Probleme mit Ersatzpräparat bei Lamictal

Sophiechen0046, Thursday, 24.03.2011, 20:50 (vor 5626 Tagen)

Hallo,
Aufgrund meiner Epilepsie (generalisiert/GrandMal-Anfälle bzw. Auren) nehme nun seit 6 Jahren täglich Keppra (1000-0-1000) und Lamictal (100-0-100) und komme damit eigentlich sehr gut klar, Nebenwirkungen sind bis auf temporäre Müdigkeit kaum vorhanden.
Nun habe ich vor einigen Wochen ein neues, billigeres Präparat bekomme – statt von „Glaxo“ nun von „Hormosan Pharma“ und hab mir zuerst keine Gedanken gemacht, schließlich sollte der Wirkstoff ja derselbe sein.
Doch schon einige Zeit später ging es mir immer schlechter, ich hatte täglich mehrere Auren, habe jeden Tag geweint und hatte sogar suizidale Gedanken – eine Sache die ich von mir überhaupt nicht kannte, da ich eigentlich ein sehr lebensfroher Mensch bin und bisher nie Probleme mit Depressionen etc. hatte.
Anfänglich habe ich meine „Laune“ auf Stress geschoben und gehofft, es gehe vorbei. Durch Zufall habe ich dann von einem Bekannten mitbekommen, dass es häufiger vorkommt, dass Ersatzpräparate speziell bei Antiepileptika und einigen Psychopharmaka einen Wirksamkeitsverlust haben können.
Daraufhin habe ich meinen Arzt gefragt, der mich sofort wieder auf das Originalpräparat von „Glaxo“ umgestellt hat. Der Check nach meinem Lamictal-Spiegel im Blut ergab dann, dass selbiger praktisch nicht mehr vorhanden war.
Das Ersatzpräparat hatte also trotz (angeblich gleichem Wirkstoff und Dosierung) nicht angeschlagen und ich war sozusagen komplett ungeschützt.
Nach 2-3 Tagen mit dem Originalpräparat war ich dann wie ausgewechselt. Mir geht es jetzt wieder super und ich kann den schönen Frühling genießen, allerdings verärgert mich diese Geschichte sehr, schließlich hätte mir einiges passieren können, wäre ein Anfall ausgelöst worden.

Ich wüsste gerne, ob es jemanden hier gibt der ähnlich bzw. gleiche Erfahrungen gemacht hat?

Liebe Grüße
Janna:-)


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