Helfen die Medis?

Sandra86, Kempten, Friday, 02.09.2011, 20:27 (vor 5464 Tagen)

Hey Leute!

Also hier mal eine ganz allgemeine Frage in die Runde. Ich lese hier immer von den Medis die ihr nehmt und die Probleme die sie mit sich bringen. Doch ist auch irgendjemand hier der Dank der Tabletten anfallsfrei geworden ist? Ich frag mich das nur weil ich fast nie positive Rückmeldungen auf die Medis lese.
Ich hatte seit ich die nehme keinen Anfall mehr, könnte allerdings auch an meinem Lebenswandel liegen...bin mir da nicht sicher!

Lg
Sandra

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Mal gewinnt man, mal verliert man!

Helfen die Medis?

Pumuckl, 92, Friday, 02.09.2011, 22:15 (vor 5464 Tagen) @ Sandra86

Hallo Sandra!

Dank meiner jetzigen Medis bin ich seit fast 2 Jahren wieder einmal anfallsfrei. Ich nehme Apydan und Vimpat.

Ich habe vorher viele Medikamente durch probiert.

Viele Grüße Tanja

Helfen die Medis?

Kary, Friday, 02.09.2011, 22:23 (vor 5464 Tagen) @ Sandra86

Hallo sandra,

ja ich bin(und ich spreche nicht nur von mir)mit den alten medi maliasin 100 vor über 30 jahren anfallsfrei geworden,esbekam auch den meisten sehr gut,hatte keine nebenwirkungen-echt.Ging tanzen,trank mal was,mal mehr mal weniger,ich lebte als obs eoi nicht gibt!!Noch!Wenn dies die jenigen lesen würden,wie schlecht es jetzt dem überwiegenden teil geht,weil sich dies medi angeblich nicht mehr rentiert,dann kann ich nur den kopp schütteln.
Glaube mir.es würde vielen Epileptiekern besser gehn,wenn sie dies nich bekommen würden!!!Ich weiss wovon ich rede,auch ich habe so meine erfahrungswerte.Ich finds auch traurig:Keppra wird -weils neuer ist,mit kaum oder keinen nebenwirkungen eingestuft.da lese ich in anderen foren,ganz arge dinge.Gut zum anfang einer umstellung ist klar,das das nicht sofort alles schick ist.Doch das sollte nicht zum experiment werden!Dann kommt das nächste,weils neu ist.
So will mich aber nicht aufregen,du fragtest,ich antwortete dir.
Ich nahm noch Orfiril,ist auch ein super medi,also ich brauche keinen neurologen.noch nicht.Wünsche dir,das du schnell ein medi findest das dich anfallsfrei macht-auch ein sehr lang erprobtes ist kein schlechtes.;-)
Lieben Gruss Kary

Helfen die Medis?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Saturday, 03.09.2011, 12:02 (vor 5463 Tagen) @ Sandra86

Hi!

Ich war auch ein paar Jahre lang unter Medikamenten anfallsfrei.

Ich glaube, dass der Trend dahin geht, dass jemand in solchen Foren eher von negativen Erfahrungen mit seinem Medikamenten berichtet und nach Erfahrungen von anderen fragt, liegt nicht daran, dass die Medikamente heute schlechter verträglich sind als früher oder mehr Nebenwirkungen hätten.

Ich denke viele Leute treten, wie man aus einigen Ersteinträgen entnehmen kann, dem Forum erst bei, wenn Probleme wegen der Epilepsie auftreten, es ihnen schlecht geht und/oder das Vertrauen zu den Ärzten bröckelt. Wichtig ist es ja in unserer Gesellschaft heute, zu funktionieren. Solange es uns Epileptikern also so gut geht, dass wir ein völlig uneingerschränktes Leben führen können, besteht für uns ja oft auch kein Anlass zum Erfahrungsaustausch.

Die Einzige bedenkliche Tendenz, die ich aus den Beiträgen herauszulesen meine und wohl symptomatisch für unsere schnelllebige Zeit ist, ist die, dass Neurologen, wohl nicht zuletzt auf Grund der großen Bandbreite an Medikamenten und des gesellschaftlichen Drucks der Patienten, zu funktionieren, immer mehr dazu neigen, bisweilen übereilte Medikamentenwechsel vorzunehmen, bevor wirklich beurteilt werden kann, ob ein Medikament seinen Zweck erfüllt.
Aber um diesen Sachverhalt objektiv zu beurteilen, bin ich vielleicht nicht der Richtige, einfach weil ich das vielleicht durch eigene Erfahrungen durch meine ganz eigene Brille auch verstärkt wahrnehme.

Außerdem ist es bei uns Menschen nun einmal leider so, dass wir dazu neigen, uns langfristig eher an die negativen, "gefährlichen" Dinge zu erinnern, weil wir ja darauf gepolt sind, uns durch Erfahrung schützen zu wollen.

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

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Lerche, Saturday, 03.09.2011, 18:01 (vor 5463 Tagen) @ huge88

Ich denke viele Leute treten, wie man aus einigen Ersteinträgen entnehmen kann, dem Forum erst bei, wenn Probleme wegen der Epilepsie auftreten, es ihnen schlecht geht und/oder das Vertrauen zu den Ärzten bröckelt.(...)Solange es uns Epileptikern also so gut geht, dass wir ein völlig uneingerschränktes Leben führen können, besteht für uns ja oft auch kein Anlass zum Erfahrungsaustausch.

Ja huge88, da ist was dran. Gibt sicher mehr als 951 Leute (z.Zt.angemeldete Benutzer) im deutschsprachigen Raum, die Epi haben oder sonstwie damit zu tun haben. Bei 1 % der Bevölkerung wär'n das allein in D so ca. 800000. Weiß nicht, ob die alle klar kommen, aber die meisten wohl schon.

VG Uwe

PS: Steht ja auch in keiner Zeitung, wie viele Flugzeuge täglich NICHT abstürzen, nur mal so als Gleichnis...

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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 04.09.2011, 15:01 (vor 5462 Tagen) @ Lerche
bearbeitet von huge88, Sunday, 04.09.2011, 15:04

Danke, Lerche.

Ich hab hier mal von der Schweizerischen Epilepsiestiftung ne Seite mit ein paar statistischen Informationen: http://www.swissepi.ch/web/swe.nsf/0/670B18951AE2A113C12569C80044ECE7?OpenDocument

Und hier noch etwas vom Informationszentrum Epilepsie (ize)
der Dt. Gesellschaft für Epileptologie e.V.:
http://www.izepilepsie.de/home/showdoc,id,387,aid,217.html

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sandra79, Wednesday, 07.09.2011, 11:33 (vor 5459 Tagen) @ huge88

Hallo zusammen :-)


ich bin so ungefähr die "Mittelstufe" :-D ,soll heißen ich habe meinen ersten Anfall mit 13 und bin jetzt 32 Jahre alt,richtig anfallsfrei war ich noch nie - aber die guten Eintragungen lassen mich ja hoffen ;-) - aber nach vielen ausprobieren gibt es Besserung :-) ,was mich und natürlich mein Umfeld sehr glücklich macht :-) .

Ich denke das kann man auch schon als positiv bewerten.

LG
Sandra

Helfen die Medis?

Kary, Thursday, 08.09.2011, 15:50 (vor 5458 Tagen) @ Lerche

Hallo Uwe,

das stimmt,das sich die meisten erst austauschen,bis das KInd in den Brunnen gefallen ist(du weisst bestimmt was ich meine)
Manche einer traut sich auch nicht mehr so zu schreiben wie er gerne möchte,weil in manchen foren das einfach nicht erwünscht ist.;-)

Vielen ging es ja auch gut,und die hängen jetzt total durch.
Mit uns kann man es ja machen.
Deswegen find ichs ja so toll,was so über keppra geschrieben wird hier,denn das ist nicht so nebenwirkungsarm wie von den Epileptologen und Medizinern behauptet wird.
Achja...jegliche statements lass ich jetzt aber...grins*

Lieben Gruss

Kary

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Balu, Thursday, 08.09.2011, 11:28 (vor 5458 Tagen) @ Sandra86

Hallo, darf ich fragen, in wie weit du deinen Lebenswandel umgestellt hast? ich plane dieses auch. Es kann nicht angehen, das man (Frau) trotz Medieinnahme und OP´s nach wievor Anfälle bekommt
LG aus schleswig Holstein
J.

Helfen die Medis?

Sandra86, Kempten, Saturday, 10.09.2011, 19:31 (vor 5456 Tagen) @ Balu

Hey Balu!

Meine Umstellung sah so aus ( ich habe Aufwachanfälle):

-Ich habe meine festen Zubettgehzeiten
-Nie weniger als 8 Stunden schlafen
-Keine Nächte durchmachen
-Kein Alkohol (naja in letzter Zeit etwas sehr schleifen lassen)
-Ich nehme wirklich immer auf die Minute genau meine Medis
-Regelmäßige Kontrolle im Epizentrum


Natürlich mache ich auch Sachen, die verhindern sollen das ich falls ich einen Anfall habe mich zu verletzte. Da ich sie ja morgens habe ist das natürlich relativ einfach.

-Ich stehe früh genug auf, sodass ich so lang wie möglich morgens daheim bin
-Ich renne fast zur Arbeit ;-)
-An Ampeln stehen ich mind. einen Meter hinter dem Bordstein
-Ich verbringe morgens so wenig zeit wie möglich im Bad da da die Verletzungsgefahr am höchsten ist (Erfahrung aus dem letzten Anfall)


Sind vielleicht nur kleine Sachen aber sie beruhigen mich.

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Roman51, Sunday, 11.09.2011, 16:16 (vor 5455 Tagen) @ Sandra86

Roman 59, 87600 Kaufbeuren, Sonntag, 11.9.2011

Ich komme mit Keppra überhaupt nicht klar (total müde)und soll nun auf Lamotrigin umgestellt werden. Du scheinst mit Lamo klarzukommen.
Ich wache nachts fast immer auf. Aber man gewöhnt sich daran (einfach warten, dann weiterschlafen).
Du arbeitest. Außerdem scheinst Du dich an die Anfälle irgendwie gewohnt zu haben.

Grüsse von Roman, Kaufbeuren

Helfen die Medis?

huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Sunday, 11.09.2011, 16:32 (vor 5455 Tagen) @ Roman51

Rein aus Interesse: Wie hoch ist Deine Keppra-Dosis und wie lange nimmst Du es schon? Hattest Du vorher bereits ein anderes Antiepileptikum?

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