.....immer wieder Keppra

Bird-of-Prey, Sunday, 28.08.2011, 13:09 (vor 5469 Tagen)

Ich lese immer wieder Berichte über Keppra. Und ich lese nicht nur positives.

Hat jemand Erfahrung mit Keppra und einhergehenden Stimmungsschwankungen (wie bei pubertierenden)oder gar Depressionen?

Sollte diese Frage schonmal gestellt worden sein, nehmt sie halt wieder raus. Zeigt mir kurz wo was drüber steht. Ich bin nicht so der geübte Forenleser und -beiträgeschreiber.

Vielen Dank

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.....immer wieder Keppra

Bird-of-Prey, Sunday, 28.08.2011, 15:31 (vor 5469 Tagen) @ Bird-of-Prey

http://forum.epilepsie-netz.de/index.php?topic=2718.0 das hab ich selber dazu gefunden......kann man Magnesium überdosieren? *nixbligg*

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.....immer wieder Keppra

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 28.08.2011, 17:59 (vor 5469 Tagen) @ Bird-of-Prey

Hi!

Ich verweise Dich, da das Thema "Magnesium = Wundermittel ?", auf die eine oder andere Weise immer wieder zur Sprache kommt auf einige noch nicht allzu alte Threads in diesem Forum - auch wenn die sich nicht direkt mit Depressionen beschäftigen. Nur zur Vorabinfo: Ich selbst stehe dem ganzen Thema - zumindest im Bezug auf Epilepsie - kritisch gegenüber.

http://www.epilepsie-online.de/forum/index.php?id=57448
http://www.epilepsie-online.de/forum/index.php?id=57918
http://www.epilepsie-online.de/forum/index.php?id=57877

Grundsätzlich kann so ziemlich jedes Antiepileptikum auch Depressionen, Stimmungsschwankungen etc. auslösen - mir ist zumindest noch keines untergekommen, bei dem das nicht mit in den Nebenwirkungen steht. Lamotrigin hab ich dahingehend gar nicht vertragen. Bei Oxcarbazepin und Keppra war ich in der Einstellphase und der ersten Zeit danach etwas launisch und leicht reizbar, aber das hat sich von selbst gegeben. Lamotrigin hat mich Depri gemacht und ich hab mich umstellen lassen.

Ob man Magnesium überdosieren kann? Laut dem hier gibt es das nicht nur als Krankheitsbild, sondern auch durch übermäßige künstliche Zufuhr(einmal auf Seite 7 des Artikels umblättern):
http://www.onmeda.de/lexika/naehrstoffe/mineralstoffe/magnesium-magnesium

Hab mal im deutschsprachigen Raum gegoogelt und hier noch etwas interessantes zum Thema gefunden: http://www.kompetenznetz-depression.de/
Längerer Link gibt's leider dort nicht. Ist laut "Wir über uns" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Unter "Für Betroffene"/"Fakten"/"Biochemie" findet sich der Hinweis darauf, dass Depressionen zumindest durch einen gestörten Hirnstoffwechsel ausgelöst werden können. Dass für die Störung des Stoffwechsels Magnesium verantwortlich sein könnte, hab ich hier aber nichts gefunden, sondern nur Neurotransmitter.

Findet von Euch jemand etwas bzgl. Neurotransmitter, welche Magnesium z.B. als Cofaktor benötigen?

Ich hab mir natürlich auch einmal die Links, auf die in Deinem Link verwiesen werden, angesehen - ich meine die vom 19. September 2006, 22:06:26. Leider ist die erste von den dreien derzeit außer Betrieb. Die Zweite hab ich mir nicht wirklich durchgelesen - ist ja rießiges Teil.
An der Seite machen mich aber drei Dinge auf anhieb absolut stutzig:
1) Du musst nicht weit scrollen, um das erste Bild von einem konkreten Präparat zu finden.
2) Der Artikel stammt von einem Mann, der anscheinend sein eigenes 1-Mann-Forschungsinstitut gegründet hat - zumindest hab ich auf anderen Seiten der Homepage nix über andere Mitarbeiter dort gefunden.
3) Ich stieß auf einen Link, in dem irgendein ColdCure-Produkt von dem beworben wird und als Indikator für die Wirksamkeit dessen wird unter anderem die Erteilung eines US-Patentes hergenommen, was absolut nix mit der Wirkung zu tun hat. Das Zeug könnte als Heilmittel beschrieben werden und tatsächlich Gift sein und das hätte für die Erteilung selbst erst einmal keine patentrechtliche Relevanz.

Der Dritte Link sieht deutlich seriöser aus und stammt anscheinend von mehreren Homöopathen - wenn mir mein Englisch keinen Streich spielt und "Holistic" doch nicht in die Richtung geht, und ist wohl von einem Psychiater korrekturgelesen worden. Leider fehlen dem Artikel Hinweise darauf, wo denn die darin erwähnten Studien zu finden seien.

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eKstase, Sunday, 28.08.2011, 18:37 (vor 5469 Tagen) @ Bird-of-Prey

Also mein Freund 20J. wurde vor ca. einem halben Jahr auf keppra umgestellt. Er nimmt keppra 1000mg und dazu noch vimpat 200mg. Von Nebenwirkungen wie Depressionen ist nichts zu merken. Aber kommt denke ich auch sehr stark auf den jewaligen Organismus an. Lg

.....immer wieder Keppra

anonym, Sunday, 28.08.2011, 20:40 (vor 5469 Tagen) @ eKstase
bearbeitet von anonym, Sunday, 28.08.2011, 20:45

Hallo ekstase,
ich hatte ganz heftige Depris von Keppra, das merke ich erst jetzt wo ich Keppra abgesetzt habe, allerdings muß ich sage das im Enzug ein Anfallshäufig bei mir aufgetreten ist, so ich jetzt ehrheblich höhre Dosis von andere AE genau genau gesagt Antideprissiva nehmen muß.Aber Ok. Ich hoffe das Ganze ist nur vorübergehend ist. Auch, wenn das ein Arzt nur unter vobehalte nur ungern zugibt, die Anfallshäufung.

Gruß
Corinna

.....immer wieder Keppra

tanguera, Schweiz, Sunday, 28.08.2011, 22:07 (vor 5469 Tagen) @ anonym

Hallo Corinna,

was für Dosis Keppra hattest Du und wie schnell hast du abgesetzt?

Es gibt Leute, die mit Keppra super klar kommen, andere widerum nicht. Da gehen die Erfahrungen auseinander.

Ich denke manchmal, "ja, das bin ich, die "Alte"", manchmal bin ich sehr verstimmt und nichts geht mehr. Ich nehme dazu Vimpat, wo auch Schwimmungsschwankungen vorkommen sollen. Die Umgebung merkt es vll. noch eher, dass sich einer anders benimmt als vorher.

Am meisten stört mich, dass ich z.T. plötzlich agressiv und aufbrausen bin. Ich schreie einfach los, oder schreie die Kinder grundlos an (also nicht ganz grundlos, ohne schreien würde es jedoch schon gehen...;-) ) Ich merke es erst dann, wenn es zu spät ist.

Ich habe auch probiert, zusammen mit meinem Neuro, das Keppra zu reduzieren, die Anfälle haben sich gehäuft, bin wieder auf die urprüngliche Dosis, es ist nicht besser geworden.

Im Oktober wird stationär evtl. ein Versuch gestartet, das Keppra ganz abzusetzten. Wenn ich so von Deinen Erfahrung lese (und mich an meine im Mai erinnere), dann kann ich mich auf etwas gefasst machen...

Jedenfalls habe ich da auch schon über gute Erfahrungen mit Keppra und Absetzten vom Keppra gelesen, also schauen wir mal..

Ich wünsche Dir alles Gute

tanguera

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Jubeln, lachen, tanzen - Der einzige Weg um sich zu retten.
(Alfred Selacher, (*1945), Schweizer Lebenskünstler)

.....immer wieder Keppra

Mondenkind, Monday, 29.08.2011, 11:04 (vor 5468 Tagen) @ tanguera

Hallo tanguera,

Jedenfalls habe ich da auch schon über gute Erfahrungen mit Keppra und Absetzten vom Keppra gelesen, also schauen wir mal..

Hallo tanguera,

ich z.B. hatte keine (nennenswerte) Probleme mit Keppra - vielleicht Müdigkeit, aber ich nahm ja auch noch ein zweites Medikament ein (Oxcarbazepin). Seit fast 4 Monaten nehme ich jetzt nur noch Carbamazepin ein. Das ist alles so mit dem Epileptologen der Uni-Klinik-Bonn und meinem Neurologen abgesprochen.

Keppra hab ich über Monate ausgeschlichen. Ich nahm 1.500-0-1.500 und habe alle 6 Wochen um 500 mg reduziert.

Was nicht so gut war, war dass ich das Oxcarbazepin von heute auf morgen in Carbamazepin umgewandelt habe. Das hat mir der Arzt zwar so gesagt, aber ich glaube im Nachhinein wäre es besser gewesen, wenn ich es langsam gemacht hätte. Eine Woche morgens Carbamazepin und abends Oxcarbazepin oder so.

Ich hatte zwar (zum Glück) keinen Anfall, aber mir war 3 Tage fast nur schwindelig und ich war froh, dass ich zu dem Zeitpunkt nicht Arbeiten musste.

Liebe Grüße
Mondenkind

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anonym, Monday, 29.08.2011, 18:58 (vor 5468 Tagen) @ tanguera

Hallo tanguera,
also meine ursprüngliche Dosis war 2000mg die ersten 1500mg habe ich über fast zwei Jahre sehr langsam abgestezt immer in 500mg Schritten, das war aber noch kein Problem schwierig wurden erst die letzten 500mg, als der Körper so gar kein Keppra mehr im Körper hatte.:-| Die letzten 500mg hätte man wahrscheinlich im nachhinein in gringeren Dosen auch absetzten können 250mg usw.

Gruß
Corinna

.....immer wieder Keppra

HeinzGR, Chur, Thursday, 15.09.2011, 17:31 (vor 5451 Tagen) @ tanguera

Hoi Tanguera,
Mit keppra geht's Dir super und du willst es reduzieren? - Welche Anfallssorte hast Du denn? Bei mir ist's eine linksseitige partielle Temporallappen-Epilepsie seit dem 5. Lebensjahr.
Habe heute via Google gefunden, dass die Aminosäuren des Weizen eine Überaktivierung von Nervenzellen hervorrufen und u.a. Epilepsie verursachen! Diese Stoffe kommen ja auch in Kuhmilch vor. Solche hatte ich ca. als 6-Jähriger von meinem Grossvater direkt ab Hof erhalten. Darauf gekommen bin ich weil ich 18 Std. nach einem (ausnahmsweise getrunkenen) Panachée einen Anfall hatte (passiert auch bei Alkoholfreiem). Bier enthält ja Hefe, Malz, Weizen.
Bitte melde sich bei mir, wer (als Jugendlicher) auch nicht gerne Milch hat! e-Adr.: praettigauer / bluewin. Vielleicht finden wir so eine nachhaltige Lösung.
Lieben Gruss und alles Gute, Heinz

.....immer wieder Keppra

tanguera, Schweiz, Thursday, 15.09.2011, 20:05 (vor 5451 Tagen) @ HeinzGR

Hoi Heinz aus Graubünden,

Mit keppra geht's Dir super und du willst es reduzieren?

Ich habe nicht geschrieben, dass es mir mit Keppra gut geht. Mal so, mal so. Ob Keppra dafür verantwortlich bzw. nicht verantwortlich ist, weiss ich nicht.

Habe heute via Google gefunden, dass die Aminosäuren des Weizen eine Überaktivierung von Nervenzellen hervorrufen und u.a. Epilepsie verursachen! Diese Stoffe kommen ja auch in Kuhmilch vor.

Weisst Du Heinz, ich habe schon so Einiges gelesen über verschiedenste Nahrungmittel, bei denen die Ursache für Anfälle gesucht wird. Wenn man eine Liste machen würde, dann dürften wir fast nur noch Wasser trinken ;-)

Und Milch? Demnach müssten die Japaner doch das Volk mit sehr wenigen Epileptikern sein. Die haben doch fast zu 100% Laktosenintolleranz und essen keine Milchprodukte.

Gruss

tanguera

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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Friday, 16.09.2011, 10:40 (vor 5450 Tagen) @ HeinzGR

Wäre nett, wenn Du, wenn Du etwas findest, auch einen Link postest, wo Du es gefunden hast, damit sich jeder selbst ein Bild davon machen kann.

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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Monday, 29.08.2011, 08:15 (vor 5468 Tagen) @ anonym

Anfallshäufungen sind leider bei nicht wenigen eine leidige Begleiterscheinung, wenn sie ein Medikament absetzen. In der Epilepsieambulanz haben sie einmal zu mir gesagt, dass man in vielen Fällen erst ein Jahr nach Absetzen eines alten Medikamentes richtig beurteilen kann, ob unter der neuen Medikamentation wirklich mehr Anfälle auftreten oder ob eine zwischenzeitliche Häufung nur Absetzungsbedingt ist. Darum dauern die Absetzphasen i.d.R. ja auch wesentlich länger als die Einstellungsphasen bei vielen, weil das einfach das Risiko von Häufungen durch das Absetzen verringert.

Es gibt ja leider schon allein das Problem, dass bei vielen Anfälle auftreten, weil Neurologen sie einfach auf Generika ihres bisherigen Medikaments von heute auf morgen umstellen.
Leider widersprechen, wie ich erfahren musste, zählte Anfangs selbst dazu, eine ganze Reihe von Patienten dem nicht, weil sie zum einen ihrem Arzt vertrauen, zum anderen die Ärzte nicht immer gut aufklären und auch weil die Patienten oft nicht über die Patientenrechte ausreichend informiert sind.

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anonym, Monday, 29.08.2011, 18:49 (vor 5468 Tagen) @ huge88
bearbeitet von anonym, Monday, 29.08.2011, 19:18

Hallo huge,
danke für Deine Ausführung. Besser hätte ich es auch nicht sagen können. Ich gehöre in diesem Sinne, hoffe ich zu den aufgeklärten Patienten und konnte alles im allem meinem Neurologen noch vernünftige Gegenargumente darstellen, das ich nichts überstürzen möchte und dieses Jahr noch abwarten möchte, wie sich das alles entwickelt. Er war allerdings nicht ganz so begeistert.;-)

Gruß
Corinna

.....immer wieder Keppra

Kary, Tuesday, 13.09.2011, 10:51 (vor 5453 Tagen) @ anonym

Hallo Corinna,
wenn auch spätere antwort,las mir das alles mal so durch,und wieder bestätigt sich leider meine these:
Sind die neueren medikamente wirklich sooo toll,wie uns die pharnazie glauben lässt??Ich verstehe dich Corinna.
Tja,nur weil einige medis günstiger sind müssen sie weg,doch wie ergeht es den betroffenen?
Und wenn eine Umstellung schwieriger ist,was ich selbst nicht wusste,als eine neueinstellung,dann hätten doch die pharmazeuten und ärzte,vor jahren schon die notbreme ziehen sollen,als ein sehr wirksames medikamnet vom markt kam,und sehr gut half.
es werden dem patienten die neuen medis schön geredet,was aber noch hin zu kommt,sind ja noch die pysischen aspekte:Bei vielen guteingestellten reicht schon eine andere farbe der tablette aus,oder eine andere packung,und sie bekommen einen anfall.
Leider ist dies erwiesen,doch man lernt nichts daraus...:-(

lasse mich dennoch nicht entmutigen und warte ertsmal ab,so wie du;-)
Lieben Gruss
Kary

.....immer wieder Keppra

Aglaia, Monday, 29.08.2011, 11:42 (vor 5468 Tagen) @ Bird-of-Prey

Hi,

ich nehme 2500 mg Keppra/Tag und habe von Anfang an gemerkt, dass es meine Stimmung beeinflusst.

Ähnlich wie tanguera hier werde ich zu oft ungeduldig, aufbrausend und manchmal laut zu meinem Kind, obwohl es sicher auch ohne gegangen wäre, und das ist sehr schwer selbst zu kontrollieren.

Ich nehme Keppra schon einige Jahre, aber ich weiß, dass ich vorher eine ausgeglichenere Person war und auch nicht so oft geheult habe. Bin recht nah am Wasser gebaut, wenn ich auch nicht depressiv sagen würde.

Man kann damit leben, ist aber definitiv auffällig, vor allem für die Umgebung.

Meine Versuche Keppra wg Schwangerschaft zu reduzieren führten nach längerer anfallsfreier Zeit wieder zu Anfällen, die ich nicht mehr weg bekommen habe, auch nicht nach höherer Dosierung.

Ansonsten vertrage ich Keppra aber gut.

Grüße