Hallo Else,
ich bin erst mit 25 erkrankt und konnte mich beobachten, um mögliche Auslöser für Anfälle zu suchen. Obwohl ich die Verhaltensregeln für Epilepsie-Kranke eingehalten habe, kam es dazu. So habe ich darauf geachtet, was ich esse, was ich trinke und was ich an Süßigkeiten zu mir nehme.
Dabei ist festgestellt worden, dass alles, was einem Gärprozess ausgesetzt war, zu Anfällen geführt hat. Hier ein paar Beispiele: Die Marmelade im Glas, vor allem, wenn das Glas schon seit Tagen geöffnet ist. Überreife Bananen und andere sehr reife Früchte führten zu Anfällen. Apfelsaft aus der Flasche ist einer Gärung ausgesetzt gewesen und führte zu Anfällen. Auch Obstsalate gehörten zu diesen Früchten.
Aus der Gärung entsteht Alkohol. Den Brauvorgang vom Bier kennen wir, ist gegoren, kann zu Anfällen führen. Somit wusste ich, dass jedweder Alkohol, selbst in allerkleinsten Mengen, Anfälle auslöst. Man wundert sich, wo Alkohol überall zu finden ist. Und wie Kinder damit „gefüttert“ werden, ohne dass sie dahinter kommen und die Eltern davon wissen.
Alkohol ist Bestandteil in vielen Süßigkeiten. Es gibt kaum ein Restaurant, in dessen Küche die Speisen nicht mit Alkohol „verfeinert“ werden. In Kartoffelsalat und sonst fast allen Salaten ist Essig (unterstellen wir, dass Essig dem Alkohol gleichzusetzen ist), der Verzehr dieser Speisen kann zu Anfällen führen. In Ketchup und Senf ist Essig. Alkohol ist auch zu finden im Speiseeis. In der Schwarzwälder-Kirsch-Torte und in anderen Kuchen.
Alkohol oder alkoholähnliche Stoffe sind ebenfalls in der flüsssigen homöopathischen Medizin zu finden. Sie wird damit konserviert, um haltbar zu bleiben. In dem Desinfektionsmittel, welches auf die Haut getupft wird vor der Blutabnahme, ist Alkohol enthalten. In vielen kosmetischen Produkten ist Alkohol. So in Mundwasser, in Zahncremes, in Haargel und Haarspray, in Gesichtscremes. In besonders hoher Konzentration in den Sonnenschutzcremes. Zuerst ist es mir aufgefallen beim „Mallebrin“ Mundwasser.
Starker Hunger, sogenannter Heißhunger, kann zu Anfällen führen. Wer den öfter hat, sollte sich für unterwegs ein paar Bonbons einpacken. Wer sturzhaft das Essen in sich einfüllt, kann Anfälle bekommen. Ein übervoller Magen kann zu Anfällen führen. Wer kurz nach der Medikamenteneinnahme literweise Milch oder große Mengen kalte Flüssigkeit zu sich nimmt, spült die Medizin durch den Verdauungsapparat, ohne dass sie den Wirkstoff abgeben kann. Zu Deiner Frage: Ich halte mehr davon, die Medizin nach dem Essen zu nehmen, damit sie sich in Ruhe entfalten kann.
Liebe Grüße
Anton
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Die Informationen ersetzen auf keinen Fall die Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Bitte wenden Sie sich an ihren Neurologen!
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