Anfall mit Hand und Fußfesseln!
Ein besorgter Mensch, Monday, 17.10.2011, 22:44 (vor 5419 Tagen)
Hallo Allerseits
hab mich vor einiger Zeit mal bei Euch gemeldet und immer sehr viel freundliche Unterstützung bekommen! Hat mir immer sehr geholfen!
Ich habe leider immer noch den gleichen bescheuerten Mitgliedsnamen!
Also warum ich schreibe: Es geht mal wieder um meinen Bruder der wieder (alle paar Wochen- Monate) einen schweren Anfall hatte!
Er wird dabei sehr Aggressiv kann eine ganze Einrichtung zerstören, schmeißt Gegenstände um, bringt sich natürlich auch in Gefahr!
Dieses mal hat meine Mutter mit zwei Bekannten Ihn versucht in Schach zu halten, sie haben ihn eingekessel und immer wieder aufs Sofa geschubst und sich erhofft der Anfall würde schnell vorübergehen!
Der Krankenwagen nebst Notarzt wurde gerufen! Bis zu dem Zeitpunkt als die Rettungssanitäter eintrafen zu dritt mit Notarzt zu viert hat er sich nicht groß verletzt!Sie gaben ihm auch mehrere Breuhigungsspritzen! Die Sanitäter schickten meine Angehörigen heraus, riefen die Polizei zur Verstärkung und als meine Mutter wieder ( mit der Polizei) Eintraf, lag mein Bruder am Boden eine große Blutlache um ihn herum! Die Polizei hat ihm Handschellen (Kabelbinder) angelegt auf dem Rücken! Es wurde nochmal Verstärkung gerufen für Fußfesseln und dann wurde er Bäuchlings durchs Treppenhaus gefesselt abtransportiert auf die Trage des Krankenwagens! Er wurde gefesselt mit dem Kopf/Bauch nach unten auf der Trage fixiert und abtransportiert! Der Notarzt meinte zwar das er ihn im Notfall so nicht medizinisch versorgen könnte aber das hat wohl niemanden interessiert!
Meine Frage ist darf man so was machen? Muß man sich das gefallen lassen, wie ein schwerverbrecher oder ein Tier behandelt zu werden?
Muß man nich eigentlich einen Menschen im Anfall nur schützen so wie es meine Mutter getan hat in Schach halten alles gefährliche von ihm fernhalten und den Anfall aussitzen?
Ich mach mir Gedanken was in seinem Unterbewusstsein von dem Drama hängenbleibt!
Ich hoffe Ihr könnt mir ein bischen weiterhelfen!
Danke Kerstin!
Anfall mit Hand und Fußfesseln!
dannie89
, Bayern, Tuesday, 18.10.2011, 10:28 (vor 5418 Tagen) @
Ein besorgter Mensch
hallo Kerstin,
Was für Anfälle hat dein Bruder denn ??.
Es liest sich schon echt krass, also wenn die des mit mir machen würden, ich wüsste nicht wie ich reagieren würde.
Wenn ich weiß was für Anfälle er hat kann ich dir weiter helfen
liebe grüße
--
Carpe Diem-Nutze den Tag,
Anfall mit Hand und Fußfesseln!
Ein besorgter Mensch, Tuesday, 18.10.2011, 22:11 (vor 5418 Tagen) @ dannie89
Vielen Dank dannie89!
Mein Bruder hat Grand Mal Anfälle und ob die mit seiner Rastlosigkeit, aggressivität und unkontrollierter Zerstörung im direkten Zusammenhang stehen weiß ich gar nicht! Das hatte er früher nämlich nicht!
Er meint es könnte direkt nach dem Anfall kommen! Er selbst erinnert sich nur nachher nicht mehr! Anwesende bestätigen aber das er nicht bewußt handelt und auch niemanden wahrnimmt in der Zeit! Das Wüten kann bis zu 20 minuten andauern!
Dann wurde er immer ruhiggestellt!
Anfall mit Hand und Fußfesseln!
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Tuesday, 18.10.2011, 11:01 (vor 5418 Tagen) @ Ein besorgter Mensch
Hi!
Ich bin gerade etwas irritiert. In Deinem ersten Post hier hattest Du geschrieben, Dein Bruder hätte Grand-Mal-Anfälle und jetzt schreibst Du, dass er bei seinen Anfällen sehr aggressiv sei und die Einrichtung zerstören würde(gut, letzteres kann natürlich bei einem Anfall durch Zuckungen geschehen), nur fällt es mir schwer, den Begriff "aggressiv" in Verbindung mit Grand-Mal zu bringen. In meinen Ohren klingt das nämlich so, als würde er das "Einrichtung zerstören" aktiv tun, wenn auch vielleicht nicht wollen, wenn er ganz bei Bewusstsein wäre.
Könntest Du vielleicht eine genauere Beschreibung seines typischen Anfallablaufes schildern? Wäre hilfreich, um erst einmal zu verstehen, wie denn ein Anfall Deines Bruders abläuft. Ohne das fällt es schwer, irgendetwas dazu zu sagen. Liegt bei ihm eigentlich außer Epilepsie noch irgendetwas anderes parallel vor? Gibt es inzwischen irgendwelche Fortschritte bei der Ursachenvorschung bzgl. seinen Anfällen(z.B. konkrete Auslösefaktoren, von welcher Hirnregion ein Anfall ausgeht, etc.)?
--
Das ist der Weisheit letzter Schluss:
Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,
Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Anfall mit Hand und Fußfesseln!
Ein besorgter Mensch, Tuesday, 18.10.2011, 21:11 (vor 5418 Tagen) @ huge88
Hallo,
erstmal vielen Dank für Eure Antworten!
@huge88 Also Ja mein Bruder hat Grand Mal und ich werfe jetzt mal was hier herein von dem ich weiß das es mit seinen Anfällen im Zusammenhang genannt wurde aber nicht weiß ob es dann doppelt gemoppelt ist! generalisierte/ komplex- fokale!
Also ein Anfall bei Ihm kündigt sich für einen Außenstehenden so an das Er einen starren Blick bekommt und nicht mehr ansprechbar ist!
Wenn er steht stürzt er ungeschützt, dann Muskelzuckungen am ganzen Körper!
Mein Bruder meint (genau kann er es nicht sagen und nachher fehlt ihm jede Erinnerung daran) Das er nachdem die Muskelzuckungen aufhören und er Anfängt wieder etwas mitzubekommen außer Rand und Band gerät! Es ist so das er von meiner Mutter oder Anwesenden immer eine Notfalltablette Tavor bekommt bei Ankündigung eines Anfalls! Meißtens hat er einen Zungenbiß! Das er so Agressiv wird und aktiv ist unmittelbar nach dem Anfall ist wohl erst das Dritte Mal!
Er springt auf und will losrennen nimmt seine Umgebung nicht wahr! Ich stell mir das so vor wenn er vielleicht irgendwie mitbekommt das man sich ihm in den Weg stellt, das er dann so aggresiv reagiert! Er wehrt sich reißt Möbel um,...
Er hat aber keinerlei Erinnerung an das Geschehene!
Desweiteren haben Sie bei Ihm im Krankenhaus jetzt festgestellt, das Seine Nierenwerte nicht OK sind! Liegt das an den Medikamenten? Lamotrigin/ Keppra!oder den Ersatz!
Vielleicht habt Ihr ja noch Tipps! Dankeschön
Anfall mit Hand und Fußfesseln!
Ein besorgter Mensch, Tuesday, 18.10.2011, 21:58 (vor 5418 Tagen) @ Ein besorgter Mensch
Ach ja,
Auslösefaktoren völlig unbekannt!
Keine regelmäßigkeit erkennbar,
Schlaf- Wachrythmus normal,
Lebensgewohnheiten normal
Vielleicht Stressfaktoren?
Teilweise vorher Kopfschmerzen! Nicht immer!
Teilweise kleinere Anfälle in Folge bevor ein großer kommt aber nicht immer!
Es ist ein ?
In welchem Bereich kann ich leider jetzt nicht sagen! Ich (glaube) linke Hemisphäre inoperabel! Sagte er mir mal!
Anfall mit Hand und Fußfesseln!
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Wednesday, 19.10.2011, 13:12 (vor 5417 Tagen) @ Ein besorgter Mensch
So wie ich das verstehe, treten seine "Ausflipper" auf, wenn er in der "orientierungslosen" Phase nach einem Anfall ist. Gibt ja Leute, die danach z.B. auch sich selbstständig auszuziehen oder wacklig aufzustehen versuchen ohne wirklich zu wissen, wo und wer sie sind, geschweige denn, was sie da eigentlich tun. Würde mich nicht wundern, wenn es davon auch eine "aggresive" Ausprägung gäbe, wo doch gerade menschliche Selbstschutztriebe etc. sehr instinktiv verankert ist.
Weiß jemand, ob das vielleicht auch eine Nebenwirkung vom Tavor sein könnte? Soweit ich weiß, kann das Ganze auch bei manchen eine gegenteilige Wirkung haben.
Was wird wegen seinen Nierenwerten jetzt weiter untersucht/unternommen? Abgesehen davon, dass Lamotrigin meines Wissens nach ja Nierenstoffwechselpflichtig ist und eine eingeschränkte Funktionsfähigkeit ja deutliche Auswirkungen auf die Serumskonzentration von den Medis haben kann, könnten die ja auch auf eine anfallsbegünstigende Stoffwechselstörung oder eine Organschädigung durch die Medikamente hindeuten.
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Der täglich sie erobern muss.
Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Anfall mit Hand und Fußfesseln!
kucka, Sunday, 23.10.2011, 13:36 (vor 5413 Tagen) @ Ein besorgter Mensch
Hey bes.Mensch....ich habe Grand Mal ,bei mir ist es anders.Merke nichts vorher,falle um,Zucken ,Umsichschlagen,Schaum vor dem Mund Zungen und Backenbisse .Ich bin bewusstlos,wenn ich irgentwann aufwache weiss ich aber vom Gespür her das ich einen Anfall hatte.Danach das enttäuschte Gefühlund das Leben ist vorbei.Das hält aber nicht solange an,dann bin ich wieder die Alte.Nach einem Anfall schlafe ich lange,ganz tief.Dein Bruder muss noch was anderes haben,ich würde fast annehmen er hat eine andere Hauptkrankheit mit Begleiterscheinung :Epilepsie.Das er fixiert wurde,wundert mich nicht ,es ist nur zu seinem eigenen Schutz gewesen ,wenn ich auch eine andere Ruhigstellung für angebracht gehalten hätte.Ich habe so eine Fixierung schon mal gesehen.Es muss für euch entsetzlich sein.Wo hat man ihn nachher hingebracht ? liebe Grüsse
Anfall mit Hand und Fußfesseln!
teilchenschubse, Tuesday, 18.10.2011, 12:51 (vor 5418 Tagen) @ Ein besorgter Mensch
Hallo Kathy,
so schlimm, wie das alles klingt, aber die Rettungskräfte haben nur nach ihren Vorgaben gehandelt. Schließlich kennen sie Deinen Bruder nicht, können die Dauer der Wesensveränderung nicht einschätzen. Und wenn Angehörige verletzt werden könnten, dann müssen die Rettungskräfte diese "vor die Tür schicken" bzw. in einen sicheren Raum.
Habe ein wenig gesucht und eine ganz ähnliche Geschichte gefunden:
http://alltagimrettungsdienst.wordpress.com/2010/07/17/boxen/
Ich denke, Ihr solltet mit dem Neurologen Rücksprache halten.
Du hast ja an anderer Stelle schon geschrieben, daß Dein Bruder sich wenig sagen läßt. Vielleicht solltet Ihr ihm den Blutfleck, so er noch da ist, mal zeigen?
Das, was Du schreibst, klingt, als hätte das Beruhigungsmittel paradox (also genau entgegengesetzt der geplanten Wirkung) gewirkt. Ich denke, das solltet Ihr für die Zukunft vermerken. Falls Ihr sowas wie einen Brustbeutel habt, der einen Zettel mit Daten zu seiner Epilepsie enthält.
Wird denn Dein Bruder nach solchen Transporten untersucht oder passiert das wegen der Häufigkeit nicht mehr?
Wenn die Anfälle zunehmen trotz der starken Medikation, dann solltet Ihr vielleicht noch eine zweite Meinung zu der Epilepsie einholen. Ich kann allerdings Deinen Bruder auch ein Stück weit verstehen, daß er sich auf diese Fremdbestimmung nicht einlassen will. Er ist jetzt volljährig, oder? Könnt Ihr Euch vorstellen, daß er in eine betreute Wohngruppe zieht?
Gruß
t.
--
Ich habe das Asperger-Syndrom und manchmal eine Meinung, die nicht allen gefällt. ;o)
Anfall mit Hand und Fußfesseln!
Ein besorgter Mensch, Tuesday, 18.10.2011, 21:50 (vor 5418 Tagen) @ teilchenschubse
@ teilchenschubse
Hallo erstmal Danke für Deinen Link! Ich konnte meinen Bruder in der beschriebenen Situation gut wiederfinden!
Nach so einem Anfall bleibt er meißt über nacht auf der Intensivstation, danach noch einen Tag auf der Krankenstation! Meißtens entlässt er sich selber nach einem Tag! Es werden Blutuntersuchungen gemacht! Teilweise EEG`s!
Er ist mit seinem Neurologen sehr unzufrieden ( ändert nur die Medikamentendosis)
und möchte gerne den Arzt wechseln! Jetzt kommt noch ein Problem mit seinen Nieren hinzu!
Er ist Volljährig (28 J)
Er ist Dickköpfig und verbohrt!
Ich glaube nicht das er in eine betreute Wohngruppe ziehen möchte! Er ist ein Gewohnheitstier, hat bei unserer Mutter im Haus seinen eigenen Bereich unterm Dach
und will da glaub ich auch nicht weg! Obwohl es für Beide warscheinlich besser wäre, weil meine Mutter sich auch schon kaum noch aus dem Haus traut aus Sorge um Ihn!
Im allgemeinen kappselt er sich sehr ab!
Ich kann irgentwie überhauptnichts erreichen bei Ihm weil er nicht zugänglich ist!
Für Ideen wäre ich sehr Dankbar!
Kerstin!
Anfall mit Hand und Fußfesseln!
teilchenschubse, Wednesday, 19.10.2011, 10:47 (vor 5417 Tagen) @ Ein besorgter Mensch
Liebe Kerstin,
jetzt muß ich doch ein wenig schmunzeln - über mich selbst, denn ich war überzeugt, gelesen zu haben, Dein Bruder sei erst 18 (bzw. bei Deinem ersten Post hier im Forum erst 17 gewesen). Gut, daß ich mir die Spekulation, er könne pubertätsbedingt schlecht für Dich erreichbar sein, gespart habe!
Wenn Dein Bruder sich von Dir nichts sagen lassen will, dann wirst Du das wohl akzeptieren müssen, auch wenn es wehtut. Vielleicht kannst Du Deiner Mutter mal das Forum hier zeigen? Offenbar hat sie ja einen besseren Draht zu ihm ... und könnte ggf. vermitteln.
Aus eigener Erfahrung muß ich sagen: wenn man aus psychischen Gründen starke Unsicherheit verspürt, will man das eher für sich behalten. Und das, was Du beschreibst, klingt sehr stark nach psychischer Belastung durch das Medikament (was etwa bei Lamotrigin gut möglich ist, zu Keppra kann ich nichts sagen). Eine 20minütige Dissoziation ist meines Wissens nichts, was nach einem epileptischen Anfall zu erwarten ist. Und die Dosis Deines Bruders ist ja wirklich hoch!
Offenbar hat er ja aber selbst schon erkannt, daß Handlungsbedarf besteht, wenn er zu einem anderen Neurologen gehen will. Dabei solltet Ihr (vor allem Deine Mutter) ihn unterstützen, durch sanften Druck ... Du kannst Dich ruhig informieren, z.B. über Kliniken, aber ihm die Infos überbringen sollte vielleicht besser Deine Mutter.
Ich wünsche Euch viel Kraft und daß Ihr bald bessere ärztliche Hilfe findet.
Liebe Grüße
t.
--
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Anfall mit Hand und Fußfesseln!
Mondenkind, Wednesday, 19.10.2011, 12:27 (vor 5417 Tagen) @ teilchenschubse
Hallo teilchenschubse,
Eine 20minütige Dissoziation ist meines Wissens nichts, was nach einem epileptischen Anfall zu erwarten ist.
Ich habe immer nach einem Grand Mal 15 - 30 Minuten gebraucht, bis ich wieder "ganz normal" bei mir war. Und konnte ich in der Zeit auch an (fast) alles nicht erinnern, was in der Zeit zwischen Aura - Anfall - Erholung passiert ist. Und mir haben die Ärzte auch gesagt, dass dies durchaus normal sein kann.
Und die Dosis Deines Bruders ist ja wirklich hoch!
Jeder Mensch braucht eine andere Dosis, was für den einen genau richtig ist, ist für den anderen zu hoch für den nächsten wieder zu wenig. Deshalb kann man das nicht über einen Kamm scheren.
@Kerstin
War dein Bruder mal bei einem Epileptologen, bzw. in einer Epilepsieklinik? Rede mal mit ihm, ich würde dies für einen guten nächsten Schritt halten.
Liebe Grüße
Mondenkind
--
"Ich habe gelernt, vom Leben nicht viel zu erwarten. Das ist das Geheimnis aller echten Heiterkeit und der Grund, warum ich immer angenehme Überraschungen statt trostloser Enttäuschungen erlebe."
(George Bernard Shaw)
Anfall mit Hand und Fußfesseln!
teilchenschubse, Thursday, 20.10.2011, 16:03 (vor 5416 Tagen) @ Mondenkind
Hallo Mondenkind,
Und die Dosis Deines Bruders ist ja wirklich hoch!
Jeder Mensch braucht eine andere Dosis, was für den einen genau richtig ist, ist für den anderen zu hoch für den nächsten wieder zu wenig. Deshalb kann man das nicht über einen Kamm scheren.
Das ist mir schon klar, daß da sowohl die Aufnahme eines Wirkstoffes ins Blut, die Speicherung und der Abbau sehr individuell ablaufen können. Unabhängig davon finde ich aber die Idee, die Dosis einfach immer weiter zu erhöhen, fragwürdig, zumal, wenn sich wie in diesem Fall keine Anfallsfreiheit einstellt, sondern eher das Gegenteil. Wenn man auf ein Lebens- oder Arzneimittel allergisch reagiert, dann läßt man es doch auch weg bzw. schleicht es später langsam und sachte wieder ein.
Ich habe gerade mal nach Packungsgrößen für Lamotrigin gegoogelt und bin auf Tablettengrößen von 2mg bis 200mg gestoßen - bei 500 mg wären das also 2,5 Tabletten - und bei einer Empfehlung von 2x25 mg pro Tag beim Start der medikamentösen Therapie dauert es schon etwas, bis man diese Dosis erreicht.
Ich weiß, Mondenkind, Du hast das nicht verdient, daß ich das gerade alles an Dir auslasse, aber anscheinend kriegt man über das Internet nur die Fälle mit, wo eine medikamentöse Epilepsiebehandlung nicht oder nur teilweise funktioniert, deshalb mag mein Bild ein wenig verzerrt sein.
LG
t.
--
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Anfall mit Hand und Fußfesseln!
huge88, Großraum Nürnberg/Fürth/Erlangen, Thursday, 20.10.2011, 17:07 (vor 5416 Tagen) @ teilchenschubse
Zwei Anmerkungen bzgl. Lamotrigin und den Dosierungen:
Die niedrigen Startdosen von Lamotrigin bei Erwachsenen liegen vor allem darin begründet, dass das Medikament wegen einer möglichen schweren Nebenwirkungen(irgendein gefährlicher Ausschlag, wenn ich mich noch recht entsinne), zu Behandlungsbeginn sehr langsam aufdosiert wird. Die in der Regel bei Erwachsenen angewandten Erhaltungsdosen liegen zwischen 100 und 200 mg pro Tag.
Es gibt anscheinend sogar klinische Studien, in denen Tagesdosen von 500 mg anscheinend teilweise erfolgreich verabreicht wurden(http://www.apotheken-umschau.de/do/extern/medfinder/medikament-arzneimittel...). Natürlich sollten solche extremen Einstellungen nur von Fachärzten in den Epilepsiezentren vorgenommen und auch regelmäßig überwacht werden, gerade auch im Hinblick auf die Organwerte.
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Johann Wolfgang Goethe - Faust, der Tragödie zweiter Teil
Anfall mit Hand und Fußfesseln!
Ein besorgter Mensch, Thursday, 20.10.2011, 21:24 (vor 5416 Tagen) @ huge88
Hallo alle zusammen!
Ihr habt mir sehr geholfen ( meinem Bruder)
konnte Eure Argumente, Sichtweisen, eigene Erfahrungen gut nachvollziehen und denke Ihr habt alle recht!
Hab nochmal nachgehakt also bei meinem Bruder ist der linke ,vordere Stirnlappen (fokal) betroffen!
Vor ca 9 Jahren wurde er vor einer Discothek zusammengeschlagen! Er vermutet das es dort begründet ist! Vernarbtes Gewebe!
Ja und ich denke auch das sein aggressives Verhalten mit dem Anfall an sich nichts zu tun hat! Hab darüber nachgedacht, das Er es ja schon oft miterelebt hat
fixiert, festgeschnallt auf ner Trage oder im Bett zu liegen, dann einmal mehrere Tage im Koma mit Inkubator,...! Ich denke das reicht aus um sich einfach nur wehren zu wollen! Das Gehirn wird diese negativen Erfahrungen gespeichert haben die immer unmittelbar nach so einem Anfall folgten!
Ja Mondenkind sein Neurologe ist Epileptologe hat aber bisher nur seine Medikation verändert! Im Krankenhaus (Wo er sogar derzeit noch ist)haben sie seine Medikamente wieder erhöht!
Aber endlich wird er sich in Bethel vorstellen!!! Habe heute mit Ihm gesprochen!
Er war sehr offen!
Sagt das er sich immer mehr zurückgezogen hat einfach auf den Arzt vertraut hat der wirds schon richten!...
Ihm sind bei seinem letzten Anfall 2 Zähne abgebrochen! Weiß einer von Euch ob die Krankenkasse das übernimmt! (Er ist Student)!
Nochmals vielen Dank
Kerstin