Stationärer Aufenthalt in Bethel

Rose, Wednesday, 08.06.2011, 11:46 (vor 5550 Tagen)

Hallo!

Im August werde ich 12 Tage stationär im Krankenhaus Mara (Bethel) aufgenommen. Nach telefonischer Auskunft eines Mitarbeiters der Klinik wird in den 12 Tagen bezüglich meiner Epilepsie alles erneut überprüft werden. Meine Anfälle kommen vorwiegend Nachts.
Vor 5 Jahren war ich 3 Tage stationär in der Uni-Klinik Bonn. Dort wurde 2x ein MRT gemacht und das Intensiv-Monitoring. Das Medikamt wurde abgesetzt, um Anfälle zu provozieren.
Kann mir jemand Infos über den stationären Aufenthalt in Bethel geben und welche Untersuchungen dort in der Regel gemacht werden. 12 Tage in der Klinik finde ich sehr lang und ich kann mir nicht vorstellen was die Ärzte dort mit mir anstellen werden.
Hat jemand schon einen WADA-Test und eine Angiographie gemacht? Ich würde gerne mehr über die Untersuchungen erfahren. Gelesen habe ich schon viel, würde aber gerne persönliche Erfahrungen hören.

Es wäre schön wenn ich Antworten von Euch bekommen würde.

Viele Grüße vom Niederrhein.

Stationärer Aufenthalt in Bethel

Mondenkind, Wednesday, 08.06.2011, 15:55 (vor 5550 Tagen) @ Rose

Hallo Rose,

ich denke mal, bei dir stellt sich die Frage, ob OP ja oder nein, oder??

Bethel wird dich gründlich untersuchen. Ggf. ein Intensiv-Monitoring, ein MRT, verschiedene Neuropsychologische Tests (keine Angst, darauf kann man sich auch eigentlich nicht vorbereiten).

Ich habe in Bethel einen WADA-Test machen lassen. Er tut nicht weh, also keine Angst davor!

Mir wurde ein dünner Katheter über die Halsschlagader "geschoben". Darüber wurde dann ein Kontrastmittel ins Gehirn gespritzt. (Das ist dafür da, dass die Blutgefäße sichtbar werden)

Gleichzeitig bekam ich auch ein Mittel, dass die Hirnhälfte kurzzeitig lahmlegt.

Die ganze Zeit musste ich beide Arme nach oben halten und ich bekam einfache Rechenaufgaben gestellt oder ich sah ein Bild und ich musste sagen, was ich darauf sehe.

Als das Mittel dann im Hirn angekommen war, konnte ich kurzzeitig nichts sagen bzw. fiel der Arm runter.

Auf der einen Seite machte es mir nichts aus, auf der anderen hatte ich ein kurzes "Aura-Gefühl", dass aber dann direkt auch wieder weg war - eigentlich total ungewohnt.

Bei weiteren Fragen kannst du dich gerne melden.

Liebe Grüße :-)
Mondenkind

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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)

Stationärer Aufenthalt in Bethel

Rose, Thursday, 09.06.2011, 17:19 (vor 5549 Tagen) @ Mondenkind

Hallo Mondenkind,

vielen Dank für deine Infos. Spritzen und Nadeln sind für mich immer mit Angst verbunden. Im MRT komme ich ohne ein Beruhigungsmittel auch nicht klar. Wenn das Personal in Bethel mich menschlich und nett behandelt, kann ich 12 Tage bestimmt überstehen.

Liebe Grüße
Rose

Stationärer Aufenthalt in Bethel

Achim74, Monday, 13.06.2011, 18:03 (vor 5545 Tagen) @ Rose

Hallo!

Über den Wada-Test kann ich dir leider nichts berichten.
Ich war letztes Jahr auch für 12 Tage in Bethel zum Monitoring. Die Pfleger, Schwerster und Ärzte sind sehr nett und vorallem entspannt. Nicht wie so häufig, dass man sofort merkt wie gehetzt die Mitarbeiter sind. Die haben auch viel zu tun aber sie sind dennoch sehr entspannt.

Ich wurde scheinbar so gut versorgt, dass ich trotz mehrfachem Schlafentzug, absetzen der Medikamente, Hyperventialation und Flackerlicht, keinen einzigen Anfall hatte. Scheinbar war ich durch die gute Versorgung so entspannt, dass ich keinen Anfall bekommen habe. Der klassische "Vorführeffekt".

Wünsche Dir einen angenehmen und vorallem für dich zufriedenstellenden Aufenthalt in Bethel!

Gruß!

Achim

Stationärer Aufenthalt in Bethel

Rose, Monday, 13.06.2011, 21:39 (vor 5545 Tagen) @ Achim74

Hallo Achim,

vielen Dank für deine Infos. Hattest du während der 12 Tage auch andere Untersuchungen? Wenn ja, könntest du mir bitte noch mehr berichten.

Stationärer Aufenthalt in Bethel

Achim74, Wednesday, 15.06.2011, 10:24 (vor 5543 Tagen) @ Rose

In den 12 Tagen hatte ich neben dem üblichen Langzeit-EEG noch eine Untersuchung im Kernspint (MRT). Die Untersuchung ist eigentlich unproblematisch. Man wird in die "Röhre" geschoben, bekommt einen Kopfhörer auf und dann ist man nach einigen Minuten auch schon fertig.

Ansonsten erfolgten "normale" Unterschungen, die du wahrscheinlich alle schon kennst und schmerzfrei sind. Die Angst vor der Spritze kann ich dir leider nicht nehmen. Um den Medikamentenspiegel und Blutwerte zu nehmen wurde mir auch Blut abgenommen. Dies war u.a. auch dafür notwendig, um mich später Medikamentös besser einstellen zu können.

Ich hoffe ich konnte Dir etwas weiterhelfen!

Gruß!

Achim