Unser Sohn 18 Monate alt hat fokal Epilepsie
Hallo Zusammen,
wir schreiben hier für unseren Sohn, Noah Valentin 18 Monate jung...
Unser Noah hatte vor einer Woche, am 11.03.2011, einen fokalen Epi-Anfall. Dies war sein erster uns bekannter Epileptischer Anfall worauf hin (und aufgrund seiner Vorerkrankungen) wir den Notarzt gerufen haben. Nach einer Woche Krankenhausaufenthalt mit EEG, schlafentzugs EEG, MRT vom Kopf, Blutanalysen und weiteren Tests stand die Diagnose: fokale Epilepsie (linke Körperhälfte).
Von den Neurologen haben wir das Medikament Topamax (oder auch Topiramat) verschrieben bekommen und seine Zieldosis, die nach etwa einer Wocher erreicht wäre soll bei 1,5 Tabletten a´ 25 mg liegen. Bei der Medikamentengabe haben wir jedoch nachfolgende Veränderungen beim Noah festgestellt.
Diese sind im Einzelnen:
- schläft nachts schlechter (weint öfters)
- etwa 30 min nach Tabletteneinnahme ist Noah müde und abgeschlagen, ab und zu schläft er danach ein
- seine motorische Aktivität hat abgenommen
- Noah macht zeitweise einen Eindruck als wenn er "lange Leitung" hätte oder irgendwie schlechter reagiert
- plappert weniger
- seine Körperspannung hat abgenommen
- tags über schläft Noah öfters und länger
- sein Spieltrieb hat abgenommen
- ist launischer geworden (weint schon bei Kleinigkeiten, wo er vor Med.Gabe nicht geweint hat)
- Nahrungsaufnahme ist weniger geworden und er verschluckt sich beim Essen sehr oft
=> alles in Allem macht Noah einen langsameren Eindruck und ist nicht mehr so "lebendig" wie er es davor war!
Wir haben uns im Internet über das Medikament erkundigt und haben recherchiert, dass dieses Medikament bei Kindern unter 2 Jahren nicht getestet wurde und nicht empfohlen wird.
Gleichzeitig versuchen wir seit paar Tagen die Ärzte vom Krankenhaus telefonsch zu erreichen. Dies ist uns bislang nicht gelungen...
Meine Fragen an alle die sich evtl. mit dem Medikament Topamax oder Topiramat auskennen oder mit den Nebenwirkungen ähnlicher Medikamente vertraut sind:
- Sind diese Veränderungen nur in der Einstellungsphase und vergehen nach der Eingewöhnungsphase?
- Ich persönlich tendiere dazu zu sagen, wir verzichten auf die Medikamente und geben Noah keine Antiepileptika. Falls er einen Anfall bekommen sollte, haben wir ein Notfallmedikament (Diazepam) als Rektallösung mitbekommen, welches ich ihm dann geben würde. Würdet Ihr (Betroffene) dazu raten, die Antiepileptika weg zu lassen? Bzw. Kann sich sein gesundheitlicher Zustand bedingt durch einen Epi-Anfall verschlechtern?
Es ist schwer solche Entscheidungen für meinen Sohn zu treffen, schließlich wollen meine Frau und ich für ihn nur das Beste. Bei den beschriebenen Veränderungen fällt uns aber schwer dies so zu akzeptieren. Unser Gefühl sagt uns, dass hier etwas nicht stimmt!
Bitte um Rückinfo wie Ihr das so seht und was Ihr machen würdet.
Herzlichen Dank!
Eltern von Noah Valentin