Diskriminierung

Johnny, Sunday, 27.03.2011, 16:20 (vor 5623 Tagen)

Hallo

Endlich wieder aus der Psychiatrie raus und knapp 3 Wochen bei der Arbeit. Letzte Wochen hatte ich viel nachgeholt und die strahlenschutzprüfungen und Wartungen gemacht die die Kollegen verschlampt hatten. Als Dank erhielt ich nur blödes Gerede von den Kolegen wegen meiner Krankheit und weil es mir ab und zu nicht gut geht. Hatte auch wieder 2 GM-Anfälle. Doch nun das Dicke vom Ei. Wurde zur Chefin bestellt und da hiess es "Sie sind als Epileptiker nicht in der Lage Strahlenschutzprüfungen und Wartungen an Strahlern durchzuführen". Seitdem hock ich nur rum und spiele PC-Spiele für Jugendliche. Beim Amt haben sie mir geraten in eine Behindertenwertkstätte zu gehn. halt aber nichts davon. Könnt mich sogar mit meinem System selbstständig machen. Wär mein Traum. Hab keine Lust mehr da zu arbeiten. Am Freitag jedoch bekam die Chefin einen Anruf von der Behörde. Die kommen nun mal unangemeldet vorbei. kreidebleich saß sie in ihrem Büro. Nun kam ich wieder ins Spiel und sollte die Versäumnisse nachholen. da bin ich wieder gut genug. Ich erinnerte sie an ihren Satz und lehnte das ab. Sollens sehn wie sie nun mit der BH fertig werden. Mein System hab ich komplett abgebaut die sollen sich selber was schaffen. Werd wegen meiner bipolaren Erankung und der Epi ausgegrenzt. Schäm mich auchg dafür.

Grüße Johnny

Diskriminierung

Cola, Sunday, 27.03.2011, 19:16 (vor 5623 Tagen) @ Johnny

Hallo :)

ich denke, dass du dich nicht dafür schämen brauchst, vor allem, weil du selbst gar nichts dafür kannst
und ich finde es sehr gut, dass du dich gegen deine Chefin gewehrt hast, das war wirklich mutig :)
ich habe nicht so krasse Erfahrungen gemacht wie du, sondern habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht und mit vielen Menschen gesprochen, die mehr von der Krankheit erfahren wollen und feststellen, dass sie eigentlich viel zu wenig von bestimmten Krankheiten wissen
geht man offen auf die Menschen zu, wird dies auch meist erwidert. Spricht man offen über seine Krankheit, erweckt man das Interesse der anderen. Nicht zuletzt aus dem Grund, dass man eben so offen darüber sprechen kann.
Wenn du dich selbstständig machst, dann wünsche ich dir dabei viel Erfolg und hoffe für dich, dass es klappt. Man sollte das tun, was man am meisten möchte und was einem am meisten Spaß macht!

lg Cola

Diskriminierung

sandra79, Sunday, 27.03.2011, 19:40 (vor 5623 Tagen) @ Johnny

Hallo Johnny,

als ich deinen Bericht gelesen hab musste ich doch ein bisschen lächeln,kommt mir doch auch vieles sooo vertraut vor :-D .
Ich habe schon wirklich schrecklich viele Arbeitsplätze in verschied. Bereichen durch ohne wirklich die Möglichkeit bekommen zu haben wirklich Fuss fassen zu können :-( .Es läuft bei den meisten (ungebildeten:-P )Menschen darauf hinaus "ach Epilepsie...das kommt vom Kopf...na da kann ja dann auch mit dem Rest was nicht in Ordnung sein".
Allerdings muss ich Cola recht geben,das es auch sehr positive Seiten gibt,wenn man offen und ehrlich ist und damit auch viele Ängste der anderen nehmen kann.
Ich nehm`s mit Humor und versuch das auf mein Umfeld zu übertragen (wenn ich umfall - liegen lassen,ich steh schon wieder auf ;-) )

Jetzt arbeite ich in einer ganz anderen Richtung (gelernt für`s Büro und jetzt bin ich im Einzelhandel)und es läuft super! Die wussten von vorne herein bescheid und ich werd meist ganz normal behandelt. Zwischendurchen kommen zwar so Sätze wie nicht auf die Leiter usw. aber ich werd selbst für Überstunden gefragt wie jeder andere auch :-D

Also schämen solltest du dich auf keinen Fall und wehr Dich !
Schönen Sonnta noch
Sandra