Lamotrigin Nebenwirkungen

Thomas85, Tuesday, 16.08.2011, 12:12 (vor 5481 Tagen)

Hallo liebes Forum,

kurz zu mir: 2003 hatte ich 2 Grand-Mal Anfälle, eine Ursache konnte nicht gefunden werden evtl. genetisch (meine Tante hat auch Epilepsie) wurde dann auf Lamotrigin eingestellt. 50-0-50. Im Juni 2011 (also 8 Jahre später) hatte ich urplötzlich einen erneuten Anfall. (mit ausgekugelter Schulter - vermutlich stressbedingt)

Meine Dosis wurde nun leicht erhöht auf 100-0-50. An sich nicht wirklich viel, aber ich habe den Eindruck, dass ich langsam wahnsinnig werde. 2 Wochen nach dem Anfall ging es mir noch gut (hatte da noch die alte Dosis) danach hatte ich mit schlimmen schlafstörungen zu kämpfen, bekam daraufhin diazapam, es wurde besser. irgendwann ging es dann gar nicht mehr auf der Arbeit, mir war ständig komisch, hatte einmal sowas wie einen Anfall dort oder eine Panikattacke (Herzrasen ohne Ende, Schwindel etc) . Letzte woche war ich im Urlaub und dort wurde es noch schlimmer. Jeden Tag litt ich unter starker Anspannung, konnte kaum die Ferienanlage verlassen. Eines Nachts wachte ich auf mit Herzrasen ohne Ende, ich dachte es geht gleich wieder los mit einem Anfall, (wie auf der Arbeit) Nahm dann Diazapm und es wurde 2 Min. danach besser. Das geht nun seither jede Nacht so (seither 6 Tage) Ich wache nachts auf und bin total verwirrt, weiß zunächst nicht genau wo ich bin und was los ist.

Ich bin total depressiv, kann nicht mehr lachen, trau mich kaum noch in die Öffentlichkeit. Mir ist seither auch so schwindelig, kann mich kaum auf großen Plätzen aufhalten, habe das gefühl mich ständig irgendwo festhalten zu müssen, bin unglaublich nervös und von innerer Unruhe geplagt. Gerade die Sache mit dem Schwindel/ unsicherer Gang/ das Gefühl sich irgendwo festhalten zu müssen, hatte ich vorher auch schon aber nicht so extrem. Selbst als Beifahrer im Auto habe ich mich spontan geduckt, als es durch einen Tunnel ging. - Was ist da los? Ich komm mir auch so benommen vor. Das ganze Körpergefühl ist wie gestört. Manchmal kommt mir alles so unreal vor als wäre ich gar nicht richtig da - es ist blöd zu beschreiben, aber vielleicht wisst ihr was ich meine. Auch wenn ich nach einem Glas greifen möchte, muss ich manchmal überlegen, wie das jetzt genau funktioniert und ob ich nicht daneben greife. Ein anderes Beispiel: Wenn ich mich mit Freunden in einer Fußgängerzone bewege komme ich mit der ganzen Reizüberflutung nicht zurecht. (Gerüche, Geräusche, Visuelles - kann das nicht so schnell verarbeiten) Parallel dazu kann ich dann keinem Gespräch folgen. Ähnlich geht es mir in Restaurants, auch hier habe ich eine innere Unruhe, die mich dazu zwingt teilweise den Raum zu verlassen. Wie gesagt das waren jetzt alles Dinge die schon vor dem jetztigen Anfall (2011) da waren, (ca 2 Jahren nach der Medikamenteneinnahme begannen und mehr und mehr zunahmen) aber sich nun noch mehr verstärkt haben. Seit dem letzten Anfall kann ich mich auf gar nichts mehr richtig konzentrieren und bin selbst im "sicheren" zu Hause wie abwesend und stehe völligst neben mir.

Ich weiß, dass Lamotrign sehr gut verträglich ist, aber ich hab schon immer die Vermtuung gehabt, dass ich das nicht so recht vertrage und mich im Kopf Gaga macht oder sind das nur Angst/ Panikattacken, dass ich wieder einen Anfall haben könnte? Gibt es denn noch andere Leute hier, die Lamotrigin, in welcher Weise auch immer nicht vertragen? Ich bin langsam am verzweifeln. Am Donnerstag bin ich beim Arzt.

Thomas

Lamotrigin Nebenwirkungen

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 16.08.2011, 12:47 (vor 5481 Tagen) @ Thomas85

Hi!

Lamotrigin ist, was ich bisher mitbekommen habe, ein Medikament, das entweder den Leuten super hilft oder, wie nach Deiner Beschreibung, enorme Probleme bereitet.

Ich selbst hatte ca. ein halbes Jahr lang mal Lamotrigin und ich finde viele meiner Erfahrungen in Deiner Beschreibung wieder. Ich hab den Vergleich zu einem anderen Präparat davor, das zwar nicht ganz die Anfallsfreiheit gebracht hat, ich aber wesentlich besser vertragen habe.

Bis ca. 50-0-50 gings mir mit Lamotigin auch noch gut. Darüber wurde ich aber auch richtig Depressiv. Ich lag Nachts stundenlang wach und konnte nicht einschlafen, hatte Schweißausbrüche. Ich hatte, vermutlich in Folge des Schlafmangels, eine Anfallshäufung sondergleichen, wobei ich den Beginn von diesen unter Lamotrigin im Vergleich zu vorher mitbekam, und fast tagtäglich ein oder zwei Mal das Gefühl einer Aura hatte.

Als mein Neurologe meine Schilderungen nicht von sich aus ernst genommen hatte und das nicht nach drei, vier Wochen besser wurde, hab ich auf einen Medikamentenwechsel hin zu einem anderen Präparat bestanden und den Neurologen gewechselt. Als ich wieder unter 50-0-50 Lamotrigin war, gings mir schlagartig besser.

Bin nach wie vor nicht anfallsfrei, aber immerhin unter meinem jetzigen fühle ich mich wesentlich wohler in meiner Haut und das ist eine ganze Menge wert.

Lamotrigin Nebenwirkungen

fritzfrosch666, Tuesday, 16.08.2011, 13:52 (vor 5481 Tagen) @ Thomas85

hi thomas!das hört sich ja schlimm an,diese probleme hab'ich gar nicht,obwohl ich 300mg am tag nehme u. carbamacipin 1200mg verteilt morgens u.abens!ich sehe allerdings morgens ab u.zu doppelt,mit gleichgewichtsstörung u.kann nicht die zeitung lesen u.s.w.das reicht mir schon!vieleicht solltest du mal ne stationäre behandlung in betracht ziehen(bethel,bielefeld,kork oder so).wenn ich jünger wäre,würde ich z.b.auch über ne op nachdenken.hast du dich da mal schlau gemacht?dann wären die scheiß nebenwirkungen wie weggeblasen!!!google mal bethel thomas,vieleicht wäre das die lösung.ich wünsch dir gute besserung,kopf hoch,wenn der hals auch dreckig ist! machs gut OLLI

Lamotrigin Nebenwirkungen

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 16.08.2011, 14:49 (vor 5481 Tagen) @ fritzfrosch666

Man sollte nicht gleich mit Kanonen auf Spatzen schießen - noch dazu wenn im Raum steht, dass die Epilepsie möglicherweise genetisch begünstigt ist und in Folge dessen auch keine operable Ursache zu Grunde liegen muss.

Wichtig wäre in einem solchen Fall in meinen Augen erst einmal eine weiterführende Ursachenforschung in einem Spezialistenzentrum für Epilepsie - z.B. Rummelsbacher Werke, Erlangener Uniklinik, um die zu nennen, die mir am Meisten sagen. Sollte eine genetische Ursache die Epilepsie begünstigen, lassen sich auch leichter passende Medikamente auswählen.

Meintest Du Carbamazepin, fritzfrosch666? Carbamazipin wäre mir neu und damit hab ich auch keinen Google-Treffer gelandet. Wenn ja, dann kann - neben dem Grund dass Du einfach zu denen gehörst, die Lamotrigin von Haus auf gut vertragen - auch die Medikamentenkombination einige Nebenwirkungen herabsetzen.
Zum einen konkurrieren beide Medikamente in ihrer Wirkungsweise, weil sie beide auf die Natriumkanäle Einfluss nehmen - ich hab hier einfach mal die ersten Links dazu aus dem Internet zum Nachlesen genommen:
link=http://medikamente.onmeda.de/Wirkstoffe/Lamotrigin+/wirkung-medikament-10.html
link=http://medikamente.onmeda.de/Medikament/Carbamazepin+Hexal+150+retard...

Zum anderen hat Carbamazepin auch eine antidreppresive Wirkung. Ich glaube, ich hab irgendwann mal einen Artikel gelesen, laut dem bei Kombitherapie mit beiden Mikamenten die Anzahl der von Depressionen und Stimmungsschwankung betroffenen ein wenig geringer als bei der Lamotrigin-Monotherapie sei. Aber da hab ich keine Ahnung mehr, wo des war oder ob ich des mit was anderem durcheinander bringe.

Lamotrigin Nebenwirkungen

fritzfrosch666, Tuesday, 16.08.2011, 16:55 (vor 5481 Tagen) @ huge88

das wundert mich.carbamacipin ist doch'n ganz geläufiges medikament,muß ich mal versuchen.wenn das gegen depressionen ist,müßte ich ja wie auf kokain sein.lach...meine stimmungsschwankungen sind nämlich nervig,von depressionen will ich da nicht sprechen,bin ja schmerzerprobt!heul tschüßi!!!

Lamotrigin Nebenwirkungen

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 16.08.2011, 19:30 (vor 5481 Tagen) @ fritzfrosch666

Ich hab nochmal nach Carbamacipin - oder, damit das besser nachvollzogen werden kann, besser gesagt Carbamazipin - im Internet gesucht - und hab ein paar ältere Treffer, gelandet, als mir aufgefallen ist, dass Google & Co die Carbamazepin-Einträge voranstellen und schon listen, wenn diese noch als Korrekturvorschlag
angezeigt werden.

Was da der chemische Unterschied zum Carbamazepin ist, so einer besteht und das nicht nur ein inzwischen wegen irgendwelcher Nomenklaturdiskussionen nicht mehr so häufig gebräuchlicher Name ist, kann ich jedoch nicht sagen. Ich hab bisher keine Strukturformel mit der Namensangebe Carbamazipin finden können.

Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass wir hier über den gleichen Wirkstoff reden, halte ich aber für recht hoch. Hab in einem älteren Forumseintrag den Begriff "Carbamazipin" in Verbindung mit ner Marke gelesen und mal konkret danach gesucht.
http://www.epilepsie-online.de/forum/index.php?id=37593
Ich finde zwar nach wie vor keine offizielle Oxcarbazipin-Begriffsverwendung, aber immerhin gibt es das entsprechende Medikament als Oxcarbazepin-Retard-Tabletten.

Lamotrigin Nebenwirkungen

teilchenschubse, Monday, 22.08.2011, 10:34 (vor 5475 Tagen) @ huge88

Die offizielle Schreibweise ist Carbamazepin bzw. Oxcarbazepin, vielleicht könnt Ihr ja bei der bleiben? ;)

Klar, daß es auch Suchtreffer mit falschen Schreibweisen gibt, so einfach zu merken ist das Wort ja nicht ...

--
Ich habe das Asperger-Syndrom und manchmal eine Meinung, die nicht allen gefällt. ;o)

Lamotrigin Nebenwirkungen

dannie89 ⌂, Bayern, Tuesday, 16.08.2011, 15:14 (vor 5481 Tagen) @ Thomas85

hallo Thomas,
ich neheme seit der Diagnose auch Lamotrigin und mir gehts genauso wie dir, allerdings sind meine anfälle psychisch bedingt, ich verstehe dich sehr gut.
Ich habe dann mit meinem Neurologen darüber gesprochen und seitdem gehe ich regelmäßig zum psychologen, und das hat mir sehr geholfen
gute Besserung
Daniela

--
Carpe Diem-Nutze den Tag,

Lamotrigin Nebenwirkungen

Thomas85, Wednesday, 17.08.2011, 12:43 (vor 5480 Tagen) @ dannie89

danke für euere Antworten, da bin ich schon etwas beruhigt, dass es auch anderen Leuten so geht wie mir. Ich will erstmal morgen abwarten was der Arzt sagt, aber operativ ist glaube ich schon etwas übertrieben (in Bezug auf das Risiko) Danke aber für die infos und Nennung der Kliniken, ich schau mir das mal im Netz an.

Ich hab mir mal überlegt, vielleicht von der Dosis wieder auf 50-0-50 zu gehen und dafür dann ein weiteres Medikament hinzunehmen. Wisst ihr was man da alles kombinieren kann?

@huge88 - welches Medikament hattest du denn vor Lamotrigin?

Lamotrigin Nebenwirkungen

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Wednesday, 17.08.2011, 16:45 (vor 5480 Tagen) @ Thomas85

Vor Lamotrigin hatte ich Oxcarbazepin in nicht retardierter Form.

Ich glaub Lamotrigin ist auf jeden Fall mit Levetiracetam, Oxcarbazepin und Carbamazepin kombinierbar. Schau mal auf den Beipackzettel von Deinem Lamotrigin. Da stehen oft beim Verwendungszweck solche Dinge mit dabei.

Oxcarbazepin bringt als "Nachteil" mit sich, dass Du außerhalb der Einstellungsphase öfters als bei Lamotrigin zum Blutnehmen musst, weil Natrium- und Medikamentenspiegel, oft gleich auch Leberwerte, kontrolliert werden. Der vermutlich eigentliche Wirkstoff wird erst in der Leber durch den Stoffwechsel "hergestellt": http://www.hospital-laborverbund.de/...

--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

Lamotrigin Nebenwirkungen

Sandra86, Kempten, Thursday, 18.08.2011, 20:21 (vor 5479 Tagen) @ huge88

Ich hab grad deinen Eintrag gelesen und mir ist es eiskalt den Rücken runtergelaufen. Es hat mich sofort an die Zeit erinnert als ich mit Lamotrigin angefangen hatte. Bei mir waren es genau die gleichen Beschwerden. Ich hab mich 6 Monate total abgekapselt, bin so gut wie gar nicht mehr rausgegangen außer vielleicht zur Arbeit und dahin bin ich fast gerannt, weil ich Angst hatte das mir auf dem Weg dorthin, in der Öffentlichkeit etwas passiert. Ich hatte teilweise solche Panikattacken das ich kein Geld mehr in der Hand halten konnte. Es war als würde eine Welle durch meinen Körper schwappen, bis alles gezittert hat.
Zwar sind die Nebenwirkungen jetzt zum Teil verschwunden aber die Angst bleibt. Zittern tue ich immernoch, doch nicht mehr so stark.

Ich wünsch dir alles Gute.

Sandra

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Mal gewinnt man, mal verliert man!

Lamotrigin Nebenwirkungen

Thomas85, Friday, 19.08.2011, 12:48 (vor 5478 Tagen) @ Sandra86

Hallo Sandra, dass hört sich ja doch vergleichbar mit meiner Situation an...


war ja gestern beim Arzt... - er hat sich richtig viel Zeit genommen für mich.

MIt einer Medikamentenumstellung wäre er einverstanden, würde mich dann auf Carbamazepin umstellen wollen. Er glaubt jedoch eher dass es meine Psyche ist und ich den letzten Anfall nicht verdaut habe. Wir sind jetzt so verblieben, dass ich wieder auf 50-0-50 gehe und wenn es dann nicht besser wird, ist jedenfalls sicher, dass es nicht am Medikament liegt. Fand ich ne ganz gute Lösung so. In 2,5 Wochen muss ich wieder hin.

Lamotrigin Nebenwirkungen

rennmaus1, Monday, 24.12.2012, 15:40 (vor 4985 Tagen) @ Thomas85

hallo ist das krass deinen eintrag könnte ich verfasst haben!! mir geht es genau gleich!! ich habe vorher depakine chrono 500 genommen 2x am tag also 2x 500mg
das medikament hat echt super gewirkt doch das zittern meiner hände, eine der nebenwirkungen von depakine hat mich sehr gestört da ich in der metzgerei als verkäuferin gearbeitet habe und die kunden mich immer schief angeschaut haben!! nun nehme ich seit juni lamotrigin 350mg am morgen! in der umstellungsfase ging es mir super doch seit anfangs oktober spinnt mein körper total!! ich war vorher so ein lebenslustiger mensch!! ging gerne aus, ging einkaufen in die stadt und war gern unter leuten! zur zeit gehe ich zur arbeit und dann möglichst auf dem direkten weg nach hause!! mein arzt kann mir auch nicht recht weiterhelfen! ja nehmen sie mal motilium vielleicht kann ihr magen das lamotrigin nicht richtig aufnehmen!! bla bla bla alles scheisse es ist nicht besser! gehen sie mit der dosis hoch um 50mg vielleicht wird es besser bla bla bla vielleicht... nützt mir nichts!! bin echt am überlegen wieder zu wechseln!!!lg

Feststellung der Epilepsie

SilleMaus86, Thursday, 05.09.2013, 10:23 (vor 4730 Tagen) @ Thomas85

Hallo Thomas!

Ich kenne die Symptome die du da beschreibst ... Ich habe sie selber ... als Kind hatte ich bereits Anzeichen einer Epilepsie gehabt nur damals war es noch nicht so ausgeprägt sodass sie nie feststellen konnten was es sein könnte ... Sie haben es darauf hingewiesen das es Panikattacken seien ... Ich habe seither dann viele Jahre keine sogenannte Attacken bekommen ... 2011 ging es dann wieder los ... Ich lag im Bett und mir ging es gut bis mir plötzlich sehr schlecht war und auf einmal bekam meine rechte Seite an zu kribbeln ... Meine Eltern haben mich dann zum Arzt gefahren wo sie mich zu meiner heutigen Neurologin überwiesen hat ... Sie konnte zunächst auch nicht sagen woran das liegen könnte ... Sie hat EEG gemacht, aber da war alles in Ordnung ... Und es wurde immer schlimmer ... Mir war ständig schlecht und schwindlig und mein Herz raste wie wild und immer diese Kopfschmerzen ... Und ich hatte immer so ein Gefühl dabei als würde ich gleich Fallen wenn ich mich nicht irgendwo festhalten würde ... Dann bin ich wieder zur Neurologin und sie hat wieder Tests durchgeführt ... hat Schlaf-EEG gemacht ... Aber nie ist was auffälliges gewesen ... Sie hat mich immer getestet als es mir gut ging ... Dann hat sie mich in einer Epilepsieklinik geschickt ... Dort hatte ich in der ersten Nacht im Schlaf einen Anfall bekommen (ist zum ersten mal im Schlaf passiert) und ich habe mir dabei die Zunge blutig gebissen ... Am nächsten Tag haben Sie mich über Nacht ans EEG angeschlossen und Videoüberwacht ... Und da hatte ich dann wieder ein Anfall bekommen ... Und da wurde dann festgestellt das ich Epilepsie habe ... Ich wurde dann auf Lamotrigin eingestellt ... Dann ging es auch ... Ich hatte zwar immer noch welche gehabt aber die waren dann nicht mehr so extrem ... Nach 5 Wochen durfte ich dann wieder nach Hause ... Bei mir treten sie immer auf bei Stress und bei Flackerndes Licht z.B. In der Disco diese Lichter und bei Schlafmangel ... Ich habe jetzt noch ein neues Medikament dazu bekommen ... Ich merke es auch schon vorher wann ich einen Anfall bekomme und dann kann ich mich schon immer darauf vorbereiten ... Ich lege mich dann hin (auf dem Bauch und warte bis er endlich kommt ... Heute habe ich das im Griff und weiß auch wie ich damit umgehen kann ... Die Anfälle sind nicht mehr so häufig und auch nicht mehr so schlimm ...

Lamotrigin Nebenwirkungen

SirinTe, Tuesday, 17.09.2013, 16:18 (vor 4718 Tagen) @ Thomas85

Hallo liebes Forum


Ich habe mich heute das erste mal über die Nebenwirkungen von dem Lamotrigin erkundigt und als ich deinen Bericht gelesen hab dachte ich nur so, dass du mir echt aus der Seele geredet hast. Ich habe exakt die selben Sympthome wie du. Wenn ich dies einem Arzt oder Leuten aus meinem Bekanntenkreis versuche zu erklären, kann mich keiner von denen verstehen was genau in mir vorgeht. Ich hatte im Nov. 2010 meinen ersten Epileptischen Anfall wo ich einfach von einer Sekunde zur nächsten umgefallen bin ohne irgendwelche Zuckungen etc. Da wurde ich ins Krankenhaus eingewiesen wo ich einen MRI hatte. Die Ärzte da meinten aber das war ne einmalige sache ( was ich sehr bezweifelt habe ) und ich mir keine weiteren Gedanken machen soll. Ok.. ich ging also nach Hause und hatte dann ca. ein einhalb Jahre keinen Anfall mehr wo ich also dachte ja die Ärzte hatten recht. Bis ich eines Morgens dann nen Anfall in der Dusche hatte wo ich mich selbst fast ertränkt habe, hätte mich meine Mutter nicht gefunden und raus gezogen. Nach diesem Anfall dachte ich ja okey war vielleicht ein Kreislaufkollaps ( weil ich etwa 3 stunden geschlafen habe ) habe es also nicht so ernst genommen. Nach diesem Anfall hatte ich 2 weitere innerhalb von einem halben Jahr. Im März 2013 habe ich mich dann erneut ins Krankenhaus einweisen lassen ( in meiner Aufwachphase, verwirrtheit etc. ) Im Krankenhaus hatte ich dann erneut einen MRI und einen Schädel CT ob da irgendwelche Hinrblutungen zu stande kahmen oder nicht. Ich hatte dann aber zum guten Glück nur eine leichte Hirnerschütterung. Der leitende Arzt hat mich dann zu einer Neurologin überwiesen wo ich dann im April 2013 einen EEG hatte und sie mir dann im nachinein gesagt habe das ich Epilepsie habe. Also Grand-mal Anfälle und Absence Anfälle. Sie hat mich dann auf Lamotrigin eingestellt und hat bei mir mit 25mg angefangen. Ich sollte dann alle 2 wochen 25mg erhöhen bis ich bei 100mg angekommen bin, danach wollte sie einen Blutspiegel machen. Als ich dann bei 100mg war ( achja seit ich auf Lamotrigin war haben sich meine Anfälle verdreifacht also bestimmt 3-4 mal im Monat! Obwohl sie mir versichert hat das ich Anfallsfrei werde. ) jedenfalls als ich dann bei 100mg war habe ich einen Blutspiegel machen lassen und sie meinte sie werde mich danach anrufen. Bescheid bekommen habe ich jedoch nie. Da meine Neurologin mir Unprofessionell erschien habe ich um eine Zweitmeinung gebeten im Schweizerischen Epilepsie Zentrum ( bin aus Zürich ) da wurde dann ein erneuter EEG gemacht und mein behandelnder Arzt meinte dann er möchte ein Intensiv Monitoring durchführen also 48 Stunden überwachung. Dann meinte er noch ich solle auf 25mg erhöhen weil ihm 100mg zu wenig erschienen für meine Art der Epilepsie. Jedenfalls war ich dann 3 Tage Stationär in der Klinik hatte aber keinen Anfall während dieser Zeit. Der Oberarzt vor ort meinte dann ich solle nochmal 25mg erhöhen also 50mg am morgen und 100mg am Abend. Seit diesem Tag das war also mitte September 2013 ging es mit mir bergab. Die ganzen Sympthome hier treffen exakt auf mich zu. Ich bin die ganze Zeit verspannt habe extremes Herzrasen den ganzen Tag über habe extreme Platzangst entwickelt. Getraue mich nicht einmal mehr alleine in den Zug/Bus zu steigen weil ich solche Angst davor habe alleine zu sein. Ich muss mich dann die ganze Zeit anfassen bzw. meine Hände/Arme muss mich irgendwo auch an der Stange festhalten weil ich solche extreme Angst habe einen Anfall zu kriegen.Ich habe die ganze Zeit über so ein komisches Gefühl in meinem linken Arm ( bei Anfällen hat sich jedesmal der linke Arm verkrampft ) und durch das bin ich so Nervös geworden weil dieses Gefühl in meinem Arm nicht mehr weggeht und ich so dauernde Angst habe nen Anfall zu kriegen. :-( Ich habe dann meinen Arzt angerufen aus der Klinik der meinte ich solle wieder 25mg runter gehn also 50mg am Morgen und und 75mg am Abend. Ich bin echt kurz davor wahnsinnig zu werden ich möchte mich einfach nur unter meine Decke verkriechen und weinen weil es mir psychisch so schlecht geht. Ich weiss nicht was ich tuhn kann um diese Gedanken in den Griff zu kriegen. Ich möchte nicht das meine Gedanken die Kontrolle über mein Leben haben. Ich weiss nicht mehr weiter und von der Ärzte seite heisst es sie müssen den Befund des Intensiv Monitoring abwarten um genau sagen zu können wie die weiteren Schritte sind. Ich leide unter Schlaflosigkeit, Nervosität, Panickattacken und so weiter wie von dir beschrieben. Ich weiss einfach nicht mehr weiter ich bin total am Ende und weiss nicht was ich tuhn soll. Das Lamotrigin scheint bei mir alles andere als zu wirken.

Bitte um Rat!! :-(