Arztbrief von Bethel

dannie89 ⌂, Bayern, Wednesday, 18.05.2011, 20:03 (vor 5571 Tagen)

Hallo,
ich war heute bei meinem Neurologen/Psychologen , der mir auf bitten meinerseits mir den endgüldigen Arztbrief von Bethel gab. Ich habe den jetzt gerade gelesen, und bin total geschockt. In dem vorläufigen Bericht stand etwas ganz anderes drin. Meine Frage ist, habt ihr so was auch schon erlebt.
Wie soll ich mich jetzt verhalten, weil ich die sache ganz anders sehe.
bin auf eure antworten gespannt.
liebe grüße
Daniela

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Carpe Diem-Nutze den Tag,

Arztbrief von Bethel

tanguera, Schweiz, Wednesday, 18.05.2011, 20:48 (vor 5571 Tagen) @ dannie89

Liebe Daniela,

ich habe hier auch schon eine ähnliche Frage gestellt, die Reaktionen kannst Du hier nachlesen:

http://www.epilepsie-online.de/forum/index.php?id=55465

Ich habe so reagiert, eine Richtigstellung abgeschickt (auch nach Absprache mit meinem Neurologen).

Am letzten Freitag bekam ich einen "Entschuldigungsbrief" mit dem Hinweis darauf, ich soll mich zwecks eines neuen Termins in der Klinik melden. Den habe ich leider erst für Ende Juli bekommen, was meinen Neurologen widerum nicht so begeistert hat...

Ich wünsche Dir viel Erfolg!

LG

tanguera

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Jubeln, lachen, tanzen - Der einzige Weg um sich zu retten.
(Alfred Selacher, (*1945), Schweizer Lebenskünstler)

Arztbrief von Bethel

salomon, Wednesday, 18.05.2011, 23:28 (vor 5571 Tagen) @ tanguera
bearbeitet von salomon, Wednesday, 18.05.2011, 23:33

Hallo tanguera,

ich habe deinen zitierten Thread komplett gelesen. Könnte es vielleicht eventuell sein, das dein Ärger durch das Epilepsie Zentrum Züri verursacht wurde?

LG
salomon

Arztbrief von Bethel

salomon, Thursday, 19.05.2011, 02:27 (vor 5571 Tagen) @ tanguera
bearbeitet von salomon, Thursday, 19.05.2011, 02:35

Hallo Tanguera,

ich habe deinen referenzierten Thread genau studiert.
Es gibt sehr viele Überdeckungen zu meinem Fall.
Meine Schweizer Ärztin hat auch gesagt, sie habe so einen Bericht wie in meiner epileptogenen Abklärung noch nie in ihrer Berufszeit gesehen. Der ausführliche Bericht kam erst nach 3 Monaten. Absolute schwammige Formulierungen.

2010 wurde bei mir Temporallappenepilepsie diagnostiziert. Die Klinik in der Schweiz, wo ich war, hat vorher eine Fehldiagnose gestellt und eine Fehltherapie initiiert. Mit den Antiepileptika ging es mir besser. Im Jun 2010 war ich noch mal da. Die Antiepileptika wurden abdosiert; es ging mir schlechter. Es fehlte mir etwas. Ich habe die Antiepileptika wieder selbst aufdosiert. Es ging mir wieder besser.

Ich hatte beim Aufenthalt immer das Gefühl, dass sie mir was psychisches einreden wollten. Diese ganzen Abklärungen waren suspekt.

Ein anderes Spital in der Schweiz sagte, ich solle die Antiepileptika weiternehmen. Anscheinend konnte eine andere Neurologin die EEGs - auch an meinem Notebook nicht mit mir lesen, obwohl ich darauf bestand und es auch technisch ging. Mein vorheriger, damaliger Neurologe, der mich hospitalisiert hat, wollte mich in eine andere Klinik schicken, weil er seine Diagnose als gesichert ansah. Auf einmal hat er Diagnose der Klinik akzeptiert. Bei mir war es ziemlich merkwürdig.

LG

salomon

Arztbrief von Bethel

tanguera, Schweiz, Thursday, 19.05.2011, 12:45 (vor 5570 Tagen) @ salomon

Hallo Salomon,

ich habe vom Epizentrum Zürich bis jetzt wirklich nur Gutes gehört. Ich versuche es deshalb, mich für eine Ausnahme zu halten, die die Regel bestätigt.

Einiges aus Deinen Schilderungen kenne ich. Vom Zentrum kam der Voschlag, die Medikammente so rasch und in solchem Tempo abzusezten, dass mein Neurologe mit dem Kopf geschüttelt hat...Und stelle Dir vor: aufgrund eines einzigen Gesprächs und eines einzigen (damals unaufälligen) EEGs. Es schien niemanden zu interessieren, dass alle vorher aufällig waren...

Am Montag bekam ich einen Anruf von meinem Neurologen, als Reaktion auf diesen "Entschuldigungbrief". Wir haben probeweise die Dosis vom Keppra auf 500mg morgens statt 1000mg reduziert. Er wollte sich erkundigen, wie es mir geht (eigentlich sch.... - aber gut - wir hatten ein grosses Familienfest mit vielen Gästen und viel Aufregung, kommt vor....) Er will mich sehen, Blutwerte und EEG kontrollieren und nochmals weiteres Vorgehen besprechen.

Wo bist Du sonst in der Schweiz gewesen??

LG

tanguera

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Arztbrief von Bethel

salomon, Thursday, 19.05.2011, 13:35 (vor 5570 Tagen) @ tanguera
bearbeitet von salomon, Thursday, 19.05.2011, 13:47

Hallo Tanguera

ich war im Epilepsie Zentrum Zürich. Die haben mich ziemlich krass abdosiert, ich habe das physisch gar nicht so vertragen. Den wave - vom ersten Anfall, der ein bisschen anders aussah wie ein spike wave - haben sie nicht befundet. Ansonsten war das Ambiente ganz OK.

Ich war dann noch im Uni Spital Züri und habe ein Schlaf Entzugs EEG gemacht und ein normales EEG. Die Betreuung fand ich persönlich super. Vorherige Fragen konnte ich per Mail stellen. Ich musste fürs Schlaf Entzugs EEG um 00:00 am Uni Spital sein und dann bis morgens wachbleiben. Ein Spike Wave trat nicht mehr auf. Die Aerztin meinte, dass ich Carbamazepin weiternehmen sollte; ich bekomme sonst Anfälle und mir geht es physisch schlechter.

Dann war ich noch im Jan bei einem Schweizer Epileptologen, ein Profi, der meinte, mein Wave sei noch nicht erforscht.

LG

salomon

Arztbrief von Bethel

tanguera, Schweiz, Thursday, 19.05.2011, 17:02 (vor 5570 Tagen) @ salomon

Hallo Salomon,

danke für Deine Antwort. Unispital Zürich wäre jetzt auch meine nächste Wahl. Habe ich auch bereits überlegt. Jedenfalls macht die Homepage von der Epi-Abteilung mal schon einen guten Eindruck.

Ich habe Schlafentzugs-EEG ambulant gemacht, d.h. war über Nacht zu Hause und mein Neuro hat mir dann um 8.00 am nächsten morgen EEG gemacht - auffällig.

Er will eben, dass bei mir eine Nachtableitung und ein 24 St. EEG gemacht werden. Und ich werde mir noch überlegen, wo ich dafür hingehen werde...

Danke nochmals. Kannst Du mir vielleicht den Namen des Epileptologen verraten?

VG

tanguera

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Arztbrief von Bethel

salomon, Saturday, 21.05.2011, 01:03 (vor 5569 Tagen) @ tanguera
bearbeitet von salomon, Saturday, 21.05.2011, 01:10

Hallo Tanguera,

die beiden Doktorinnen heissen Dr. Seystahl und Dr. Tabatabai. Die haben einen guten Job gemacht und sind sehr nett.

Der folgende Epileptologen ist wohl - meiner Erfahrung nach - einer besten der Schweiz, Dr. Isler, Zürich. Er ist meiner Meinung nach ein absoluter EEG-"Mustererkenner"-Spezialist.

Das Nacht-EEG im Uni-Spital war OK. Man sollte nur etwas zu essen mitnehmen:-).
24 Std. EEG habe ich nicht gemacht.

Heute hatte ich mal wieder ein 20min EEG.

LG
salomon

Arztbrief von Bethel

chrissie, Wednesday, 18.05.2011, 23:41 (vor 5571 Tagen) @ dannie89

so was kenne ich, zwar nicht in Verbindung mit Epilepsie, aber auch mit einer neurologischen Erkrankung -mit multiple Sklerose. Ich habe die Ärztin angerufen und gesagt, dass im Arztbrief einiges nicht stimmt, sie meinte nur sehr schnippig, was sie jetzt tuen solle, ob sie einen neuen Brief schreiben soll. Ich hatte alles ausgebessert mit Bleistift, die Laborbefunde und MRT-Aufnahmen hatte ich, das habe ihr mitgeteilt und gesagt, wenn sie nochmals einen Bericht über mich schreibt, soll sie sich besser meine Krankenakte anschauen, wenn ich so arbeiten würde, würde man mich rausschmeissen. Von da an waren meine Krankenakten von 2 Krankenhausaufenthalten verschwunden!!!! Komisch?!?!? Diese Neutrologin wollte mich anzeigen wegen Verleumdung, ich warte jetzt noch drauf, ist fast 7 Jahre her.

Arztbrief von Bethel

salomon, Wednesday, 18.05.2011, 23:52 (vor 5571 Tagen) @ chrissie

Hallo,

als ich meine EEGs vor einiger Zeit angefordert habe, funktionierte die CD nicht. Der Preis war natürlich 90 CHF. Ich habe Sie mir dann direkt vom Informatiker geholt.

Derselbe Sachverhalt hat sich auch vor 5 Jahren in Deutschland abgespielt.
Ich habe die EEGs vor Kurzem durch Rechtsbelehrung bekommen.


LG

salomon