen kann. Nun weiß ich es.
Mein Lehrer war begeistert, als er erfuhr, dass ich Epileptikerin bin. Er fand es super, dass ich dann meine eigenen Erfahrungen und Bewertungen mit in die Arbeit einfließen lassen kann und hat mir zugesprochen, mich für das Thema zu entscheiden, aber letztendlich hat er mir die Entscheidung selbst überlassen.
Außerdem tust du den Menschen in deiner Umgebung einen riesengroßen Gefallen damit, wenn sie wissen, dass du jeden Moment einen Anfall haben könntest. Der Schock ist dann nicht so groß!