Ich schäme mich
Hallo Tinchen,
so wie dir ging es bestimmt schon vielen von uns. Auch ich hatte die ersten ca. 10 Jahre das Problem, dass ich mit niemandem drüber gesprochen habe und alles in mich reingefressen habe. Auch die eigenen Eltern und der Neurologe haben einen nicht ernst genommen. Erst als ich einen super Epileptologen gefunden hatte, der mich so akzeptiert, wie ich bin und mich gestärkt hat, dass wir uns mit der Erkrankung nicht verstecken müssen, habe ich auch gelernt mit Verwandten und Freunden darüber zu sprechen und so keine Angst mehr haben muss, dass plötzlich ein Anfall auftritt. Seit dem ich drüber rede, geht's mir besser.
Die Tabletten musst du natürlich regelmäßig nehmen, den Fehler habe ich auch gemacht, wegen der Nebenwirkungen und da ich trotz Medis noch Anfälle hatte. Nach dem Absetzen hatte ich allerdings vermehrt Grand mal, was dann richtig aufgefallen ist, daraus habe ich gelernt.
Man muss es nicht in die Tageszeitung schreiben, aber -wie gesagt- mit Menschen zu denen man Vertrauen hat, sollte man schon drüber sprechen. Wenn du das nicht kannst, solltest du vielleicht mal mit deinem Neurologen sprechen, wenn du zu dem auch kein Vertrauen hast, dann solltest du dir dringend einen neuen suchen.
Also alles Gute und viel Kraft, du darfst dich jederzeit bei uns ausweinen, dafür sind wir da.
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Tinchen1987,
19.03.2011, 22:19
- Ich schäme mich - Heidi, 19.03.2011, 23:17
- Ich schäme mich - Musica, 19.03.2011, 23:45
- Ich schäme mich - schila, 20.03.2011, 00:58
- Ich schäme mich - dannie89, 20.03.2011, 14:04
- Ich schäme mich - chrissie, 20.03.2011, 18:43
- Ich schäme mich - Cola, 27.03.2011, 19:05