ich mag nimmer ?

5lomo, Monday, 11.04.2011, 11:29 (vor 5608 Tagen) @ dannie89

Hallo....

Als aller erstes muss ich mal sagen RESPEKT AN ALLE DIE SO OFFEN MIT DIESER KRANKHEIT UMGEHEN ;)

auch ich bin seit ca 10 jahren von dieser krankheit betroffen und mir fällt es bis heute nicht leicht darüber mit anderen (nicht betroffenden) darüber zu reden.werde davon meist sehr schnell genervt,gereizt und extremst schlecht gelaunt.

Nun zu deinem vorfall....
Ich kann es gut nachvollziehen wie du dich fühlst.
Bis vor 3 monaten habe ich als security gearbeitet bei diversen veranstaltungen wie z.b. discotheken,fußball und großveranstaltungen wie sonne,mond,sterne.
Ein erlebnis wie du es hattest ist ein scheiß erlebnis denn mein letzter anfall passierte in dienstkleidung vor hunderten von menschen.
Für mich war es im nachhinein nicht einfach nur peinlich sondern auch demütigend.
Es ist ein scheiß gefühl danach aufzuwachen und von anderen zu erfahren was passiert ist und von den schmerzen durch das verkrampfen mal ganz zu schweigen.
Auch ich habe mich schon oft so gefühlt das ich kein bock mehr auf alles habe zumal von manchen leuten zu sagen kriegt "du spasst...." usw. und diese sich noch dazu lustig darüber machen.
Mein letzter arzt besuch hat mir allerdings irgendwie erleichterung verschafft (warum auch immer) als mir mein arzt sagte "es gibt tausende wenn nicht sogar millionen menschen die an epilepsie leiden ohne das sie es überhaupt wissen das sie von der krankheit betroffen sind."

Diese aussage alleine zeigt das wir nicht eine minderheit sind die davon betroffen sind.
Erfahrungen dabei auszutauschen finde ich dabei sehr gut. Wie schon anfangs gesagt kann ich bis heute mit nicht betroffenden personen darüber reden....ich sag jetzt einfach mal durch ein gewisses schamgefühl.
Mehr oder weniger liegt es vielleicht aber auch daran das man von einzelnen leuten die den vorfall mit erlebten belogen wird.
Mir zum beispiel wurde mal gesagt ich hätte bei einem anfall meine damalige freundin geschlagen und gewürgt. Im nachhinein wurde mir aber bewusst das es gelogen war da nach dem anfall nach und nach die erinnerungen über den ablauf zurück kamen.

Es ist nicht leicht mit dieser krankheit zu leben aber einfach aufzugeben ist meiner meinung nach falsch denn jeder der mit dieser krankheit lebt ist eine starke person da WIR vergleichsweise mit anderen personen einen anderen/höheren grad an persönlicher stärke besitzen da wir damit leben müssen.
So zuminstes meine meinung.

Das solls dann auch erstmal von mir gewesen sein ;)

Lasse gleich mal bei der gelegenheit liebe grüße da und wie schon anfangs erwähnt MEIN RESPEKT AN ALLE DIE SO OFFEN DARÜBER REDEN UND DAMIT UMGEHEN ihr seit mehr oder weniger vorbilder für solche wie mich ;)


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