Diagnose - was nun?

BerndL, Friday, 17.06.2011, 02:10 (vor 5542 Tagen)

Liebe Leidensgenossen,

durch Zufall stoß ich auf folgende Internetseite und bin begeistert, dass es eine solche Institution gibt.
Nun zu mir und meinem Anliegen:
Als ich 18 war (d.h. vor 7 jahren), erlitt ich -nach durchzechter Nacht- einen epileptischen Anfall mit Bewusstseinsschwund (grand-mal), nachdem ich damals ein eeg machen ließ, sah ich von medikation oder ähnlichem ab, da ich von einem gelegenheitsanfall ausging.

mittlerweile sind ein paar jahre ins land gegangen und ich kann mein krankheitsbild ziemlich genau eingrenzen, ohne jedoch in medizinischer behandlung zu sein.

Anfallslastig bin ich eigentlich nur in der Aufwach- bzw. Morgenphase, zu wenig Schlaf begünstigt das ganze (bislang trat jeder meiner ca. 5 Anfälle nach einer durchzechten nacht ohne genügenden schlaf auf). Eine Reizung durch Stroboskoplicht oder Bildschirmflackern ist im normalfall nicht gegeben, die Ausnahme liegt wiederum in der übermüdeten Aufwachphase.

Es ist also nichts, was ich theoretisch nicht durch eine gesündere lebensführung in den griff bekommen würde, da ich allerdings noch jung -und lebenslustig- bin, würde ich mich doch gerne einer behandlung mit valproinsäure o.Ä. unterziehen, damit einfach diese Angst ein Stück weit wegfällt und ich selbst eine größere Toleranz- und Reizbarkeitsschwelle habe.

Hat jemand von euch ein ähnliches krankheitsbild? ist eine Therapie mit antiepileptika dabei erfolgsversprechend und ratsam???
Was passiert mit meinem Führerschein, wenn ich zum Arzt gehe? Komme ich am ende gar in irgendeine Kartei (hört sich jetzt so nazimäßig an^^) rein?

Habe zumindest mittlerweile rausgefunden, dass meinerseits keien meldepflicht besteht.

Das wären dringensten Fragen,
ich hoffe, dass Ihr mir eine paar davon beantworten könnt.

Mit allerbestem Dank vorab

Diagnose - was nun?

dannie89 ⌂, Bayern, Friday, 17.06.2011, 09:11 (vor 5541 Tagen) @ BerndL

hallo,
ich kann dir nur die Frage mit dem Führerschein beantworten. Also du wirst nur vom Arzt informiert das es eben gefährlich ist, ich musste etwas unterschreiben das ich das weiß. Allerdings war es in einem Epilepsiezentrum und nicht beim meinem Neurologen
lg Daniela
schönes wochenende

--
Carpe Diem-Nutze den Tag,

Diagnose - was nun?

Lerche, Friday, 17.06.2011, 14:30 (vor 5541 Tagen) @ BerndL

da ich allerdings noch jung -und lebenslustig- bin, würde ich mich doch gerne einer behandlung mit valproinsäure o.Ä. unterziehen, damit einfach diese Angst ein Stück weit wegfällt und ich selbst eine größere Toleranz- und Reizbarkeitsschwelle habe.

Wenn ich das richtig verstehe, möchtest du ein Antiepileptikum nehmen, um – so lange du jung und lebenslustig bist – angstfrei weiterhin ab und zu mal ne Nacht durchzuzechen? Vergiss es. Das wäre ungefähr so, als würdest du im Auto auf’n Gurt verzichten, weil du ja Airbags hast. Diese Mittel vertragen sich erst mal überhaupt nicht mit Alkohol, jedenfalls nicht mit den Mengen von Alkohol, die man zum durchzechen braucht.
Kannst jetzt so weitermachen, bis Jugend und Lebenslust von alleine verschwinden – so mit 80 oder 90 vielleicht – oder du wirst gleich ein anfallsfreier Mensch, indem du 1. ausreichend schläfst, 2. den Alk sein lässt (reduzierst) und 3. dich medikamentös einstellen lässt. Wenn 1. und 2. bei dir reichen, umso besser, - da beneidet dich so mancher drum!

Check's ab und tu das Richtige!

Das wünscht dir Uwe,
der seinen 1. Anfall übrigens auch mit 17 / 18 hatte und – nach 7 weiteren feuchtfröhlich / verkaterten Jahren – mit 25 den letzten!

Diagnose - was nun?

Sophie, Friday, 17.06.2011, 20:04 (vor 5541 Tagen) @ BerndL

Hallo Bernd

Genau, Lerche/ Uwe hats auf den Punkt gebracht:-)

Alles Gute
Sophie