Frisch diagnostiziert
Hallo Forum,
habe heute nachmittag schon eine ganze Weile hier gelesen und jetzt brannte es mir unter den Fingern, mich hier anzumelden. Ich finde das Forum nämlich echt informativ.
Ich bin vor einer Woche stationär auf Epilepsie getestet worden, leider positiv *lach*, was auch irgendwie zu erwarten war. Meine Epi-Karriere geht mindestens 13 Jahre zurück (an frühere Absenzen erinnere ich mich nicht, evtl. gab's da trotzdem was, meine Eltern sind da nicht so ehrlich zu mir, fürchte ich). Momentan habe ich an Bürotagen 1-2 Anfälle pro Tag (bei emotionalem Streß auch mehr), an Tagen, die keine mehrstündig sitzende Tätigkeit erfordern, bleibe ich anfallsfrei (mit Ausnahmen, s.o. ;)). Die Diagnose, die jetzt gestellt wurde, lautet kryptogene komplex-fokale Epilepsie. Daß ich das so lange nicht ernstgenommen habe, ist wohl meinem (bisher) geringen Wissen über die Thematik geschuldet - selbst in Erste Hilfe-Kursen werden ja eher oder nur die Fälle krampfender und zungenbeißender Epis beschreiben -, aber auch der Tatsache, daß ich eigentlich zeitlich immer zu ausgefüllt war, um mir über meine Absenzen großartig Gedanken zu machen.
Ich habe außerdem eine milde Form des Asperger-Syndroms und muß sagen, daß ich jenes als einschränkender empfinde als die Absenzen.
Nochmal zurück zu meiner Diagnose: ich werde vermutlich auf Lamictal eingestellt werden. Das Gespräch mit dem niedergelassenen Neurologen steht noch aus. Ich habe leider auch so schon eine Neigung zu Neurodermitis und verletze mich teilweise auch durch Kratzen selbst, deswegen macht mir die Ankündigung einer Stationsärztin, es könne zu Hautausschlägen kommen, etwas Angst.
Viele liebe Grüße
die teilchenschubse
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