Rezept geholt - jetzt anfallsfrei?

teilchenschubse, Tuesday, 26.07.2011, 10:12 (vor 5502 Tagen) @ Medo

Hallo Medo,

ich war zuerst (ca. Mitte März, auf Überweisung der Hausärztin hin, nachdem ich das dort dann doch mal geschildert hatte, ich war ja arbeitslos und hatte Zeit ;)) beim niedergelassenen Neurologen, dort wurde ein Kurzzeit-EEG (20 Minuten) mit Photostimulation und Atmung gemacht. Dieses blieb unauffällig und es folgten eine Überweisung an die Neurologie des Klinikums Darmstadt sowie zum MRT des Kopfes. Diese Untersuchungen wurden Ende März gemacht, in meiner ersten Arbeitswoche.
Das MRT blieb ebenfalls unauffällig; die Neurologen in der Klinik ließen noch ein Kurzzeit-EEG durchführen (auch wieder mit Photostimulation und Atmung), obwohl damals schon eine ambulante Untersuchung mit mobilem 24-Stunden-EEG gefordert wurde (ich glaube, daß das Klinikum einfach so eine Gerätschaft nicht hat). Auch dieses EEG zeigte keine Besonderheiten.

Unabhängig davon ich habe im Februar die Fragebögen der Autismusambulanz des Uniklinikums Freiburg ausgefüllt und Ende März einen Terminvorschlag für einen Gesprächstermin Ende Juni bekommen, den ich bestätigt habe. Ergebnis: es gibt Zeichen für Autismus, aber für eine eindeutige Diagnose Asperger-Syndrom wohl nicht genug ... ich warte noch auf den Bericht.

Der niedergelassene Neurologe hat es dann noch mal mit einer Überweisung zum ambulanten 24-Stunden-EEG versucht, daraus wurde dann der viertägige Klinikaufenthalt, den ich in der ersten Juliwoche absolviert habe. Also, zumindest laut Webseite sind einige der Ärzte Epileptologen. Was die Belegung der Station während meines Aufenthaltes anging, hatte ich eher den Eindruck, die Ausnahme zu sein.

Ich merke es, wenn ich einen Anfall bekomme bzw. hatte (sehr oft wird mir das erst durch das "Aufwachen" bewußt); bei allen EEGs war ich direkt während der Photostimulation weit davon entfernt. Und Hyperventilieren trifft es nicht ganz, ich sollte einfach nur sehr tief ein- und ausatmen, 3 Minuten lang, in normalem Tempo.

Meine Anfälle treten verstärkt in der Mittagszeit bzw. der ersten Hälfte des Nachmittags auf und meines Erachtens auch situationsbezogen. Es sind nur Absenzen, aber manchmal auch mehrere Minuten lang und/oder mehrmals am Tag auftretend (im Büro/bei Vorlesungen/Vorträgen/Meetings), bis auf 2 oder 3 Ausnahmen niemals daheim).

Es gibt sicher noch Klärungsbedarf und das letzte Wort ist nicht gesprochen, das sieht auch der niedergelassene Neurologe (der wohl auch Facharzt für Psychiatrie ist) so.

Wie weit wohnst Du denn von Kork weg?

Auch wenn ich wegen der Autismusgeschichte in Freiburg war, ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wegen jeder Untersuchung eine mehrstündige Fahrzeit auf mich zu nehmen. Das kostet ja auch Geld (und mich, da ich ja endlich wieder arbeite, auch einen Urlaubstag).
Wie organisierst Du das?

Noch habe ich das Medikament nicht, die Apotheke mußte es erstmal bestellen.

Mal sehen, wie der heutige Tag verläuft.


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