Diskriminierung

Jack, Friday, 09.09.2011, 05:10 (vor 5457 Tagen)

Hallo allerseits

Kürzlich hab ich nochmal mit dem Chef gesprochen. Es hieß keine Strahlenschutzausbildung wegen Epilepsie und auch Fortbildungen darf ich nicht gehn weil ich mir als Epi das nicht merken kann so hieß es. Ich bin zwar langsam wegen den Patienten Schaden zufüge lasse ich mir lieber Zeit. Das werfen sie mir vor. Derweil sind die Gesunden im öffentlichen Dienst auch faule Schweine entschuldigt den Ausdruck. Ich darf gatr nix mehr. Jetzt haben sie aber Probleme mit der Behörde weil sie alle meine Daten löschten und ihre nicht stimmten. Meine taugen nichts weil ich Epi bin hieß es. Weiß nicht wie ich dem begegnen soll. Epi und Epi her. Es heißt sie müssen ach soviel kompensieren. Müssen sie statt 2 Lungenröntgen mal 3 machen sagte ich mal. Dabei haben dies im öffentlichen Dienst doch fein. gegfenüber der Privatwirtschaft. Fühle mich ausgegrenst. Will einfach nur akzeptanz.

Grüße Jack

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teilchenschubse, Friday, 09.09.2011, 09:55 (vor 5457 Tagen) @ Jack

Such Dir einen guten Anwalt, und wenn es erstmal nur für die Beratung ist.

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Ich habe das Asperger-Syndrom und manchmal eine Meinung, die nicht allen gefällt. ;o)

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huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Friday, 09.09.2011, 10:05 (vor 5457 Tagen) @ Jack

Lass Dir diese Aussagen schriftlich geben. Schriftliche Aussagen sind in so einem Fall einfach beweiskräftiger. Die Ablehnung eines schriftlichen Antrages wegen einer Fortbilund/Auffrischung muss sowieso mit Begründung schriftlich erfolgen.
Geh zum Amtsarzt und lass Dich auf Deine Arbeitstauglichkeit für den Beruf hin untersuchen.

Wenn der Amtsarzt grünes Licht gibt, wende Dich mit seinem Gutachten und den Aussagen deines/deiner Vorgesetzten an den Betriebsrat oder selbst an den Chef Deines Chefs und erkläre ihnen, dass die Bedenken rein auf unbegründeten Vorurteilen und Unwissenheit(man könnte auch von mangelnder Qualifikation zur Beurteilung Deines Falles sprechen) beruhen. In einer Klinik sollte sich eigentlich auch ein Arzt finden lassen, der denen das Gutachten auch erklären kann, falls es eine einzige Anhäufung von für den Laien unverständlichen Fachbegriffen ist.

Und geh am Besten auch zu einer Epilepsieberatungsstelle. Die haben Erfahrung im Umgang mit solchen Situationen und Fällen. Die dürfen i.d.R. zwar keine Rechtsberatung vornehmen - z.B. falls Du gerichtlich gegen Deinen Arbeitgeber vorgehen wollen würdest, aber immerhin können die Dir grundlegende Hilfe, manche fungieren auf Nachfrage auch als Vermittler zwischen Dir und Deinem Vorgesetzten, bieten.

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Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil

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Mondenkind, Friday, 09.09.2011, 19:11 (vor 5457 Tagen) @ Jack

Hallo Jack,

um festlegen zu können, ob du in einem bestimmten Beruf arbeiten kannst oder ob das Risiko zu hoch ist, ist es sehr wichtig zu wissen, wann du deine Anfälle hast (tagsüber, nachts, nur in bestimmten Situationen) und wie oft (einmal am Tag, einmal im Monat, einmal im Jahr - oder bist du vielleicht schon länger anfallsfrei?)

Vor Jahren haben Ärzte und Sozialarbeiter eine Liste entworfen, wie hoch dort das Risiko in diesem und jenen Beruf ist zu arbeiten.

Ich habe mal nachgeschaut und habe mich (ist zwar wahrscheinlich nicht ganz richtig) für den Beruf Medizinisch-Technische/r Laborassistent/in (Seite 40).

Dort steht, dass im großen und ganzen kein Risiko für diesen Beruf entsteht - es kommt aber natürlich auch hier wieder darauf, wie oft und wann du die Anfälle hast.

Wie dir huge88 schon geraten hat, informiere dich mal, ob es in deiner Nähe eine Epilepsie-Beratungsstelle gibt. Die könne dir mit Sicherheit auch dort weiterhelfen helfen. Die BGI 585 sollten ihnen bekannt sein.

Ich wünsche dir viel Glück!

Vielen liebe Grüße :-)
Mondenkind

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"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)